THEMA: Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! | Botswana '21
08 Aug 2022 17:11 #648780
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  • Enilorac65 am 08 Aug 2022 17:11
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Hallo ihr zwei, endlich habe ich wieder aufgeholt. Wahnsinn was ihr da bietet, vom Erzählen, über die Fotos bis zu den Videos. Ich bin absolut begeistert! Man spürt eure Liebe zu Afrika und den Elefanten;-) und es macht Spass euch zu begleiten. Herzlichen Dank und liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
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08 Aug 2022 17:44 #648786
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  • Champagner am 08 Aug 2022 17:44
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Blende18.2 schrieb:
Champagner schrieb:
...wie kommst du denn auf den Malagasy Pon Heron :unsure: ? Der hat doch ein völlig anderes Federkleid, mal abgesehen von der Verbreitung (laut meines Roberts hat der dort überhaupt nichts zu suchen...). Das ist ein stinknormaler Squacco heron.
:ohmy: Ist mir gestern gar nicht aufgefallen, aber du kannst doch nicht einfach stinknormal zum Squacco sagen. :( :lol:
Ich hoffe, er kackt mir nicht aus Rache nächstes Jahr auf den Kopf :sick: :silly: .

Ändertt aber nix daran, dass du recht hast... ich hab den Verbreitungsgrad im Dämmerlicht falsch interpretiert. Der kommt ja gar nicht nach Botswana. :blush: :whistle:
(sieht aber im non-breeding Kleid dennoch sehr ähnlich)
:dry: Aber deiner ist doch im Brutkleid :ohmy: , wie kann er ihm da ähnlich sehen?

Egal - sag bitte auch von lieben Dank an Mara für die schönen Videos! :kiss:

LG Bele
Letzte Änderung: 08 Aug 2022 17:47 von Champagner.
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08 Aug 2022 23:09 #648830
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  • Ad Rian am 08 Aug 2022 23:09
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Ganz toll habt ihr mir die heutige Bergtour vermasselt!
Heute mittag bei Seite 1 angefangen, habe ich im Eiltempo die ganze Strecke abgespult. Nach fast eintausend Elis bin ich mit euch hier angekommen.
Und habe mir schon viele Anregungen fur unsere Reise in Oktober abgeholt.
Hammer Reisebericht! Super geschrieben, klasse gefilmt und geschnitten und großartig fotografiert. Möchte nicht wissen, wieviele Tage Lightroom bemüht wurde.
Ich bleibe dabei. Im Bus selbst ist ja schon lange kein Platz mehr, ich mach's mir auf dem Dach gemütlich.
Adrian
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21 Aug 2022 12:46 #649769
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Daxiang schrieb:
Hallo Robin & Mara,

das ist wieder ein tolles Video - vielen Dank fürs Zeigen!

Liebe Grüße
Konni
Enilorac65 schrieb:
Hallo ihr zwei, endlich habe ich wieder aufgeholt. Wahnsinn was ihr da bietet, vom Erzählen, über die Fotos bis zu den Videos. Ich bin absolut begeistert! Man spürt eure Liebe zu Afrika und den Elefanten;-) und es macht Spass euch zu begleiten. Herzlichen Dank und liebe Grüsse Caroline
Champagner schrieb:

Egal - sag bitte auch von lieben Dank an Mara für die schönen Videos! :kiss:

LG Bele

Ihr Lieben. Vielen Dank. :blush: :kiss:

Da freut sich jemand sehr. Jetzt folgt zwar gleich nur ein kurzes Video des nächsten Tages. Dafür sind die Tage jetzt auch etwas schneller erzählt und dann haben wir von den Blackpools wieder ein längeres Video im Gepäck. :)
Ad Rian schrieb:
Ganz toll habt ihr mir die heutige Bergtour vermasselt!
Heute mittag bei Seite 1 angefangen, habe ich im Eiltempo die ganze Strecke abgespult. Nach fast eintausend Elis bin ich mit euch hier angekommen.
Und habe mir schon viele Anregungen fur unsere Reise in Oktober abgeholt.
Hammer Reisebericht! Super geschrieben, klasse gefilmt und geschnitten und großartig fotografiert. Möchte nicht wissen, wieviele Tage Lightroom bemüht wurde.
Ich bleibe dabei. Im Bus selbst ist ja schon lange kein Platz mehr, ich mach's mir auf dem Dach gemütlich.
Adrian

Vielen Dank Adrian... vom Dach aus hast du dafür eine bessere Übersicht! :cheer:

@Lightroom... Tage, Wochen, Monate trifft es. :whistle: :pinch:


Gruß,
Robin
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21 Aug 2022 12:50 #649772
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  • CuF am 21 Aug 2022 12:50
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Ooooch, hoffte schon, es ginge hier weiter und Du würdest Dir den BVB-Frust von der Seele schreiben :whistle:
Gruß
Friederike
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21 Aug 2022 15:58 #649791
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Erst links, dann rechts, dann Wasser...

Guten Morgäähhhn.


Was eine tolle Nacht gestern. Da lassen wir ganz gemütlich bei einem schönen Frühstück den Tag beginnen. Das Frühstück kredenzt Rico und kein Bashin zu sehen... müssen wir da doch jemand aus seinem Bett holen?! :laugh: , aber NEIN, er taucht kurz später auf um sicher zu gehen, dass er ja auch noch ein Foto mit uns machen muss und erinnert uns daran.

Der Kreditkarten-Leser funktioniert für ein paar Minuten, da halte ich mich raus und halte unsere Unterkunft noch kurz im Bild fest.







Red-billed Firefinch | Senegalamarant... Erstsichtung. :)




Irgendwann ist es dann soweit.. gar nicht so spät sagt unser Tagebuch. 9:15h brechen wir auf, aber natürlich gibt es vorher noch die Fotosession. Überraschenderweise kommt die ganze Crew zusammen, alle wollen mit auf dem Foto sein. :cheer:

Theo gibt uns noch seine Mail-Adresse, damit wir ihm später das Bild schicken können. Das war dann auch das erste Bild, dass zu Hause fertig gemacht und verschickt wurde. Mit Sonnenbrille, das ist Theo und hinten zwischen den Damen sitzt Bashin.



Fazit: African Excursions
Wir können hier nur die Herzlichkeit und unseren Aufenthalt hier bewerten. Zu grade mal 50% des Preises, was beim drumherum für die Bewertung egal ist. Eine schöne, kleine Unterkunft, nichts besonderes, aber schön familiär. Vom Preisgefüge eine Alternative zum Khwai Guest House, für uns glatte 5/5 Sternen


Wir fahren ein letztes Stück noch zusammen, beim Abzweig zum Khwai River Drive heißt es dann Abschied nehmen. Martin und Claudia fahren weiter nach Savuti und wir wollen den Weg über Mababe Village nehmen, einmal rum um den Park und dann nach Southgate hoch. Kurz bevor wir uns trennen haben die Flammen eine letzte Barriere in den Weg gelegt... der Baum lag da gestern noch nicht. :huh:



Wir schauen kurz, rechts kann man durch die Böschung vorbei, aber Martin hat schon das Kabel seiner Winde in der Hand und plant den Baum zur Seite zu ziehen und die Straße frei zu machen. Eigentlich hätten wir ihn machen lassen sollen, dass haben wir noch letztes Wochenende zu Besuch bei den beiden in Hamburg bereut, aber die "Lass das bleiben, da geht nur was schief und wir stehen dumm hier" Mentalität hat dann doch gesiegt.

Jetzt stehen wir hier eh' gerade rum, dann können wir auch gleich Abschied nehmen. Beim Frühstück war schon alles gesagt, so bleibt uns nur gegenseitig eine gute Reise zu wünschen und dann sind wir wieder unterwegs... plötzlich wieder allein. :dry:

Wenn man ein paar Tage zusammen unterwegs ist, dann fühlt es sich im ersten Moment komisch an, wenn man dann alleine unterwegs ist. So geht es uns zumindest, ein wenig Wehmut ist immer dabei. Der Tag bringt aber mit sich, dass wir da nicht allzu lange dran werden denken können, aber erstmal geht es gemütlich den Khwai River Drive entlang.

Da startet es mit einer wahren Afrika von Hinte(r)n Parade am Wasser. :lol:



Wir haben natürlich die Kleinen im Blick, immer süß und immer gut versteckt in der Herde.











Schön, so können Gamedrives beginnen. :)
Und dann marschiert die ganze Herde durch's Wasser auf die andere Seite des Flusses, schönes Spektakel zum Schluss noch mal.



Unser Plan sieht so aus, dass durch das Chobe Gebiet dem Fluss folgend durchfahren und dann links hoch zur Umgehungspiste fahren um von dort aus dann über Mababe Village zu fahren. Außen um den Park rum und dann wieder zurück zum Southgate. Evtl. dort dann zum späten Nachmittag noch mal los, aber die Blackpools sind recht weit weg, daher wollen wir uns eher Zeit im Khwai nehmen und unsere neu entdeckte Lieblingsstrecke noch mal nutzen.

Bis dahin geht es entlang des Wassers und wieder sehen wir viele Elefanten und typische Bewohner dieser Gegend.

African Fish Eagle | Schreiseeadler





Fork-tailed Drongo | Trauerdrongo


Die haben wir vor Ort gar nicht so realisiert... da ist ja eine Erstsichtung mit drauf... Wattled Crane | Klunkerkranich



Lilac-breasted Roller | Gabelracke







Goliath Heron | Goliathreiher





Unterwegs treffen wir Paul und Jennifer auf ihrer Campsite direkt am Khwai wieder. Paul meint, man müsste wohl die erste Durchfahrt durch den Khwai schaffen um unseren Plan hinzubekommen, aber das könnte etwas tricky sein. "Don't make your tyres wet, when you're alone!" ist seine Warnung an uns.

Wir kommen in den Chobe Teil des River Drives.



Es geht direkt wieder gut los, hier ist einfach immer was zu sehen, es geht teils direkt am Wasser entlang, eine schmale Fahrspur und zu sehen ist immer was.

Magpie Shrike | Elsterwürger


Wieder eine Erstsichtung... den kennen wir noch nicht. B)

Rufous-bellied Heron | Rotbauchreiher








Marabou Stork | Marabu und ein bissel was anderes... egal alles hübsch. :P


Tsessebe Antelope


Die Picknick-Mentalität, die wir in diesem Urlaub allenortes erleben verwundert uns immer wieder aufs Neue. Es ist schon erstaunlich, wenn dann mit Blick auf's Wasser, Rücken zum Busch. Fast genau dort standen wir gestern 15 Minuten vor dem stinkigen Jungbullen... man badet auch mal im Khwai. Alles dennoch entspannt, von den Guides und Rangern hier völlig geduldet. Unabhängig des Schildes ist es eben doch eigentlich ein Teilstück des Khwai, offiziell beginnt der Chobe Nationalpark erst ab dem Mababe Gate. Hier gilt noch Khwai Regeln und die sind kaum vorhanden.



Saddle-billed Stork juvenile | Sattelstorch




Wir kommen wieder zu den Geierbäumen und alle Äste sind gut gefüllt. Manchmal wundert man sich, wie voll manche Bäume sind und andere frei bleiben. Da sitzen dann alle aufgereiht eng an eng. Während wir hier ein paar Bilder machen und ich mich an den einfachen Motiven an Flugaufnahmen teste steigt uns ein süßlicher Duft... NEIN! :sick: , ein beißender Gestank in die Nase. :S

Gestern haben wir den Elefantenkadaver nicht entdeckt, mit gedrehter Windrichtung riechen wir ihn erst, bevor wir einen kleinen Pfad in den Wald hoch finden und wir die Szenerie dann auch sehen. Es ist mehr oder minder alles abgefressen, die Verwesung auch dem Geruch nach, schon weit fortgeschritten. Es erklört die vielen Geier hier, aber nur einer pickt sich ein paar letzte Happen noch aus dem Schädel. Dafür eine Geierart die wir noch nicht ablichten konnten... heute ist mal wieder Erstsichtungstag. :cheer:



White-backed Vulture | Weißrückengeier




Hooded Vulture | Kappengeier



Angekommen an der angekündigten Wasserdurchfahrt haben wir direkt unseren Wahlspruch des Urlaubs im Kopf. "Wo ein Wille ist, ist oft..." ABER MOMENT MAL!



Ein kurzes Stück zurück führt eine neue Fahrspur nach linksm grob dem Fluss folgend. Wir nehmen diese Piste und kommen nach ein paar hundert Metern an eine Stelle an der man das Wasser doch noch kreuzen kann. Wir hatten erwartet, dass wir vor einem Zufluss standen an der Furt, es ist aber nur ein Wasserarm der sich hochgestaut hat und so lässt sich die Stelle dann doch umfahren. Weiter folgend führt der neue Weg wieder zurück zur Piste die wir befahren wollen, endet dann aber doch kurz davor an einer Stelle mit ein paar Knochen und einem Boden, der die braune Verfärbung von Verwesung aufweist. Offensichtlich wurde diese Piste von den Gamefahrzeugen genutzt um an einen Riss zu kommen und nicht allein dafür, die Wasserdurchfahrt zu umgehen. Zeigt uns auf jeden Fall, dass die Durchfahrt wohl eher nicht geklappt hätte.

Wir sehen unsere Spur, fahren das letzte Stück rüber und sehen rehcts der Spur die Büffelherde stehen. Hunderte Tiere, trotz riesigem panorama wird die Masse nicht deutlich.



Der Karte nach folgt der Weg dem Fluss und dann irgendwann kommt ein Abzweig. Links hoch zur Umgehungsstrecke, weg vom Wasser. Bis dahin müssen wir es schaffen, dann haben wir es geschafft und können den Weg hierher nehmen. Und wir haben Glück, denn der Weg entpuppt sich zwar als sehr schwer zu finden, denn hier war wohl tatsächlich seit Monaten niemand mehr, alles ist überwachsen und wir fahren quasi mitten durch hohes Gras, manchmal einer klar erkennbaren Spur, oftmals nur noch zwei grob erkennbaren Rinnen folgend. Aber das Wasser schlängelt sich rechts entlang, weit genug weg und nur selten mal zu sehen.

Ein paar Herden tummeln sich in der Mittagshitze, beim Grasen, entlang des Weges. Jeder schaut erstmal verwundert hoch, dass hier mal wieder jemand langkommt und dann haben wir es geschafft.







Das Ziel erreicht, ab jetzt geht es weg vom Wasser. B)



Wir biegen nach links ab, es geht in einen dichten Mopanewald auf eine sehr ruppige Piste. Ausgewaschene Löcher sorgen dafür, dass wir nur langsam und vorsichtig vorkommen und plötzlich ist eines dieser Löcher mit Wasser und Schlamm gefüllt. Naja, noch kein Beinbruch, aber es wundert uns schon. Es ist nur ein kleines und klar nicht tiefes Stück, also durch. Nur 200m später kommen wir um eine Biegung und dann steht der ganze Wald unter Wasser??! :blink:

Was ist denn hier los. Etwas ratlos stehen wir am Rande des Wassers, damit haben wir jetzt so gar nicht gerechnet. Später nachgeschaut müssten wir hier in der Nähe des Pankwa Wasserlochs stehen.

Stellt sich die Frage, wie tief ist das Wasser?
Und davon ab, wo genau geht denn der weitere Weg lang?
Und davon ab, sehen wir auch kein Ende des Wassers!

Während wir noch überlegen ob es evtl. links am Wasser vorbei einen Weg geben könnte oder ob man es wagen könnte sich vorsichtig vorzutasten schwimmt mitten im Wald ein Hippo vorbei! :ohmy: :pinch:
(leider haben wir da kein Foto gemacht... der Stresslevel war schon etwas gestiegen im Auto) ;)

Das beantwortet alle unsere Fragen. Zumindest stellenweise zu tief, mit Hippos vor Ort ist vortasten zu Fuß auch keine Option und unter dem Aspekt, dass wir wohl seit Monaten die ersten hier sind sollten wir auch nicht riskieren uns in diesem Nirgendwo festzufahren.

Ich drehe also mal schnell den Wagen... Mara hat mitgezählt im dichten Mopanewald. Wenden in 16 Zügen... :laugh:

Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg!

Wir fahren zurück zum Abzweig und versuchen dann eben doch den Weg direkt zur Mababe Village. Der geht laut Karte aber dann doch nochmal direkt am Wasser entlang. Nach einem Stück ist es dann auch soweit und der Fluss kommt in Sicht... und erstmal toll, denn es ist wunderschön. Wir fahren genau auf der Böschung entlang des Ufers. :woohoo:



Das hebt die Stimmung direkt wieder, aber nicht genug um ein Foto zu machen von dem wunderschönen See vor dem wieder nur Minuten später stehen. Immerhin müssen wir hier nicht erst entscheiden und diskuttieren ob und wie man diesen Weg nehmen kann, wir sehen auf mindestens 100m nur Wasser vor uns, keine Chance, auch hier ist sofort klar.

Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg!

Wir haben ja versprochen, dass hier ist der Tag, der das Motto geprägt hat. Irgendwo im Nirgendwo und jetzt gibt es nur noch den Weg zurück. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen haben wir über eine Stunde benötigt und es ist mittlerweile 14 Uhr. :dry:



Ohne Umschweife begeben wir uns wieder auf den Weg zurück, denn die Zeit könnte dann so langsam doch arg knapp werden. Während wir unterwegs sind entscheiden wir schon mal, dass wir die Cutline später hochnehmen werden und dann doch durch Northgate auf die Piste gehen, die geradewegs zum Southgate führt.

Der Fluss kommt wieder in Sicht und WAS IST DAS? :pinch:

Die Büffelherde hat sich weiter bewegt und auf die komplette Ebene zwischen uns und dem Fluss verteilt. Tja, da ist guter Rat teuer. Wir tasten uns noch ein paar Meter vor und bleiben dann zwischen zwei Gebüschen stehen mit besten Blick auf unseren Weg, der komplett verstellt ist. Motor aus, Fenster runter und dumm am Kopf kratzen, mehr bleibt uns nicht über. Ach doch, wir können uns noch böse anfunkeln lassen...



Unser Weg nach vorne ist blockiert... in die andere Richtung Wasser an dem man nicht vorbeikommt und die Uhr tickt auch einfach so weiter, könnte ja mal ne Pause machen. Das dümmste dran ist, dass wir uns ja selber hier reinmanövriert haben, konnte man zwar so nicht vorhersehen, aber leider auch keinen anderen dafür schuldig machen.

Und ein weiteres Mal, in kürzester Zeit...

Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg!

Mara überlegt ob man nicht ein Stück zurück kann und dann einen weiten Bogen querfeldein am Wald entlang schlägt. So als Notfallplan, wenn gar nix geht. Ich bin eher auf so lange Warten, bis die Zeit nichts anderes mehr zulässt... und wie wir da so stehen und noch überlegen, was man machen kann, da lösen sich manche Dinge von ganz alleine, wenn auch nicht so wie geplant.

Wir stehen hier seit 15 Minuten, Motor aus und gucken doof aus dem Auto. Die große Herde teilt sich in mehrere kleinere Gruppen auf, die von links nach rechts ziehen und in einer dieser Gruppen bleibt ein Büffel stehen, schaut unser Auto an, wir schauen ihn an und plötzlich rennt das dusselige Vieh los. Erst folgen zwei, dann drei, dann ein Dutzend und dann die gesamte Büffelherde. :ohmy: :pinch:

Wir stehen in einer großen Staubwolke, mitten in der Stampede und schauen uns verdutzt an.


>>> klick auf's Bild für's passende Video <<<


Naja, der Weg ist frei, aber ich schaue erstmal mit dem Fernglas auf die andere Flussseite, wenn ich da stehen würde, dann würde ich denken, dass da Löwen jagen und die Büffel flüchten oder sowas. (tatsächlich hatten wir gestern von der anderen Seite aus auch einmal die Herde rennen sehen) Dennoch wollen wir jetzt nicht mit der weißen Karre aus dem Staub auftauchen, auch wenn wir nix gemacht haben, außer da rumzustehen. Mittags ist aber mal wieder keiner unterwegs, den "Drive of Shame" :silly: können wir uns also ersparen und wir sehen zu, dass wir auf den Weg kommen.

Jetzt lässt sich der restliche Weg zumindest besser planen und so ist auch wieder ein wenig Zeit und links und rechts ein paar Sichtungen.

Hamerkop | Hammerkopf






Paul und Jennifer haben auch am Fluss einen Picknickplatz bezogen. Sie plauschen mit einem anderen Auto und wir warten geduldig, halten dann auch selber noch kurz an und geben ihnen das Update, dass man Mababe aktuell nur über den Seeweg erreichen kann. Er schaut skeptisch auf unser unten rum nasses Auto... "You touched water!" :whistle:



Wir verabschieden uns, wünschen ihnen eine schöne Zeit und bedanken uns noch mal für den Tipp zu dieser neuen Gegend. Dann geht es weiter, Zeit zu verschenken haben wir heute auch nicht mehr.

Ein einzelnes Zebra...


... und zwei Zebras auf einem Bild. ;) :cheer:


Es geht hoch auf der Cutline, an einigen Elefanten vorbei, aber nur einer der kurz im Weg rumsteht. Unterwegs nach Southgate bleiben wir noch einmal auf einer der Brücken kurz vor der Khwai Village stehen, wo ein paar Graufischer sich von der Brücke ins Wasser stürzen und dann bleiben die Kameras aus. Die Strecke Northgate nach Southgate ist eine fürchterlich langweilige, fürchterlich ruppige, einfach fürchterliche Wellblechpiste. :pinch: :side:




Pied Kingfisher | Graufischer



Bei Southgate angekommen verschaffen wir uns einen kurzen Überblick, wir haben die #5, aber die liegt mitten im Camp. Die #10 gefällt uns besser. Wir fragen beim Check-In, aber heute sind sie fully booked. Außer uns ist nur ein anderes Fahrzeug zu sehen und dabei bleibt es dann auch. Wir gehen erstmal duschen und belegen dann die #10, nicht nur für heute, auch für den nächsten "fully booked" Tag, da waren dann immerhin drei Campsites besetzt.

Das Begrüßungskomitee in Form süßer Baumhörnchen ist schon da, es wird noch Wäsche gemacht, das Camp bezogen und tatsächlich brennt sogar frühzeitig unser Feuer, es gibt Steakstreifen mit gebratenen Nudeln und Gemüse... auf die Aufregung des Tages einen kräftigen Gin und dann schreiben wir noch ein paar Zeilen in unser Tagebuch.










Wir ziehen uns in unser Zelt zurück, haben fast Vollmond, was den Platz auch ohne Feuer erhellt. Ein paar Minuten nachdem wir im Zelt sind und Ruhe eingekehrt ist schleicht eine Hyäne über die Plätze, sie schaut kurz und trollt sich. So soll das sein.

Augen zu und Kraft tanken für morgen unter Afrikas Sternenhimmel... und einem irre klarem Mond heute Nacht.





Sala Sentle,
Robin & Mara
Letzte Änderung: 21 Aug 2022 17:51 von Blende18.2.
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