THEMA: Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! | Botswana '21
20 Apr 2022 13:03 #642164
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  • CuF am 20 Apr 2022 13:03
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Die Zebras können da nur mal einen Blick unter einem Elefanten hindurch vom Wasserloch erhaschen.
….von wegen
….die gucken erst ganz angeekelt wegen der Schlammbrühe, auch gelegentlich unter Elefantenbäuchen hindurch…


… bevor sie sich entscheiden…

… ein paar Wochen vor Euch B)
Gruß
Friederike
Letzte Änderung: 21 Apr 2022 14:47 von CuF.
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01 Jun 2022 22:02 #644493
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Metsi - Die Quelle des Lebens II

Kurzer Blick nach rechts, kurzer Blick nach links... Keiner mehr da. :dry:

Jetzt wo Martin und Claudia "on the road" sind, stehen wir hier völlig alleine rum. Naja nicht ganz... am Wasserloch ist weiter reges Treiben und ein ständiges Kommen und Gehen. Wir brüten weiter in der Hitze vor uns hin und können uns einfach nicht losreißen. Immer wieder machen wir neue Striche in unser Zählungsbuch. :lol:

Es ist so heiß, da ist jeder glücklich, wenn er sich dem kühlenden Nass nähert oder sieht der Dicke hier nicht mal glücklich aus nach seinem Schlammbad.






Auch die nächste Familie trifft ein... jetzt geht es wieder los und weiter. Graues Bilder-Einerlei, egal wohin man schaut.






Die etwas eintönige Safari hat wohl den ein oder anderen langsam eingeschläfert auf den Besucherplätzen, gut das auch mal zwischendurch die ein oder andere Abwechslung vorbeikommt. Aber man kann fast machen was man will, die Elefanten sind kaum aus dem Bild zu bekommen. Oder vielleicht wollen wir das auch gar nicht. :whistle: :laugh:







Immer wieder wundern wir uns wie viele kleine Elefanten wir sehen, während die etwas größeren schon im Schlamm rumtollen, werden die ganz Kleinen noch gut behütet in die Mitte der Herde genommen. Wenn kleine Elefanten in der Nähe sind, dann bräuchten wir eigentlich gar nicht weiterfahren. Stellt uns da ab, lasst uns stehen und wir sind glücklich.







Einer der Halbstarken stellt für sich fest, dass er anscheinend Perlhühner nicht mag und jagt ihnen einmal rund ums Wasserloch hinterher, die Familie mit dem ganz Kleinen beäugt ihn kritisch, wir glauben, dass sich da bald jemand einer Bullengruppe anschließen wird, damit er ein paar Manieren lernt.









Wieder mal ein anderes Bild zwischendurch machen... von wegen.



Dann stelle ich fest, dass wir eben nicht auf Teufel kaum raus unterwegs sind. Wir wollen nicht zu viel rangieren und uns andauernd in eine neue Position bringen, aber hier hätte ich es dann doch gerne gemacht. Da wird bei Mama getrunken und just in dem Moment stellt sich ein Impala in den Weg und will aber auch partout nicht weichen. :pinch:


















Am Wasserloch ist kein Platz und rund ums Wasserloch schieben sich die Herden aus Impalas, Zebras und Gnus vorbei. Nur selten gibt es eine Lücke zum Wasserloch...





... was kein Wunder ist. Mittlerweile ist das große Plantschen in vollem Gange. Es wird sich tief in den Schlamm geworfen, Wasser Schlamm oder Staub hochgeworfen. Immer mehr Elefanten gesellen sich dazu und der Platz im Wasserloch wird immer mehr zugestellt. Der ein oder andere hat sichtlich Probleme da wieder raus zu kommen.















Geschafft! :whistle:



Das Wasser ist eine richtige Plörre mittlerweile, da würden wir am liebsten schnell unsere Schwimmsachen packen und selber direkt ins Wasser hüpfen und mal eine Bahn durch's Becken ziehen... NICHT! :sick: :unsure:








Bei so viel Action, kann man mal müde werden. Immer gut, wenn ein passender Termitenhügel in der Nähe ist. :woohoo:





Ein Blick den Weg entlang sehen wir, dass die Straußenfamilie offensichtlich recht erfolgreich darin ist, die Schakale zu vertreiben. Alle Küken kriegen wir gar nicht auf's Bild und es sind auch einfach zu viele zum zählen. Erstaunlich wie viele das sind und wie winzig sie im Vergleich zu den Elterntieren aussehen. :blush:




Am Wasserloch zeigt einer der Großen, wie man elegant wie eine Nixe aus dem Wasser steigt. Da können sich die Youngster noch was abschauen. :lol:









Richten wir den Blick wieder zu unserer kleinen Familie... sorry, dass dieser Part im Endeffekt einfach nur eine Bilderflut ist. :whistle:












Wir könnten ewig hier stehen und ich habe nicht das Gefühl uns könnte langweilig werden. Rund um's Wasserloch tummeln sich immer allerhand Tiere. Auf der anderen Seite sehen wir einen Sekretär, irgendwie sehen wir die immer nur weit weg und in der brütenden Mittagshitze. Irgendwann einmal erwischen wir den bestimmt mal in halbwegs fotogen.

Während der eine in der Sonne trocknet...


... schauen die Zebras wieder ob sich eine Lücke ergibt...


... und durstige Springböcke strolchen durch die Gegend...


... während der Schakal schon weiß, da ist kein rankommen gerade! :S


Aber das gilt eben nicht für jeden, andere genießen den Spa-Bereich in vollen Zügen.





Secretary Bird - Sekretär








Es wird Zeit für uns und wir reißen uns endlich los. Die Waschmaschine im Aufbau sollte mittlerweile fertig sein und dann können wir auch direkt mal einen Blick auf die Campsite werfen. Wir werfen noch einen Blick auf den ganz kleinen Elefanten und sehen, dass er einen großen Aufpasser bei sich hat, da können wir ganz beruhigt fahren, während am Horizont schon wieder die nächsten Elefanten auftauchen.







Nur ein Stück entfernt stehen die Strauße in der Ebene und sowas haben wir auch noch nicht gesehen. Die Elterntiere spenden den Küken Schatten, der hier sonst nirgends zu finden ist. Sie stehen in der brütenden Hitze und bilden Sonnenschirme. So cool! B) :woohoo:





Auf dem Rückweg sehen wir noch mehrfach Elefanten, zehn an der Zahl. In der Nähe der Campsite steht eine große Herde im Schatten eines Waldes, nochmal 18 Tiere können wir zählen und als wir an der Campsite ankommen, stromern auch dort vier Graue durch den Wald. Keine Sorge, da kommen jetzt nur stellvertretend zwei Bilder... sonst bekommt ihr alle noch den "Grauen Star" vom Bildergucken. :silly:














Auf der Campsite angekommen sind wir auch hier wieder alleine. Wir schauen uns um und die #6 gefällt uns am besten. Schön groß, Schattenbäume und wenn eh alles leer ist, kann man auch gut den Platz direkt an den Ablutions nutzen.

Da es erst mittag ist, fahren wir noch mal schnell zum Gate um Bescheid zu geben, dass wir unsere Campsite wechseln wollen, falls noch jemand kommt. Also rein ins Xomae Office und endlich mal wieder so ein T.I.A. Moment. :lol:

Ob überhaupt noch was anderes frei ist heute Abend, dass weiß der gute Mann leider nicht. Naja... es ist doch außer uns beiden jetzt gerade niemand im Park. Sollen da echt noch 10 Parteien kommen. Nicht soooo wahrscheinlich aber gut, das muss anscheinend geprüft werden. :whistle:

Jeder der schon ein paar mal dort war, wird wissen was kommt. Der Telefonhörer wird erstmal in die Hand genommen und die nächsten 25 Minuten wird sich ausgetauscht, irgendein Main-Office kontaktiert und... ja keine Ahnung was eigentlich. Ich gehe erstmal in den Tuckshop und hole uns zwei kalte Getränke. Es ist brüllend heiß und die Frage ob die #6 frei ist, hätten wir besser nie gestellt.

Endlich gibt es Neuigkeiten. Es ist wohl noch eine andere Campsite belegt. Da muss der Supervisor kommen und nur wenige Minuten später schlurft er dann auch ins Office rein. Ein Buch wird geöffnet, da stehen alle Reservierungen des Tages drin. :blink:

Tolles Ding, hätten wir da nicht schon vor einer halben Stunde einfach reingucken können??!

Er zeigt in sein tolles Buch, lässt den Finger über die Zeilen streichen...

"Es kommt noch eine Gruppe heute, ihr könnt nicht wechseln."

"Wie viele Plätze sind denn reserviert, könnten die nicht eine andere Campsite nehmen?"

"Nein, die #6 ist belegt, schau' hier."

:huh: "Aber die #6 ist doch frei???"

"Nein, du musst hier schauen, da steht das Datum. Der 12.06.!"

"Jaaaaa... und #6 ist erst morgen belegt. Am 12.06. ist der frei."

"Oh. Stimmt."

:side: :laugh:

Ein kühles Getränk und verschwendete 40 Minuten Lebenszeit später fahren wir zur Campsite und ab jetzt gibt es auch wieder mehr zu erzählen und nicht nur Bilder... aber dazu später mehr. Morgen geht's hier weiter. ;)


Sala Sentle,
Robin & Mara
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Moin Mara und Robin!

Hach, Erinnerungen werden wach! Das war schon eine tolle Ecke da! War eine gute Entscheidung, Euch noch dorthin zu begleiten! Danke für die tollen Bilder!
ich kann mir gut vorstellen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder einen Abstecher dorthin machen werden, auch wenn wir nicht im South-Camp übernachten werden. Vielleicht haben wir ja ein ähnliches Gewusel dort!

Herzliche Grüße
Martin
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Hallo Robin & Mara,

vielen Dank für Eure wie immer super schönen Bilder und den einfallsreichen Bericht! Meine Güte, da war ja wirklich was los an meinem absoluten Lieblingswasserloch "Nxai Pan" :woohoo: Und die kleinen Elis beim Schlammbaden. Herzallerliebst. Wie toll, dass Ihr das erleben durftet! Da wäre ich auch stundenlang geblieben, bei so viel Action und Tieren rumdum. Ich konnte mich damals auch gar nicht losreißen und es wurde immer später und dunkler, wovon mein Profilfoto von dort zeugt. B)

Liebe Grüße und ich freue mich schon auf die Fortsetzung
Tina
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02 Jun 2022 22:47 #644545
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Metsi - Die Quelle des Lebens III

Wir kommen an der Campsite an und beziehen nun doch endlich unsere gewählte #6. Es ist weiterhin kein anderes Fahrzeug zu erspähen, also rödeln wir erstmal kräftig auf.



Die # 8-10 sind auf den anderen Seite der Ablutions gelegen, ohne so direkten Zugang und anscheinend Plätze für größere Gruppen. Die anderen Plätze liegen inmitten eines Waldes und Gewirr aus Bäumen. Jeder Platz ist mit ein paar Klötzen abgetrennt, aber den eigentlichen Weg sehen wir erst beim rausfahren. Wir fahren einfach quer durch die Campsites.



Kaum sind wir ausgestiegen sitzt auch schon ein Toko im Baum neben uns. Niedlicher kleiner Racker... und da schau an. Schwupps sitzt noch einer daneben. TOLL :)

Klar, auf Campsites fällt immer mal was ab, logisch das das Vögel anzieht. Wir nennen die ansässigen dann immer gerne die eigentlichen "Campsite Besitzer" UND SCHWUPPS... da ist ja noch einer. UND DA, auch noch einer... :unsure:

Es gleicht einer kleinen Invasion, der Platz hier gehört nicht einem Tokopaar, nein, es ist die gesamte Sippschaft.

Der Herr der Tokos! :laugh:


Yellow-billed Hornbill | Gelbschnabeltoko


Wir legen los, mit den Dingen, die so getan sein wollen. Speziell, da wir planen heute das Licht auszukosten und später noch einmal mit einem kühlen Getränk zum Sundowner in Richtung Wasserloch zu fahren.

- also erstmal Abwasch machen... wir gehen manchmal dazu über, unseren dreckigen Kram einfach mitzunehmen, wenn es morgens früher losgehen soll :whistle:

- dann wird die Waschmaschine geleert und alles zum trocknen aufgehängt, natürlich unter den strengen Augen der Hausherren, ob Mara auch alles richtig macht ;)



- das ganze Feuerholz raus aus der Karre, schonmal vorschichten und alles bereit legen... ein großartiger, neuer Ausguck ist geschaffen. :silly:



- und schonmal vorschnippeln für das Abendessen. Es gibt ein Curry mit Couscous und Gemüse. Das Gemüse bereiten wir schon vor, so geht es heute Abend schneller. Eigentlich wäre ja Reis dazu geplant, aber mit Couscous kriegen wir das schneller zusammen und können nur mit Topf und Gaskocher arbeiten und müssen nicht auf's Feuer warten, bis wir Kohle für den Potje haben.


Vor der Abendrunde geht es zu den Ablutions. Ich kenne die Geschichten, dass hier die Elefanten aus den Toiletten getrunken haben sollen. Die "neuen" Verteidigungsanlagen verhindern dies aber effizient. Es bleibt nur ein kleiner Fußweg zwischen den Abwehrplatten frei, in den man gerade so einen Fuß reinstellen kann. Ob wir den Schildern am Zaun glauben schenken sollen, wissen wir nicht, ausprobieren wolllen wir das aber auch nicht, also lieber ganz behände wenn man zum Tor greift. :unsure:

:laugh: :laugh: :laugh: Ich sehe jetzt gerade erst beim Korrekturlesen, dass sich auf dem bild ja auch ein Toko eingeschlichen hat... das ist mir beim Entwickeln der Bilder noch gar nicht aufgefallen... :silly:






Wir sind fertig, ein kaltes Getränk wird nach vorne in den Wagen geholt und mit Beginn des schönen Abendlichts rollen wir aus dem Wald der Campsite wieder los. Ein letzter Blick... sieht alles gut aus und der Sicherheitsbeamte hat auf einem Holzpflock Platz genommen und schaut pflichtbewusst drein. Ich denke, er wird gut auf unsere Sachen aufpassen.

:P



Ich wundere mich immer wieder, wie wir dieses schöne Licht bislang so selten nutzen konnten. Einfach herrlich und alles wirkt so viel schöner mit den sanften Schatten. Eine Riesentrappe streift durch das hohe Gras, Gnus grasen in den Flächen und Zebras schauen uns hinterher, während wir uns unseren Weg vorbei an den Schlaglöchern suchen.

Kori Bustard | Riesentrappe






Näher am Wasserloch laufen tiefe Rillen über die Fahrbahn, die waren uns schon mittags aufgefallen. Da gibt es kein drumherum. Da heißt es runterbremsen und einmal durch... reduziert man hier nicht die Geschwindigkeit, dann rumpelt es, aber gewaltig. Ich weiß gar nicht warum, aber tagsüber ist uns das noch gar nicht aufgefallen. Jetzt schauen wir genauer hin und diese Rillen sind nicht natürlich geschaffen... es sind Elefantenstraßen. Ein eindrucksvoller Beweis, dass Elefanten immer die selben Wege nehmen. Ich schätze wohl über Jahrzehnte, wenn nicht länger wurde diese "Fantenbahnen" in die Erde eingetreten. :ohmy:



Sogar bei GoogleMaps kann man diese Spuren sehen. Irre.


Schon auf der Anfahrt sehen wir, dass wir kaum enttäuscht werden können. Es haben sich schon wieder einige Elefanten versammelt am Wasserloch. Und ein Blick in die Ferne zeigt, es sind noch weitere unterwegs. Wir positionieren uns geschickt mit der Sonne und haben dann auch unsere Lieblinge im besten Licht.





Da hat man auch wieder mal Gelegenheit, die Serie "Afrika von Hintern" zu erweitern.



Hierüber freue ich mich besonders... sich einstaubende Elefanten im Abendlicht wollte ich auch mal erwischen, leider schauen sie nicht, dafür aber wunderbar synchron. :)



Es ist wieder ein ähnliches Bild, alles was keinen Rüssel hat umlagert das Wasserloch und sucht nach Lücken um sich dem Wasser zu nähern. Insgesamt sind aber weniger andere Tiere vor Ort. Der Abend gehört den grauen Riesen, der Rest ist eher in den weitläufigen Graslandschaften verstreut.

Auch jetzt ist es wieder kaum möglich mal keinen Elefanten mit auf dem Bild zu haben. Vielleicht wollen das die Fotografen aber auch einfach nicht. :blush:









Dann geht es mit dem Schlammbaden los, nochmal eine letzte, schützende Schicht auflegen, die gegen die Parasiten bis zum nächsten Morgen schützt. Jetzt ist richtig was los. Wir haben ganze Serien davon, eine kleine Auswahl davon habe ich zusammen gestellt.




Das hier war das erste Bild, dass ich direkt nach dem Urlaub entwickelt habe. Das hatte ich schon beim ersten sichten vor Ort im Auge. B)







Das Sonne wandert immer weiter in Richtung Horizont... es ist aber auch herrlich hier. :woohoo:


Mit schwindendem Licht, schwinden auch langsam ein paar der Elefanten. Das ist die Chance, dass auch die Zebras mal zum Zuge kommen und flugs starten sie in Richtung Wasserloch...






... ohhhh. Doch noch nicht! :evil:



Aber auch wenn noch einige Elefanten sich hier tummeln, so ziehen sich doch alle auf die rechte Seite in Richtung der Schlammgrube zusammen, Der Weg zum Wasser ist damit doch frei und einige Gnus und Zebras finden dort einen Flecken um ihren Durst zu stillen. Langsam schwindet das Licht.







Wir machen uns jetzt auch langsam auf, aber nach nur wenigen Metern müssen wir noch einmal anhalten. Von hier aus haben wir einfach die perfekten Bedingungen. Die Silhouetten der Tiere am Wasserloch mit tiefstehender Sonne dahinter und am Himmel haben wir jetzt auch die sich immer stärker ausbildenden Wölkchen mit im Bild. Fotografenherz, was willst du mehr... zumindest wenn man es auf kitschige, afrikanische Sonnenuntergänge abgesehen hat. :lol:






Auf dem Rückweg lassen wir uns treiben. Wir werden eh nur noch mit dem allerletzten Licht ankommen. Natürlich zählen wir alle Elefanten auf dem Rückweg, die unseren Weg kreuzen, so viel Zeit muss sein.





Am Camp angekommen greifen die gewohnten Automatismen. Es ist fast schon dunkel, aber wir sind gut vorbereitet. Ich starte ein kleines Feuer und nutze das letzte Licht um unser Dachzelt aufzubauen. Mara schnappt sich den Gaskocher und setzt das Curry auf. Nachdem das Zelt steht wird Wein eingeschüttet und angestoßen. Das Feuer wird geschürrt und unsere Camplampen an taktisch guten Positionen als zweiter Lichtkreis verteilt. Wir sehen ein paar Elefanten die am Camp vorbei in Richtung Norden ziehen, vielleicht wollen sie auch noch zum Wasserloch.

Schon bald sitzen wir am Feuer, genießen unsere Getränke und das Essen.




Neben uns kommt etwas um den Wagen geschlichen... wir sehen den Schatten zuerst und es taucht ein Schakal auf. Er schaut uns an, wir schauen ihn an. Dann schleicht er weiter, direkt am Feuer vorbei und hat keinerlei Scheu. Wir schauen uns überrascht an und sind noch wesentlich perplexer, als er sich uns gegenüber direkt am Feuer zusammenrollt, seinen Kopf auf die Pfoten legt und es sich am wärmenden Feuer bequem macht. Solange er uns nicht stört, lassen wir ihn auch in Ruhe und freuen uns über unseren nächtlichen Besuch, bis er sich irgendwann aufrafft und verschwindet.




Plötzlich hören wir wütendes Schnauben. :ohmy:

Zwei große Elefantenbullen haben sich am Zaun der Ablutions eingefunden. Wir leuchten in Richtung der Ablutions um zu sehen was los ist, immer darauf bedacht, nur genug Licht in die Nähe zu bringen und nicht direkt die Elefanten anzuleuchten. Wir können zwei Schemen erkennen, die vor dem Zaun stehen und es hört sich fast an, als seien sie frustriert, dass die ehemalige Wasserquelle unerreichbar ist. Sie stehen dort und schnauben, aber in einiger Entfernung zwei Campsites weiter. Wir widmen uns unserem Tagebuch und Wein und schreiben noch ein paar Zeilen.

Es vergeht einige Zeit und dann knackt es fürchterlich laut hinter uns. Irgendwas großes ist mitten durch die Büsche am Rande der Campsites gebrochen. Keine Frage was das wohl gewesen sein könnte. Wir stehen auf und spähen über den Wagen, nichts zu sehen im fahlen Licht des Feuers und unserer Solarlampen. Die große Funzel wollen wir nicht direkt nutzen und dann kommt auch schon ein gewaltiger Bulle aus dem Nichts. :blink:

Nachts sind alle Elefanten grau... wie auch am Tage, aber nachdem er durch die Büsche war, bewegte er sich so lautlos über den Sand und war im Zwielicht nicht auszumachen. Wir wollen die Tür am Auto aufmachen und uns nach drinnen verziehen, aber der Wagen hat sich selber zugesperrt. Ich habe den Knopf nicht betätigt der den Wagen offen hält. Ansonsten schließt er sich nach einer Weile automatisch ab. Leider hat unser Wagen die dumme Angewohnheit zu piepen und wild zu blinken, wenn man ihn aufschließt.

Der Bulle steht schon neben dem Wagen und kommt gerade an der Motorhaube vorbei. Wir wollen ihn nicht erschrecken mitten in der Nacht und während er uns aus seinen großen Augen beobachtet und nur wenige Meter an uns vorbeigeht, stehen wir wie angewurzelt neben dem Wagen. Auch ohne Absprache, sind wir beide jederzeit bereit in Richtung Ablutions zu verschwinden und ich höre mich sagen:
"Ruhig Dicker, hier gibt es nichts zu sehen."

Er zieht langsam am Feuer vorbei, vorsichtig und bedacht seine Schritte setzend. Dann verschwindet er wieder in der Nacht, als ob er nie dagewesen wäre. :whistle:

Wir atmen erleichtert auf und wie das dann so ist, muss man auch erstmal die Anspannung weglachen. Wir lieben ja Elefanten, aber das war sogar uns dann doch etwas zu nah. Es ist kurz vor 22.00 Uhr. Ich lege einen letzten Scheit auf das Feuer, wir gehen zu den Ablutions und gönnen uns eine kalte, frische Dusche. So kriecht es sich schöner ins gemütliche Zelt.

Kaum stehen wieder aber am Zaun zeigt sich schon wieder ein Elefant. Zwischen ihm und uns liegen aber gute zehn Meter dieser Bodenplatten. Also geht es geschwind zum Feuer, Lampen löschen und ab ins Zelt. Der Abend war aufregend genug.





Wir ziehen den Reißverschluss zu und hören immer wieder Elefanten, wie sie nahe des Zauns der Ablutions stehen, aber es ist Ruhe eingekehrt. Sie brummen und wummern, aber schnauben nicht mehr lautrüsselnd. Mit diesem sonoren Brummen im Ohr, schlummern auch wir zügig ein.


Zeit für eine kleine Zwischenbilanz nach einem so "elefantösen Tag".



Sala Sentle,
Robin & Mara
Letzte Änderung: 02 Jun 2022 23:09 von Blende18.2.
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03 Jun 2022 15:35 #644582
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tina76 schrieb:
Hallo Robin & Mara,

vielen Dank für Eure wie immer super schönen Bilder und den einfallsreichen Bericht! Meine Güte, da war ja wirklich was los an meinem absoluten Lieblingswasserloch "Nxai Pan" :woohoo: Und die kleinen Elis beim Schlammbaden. Herzallerliebst. Wie toll, dass Ihr das erleben durftet! Da wäre ich auch stundenlang geblieben, bei so viel Action und Tieren rumdum. Ich konnte mich damals auch gar nicht losreißen und es wurde immer später und dunkler, wovon mein Profilfoto von dort zeugt. B)

Liebe Grüße und ich freue mich schon auf die Fortsetzung
Tina

Ach das Bild kommt von der NxaiPan. Na das passt, so sieht es da Abends aus.

Wir waren ja sehr positiv überrascht, hatten eher nix erwartet und dann flasht einen das ganz ordentlich. B)

Dem Wunsch der Fortsetzung habe ich schon umgesetzt. Einen Tag hab ich noch vorbereitet. Am nächsten bin ich dran und Mara hat auch noch Bewegtbilder aus der NxaiPan. Da kannst du dich als Liebhaberin auch noch drauf freuen. :)

Gruß,
Robin
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