THEMA: Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021
11 Jul 2022 21:24 #647042
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TinuHH schrieb:
Hier verabschieden wir uns von Mara und Robin. Ihr Lieben, das waren großartige Tage mit Euch! Wir hatten viel Spaß, haben viel gesehen und erlebt, und für uns blutige Botswana-Anfänger war das ein toller Einstieg. Danke Euch, das war Klasse! Jederzeit wieder, wenn Ihr mögt! :cheer: :woohoo:

Geht ja schon wieder weiter. B)

Ich kann das nur bestätigen. Die Tage waren doch der beste Beweis, dass es völlig reicht, sich nur einen Abend mal in live gesehen zu haben, um zu wissen, dass es einfach passen wird. :)

Wir hatten echt eine tolle Zeit mit euch und gerne wieder. Mal sehen ob uns doch noch das spontane Fernweh packt nach diesem Jahr und wir tatsächlich noch mal die Gegend direkt wieder angehen wollen... aber es gibt noch so viele Optionen.



Ich schließe mich rik an, allerdings finde ich eher, dass der ganze Tag gespickt war mit tollen Bildern. Mir gefallen eigentlich alle richtig, richtig gut.

Gruß,
Robin
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12 Jul 2022 07:46 #647060
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Moin Robin,

herzlichen Dank! :woohoo:
Blende18.2 schrieb:
Mal sehen ob uns doch noch das spontane Fernweh packt nach diesem Jahr und wir tatsächlich noch mal die Gegend direkt wieder angehen wollen... aber es gibt noch so viele Optionen.

Das auf jeden Fall! Unsere Bucket-List ist lang!
Da wir es dieses Jahr leider nicht schaffen an die tolle Einsteigertour anzuknüpfen, ist 2023 einfach gesetzt. Vielleicht kann man Euch ja mit Kubu locken. Und Khwai ist ja eigentlich immer ein HighLight. Wie sagte doch der Typ in dem Video? "Khwai will never ever disappoint!".

Herzliche Grüße
Martin
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13 Jul 2022 19:21 #647217
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19.09. - Savuti II

Die Nacht ist wieder erfüllt von den unterschiedlichsten Geräuschen. Wir schrecken einmal hoch als es in der Nähe brüllt. Klingt nach Elefanten, aber so genau weiß ich das nicht. :)

Trotzdem haben wir beide gut geschlafen und sind gegen 6:00 Uhr wach. Im Hellen ist der Weg zu den Ablutions kaum einfacher. Die Waschräume hier sind wirklich gut. Sie sind sauber, es gibt (spärlich) Licht, das Wasser ist heiß und die Duschen gut in Schuss. So kann der Tag anfangen! :woohoo:


Paradise Campsite

Zum Frühstück gesellen sich diverse Hühner und ein Hornbill zu uns. Der Hornbill hüpft uns fast auf die Füße :woohoo: ! Ob man die Vögel wohl zähmen kann?



Rotschnabel-Toko


Südlicher Gelbschnabel-Toko


Südlicher Gelbschnabel-Toko


Südlicher Gelbschnabel-Toko

Neben dem Gate gibt es einen kleinen Souvenir-Shop. Die geschnitzten Tiere scheinen uns aber recht teuer zu sein, Decken kosten umgerechnet ab 30 € aufwärts und kleine geschnitzte Leoparden gibt es für 15 €.

Der freundliche Shop-Betreiber gibt uns Tipps wo wir noch Tiere finden könnten. In der Zwischenzeit habe ich von der Lady vom Gate den Hinweis bekommen, dass wir mal in den Harvey’s Pans nördlich vom Gate nach Tieren zu gucken sollen. Wir fahren über eine Brücke und nach wenige Metern finden wir ein kleines Wasserloch mit Marabus, einem Geier und einer Menge Antilopen.


Impalas


Marabus


Impala-Bock mit Madenhacker


Schwarzmilan - würde ich sagen, aber genau weiß ich das nicht.


Ohrengeier

Bei den Harvey's Pans und drumherum gibt es einige Wasserlöcher, aber leider keine Tiere. Wir klappern die Savuti Marsh flächendeckend ab. Unsere Strecke in den zwei Tagen sah dann so aus:






Könnte das ein Seidenreiher sein?

Es geht über den Cheetah Plain nach Süden zu den Pothole Pans und zu den Gardeiea Pans. Die Landschaft wechselt ab zwischen dichten Gestrüpp, weiten Flächen mit Gras, festem Untergrund auf den Wegen und Tiefsand. Insgesamt ist die Strecke recht anspruchsvoll zu fahren, aber es ist wunderschön hier! :woohoo: Hier kann man wirklich stundenlang durch die Gegend cruisen ohne dass es langweilig wird. :lol:


Baobabas


Giraffen haben wir nicht so oft gesehen


Uuuund - hepp! - Gabelracke


Na bitte, geht doch! - Gabelracke

Ein Gutes hat die Schaukelei! Die "Waschmaschine", die wir heute morgen noch bestückt haben, leistet ganze Arbeit! :woohoo: :woohoo:

Alle naselang liegen hier Schädel oder Knochen von Tieren herum. Die Elefantenschädel sind natürlich besonders auffällig und heute finden wir noch einen Schädel von einem Büffel. Die Knochen sind total sauber und gerade die Elefantenknochen glänzen wie poliert.


Man kann nicht immer gewinnen!


Impala - der Chef


Impala - mal ein Nickerchen machen


Tsessebe


Gabelracke

Mit einem kleinen Stop an dem Wasserloch östlich des Camps (gähnende Leere!) fahren wir zurück ins Camp.

Beim Shop am Camp-Eingang bekomme ich noch zwei Stapel Feuerholz für zusammen 50 BWP. Das Feuerholz ist um das fünffache teurer als in Maun, wenn man die geringeren Mengen pro Bündel bedenkt :pinch: . Wir werden schwach und eine kleine Holzgiraffe für 200 BWP muss jetzt doch noch mit. :woohoo:

Claudia spült noch das Geschirr bei den Ablutions, dann sitzen wir in Ruhe vor unserem Schlafschiff. Später gibt es ein Savanna und dann mache ich Feuer an und wir gucken, was wir noch zum Abendessen machen können. Das Fleisch, das wir noch im Kühlschrank haben, muss dringend weg. In Maun habe ich uns etwas gekauft, was ich für Zucchini gehalten habe, das scheint aber eher eine Kürbisart zu sein. Die Dinger sind so steinhart, dass sie unter die Genfer Konventionen fallen. "Eine tödliche Waffe in der Hand eines geübten Werfers!" :evil: Wir schaffen es nicht sie klein zu schneiden.

Wir werfen ein paar Zwiebeln und Möhren in einen Topf mit ein bisschen Butter und stellen ihn ins Feuer. Später gebe ich noch ein bisschen Chakalaka dazu. Auf den Grill kommen Fleisch und Broewors. Ein improvisiertes "RumFort", aber es ist köstlich! Dabei beobachten wir noch eine Bande Zebramangusten, die im ausgetrockneten Flussbett rumflitzt.


Zebramangusten

Die Fahrt morgen macht mir etwas Sorgen. Wir wollen ja noch am Vormittag in Kasane ankommen, damit wir das mit dem PCR-Test noch rechtzeitig schaffen. Nach allem, was ich gehört und gelesen habe, soll die Strecke bis Kasane zu einem großen Teil sehr anspruchsvoll und anstrengend sein. Keine Ahnung wie lange wir brauchen werden.

Wir stellen den Wecker auf 5:00 Uhr, wir wollen um 6:00 Uhr bei erstem Licht auf der Piste sein. Dann packen wir soweit alles ein, dass wir morgen früh nur noch das letzte Geschirr abwaschen müssen. Beim üblichen "Getöse" :woohoo: vieler Tierstimmen krabbeln wir ins Bett. Das war wieder ein wunderschöner Tag! Und ab morgen werden wir dann wohl etwas weniger abenteuerlich übernachten. Ob mir das gefallen wird?

Herzliche Grüße
Martin
Letzte Änderung: 13 Jul 2022 19:44 von TinuHH.
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14 Jul 2022 18:32 #647294
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20.09. - Tiefsand, PCR-Tests und Elefanten

Heute mal wieder etwas textlastig.

Um 5:00 Uhr klingelt der Wecker :blink: . Es ist noch stockfinster und wir packen Stühle und Feuerholz ein, dann fahren wir zu den Ablutions. Dort wird der Rest vom Abendessen abgewaschen und Zähne geputzt (mit Löwengebrüll in einiger Entfernung als Begleitmusik), und dann sind wir wie geplant um 6:00 Uhr unterwegs.

Wir starten bei genau 2.000 auf der Reise gefahrenen Kilometern in schummriger Dämmerung. Um 6:20 Uhr geht die Sonne auf. Das Licht ist ein Traum! Leider haben wir für Fotos gerade keine Ruhe. Ein schnelles Foto mit dem Handy muss reichen.


Sonnenaufgang Savuti

Die Stecke fährt sich wie befürchtet. Manchmal gibt es eine feste Piste, auf der man etwas zügiger unterwegs sein kann, aber dann kommen wieder sehr mühsame Abschnitte, die wohl von den gleichen Leuten präpariert wurde, die auch die Strecke zwischen Khwai und Savuti gebaut haben :evil: . Für 10 km brauchen wir eine halbe Stunde. Wenn das so weitergeht wird es eng mit dem PCR-Test! :pinch:

Um 7:15 Uhr kommen wir beim Ghoha Gate an. Was ist das? Das Gate ist mit Schranken geschlossen, die mit Schlössern gesichert sind und niemand ist da! Offensichtlich sind wir zu früh dran. :ohmy:

Links vorm Gate geht es zu einer kleinen Häuseransammlung, die immerhin mit Straßenlampen beleuchtet ist. Am Ende der Häuserreihe steht eine Frau an einem Wagen, die einen offiziellen Eindruck macht. Wir fahren zu ihr und fragen mal vorsichtig ob sie was über dass Tor weiß. Sie guckt uns grinsend an und sagt "Das Tor ist noch geschlossen, oder?" Jupp, so isses :lol: . Wir sollen schonmal hinfahren, sie käme gleich nach. :woohoo:

Nach ein paar Minuten kommt sie mit einer Kollegin im Auto zum Gate. Ich muss unser Permit vorzeigen und uns austragen. Wir bekommen noch den Tip, dass wir gleich hinter dem Gate links Richtung Linyanti fahren sollen, die Strecke soll bedeutend besser sein als der direkte Weg nach Kasane. Wir sollen nach 7,8 km rechts abbiegen, dann würden wir wieder auf die Hauptroute geführt.

Wir folgen der Empfehlung und erreichen den Abzweig Richtung Kasane. Aber mal ganz ehrlich, wenn das die bessere Strecke sein soll, dann möchte ich die schlechtere wirklich nicht fahren müssen! :S :evil: Alles ist sehr tiefsandig. Aber auch hier ist die Landschaft wunderschön im frühen Morgenlicht. Nur die Tiere schlafen wohl alle noch, jedenfalls sind keine zu sehen.

Nach gefühlten Stunden zeigt der Wegweiser nach Kasane nach schräg links in einen offensichtlich sehr schmalen und verbuschten Weg. Das Navi will geradeaus. Was jetzt? Letztendlich entscheiden wir uns für den Wegweiser und fahren die sehr schmale Sandpiste. Hier soll es ja Menschen geben, die sich hier auskennen. :woohoo: Links und rechts kratzen Dornen und Zweige am Lack. Dann endlich um kurz vor 9:00 Uhr erreichen wir die Teerstraße.

Die Landschaft öffnet sich zu einer weiten Ebene und tatsächlich sieht es rechts und links der Straße ein bisschen mehr nach Zivilisation aus.

Wenn man draußen mehr als zwei Leute zusammen sieht, tragen sie alle Maske, manchmal sogar, wenn sie allein unterwegs sind. Selbst wenn sie alleine im Auto sitzen, haben sie eine Maske auf. Es scheint hier die Regel zu sein, dass auch draußen Masken getragen werden muss wenn man mit Leuten zusammen kommt. Wann immer man einen Laden betritt wird einem sofort Desinfektionsmittel auf die Finger gesprüht. :silly:

Die erste Tankstelle auf dem Weg (Puma) wird gleich angesteuert und das Auto für 1.500 Pula vollgetankt. Wir klönen noch mit dem Fahrer eines Lodge-Fahrzeuges, Claudia kauf noch ein paar Dosen Getränke, dann geht es weiter.

Auf einmal sehen wir in der Ferne einen Elefanten die Hauptstraße kreuzen. Als wir an der Stelle ankommen, sehen wir, dass sich eine recht große Herde Elefanten rechts und links von der Straße verteilt hat. Auch ein Böckchen und ein größerer Vogel stehen direkt an der Straße. Hier muss man ziemlich aufpassen, dass einem nichts vor das Auto läuft. Ein paar Kilometer weiter sehen wir eine richtig große Affenherde, ich tippe mal auf Paviane.

Um etwa 10:15 Uhr kommen wir in Kasane an. Die Hauptstraße heißt hier wichtig „President Avenue“ :) . Wir haben die Adresse wo wir den PCR-Test machen lassen können, aber bevor wir überhaupt nach einer Adresse suchen können finden wir hinter dem Hospital eine Apotheke mit einer Werbung für Covid-19 Tests. Claudia fragt in der Apotheke nach, ob wir dort den PCR-Test machen können, und kurz danach kommt sie mit einem jungen Mann, offensichtlich dem Apotheker, nach draußen und winkt. Die Teststation befindet sich draußen vor der Apotheke hinter ein paar Paravents. Für 850 Pula pro Person können wir den Test machen. Alles wird akribisch notiert, incl. der Passdaten.

Als der junge Mann, der uns die Tests abgenommen hat, hört, wo wir in der nächsten Nacht wohnen werden, bietet er an uns das Ergebnis um 18:00 Uhr ins Camp bringen zu lassen, so dass wir die Ergebnisse nicht erst am nächsten Tag selbst abholen müssen. Das passt ja bestens, wunderbar :woohoo: ! Wir bezahlen die Tests bar, denn wir wollen unsere Bargeldbestände aufbrauchen. Morgen brauchen wir kein Botswanisches Geld mehr. Dann verabschieden wir uns von dem netten Apotheker.

Neben der Apotheke finden wir einen Souvenirladen in dem wir nebenbei noch einen wunderbaren Espresso serviert bekommen :P . Ich möchte zur Post und Briefmarken für die gerade frisch erstanden Karten kaufen. Man sagt mir dort, dass sie nicht international verschicken würden. Warum, habe ich nicht verstanden. Briefmarken kaufe ich aber trotzdem, einfach weil sie schön sind. ;)

In der Zeit sucht Claudia auf der anderen Straßenseite an den kleinen Ständen an der Straße nach weiteren Mitbringseln. In drei nebeneinanderliegenden Ständen haben sie ähnliche Waren. Die Händlerin in der Mitte hat die für Claudia schönsten Sachen. Für 250 Pula bekommt sie eine Holzschale, einen Leoparden aus Stein und einen Elefanten aus Ebenholz.

Nun müssen wir unsere Vorräte aufstocken. Im Spar finden wir alles was wir brauchen. Bier gibt es nur im Laden nebenan, da müssen wir nochmal los. Dort finden wir auch einen südafrikanischen Gin für unseren Sun Downer. Insgesamt gefällt uns Kasane sehr gut. Alles wirkt entspannt und unaufdringlich.





Nun geht es weiter zum Senyati Safari Camp, das 20 km süd-östlich von Kasane liegt. Auf der Fahrt dorthin freuen wir uns, dass das mit den PCR-Tests so gut geklappt hat. Plötzlich sagt Claudia "Die Tests haben wir doch bar bezahlt, oder? Hm, aber wir haben weder eine Quittung noch sonst was bekommen. Was ist, wenn jetzt niemand im Camp auftaucht?" :unsure:
Große Lust, nochmal zurück zu fahren, haben wir nicht. Wird schon klappen TIA! Sonst müssen wir morgen nochmal zurück.

Diese Campsite ist wirklich toll. Die einzelnen Stellplätze sind zwar deutlich kleiner als alles, was wir bislang hatten, aber jeder Stellplatz hat eine eigene kleinen Terrasse mit Sonnendach, Abwaschmöglichkeit und eigener Dusche und Toilette. Das ist hier echter Luxus für uns! Der Platz ist recht gut belegt. Hin und wieder sehen wir einen Angestellten wild gestikulierend hinter Affen her rennen, die hier zwischen den Campsites nach essbarem suchen.


Senyati Campsite No. 6

An der Rezeption kann man kalte Getränke und Kaffee kaufen und alle möglichen Schnickschnack wie T-Shirts und so weiter. Wir holen uns erst mal ein Bier und setzen uns auf unsere Terrasse auf unserem Stellplatz.

Auf der anderen Seite des Wegs in Sichtweite steht ein Camper auf Landcruiser-Basis, der extrem gut ausgestattet ist. Sie haben den Kühlschrank und den Küchentrakt ausziehbar auf einer Seite und ein Aufstelldach wie wir auch, aber auf der der Küche gegenüberliegenden Seite noch die Möglichkeit ein Stück Zelt auszufahren, so dass dort noch eine große Liegefläche entsteht.

Ich bin neugierig und gehe mal rüber. Wie üblich in dieser Gegend sind auch diese Leute hier sehr freundlich und aufgeschlossen. Die beiden kommen aus Südafrika und machen diese Reise relativ häufig. Wir klönen etwas über das Auto, ihre Art zu reisen und was sie so erlebt haben. Auf der Internetseite der Firma, die dieses Auto gebaut hat (www.bushlapa.com) erfahren wir später, dass man dieses Fahrzeug nicht mieten kann, das sind alles mehr oder weniger Sonderanfertigungen für potente Käufer.

Wir genießen den Nachmittag auf unserer Terrasse. Es ist so schön einfach nur mal in Ruhe irgendwo zu sitzen, selbst wenn es so heiß ist wie jetzt hier. Es gibt einen kleinen Pool auf der Anlage, den ich natürlich auch mal ausprobieren muss. :lol:


Senyati Pool

Als das Licht schön wird, laufen wir zur Rezeption um nach unseren COVID Testergebnissen zu fragen. Die sind aber noch nicht da. :dry:

Hinter der Rezeption gibt es eine Plattform mit Bar, die aber im Moment nicht geöffnet ist. Von dort kann man direkt auf ein Wasserloch schauen. Da ist jetzt richtig was los. Man hört die Elefanten trompeten und im Wasser planschen. Jetzt aber schnell hoch auf die Aussichtsplattform! Was wir sehen ist unglaublich: bestimmt 50 Tiere bewegen sich immer mal zum Wasserloch, stehen im Wasserloch, trinken, bespritzen sich mit Wasser. :woohoo: :woohoo: Die Halbstarken ärgern sich, die Babys bleiben fast im Schlamm stecken, weiter in der Ferne sind einige dabei, sich mit Staub zu duschen. Man weiß gar nicht, wohin man zuerst gucken oder fotografieren möchte. :laugh:













Vom Erdgeschoss unter der Barplattform aus kann man eine steile Leiter Leiter hinunter in einen schmalen unterirdischen Gang steigen, der dann zu einem Hide führt, der auf der gleichen Ebene liegt wie das Wasserloch. Die Perspektive findet Claudia aber nicht so schön und klettert wieder hoch.

Das Wasserloch ist von den Sitzplätzen unter der Barplattform vielleicht 30 m maximal entfernt. Einige der Elefanten kommen auch durchaus mal auf unsere Seite des Wasserlochs.

Wir sitzen dort bis es zu dunkel zum Fotografieren wird. Es werden Lampen beim Wasserloch angezündet. Die Elefanten ziehen langsam ab und wir dann auch.







Unser Test ist immer noch nicht da. Langsam werden wir ein wenig nervös. :huh: Die Lady an der Rezeption versucht uns ein bisschen zu beruhigen, so sei eben Afrika. Das Testergebnis würde schon noch kommen. :silly:

Hier unter diesen doch luxuriösen Umständen werfen wir unseren Kocher an. Das Fleisch aus dem Kühlschrank wird kleingeschnitten, Zwiebeln, Möhren und Paprika ebenfalls und dann wird daraus mit Kokosmilch ein Curry gebastelt. Nachdem das so 45 Minuten vor sich hin geköchelt hat, ist es fertig und wirklich köstlich. :woohoo:

Es ist inzwischen stockdunkel geworden, da sehen wir einen Kleinwagen ins Camp fahren. Er wühlt sich mit hoch drehendem Motor durch den Tiefsand. Sind das vielleicht unsere Testergebnisse? :silly: Als der Kleinwagen wieder aus dem Camp fährt, gebe ich mit meiner Taschenlampe Zeichen. Der Kleinwagen hält und und ein freundlicher junger Mann fragt, ob wir das mit den PCR-Tests wären. Er hätte sie an der Rezeption abgegeben. Klasse, das klappt ja großartig! Dickes Dankeschön, und schon sind sie wieder weg. :laugh:

Wir sind sehr erleichtert! Etwas später kommt tatsächlich die Dame von der Rezeption noch bei uns vorbei und bringt uns die Testergebnisse - natürlich negativ. Jetzt können wir beruhigt schlafen gehen. :) :)

Morgen geht's dann wieder nach Namibia.

Herzliche Grüße
Martin
Letzte Änderung: 16 Jul 2022 11:07 von TinuHH.
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17 Jul 2022 14:08 #647470
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21.09. - Mavunje - wieder in Namibia

Beim Durchsehen der Bilder ist mir aufgefallen, dass der kommende Tag sehr mager ausgefallen ist. Kaum Bilder! Mist, irgenwas haben wir an dem Tag flasch gemacht. Das muss sich ändern!

6:00 Uhr scheint sich zu unserer üblichen Aufwachzeit zu entwickeln. Fast wie Zuhause... :unsure: Die Tiere um uns herum machen einen riesigen Radau. :woohoo: So haben wir aber auch noch richtig schön viel Zeit, bevor wir uns auf den Weg machen müssen.


Glanzstar

Wir genießen die wirklich gute Dusche und ich mache uns Rührei zum Frühstück. Wir haben jetzt auch noch die Gelegenheit, die Einreiseformulare für Namibia in Ruhe auszufüllen.




Um zehn sind wir wieder auf der Piste. Am Ausgang gibt es einen Hinweis nach links für normale Fahrzeuge und nach rechts für 4 × 4 Fahrzeuge. Klar, wir nehmen die 4 x 4 Route :woohoo: . Die führt uns prompt wieder durch die Pampa, aber irgendwann erreichen wir ohne größere Probleme die Hauptstraße.

Der Weg bis zur Ngoma-Bridge ist unspektakulär perfekt asphaltiert. Am Wegesrand sehen wir Elefanten, Kuhantilopen und komische Vögel :woohoo: . Gegen 11:15 Uhr erreichen wir den Grenzübergang. Für die Ausreise aus Botswana müssen wir beim Gesundheitscheck Pass und COVID Test vorlegen. Dort bekommen wir auch einen Ausreisezettel. Beim nächsten Häuschen bekommen wir Stempel in die Pässe und man möchte gerne noch mal in unsere Kühlbox gucken und auch hinten ins Auto. Klar, nur zu. Keine Beanstandungen. Dann dürfen wir weiterfahren.

Auf namibischer Seite ist man gewohnt mürrisch. Gehört das zur Jobbeschreibung? :laugh: Wir müssen Pass und Test vorgezeigen, dann werden noch Fotos von uns gemacht. Weiter geht’s zur Einreise, wo wir unsere vorausgefüllten Zettel abgeben können und Pass, Gesundheitsformular und Test auch noch mal vorzeigen müssen. War’s das jetzt? Nein, noch nicht ganz. Kurz vor dem eigentlichen Grenztor müssen wir noch mal halten, die Fahrzeugpapiere vorzeigen, ich muss als Fahrer meinen Pass vorzeigen und es werden noch Fahrzeugdaten wie Farbe, Motornummer und Chassisnummer abgefragt. Bei der Farbe frage ich den Grenzer, wie er die Farbe unseres Autos nennen würde. Wir einigen uns auf "braun", dann dürfen wir endlich nach Namibia. :woohoo:





Nach etwa 30 - 40 km kommen wir an einen Animal Disease Checkpoint. Unser Auto wird mit Chemie aus irgendwelchen Tanks eingesprüht, die die Angestellten auf dem Rücken tragen, und wir müssen wieder einmal mit den Schuhen in irgendeine Pampe steigen :sick: . Heute hat Claudia ihre Gummilatschen an, die kann sie glücklicherweise hinterher abduschen. Diese Prozedur müssen wir auf der Strecke noch weitere zwei Male über uns ergehen lassen. :S

Die weitere Fahrt ist unspektakulär bis langweilig. Wir tauschen unsere Botswanischen Telefonkarten gegen die Namibischen aus. Hier gibt es sogar LTE.

Es geht die B8 bis Katima Mulilo und dann weiter nach Westen bis Kongola. Ich hatte vor der Reise mit Dan geschrieben und ihn gefragt, ob er uns empfehlen kann, die Strecke "unten rum" zu nehmen, die über kleinere Straßen und daher vielleicht weniger langweilig von unten durch den Mudumu führt. Dan hat davon abgeraten. Er meinte, dass das Probleme mit den Parkgebühren gäbe, da es am südlichen Eingang des Parks keine Möglichkeit gäbe zu bezahlen. Wir bleiben also auf der B8 und kommen zügig bis Kongola. Dann biegen wir nach Süden ab und zum Camp geht es dann ein paar Kilometer über Sandpiste, dann erreichen wir das Mavunje-Camp.

Die Rezeption besteht aus einer kleinen unbesetzten Hütte. Man soll dreimal hupen, um sich bemerkbar zu machen, steht auf einem Schild. Drei Mal gehupt, dann warten. Tatsächlich kommt nach ein paar Minuten ein Mann um die Ecke, der uns auf englisch willkommen heißt und nach dem woher und wohin fragt. Als er hört, dass wir aus Deutschland kommen, schaltet er auf reinrassiges Schwäbisch um! :laugh: :woohoo: :silly: Schwäbisch! Nee, is klar, hört man ja hier ständig! :woohoo: Markus heißt er, er verbringt mit seiner Frau Christine seit einigen Jahren jeden Urlaub hier bei Dan und hilft wo es geht.

Markus steigt hinten auf die Stoßstange und fährt mit uns zu Campsite vier von vier :) . Der Platz liegt total abgelegen am Wasser, hat einen eigenen Grillplatz und einen Unterstand mit einem großen Tisch (mit hübscher Tischdecke), an dem acht Personen Platz finden. Es gibt ein eigenes Klohäuschen, eine Freiluftdusche und eine Küche, d.h. einen überdachten Abwaschplatz. Das Holz für das Lagerfeuer wird uns sogar gestellt.



Grillplatz



Buschklo



Waschhütte



Essplatz für 8 Personen

Claudia sind sehr froh, als wir erfahren, dass unser Bootstrip morgen erst um 10:00 Uhr losgeht. Wir werden den ganzen Tag unterwegs sein, Getränke und Essen sind dabei. Gegen Abend werden wir wieder zurück sein. Wir werden zusammen mit Christine und unserem Bootsführer alleine auf dieser Tour sein. Markus und seine Frau sind auch bei einem WWF Projekt dabei, bei dem Tierzählungen im Caprivi Bereich zwischen Sambia und Botswana vorgenommen werden.

Es ist mittlerweile sehr warm und so machen wir es uns am großen Tisch gemütlich und bewegen uns so wenig wie möglich bei der Hitze :blush: . Und da bleiben wir auch, bis es dunkel wird. In der Abenddämmerung gehen wir nochmal die wenigen Meter bis zum Wasser. Auf dem gegenüberliegenden Ufer können wir ein paar Wasserböcke beobachten.


Wasserböcke


Wasserböcke


Wasserböcke

Dann werden Reste von den Vortagen aufgewärmt, selbst auf ein Lagerfeuer haben wir keine Lust. Es ist einfach zu warm :blink: :blush: . Irgendwann kommt ein Mann vorbei, der sich als Simon vorstellt. Ich verstehe, dass er nur gucken will, ob alles in Ordnung ist, aber irgendwie verhält er sich merkwürdig :S . Später am Abend kommt er noch mal vorbei, macht aber seine Taschenlampe seltsamerweise aus, als er in Sichtweite kommt. Irgendwie ist er mir unheimlicher als die Tierwelt.

Kurz nach 20:00 Uhr sind wir im Bett. Selbst die dünnen Baumwollschlafsäcke sind uns heute zu warm.

Morgen gibt es dann wieder mehr zu erzählen, und vor Allem, es gibt wieder mehr Bilder!

Herzliche Grüße
Martin
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17 Jul 2022 14:27 #647473
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  • BMW am 17 Jul 2022 14:27
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Jep.... Martin :laugh: Deine Wasserböcke sind natürlich keine....... sind Leches :) :) :)

schöne Exemplare.......hätte mich sprachlich klarer ausdrücken dürfen, sorry........

LG..................BMW
Letzte Änderung: 17 Jul 2022 14:55 von BMW.
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