23. April 2024
Die Nacht war sehr spannend - auch hier am Khwai gibt es wieder unzählige Tiergeräusche, darunter auch einige neue. Ein Ruf klingt ein bisschen wie eine Mischung von Hund und Wolf, ziemlich unheimlich. Als es mitten in der Nacht direkt neben mir raschelt und kurz danach das eben beschriebene Geheul lautstark erklingt, schrecken wir alle aus dem Schlaf hoch. Den Rest der Nacht rätseln wir, was das sein könnte... Bei der nächsten Wifi Möglichkeit finden wir später heraus, dass es Hyänen waren, die uns wach gehalten haben
Geschlafen haben wir deshalb alle nicht so gut - trotzdem stehen wir um 6 Uhr noch vor dem Sonnenaufgang auf. Heute haben wir den ganzen Tag am Khwai zur Verfügung. Wir setzen uns alle zu viert in unser Auto und starten einen Morgen-Gamedrive. Am Khwai-River entlang fahren wir etwa eine Stunde - die Morgenstimmung ist wunderschön. Wir sehen einige Vögel, Affen und viele Impalas.
Später fahren wir noch ein Stündchen in die andere Richtung und sehen noch Zebras, Elefanten, Impalas, Gnus und Giraffen. Die Löwen und Leoparden halten sich weiterhin versteckt
Als wir nach etwa 2 Stunden Hunger bekommen, fahren wir zurück auf unsere Campsite und essen Frühstück. Wir beschliessen, am Abend eine Mokorotour in einem der Flüsschen zu machen. Bis dahin legen wir eine Siesta ein - wir schlafen ein wenig und bereiten später schonmal das Nachtessen vor.
Am Nachmittag brechen wir in Richtung Mbudi auf - die Receptionistin unserer Campsite hat dort für uns eine Mokorotour reserviert. Direkt nach dem Northgate müssen wir eine Brücke überqueren, die ziemlich improvisiert aussieht. Als wir vorsichtig darauf fahren, sehen wir links und rechts von uns eine Herde Elefanten durch den seichten Fluss ziehen - es sind mindestens 10!
Obwohl wir (trotz lustige Brücke und Elefantenherde) eine halbe Stunde zu früh beim Treffpunkt in Mbudi sind, dürfen wir bereits starten. Die Fahrt auf dem Fluss ist sehr ruhig und friedlich, die Guides zeigen uns alle möglichen Pflanzen, Frösche und Vögel.
Plötzlich tauchen ein paar Meter vor uns Hippos auf - unsere Guides steuern direkt darauf zu! Sie meinen, das sei immer noch genug Abstand, sie wissen, wie man sich bei diesen Tieren verhält. Na dann.. Zwei Flusspferde schlafen im Gras, unser Guide klopft plötzlich ans Mokoro. Daraufhin schrecken die Hippos auf und drehen sich direkt in unsere Richtung. Die Guides sagen nur: Take Photos, take Photos!
Weiter geht die Fahrt. Das Gewässer ist sehr seicht, keine 50m vor uns waten Elefanten durch den Fluss. Was für ein absolut schönes Erlebnis! Unterwegs knüpfen die Guides Anja und mir aus Schilf und Seerosenblättern einen Hut und eine Halskette. Der lustige Hut kühlt immerhin schön unseren von der Sonne überhitzten Kopf ab
An einer Stelle dürfen wir schliesslich aussteigen und uns die Beine vertreten. Wahrscheinlich müssen die Guides noch ein bisschen Zeit mit uns totschlagen - sie fangen an, uns einen (Flach-)Witz nach dem anderen zu erzählen

Nach der Witzrunde steigen wir wieder ins Boot und werden zurückgefahren. Zurück beim Camping kochen wir das vorbereitete Abendessen fertig und gehen dann bald schlafen.