THEMA: Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021
29 Jun 2022 13:25 #646156
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  • TinuHH am 29 Jun 2022 13:25
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CuF schrieb:
Hallo Martin, ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen - fast - vorbehaltlos an, muss aber doch etwas klugsch…..
…ich kenne Karibus, doch keine Maribus, dafür aber Marabus… :whistle:

Danke Dir, Friederike!
Ich bin ja mit der Bestimmung von Vögeln eher zurückhaltend, weil ich da viel zu wenig Ahnung habe. Aber bei dem Vogel ist es mir auch aufgefallen! :woohoo:

Herzliche Grüße
Martin
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10 Jul 2022 12:15 #646910
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18.09. - Savuti

Richtig gut geschlafen haben wir nicht. Es ist einfach zu warm, und da die Fenster keine Mückengitter haben, haben wir auch die Fenster nicht aufgemacht. Trotzdem verirrt sich eins der Mistviecher in unser Zimmer und um fünf ist die Nacht vorbei, weil wir ständig das Sirren hören. :evil: :S


Unsere Bleibe für eine Nacht

Nun haben wir aber noch genug Zeit Akkus zu laden. Um 7:30 Uhr sind wir zum Frühstück verabredet. Gegessen wird, wie schon gestern Abend, auf der überdachten Terrasse. Es ist frisch, aber wunderschön.

Wir dürfen uns wie üblich aussuchen wie wir unsere Frühstückseier haben wollen. Ansonsten gibt es Toast, Joghurt, Fruchtsalat, und die Getränkeauswahl besteht aus Instant-Kaffee und Tee. Dafür, dass wir hier spontan reingeschneit sind, ist das großartig!



Nachdem alles gepackt ist, wollen wir natürlich noch ein Foto mit der gesamten Mannschaft haben. Wir stellen uns alle in der Sonne vor der Terrasse auf und es werden Fotos gemacht. Mr. T übernimmt die Kamera, daher ist er leider nicht mit auf dem Bild.



Heute hat auch endlich die Bezahlung per Kreditkarte funktioniert, was gestern Abend kläglich scheiterte, und so müssen wir nicht an unsere letzten Bargeldreserven.

Fazit African Excursions:
4,5 von 5 Punkten. Die Lodge ist sehr schön gelegen, die Anlage ist klein, aber gemütlich und nett. Wir können nur das beurteilen, was wir erlebt haben, immerhin waren wir alleine und wir sind unangemeldet gekommen. Dafür hat sich die Combo dort wirklich ins Zeug gelegt! Große Klasse, wir haben uns wirklich wohl gefühlt. Alle waren sehr freundlich, und wir hatten das Gefühl, dass das von Herzen kam.
Die Hütten selber machten auf uns schon einen etwas abgerockten Eindruck, obwohl sie recht neu schienen. Der Klodeckel hing nur noch an einer Befestigung, der Handtuchhaken an der Tür würde sich über eine zweite Schraube freuen, dann klappt das auch mit dem Aufhängen etc. Uns hat das in Anbetracht der Umstände nicht gestört, aber wenn man sich anschaut, was normalerweise für Tarife aufgerufen werden, sollte man da vielleicht mal was dran ändern.

Dann brechen wir auf, die nächsten Kilometer fahren wir noch gemeinsam. Schon nach etwa 15 Minuten auf der langen und sehr staubigen Gravel Road liegt auf einmal ein Baum quer über der Straße :woohoo: . Hier brennt es ja teilweise immer noch, und dieser Baum ist wohl abgebrannt und umgefallen. Gestern Abend war hier noch alles frei, das muss über Nacht passiert sein.


Road Block

Spontan fällt mir unsere Winde ein, die wir noch nie genutzt haben, und mit der man doch mal dieses Hindernis von der Straße räumen könnte, aber Robin ist da deutlich pragmatischer, er fährt einfach seitlich über die Böschung der Straße. Ok, dann keine Winde! :silly:

Hier verabschieden wir uns von Mara und Robin. Ihr Lieben, das waren großartige Tage mit Euch! Wir hatten viel Spaß, haben viel gesehen und erlebt, und für uns blutige Botswana-Anfänger war das ein toller Einstieg. Danke Euch, das war Klasse! Jederzeit wieder, wenn Ihr mögt! :cheer: :woohoo:

Die Pad wird von Kilometer zu Kilometer schlechter. Wir müssen ständig die ganze Breite der Straße ausnutzen um riesigen Schlaglöchern auszuweichen. Dann biegen wir von der holprigen Hauptstraße auf eine schöne, sandige, angenehm zu fahrende Nebenstraße Richtung Mababe Gate ab.

Am Gate melden wir uns an. Als ich nach der Strecke frage, fragt mich der Typ hinter dem Tresen, ob wir einen Hänger hätten. Dann empfiehlt er uns den zweiten Abzweig nach links zu nehmen. Das soll die schönere Strecke sein. Nach den ersten Kilometern Tiefsand, die uns ordentlich durchschütteln, ändert sich die Piste zu gemäßigter Sandpiste, die in leichten Wellen auf und ab führt. Wir sehen Steinböckchen und Giraffen. Der Allgegenwärtige Elefantenkot an Straßenrand lässt darauf schließen, dass die Tiere auch nicht weit sind. Sehen tun wir aber keine.







Im Laufe der Zeit kommen Zweifel auf, ob wir die richtige Strecke gewählt haben. Ich habe das Gefühl als ob das, was ich als zweite Abzweigung erkannt habe, eigentlich die erste war, und dass die vermeintlich erste Abzweigung eigentlich nur ein unbekannter Weg war. Die Strecke wird extrem anspruchsvoll, teilweise sehr tiefsandig und hoppelig.

Die "Macher" dieser Piste haben ganze Arbeit geleistet. Zuerst wird man durch recht gleichmäßigen Tiefsand dazu verleitet, etwas schneller zu fahren. Ganz plötzlich wird umgeschaltet, und zwar entweder auf "linke Seite, rechte Seite", bei der das Auto schwankt wie bei Windstärke 10, oder auf "vorne - hinten", bei der das Auto bockt wie ein Impala. :sick: Besonders gefallen uns die Strecken, bei der alle vier Räder gleichzeitig nach oben geworfen werden. :sick: :sick: Das Auto hüpft wild über die Piste, was einen zu einem beherzten Tritt auf die Bremse provoziert. :evil: :S

Leider gibt es zum Ausgleich auch nicht viel zu sehen. Die Gegend ist mit mittelhohem Buschwerk bestanden, es gibt kaum Tiere. Alles in allem ist die Fahrt nur anstrengend. :pinch:

Irgendwann kommen wir zu einem Abzweig, der endlich zur Marsh Road führt. Wir entschließen uns dazu diese Straße ein kurzes Stück zurück zu fahren, da es dort einen schönen Aussichtspunkt geben soll. Wenige Kilometer später kommen wir auf eine Ebene mit einer „Insel“ mit sehr schönen und hohen Bäumen. Unter den Bäumen steht eine kleine Gruppe Elefanten. Als ich in gebührender Entfernung zu der Tieren aussteige, um das Objektiv zu wechseln, zieht sich die Herde zurück und wir haben keine Chance sie noch zu fotografieren.







Weiter geht es auf schmalen Pisten, die Landschaft ist wieder sehr schön, aber anders als das, was wir bisher kennen gelernt haben. Es gibt relativ wenig Tiere, vor allem Impalas, ein paar Elefanten, einige Giraffen und viele Vögel.







Wir kommen an ein Wasserloch an dem sich eine kleine Gruppe Elefanten erfrischt. Der Blick auf die kleine Herde ist wiedermal wunderbar! :cheer: Wir kommen wiedermal nicht weg, man könnte ja was verpassen. :woohoo:











Irgendwann entschließen wir uns zur Savuti Campsite zu fahren. Bereits einige Kilometer vor dem Camp ist die Strecke extrem tiefsandig und wir müssen sehr aufpassen, dass wir nicht steckenbleiben. Am Gate melden wir uns an und wir bekommen den Zeltplatz bestätigt, den wir gebucht haben. Er hat keine Nummer, sondern einen Namen: Paradise. Zugegeben, der Blick in die weite Landschaft ist sehr schön, dafür ist es aber auch der Platz, der am weitesten von den Ablutions entfernt ist, die hier von einer stabilen Mauer zum Schutz vor den Elefanten umgeben sind. Was für eine Burg! :woohoo: Hier muss ja einiges los sein!

Wir kaufen noch zwei Bündel Holz beim Gate für je 30 BWP. Der Typ, der uns das Holz verkauft, erzählt uns, dass es in den Ebenen hier auch Geparden geben soll. Das finden wir natürlich spannend und wir nehmen uns vor, am Abend noch einmal auf Tour zu gehen. Erstmal geht es zu unserer Campsite, die sehr schön an einem ausgetrockneten Flussbett liegt. Auch der Stellplatz ist sehr tiefsandig, so dass es sogar mühsam ist hier zu Fuß zu gehen. :blink:

Wir laden die Stühle und das Feuerholz aus und fahren dann nochmal los um den Nachmittag noch in der Natur zu genießen. Wir nehmen die kleinsten Wege die abenteuerlich durch die Landschaft führen. Die Ebenen sind wunderschön und wir sehen die verschiedensten Tiere. Eigentlich wollen wir um 17:00 Uhr zurück im Camp sein, aber daraus wird dann doch nichts. Es ist einfach zu schön hier! :woohoo: Und plötzlich sieht Claudia etwas in den Büschen liegen! Stop! Löwen! :woohoo: :woohoo: Und tatsächlich, unter einem Busch liegen drei Löwen, eine Löwin mit zwei halbstarken Jungtieren. Leider liegen sie im Buschwerk versteckt und schlafen, so dass wir kaum gute Bilder machen können.









Wir fahren weiter und kommen noch einmal an dem Wasserloch vorbei, an dem wir schon vor einigen Stunden die Elefanten gesehen haben. Auch jetzt steht noch eine kleine Gruppe dort.











Aber jetzt zurück ins Camp. Der Weg zieht sich wieder, es ist tiefsandig und anspruchsvoll, und es ist schon fast dunkel, als wir im Camp ankommen. Wir müssen schnell noch aufräumen. Bei der Hoppelei ist einiges kaputt gegangen. :blink: Der lösliche Kaffee ist aufgegangen, wie auch immer das passiert ist, und hat sich zusammen mit der Currysauce in den Küchenfächern verteilt. :evil: :S Bis die Fächer wieder einigermaßen sauber sind, ist es dunkel und ich mache schnell ein Feuer. Heute wird nicht mehr gekocht, das ist uns jetzt zu spät und zu stressig. :S Irgendwie ist die Entspannung etwas verloren gegangen. Die Hyänen haben doch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen! :blink: :angry: :unsure: Löwengebrüll, von dem wir nicht einschätzen können wie weit die Löwen entfernt sind, lässt auch Fragen offen. :unsure:

Der Weg zu den Waschhäusern im Dunkeln ist wirklich schwierig zu finden. Gemeinsam, und mit viel Licht finden wir den Weg ohne uns zu verlaufen. Dann noch einen Schluck Wein und dann ab in die Koje.

Herzliche Grüße
Martin
Letzte Änderung: 10 Jul 2022 17:34 von TinuHH.
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10 Jul 2022 19:43 #646957
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  • Sadie am 10 Jul 2022 19:43
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Danke, Martin, tönt alles ein wenig wie es bei uns war im 2012, 2014, und 2016. Meine Hoffnung auf bessere Tracks für nächstes Jahr hast du gerade vernichtet!
Im 2012 waren wir auch auf der Paradise campsite aber damals führte der Savuti Channel Wasser und es kamen Tiere vorbei. Denk dir die Marsh war voller Vögel, Pelicane, ellies und ich fand meine je ersten drei Löwen Kater dort.
Im 2016 waren extrem viele Elephanten zwischen den campsites die an die Wasserleitungen wollten und auch dazu gelangten so dass manchmal kein Wasser in den Ablutions war! Ich glaube ihr wart bei der Marabou Pan Wasserloch im Süden vom Camp, da gibt es immer ellies aber auch Löwen. Ich glaube mit den Wasservögeln ist es vorbei bis der Kanal wieder Wasser trägt und da weiss die Bele mehr darüber. Mein Mann hat Abscheu von Savuti campsite da man immer im tiefen Sand herumstrolchen muss. Hingegen all das Kleingetier wir Hörnchen und Tokos sind niedlich und nicht etwa scheu.
Ich hoffe dass es nächstes Jahr nicht ganz so dürr und heiss sein wird und wir dort wieder gute Sichtungen haben werden.
Danke dir fürs Zeigen!
Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route


Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1
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10 Jul 2022 20:20 #646960
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Moin Katrin!
Sadie schrieb:
Danke, Martin, tönt alles ein wenig wie es bei uns war im 2012, 2014, und 2016. Meine Hoffnung auf bessere Tracks für nächstes Jahr hast du gerade vernichtet!

Das tut mir jetzt Leid! ;)

Sadie schrieb:
Im 2012 waren wir auch auf der Paradise campsite aber damals führte der Savuti Channel Wasser und es kamen Tiere vorbei. Denk dir die Marsh war voller Vögel, Pelicane, ellies und ich fand meine je ersten drei Löwen Kater dort.
Im 2016 waren extrem viele Elephanten zwischen den campsites die an die Wasserleitungen wollten und auch dazu gelangten so dass manchmal kein Wasser in den Ablutions war! Ich glaube ihr wart bei der Marabou Pan Wasserloch im Süden vom Camp, da gibt es immer ellies aber auch Löwen.

Da waren wir wirklich meilenweit von entfernt. Es war überall knochentrocken, und nur die wenigen Wasserlöcher in der Marsch hatten Wasser. Entsprechend dünn war es mit den Sichtungen, obwohl wir durchaus zufrieden waren. Nur im Camp war so gut wie nichts los, jedenfalls haben wir kaum was gesehen.

Sadie schrieb:
Mein Mann hat Abscheu von Savuti campsite da man immer im tiefen Sand herumstrolchen muss.

Ganz ehrlich, nachdem wir da wieder weg sind, war meine Meinung zu der Campsite ganz ähnlich! :lol:
Mittlerweile sehe ich das wieder etwas entspannter, und ich würde wirklich gerne nochmal dahin. Jetzt weiß ich ja auf was ich mich gefasst machen muss, da ist das alles gleich deutlich entspannter. Und nächstes Mal haben wir dann auch Ko**-Tüten dabei! :woohoo: :evil:

Danke Dir und herzliche Grüße
Martin
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10 Jul 2022 22:07 #646962
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Wunderschön! Zum Träumen! Der letzte Foto-5er-Block gefällt mir wahnsinnig gut!
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11 Jul 2022 05:52 #646966
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rik m. schrieb:
Wunderschön! Zum Träumen! Der letzte Foto-5er-Block gefällt mir wahnsinnig gut!

Vielen Dank, Rik, das freut mich!

Viele Grüße
Martin
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