THEMA: CuFs 6 Wo Hängemattenauszeit v.Covid19 in Bots/Nam
05 Dez 2021 14:22 #631706
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DIE HUNDE SIND LOS
An einem Morgen sahen wir in Mboma Island, als wir gerade standen und einen Magpie Shrike ( Elsternwürger( beäugten,






plötzlich ein großes Rudel Wildhunde von zwei Richtungen kommend auf der Fährte nach einem Wasauchimmer. Immer wieder blieben einige von ihnen stehen, schnupperten an etwas, verständigten sich fiepend, setzten ihren Weg fort, warteten auf die anderen, die Grüppchen teilten sich und kamen wieder zueinander – es war ein unbeschreiblich schönes Schauspiel.





















Wildhunde 1
vimeo.com/652449535
Wildhunde 2
vimeo.com/653195888
Wildhunde 3
vimeo.com/653197658


Schließlich waren sie im Busch verschwunden waren und wir konnten sie nicht mehr begleiten - im Übrigen hatten sie keinerlei sichtbare Notiz von uns genommen. Plötzlich stellten wir fest, dass C.‘s Sonnenbrille verschwunden war. An einer übersichtlichen Stelle suchten wir den ganzen Vorderraum gründlich ab – sie war weg, musste ihm wohl beim Fotografieren, wo er sie auf die Stirn geschoben hatte, aus dem Auto gefallen sein. Wir fuhren den Weg 3x ab – nix zu finden. Schließlich machte ich den eher halbherzigen Vorschlag, vor dem Auto herzulaufen, was C. mit einer entsprechenden Handbewegung an die Stirn kommentierte – und nach 30 m Weiterfahrt war ich auch froh, nicht auf dieser „Heldentat“ bestanden zu haben, denn da kreuzte eine Hyäne die Pad….
Bei der vierten Suchfahrt schließlich fand Adlerauge C. die Brille unbeschädigt im Sand – puh! Sonst hätten wir nach Maun fahren und eine neue kaufen müssen.
Auf dem Rückweg beobachteten wir diesen hübschen Jungpelikan und wieder etliche Elefanten.







Der stand besonders dekorativ herum....

Letzte Änderung: 06 Dez 2021 10:05 von CuF.
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08 Dez 2021 12:48 #631926
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Einmal saß abends am Lagerfeuer plötzlich eine Hyäne neben uns – fast hätten wir unseren kostbaren Malt verschüttet – sie trottete nach unserem Gebrüll von dannen. Wenn man sie aus der sicheren Perspektive eines Autos von oben sieht, sehen sie gar nicht sooo groß aus. Aber auf ihren Keulen sitzend neben einem…..
An einem der Tage sahen wir Büffel, Zebras, Streifenmangusten, am Himmel große Züge Pelikane, von denen sich später etliche an einem Tümpel einfanden.











Nachzügler





Dort stand auch ein einsamer juveniler Flamingo und viele Sporengänse (Sporwinged Goose) und dieser schöne Sattelstorch



Hier hatten wohl Elefanten großen Hunger gehabt


Zwischendurch wurden wir immer wieder beäugt


Das Tier zog es vor, unter Wasser zu bleiben - erinnert mich an das schöne Lied von der blauen Donau, in der ein Krokodil schwimmt... :P


Unterwegs beobachteten wir zwei Schakale, die sich vorsichtig in der Erde wühlenden Warzenschweinen näherten und etwas abzustauben hofften. Sie wurden aber immer wieder vertrieben.















Auch am Platz konnten wir viele Vögel beobachten. Hatten wir vor Jahren den greybacked cameroptera noch singuläre Sichtung vermerkt, hüpfte er uns hier immerzu im Gebüsch herum und ließ sein leises „wähwäh“ vernehmen. Außerdem gab es Kronenkibitze (Crowned Lapwing). Stare, Elsternwürger (Magpy Shrike), Mohrenmeisen (Southern Black Tit), Zwergspinte (Little Bee-Eater),
Angolaturteltauben (Afrikan Mourning Doves und jede Menge Tokos



Rotzügelmausvögel (Red-faced Mousebirds)
Leider unscharfes Foto




Haubenbartvögel (Black-collared Barbet - wie gesagt RRRRRRR….), Rotbauchwürger ((Crimson-breasted Shrike), krakeelend einfliegende Weißbürzeldrosslinge (Hartlaubs Babbler)
Es war nie langweilig.
Besonders die Gabelracken erwiesen sich als problematische Fotografierobjekte :angry:


...und weg ist sie




...und die dann auch






ADIEU MOREMI
letzter Sonnenaufgang dort



Am 5.8. machten wir uns auf den Weg Richtung Maun mit Umweg zu den Blackpools. Unterwegs sahen wir einen sehr hurtigen Honigdachs, der sich leider schnell in einem Sandhaufen versteckte. Da es an dieser Stelle extrem tiefsandig war, konnten wir nicht anhalten und darauf warten, dass er wieder erscheint. So ist auch dieses Bild nur auf der Festplatte in unserem Kopf vorhanden – aber da hoffentlich für immer.
An einer Wasserdurchfahrt stieg C. aus, weil sie ihm verdächtig tief erschien und watete erst einmal durch, (ist der Eselsrücken zu hoch, ist die Fahrspur grundlos?) bevor wir zügig lowgear durchfuhren!







Wir sahen Witwenenten, Höckerenten (Comb Ducks) Rotschnabelenten (Red-billed Teal), Giraffen, Warzenschweine, Impalas, Leierantilopen, Gnus und Zebras.



FAZIT: Dass wir das Tented Camp gebucht hatten, war eine gute Wahl. Man ist relativ ungestört, hat den Vorzug der eigenen Dusche und des WCs - mit 120 USD/pP allerdings nicht gerade "günschtig"....
Uns war es das wert!
Letzte Änderung: 02 Jan 2022 13:47 von CuF.
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10 Dez 2021 13:18 #632078
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AM BOTETI

7.8. – 11.8. Khumaga
Das nächste Ziel, Khumaga am Boteti, nahmen wir am Morgen des 7.August unter die Räder. An der Fährstation erfuhren wir, dass der alte Fährmann, der nie mit C.‘s Fahrkünsten zufrieden gewesen war, gestorben ist („he passed away“). Seine Kinder hätten den Betrieb eine Zeitlang übernommen, dann aber die Außenborder verhökert. Jetzt wird die Überfahrt durch die Boteti-River-Lodge (Früher Tiaaans Camp) durchgeführt – das wird „irgendwie“ per Hand und mit Seilen betrieben und dauerte sehr lange.






Wir bekamen KK 8, richteten uns ein und befestigten die geniale Hängematte ….


Bei einer kurzen Fahrt am Flußufer (sehr viel Wasser!) zeigten sich Elefanten












Blaustirnblatthühnchen (African Jacanas)



Heilige Ibisse (Sacred Ibis)



und 1 (i.W. ein!) Schlangenhalsvogel (African Darter)




– und so viele Geier, wie wir sie noch nie gesehen hatten.









Hunderte Zebras hielten sich in großen Herden oberhalb des Ufers und am Ufer selbst auf sowie einige, sehr panische Giraffen.

Da das versprochene Feuerholz nicht geliefert wurde, brieten wir unser Steak in der Pfanne und registrierten mit zunehmend schlechter Laune, dass auf der benachbarten Campsite ein Auto nach dem anderen, die meisten mit großen Trailern, ankamen. Dort entstand eine riesige Zeltstadt – Geburtstagsfeier (am Abend hörten wir „happy-birthday“) einer südafrikanischen Großfamilie mit ca. 20 Menschen. Sie waren bis spät in der Nacht sehr laut, fuhren mit johlenden Teenies und Kindern auf den Autodächern zum Gamedrive und kamen genauso fröhlich wieder zurück. Da sie die Ablution dauerblockierten, benutzten wir die auf der anderen Seite des Platzes, weil wir keine Lust hatten, den Sanitärbereich mit Menschen zu teilen, von denen keiner eine Maske trug.
Letzte Änderung: 14 Dez 2021 18:50 von CuF. Begründung: Grammatik
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11 Dez 2021 13:01 #632124
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KHUMAGA/BOTETI

Bevor wir am nächsten Tag zum Gamedrive starteten, baten wir in der Rezeption um einen anderen Platz und bekamen glücklicherweise auch KK2, die wir nachmittags beziehen konnten.
Auf dem Weg zum Flußufer trafen wir einen Elefanten auf dem Trockenen



Auch Baobabs gibt es hier



Am Fluß




sahen wir Common Sandpiper (Flußuferläufer)


Blacksmith Lapwings (Waffenkiebitz)




Heilige Ibisse (Sacred Ibis) im gemächlichen Suchgang








Gabelracken (Lilac-breasted Roller)

Meisensänger


Weidenpieper (African Pipit ), von allen Seiten posierend










eine Goldschnepfe (Greater Painted Snipe)

– ein wunderschöner bunter Vogel, den Bele in ihrem RB als „Glubschauge“ verunglimpft hat (www.namibia-forum.ch...-2021.html?start=138) – aber das nur nebenbei…….),

green-backed Heron (Magrovenreiher)


Sporengänse (Sporwinged Goose)


Violet-eared waxbills Granatastrild)




Graulärmvögel (Go-away-Birds), Stelzenläufer (Great Stilt), Schreiseeadler, Yellow-billed Egret,
Blutschnabelweber beim Bade





Rotschnabelenten (Red-billed Teal)


Southern Pied Babbler
zwischendurch Holzskulpturen (sprich Kunscht)


Wassertriele (Water Thick-Knees)




Mal sehen, ob Ihr den ausmachen könnt! ;)






und einen Waran auf Futtersuche.






Besonders über die grazilen Namaquatäubchen freue ich mich immer sehr.





Auch diese Täubchen finden wir sehr hübsch





Es tummelten sich auch zahlreiche Gnus, Zebras und Impalas am gegenüberliegenden Ufer.




Die Fleischklopse fehlen natürlich auch nicht


Wieder zurück zum Camp zogen wir um und brauchten erst mal ein Mittagsschläfchen.
Letzte Änderung: 27 Dez 2021 13:55 von CuF.
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12 Dez 2021 10:29 #632153
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@picco
Guten Morgen Claudio!
Du bist doch sonst eher in Ostafrika bei abenteuerlicheren Unternehmungen zu finden - auch beim Lesen vom RBs. Mit „langweilig“ meinte ich, dass es keine tierischen Aufregungen gab, andere schon….
Aber natürlich hast Du Recht- es gibt „sone“ und solche Ruheständler..
Wo Du jetzt bei uns dabei bist, tut es mir richtig Leid, dass wir keine Toilette fotografiert haben ;)
Schöne Grüße
Friederike

@Old Woman
Guten Morgen Beate,
Schön, dass Dir unsere Slow-Motion-Reise gefällt!
Ich wollte Picco ein bisschen utzen, weil er mal in irgendeinem Beitrag geschrieben hat (meine ich mich zu erinnern), dass er RBS aus dem südlichen Afrika nur in begründeten Ausnahmefällen liest.
Schöne Grüße nach OS und an Dich
Friederike
Letzte Änderung: 12 Dez 2021 10:35 von CuF.
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13 Dez 2021 13:16 #632229
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Am Platz erfreuten uns Fleckenflughühner (Doubled-banded Sandgrouse), Goldbugpapagien (Meyers Parrots),

Rotschnabeltokos





Bülbüls, der Cameroptera (grey-backed cameroptera), Kurzschwanz Sylvietta (Long-billed crombec), Meisensänger, Maskenweber (Southern-masked Weaver), Angola-Schmetterlingsfinken (Blue Waxbill), Black-Chested-Prinia, Yellow-breasted Apalis, Grey-headed Sparrow), Schneeballwürger (Blackbacked Puffback),
Kalahari Scrub-Robin (Kalahari-Heckensänger)


Burchells Starlings
und Greater Blue-eared Starling ( (Grünschwanzglanzstar)


und als besondere Zugabe bekamen wir auch einen Orange-breasted Bushshrike zu Gesicht. Von dem existieren allerdings leider nur gerade mal als Beweisfoto taugliche Aufnahmen










In den Nächten war Schakalgekeife zu hören, Hyänengeheul und die Rufe des Woodfordkauzes (African Wood-Owl).

Sahen wir nachts in den Sternenhimmel, konnten wir ganz klar das Siebengestirn und den Orion bestaunen und einige Sternschnuppen.

Leider ging unser größter Wunsch nach mehr Ruhe nicht in Erfüllung. Sollten wir jemals wieder nach Botswana oder Namibia fahren: Niemals mehr in den südafrikanischen Ferien. Wir hatten den Eindruck, dass es den südafrikanischen Gästen weniger um die Natur und Tierbeobachtungen ging (das haben sie im eigenen Lande ja schließlich selbst), sondern um Familientreffen und „fun“. Da sie, wie wir erfuhren, pandemiebedingt auch hohe Preisnachlässe bekamen, lag es natürlich nahe, die Ferien an einem Ort zu verbringen, an dem keiner auf Abstände, Maskentragen und die Beachtung von Ausgangssperren achten muss.
Ein südafrikanisches Ehepaar auf dem Nachbarplatz, versuchte ein-zweimal den Landsleuten ins Gewissen zu reden. Er wusste, wovon er sprach, war er doch Arzt in einer Coronastation in einem Kapstädter Krankenhaus und wollte „eigentlich“ einen ruhigen, erholsamen Urlaub fern von der Covidsituation und Gedanken daran verbringen….

Am 11.8. brachen wir nach Sonnenaufgang


Richtung South Camp/Nxai Pan auf. – nicht ohne noch einen wehmütigen Blick auf den Boteti zu werfen.


Die Fahrt zum Gate war sehr tiefsandig und es rüttelte uns ordentlich durch. Wir hatten aber keine Probleme damit und waren nach anderthalb Stunden dort..
Vom Gate bis zum Phuduhudu/Nxai Gate ging es auf 10 Kilometern Teerstraße zügig voran, dann wurde es „bumby and sandy“, aber nicht so schlimm, wie wir es in Erinnerung hatten.
Seltsamerweise stand auf dem Weg dorthin eine Oryxantilope – die hatten wir dort noch nie gesehen.
Letzte Änderung: 02 Jan 2022 13:50 von CuF.
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