Tag 13 – Dombo Farm (Makgadikgadi National Park)
Ein Nationalpark mit verzwicktem Namen
Die Dombo Farm liegt strategisch so günstig, dass man neben dem Nxai Pan National Park einen weiteren Nationalpark auf einem Tagesausflug erkunden kann, den Makgadikgadi National Park. Dieser Park bereitet mir jedes Mal aufs Neue Kopfzerbrechen, wenn ich seinen Namen schreiben muss. Ich kann mir die Schreibweise einfach nicht merken.
Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir am Morgen Kumaga. Von hier setzt die Fähre über den Boteti über. 16 Jahre lang war alles staubtrocken, der Boteti war ein Fluss ohne Wasser. Vor 3 Jahren hat sich das geändert.
Während Uli den Wagen auf die kleine Fähre setzt, warten wir und ich mache ein paar Fotos. Personen sitzen im Schatten eines großen Baumes. Esel steuern zielgerichtet das Wasser des Boteti an. Dann können auch wir auf die Fähre und während wir den Fluss auf einer kurzen Fahrt überqueren, staune ich über das Tiefblau des Flusses. Es ist ein absoluter Kontrast zum Nxai Pan National Park.
Den Tag verbringen wir im Park mit Pirschfahrten. Wir sehen viele Elefanten, die meisten halten sich am und im Wasser auf. Es macht große Freude, Ihnen zuzusehen, wie viel Spaß sie am Bad im Fluss haben und welches lautstarke Getöse sie dabei veranstalten. Hin und wieder lässt sich ein Elefant auf der anderen Uferseite sehen. Dort grasen aber zumeist Nutztiere.
Wir erfahren von Uli, dass sich in dieser Gegend die zweitgrößte Migration nach der Serengeti abspielen soll. Zeitweise wären die letzten Tage und Wochen 15.000 bis 20.000 Zebras und Gnus in diesem Bereich des Makgadikgadi National Parks gewesen. Uli war jetzt schon einige Tage nicht mehr im Park und ist selbst überrascht, dass noch immer so viele Tiere hier sind. Wir haben großes Glück, dieses Spektakel sehen zu können.
Aber auch die eine oder andere Giraffe lässt sich blicken und ein kleiner Schakal sitzt im Schutz eines Baumstumpfes. Eine größere Anzahl schreckhafter und nervöser Zebras bewegt sich Richtung Boteti, um den Durst zu stillen. An diesem Tag denken wir mehr als einmal wehmütig an unser Telezoom.
Dieser Park mit dem tiefblauen Wasser des Botetis und der trockenen Umgebung ist so ganz anders als der Nxai Pan National Park. Auch heute sind wir nahezu alleine unterwegs, es begegnet uns lediglich ein Fahrzeug, während wir uns auf dieser Seite des Botetis aufhalten. Ich kann nicht sagen, dass mir einer von beiden Parks besser gefallen hat und bin einfach froh, beide habe sehen können.
Der letzte Abend auf Dombo verwöhnt uns mit zwei Leoparden am Wasserloch.