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THEMA: Vom Lockdown zum Countdown
03 Nov 2021 13:03 #629321
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  • Brauni am 03 Nov 2021 13:03
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Die zweite Nacht im Audicamp endete wie die erste relativ früh mit lautem Krähen der umliegenden Hähne. Ich hätte am Abend besser ein 1/2 Hähnchen gegessen als Fisch mit Chips. Wir machten alles fertig und haben dann noch im Lokal ein kräftiges Frühstück genossen.
Die Piste bis zum Southgate liegt schnell hinter uns und nach dem Zahlen der Parkeintrittsgebühren gibt es noch eine Einweisung wie man nach Thirdbridge kommt. Also ging es los in den Moremi. Es kamen uns einige Fahrzeuge entgegen bis uns ein südafrikanisches Paar zum Anhalten aufforderte. “Ob wir Löwen sehen wollen? “ fragten sie uns. Er zeigte uns auf der Karte wo und gab uns auch noch die Koordinaten fürs Navi die Dame erklärte parallel dazu wie genau es vor Ort aussieht. Alles kein Problem und wir erreichten nach ca. 20 Minuten die Stelle wo das Navi sagte: “Ziel erreicht”. Die beschriebene Pfanne mit dem Baum drin und Löwen drunter war nicht zu sehen. Also mal ein bisschen weiter und wieder zurück aber keine Löwen. Wir machten uns wieder auf den Weg zum Ziel was etwas schwieriger war als gedacht da unser Navi anscheinend eine Rundfahrt machen wollte. Wir trafen dann aber wieder auf Leute die wir bereits in der Kalahari getroffen hatten und die uns wieder auf Kurs brachten. Das Camp erreichten wir am frühen Nachmittag und wir bezogen dann unser Tented Camp (großes Zelt mit Bett, Veranda und WC/Dusche). Von der Veranda aus konnten wir zwei Elefanten in unmittelbarer Nähe beobachten. Als diese weg waren ist eine große Büffelherde bis zu den Campingplätzen gezogen. Einige der Büffel standen etwas entfernt von uns unter einem Baum, irgendwann dann drehten sie um und sind auch verschwunden.
In der Nacht wurde es sehr windig und am Morgen war es stark bewölkt. Als wir zum Gamedrive losgefahren sind hat es gedonnert. Wir haben eine Runde um die Mboma Insel gedreht und sahen dort dann Wasserböcke, Litschi-Moorantilopen, Pelikane, Marabu, Halbmondantilopen und Elefanten mit einem ganz jungen. Dann haben wir noch eine Bootsfahrt am Mboma Bootsanleger gebucht.
Auch die Runde am nächsten Tag brachte keine neuen Entdeckungen. Landschaftlich ist es sehr schön am Rand des Gewässers entlang zu fahren. Wieder zurück auf unserer Terrasse gab es am Dienstag dann Zebras anschauen. Um es gleich vorweg zu nehmen am Mittwoch war dann Giraffentag.
Der Umzug auf die Campside 2 war schnell erledigt und so fuhren wir am Nachmittag zu unserer Bootstour. Eine ganz neue Sichtweise eröffnete sich uns. Zunächst ging es durch ganz enge Kanäle bis zu einem Hauptstrom. Wir sahen einen Eli schwimmen um ans andere Ufer zu kommen. Das Ziel der Fahrt war eine Brutkolonie der Marabus und Gelbschnabelpelikane. Afrikanischer Seeadler und ein Kingfischer wurden auch gesichtet. Die zweistündige Fahrt war gefühlt viel zu schnell vorbei. Kurz vor dem Zubettgehen schauten am Rande der Campside auch noch Hyänen vorbei. Also die gibt es noch um nach weggeworfenen Knochen zu suchen, die Affen sind aber verschwunden.
Der Fahrt am nächsten Morgen brachte uns an eine sehr schöne wassergefüllte Senke. Dort sind wir über 2 Stunden gestanden da eine große Herde mit Büffel vorbeizog. Es gesellten sich noch Elefanten dazu die dann auch nahe am Auto vorbeigingen.
Kaum waren wir dann wieder auf der Campside und hatten uns gerade nach dem Essen einen Cappuccino gemacht ist die Elicampsidetruppe eingefallen. Das ganze geht jetzt schon über 2 Stunden. Ich habe jetzt einfach mal angefangen den Bericht weiterzuschreiben während mir gegenüber im Abstand von 10m eine Elefantendame genüsslich das Gras abreist. Den ganzen Abend über waren Elefanten in der Nähe. Um 1:30 in der Nacht machte sich dann ein Eli direkt neben unserem Auto am Baum zu schaffen. Genüsslich verspeiste er die abgerissenen Zweige um dann fast lautlos zum nächsten Baum zu gehen. Dann war aber Ruhe und wir sind zum Sonnenaufgang (5:30) aufgestanden. Unsere heutige Rundfahrt führte an einer großen Ansammlung von Elefanten vorbei. Ich konnte in der ersten Reihe rund 50 Tiere zählen, geschätzt waren es sicher doppelt so viele. Diesmal haben wir auch Krokodile gesehen zudem wieder Pelikane und Afrikanischer Fischadler und noch einige andere Wasservögel und Bienenfresser. Isabella erfreute sich an einer Giraffentruppe wobei eine auch noch durchs Wasser gerannt ist. Die Zweite war dann vorsichtiger und ich konnte einen Videoclip drehen wie sie ans andere Ufer ging.
Auf der Campside geht es entspannter zu, Zebras und Giraffen sind doch etwas diskreter.
Kurz bevor wir uns in unseren Camper legen wollten machte ich noch einen Schwenk mit der Taschenlampe und da stand dann auch wieder die Tüpfelhyäne keine 10m hinter mir, einmal entdeckt trollte sie sich in den Busch.
Am nächsten Tag ging es dann zurück zum Southgate und von dort übers Northgate nach Savuti in den Chobepark. Auf der Anfahrt sahen wir direkt hinter dem Mababegate 3 Löwen unter einem Baum liegen. Eine Löwin hatte ihren Kopf auf eine Astgabel gelegt. In Savuti waren wir dann auf dem Platz 1.
Der Gamedrive am nächsten morgen war dann für Isabella etwas anstrengend. Die Runde um den Sabelhill war schön tiefsandig und die Abfahrt ins Flußbett des Savutichannels war recht steil. Wir fuhren etwas planlos kreuz und quer mit dem Ziel Marabupan. Die hat eine solar betriebene Pumpe und war somit wassergefüllt. Es waren Elis und Gnus vor Ort, in etwas weiterem Abstand konnten wir Southern Groundhornbils ausmachen.
Am Abend fuhren wir dann in die andere Richtung zur Harveys-Pans. Einige Impalas und Elis waren an den Wasserstellen. Ich hatte auf dem Quarry-Hill einen Aussichtspunkt ausgemacht und wollte da mal hin fahren. Das erste Stück traute ich mir dann noch zu, aber als meine Beifahrerin sich mit einer Hand am Griff über der Tür festhielt und mit der anderen den Griff an der A-Säule umfasste habe ich von einer Weiterfahrt abgesehen. Zurück ging es dann an die besagten Pfannen wo wir zum Sonnenuntergang einen einzelnen Eli beim Trinken beobachten konnten. Auf der Rückfahrt entdeckte dann Isabella noch einen Löwen am Wegesrand. Die Dame dazu lag dann bei genauerem hinsehen zu seinen Füssen. Da es langsam Dunkel wurde fuhren wir zurück. Ein Safariguide mit dem wir am Morgen schon gesprochen hatten wollten wir noch unseren Fund mitteilen. Im Gegenzug zeigte er uns einen Leopard im tiefen Busch.
Wir haben uns dann dazu entschlossen einen Tag früher aus Savuti abzureisen um den Covidtest entspannter anzugehen.
Die Weiterfahrt wurde dann zu einer Slalomfahrt mit Löwen als Pylone. Wir waren gerade am Morgen richtig auf der Piste in Richtung Ghohagate lagen wieder Löwen auf dem Weg. Insgesamt 4 Löwen machten einen Roadblock. Zum Glück gab es in diesem Bereich zwei Fahrspuren und wir konnten die Tieren umfahren. Einer der Löwen leckte sich genüsslich die Vordertatze und ließ sich durch uns nicht stören. Die vorhandene Parkgenehmigung verwendeten wir für einen gemütliche Fahrt an der Chobe Riverfront. Wir haben uns dann in der Chobe Safarilodge niedergelassen und planen nun den Verlauf der restlichen Tage.
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Letzte Änderung: 03 Nov 2021 19:10 von Brauni.
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04 Nov 2021 11:27 #629372
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So sieht es zum Mittag in Elefandsands aus:

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04 Nov 2021 16:12 #629399
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  • Reisemaus am 04 Nov 2021 16:12
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Hallo Joachim und Isabella,
da hattet Ihr ja echt Glück in Third Bridge und Savuti - so viele Tiere hautnah! Denkt Ihr noch an unsere Eli Begegnung in Savuti beim Karten spielen? :ohmy: :P Lang ist es her...
Den Hill wollten wir auch mal erklimmen, aber das ist schon sehr steil. Kann Isabella da verstehen!
Weiterhin gute Reise!!
Gruß
Doro
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04 Nov 2021 16:43 #629402
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Hallo Doro

Klar haben wir drangedacht. Sind jetzt etwas mehr als 10 Jahre als auf dem Baumstamm in Thirdbridge und Savuti zwei Kinder rumgeklettert sind. Heute sind es junge Männer.
Bin froh das ihr auch am Qarryhill rumgedreht habt.

Gruß Joachim
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13 Nov 2021 15:19 #629924
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Am nächsten morgen brechen wir nach Elephandsands auf. Die 240 km liegend bald hinter uns und wir erreichen unser Ziel zum Mittag. Ein Foto habe ich ja bereits eingestellt. Zum Nachmittag gehen wir in die Lodge um uns das Geschehen am Wasserloch anzuschauen. Der beste Platz für die Elefanten ist da wo das frische Wasser rauskommt. Von hinten schieben andere Elefanten die in der ersten Reihe weg. Immer wieder rutschen dann die Vorne aus und es wird dann laut protestiert. Der Geruch ist wie bei uns im Zoo nur halt etwas staubiger. Die Soundkulisse ist dafür laut. Bei einem Longdrink und Kaffee kann man es aushalten. Wir gehen vor dem Abendessen zurück zum Camper um zu duschen. Zum Abendessen haben wir uns in der Lodge angemeldet und es gibt ein Buffett. Nach dem Essen setzen wir uns noch runter ans Feuer und schauen uns das Geschehen am Wasserloch an. Ein kühles Bier in der Hand beim Lagerfeuer und keine 10m entfernt sind die Elis, tolles Abendprogramm.
Wir gehen dann zurück zum Auto und es kommt ein starker Wind auf. In der Ferne zucken Blitze durch die Nacht. Irgendwann legt sich der Wind und man hört wieder die Elefanten.
Morgens sind wir früh aufgestanden um zeitig loszukommen. Unser heutiges Ziel ist die Khama Rhino Sanctuary in Serowe. Wir haben im Ort noch einen PCR Test gebucht. Am frühen Nachmittag haben wir die Teststation erreicht. Weshalb ich in Kasane die ganzen Daten schon einmal ins Onlineformular eingegeben habe Frage ich mich als wir nochmals das gleiche Formular ausfüllen durften. Aber so ist das halt in Botswana. Was die alles mit den Zetteln machen ist mir noch unklar. Aber auch dieses Mal füllten wir alles Erfolgreich aus und durften dann einen Nasen-/Rachenabstrich genießen.
So gegen 16 Uhr erreichten wir dann den Khama und fuhren noch kurz an die Malemapfanne. 9 Rhino erwarteten uns. Es ist nicht so schwer hier Rhinos zu finden über das war schon Klasse.
Am nächsten morgen haben wir uns auf die Birdside geeinigt. Hier kann man aus einem sichtgeschützten Unterstand ein Wasserloch beobachten. Zebra, Gnu, Impala und zum Höhepunkt dann noch 3 Rhinos. Andere Besucher sind zwar dagewesen, die kommen, schauen, nix los und gehen. Wir müssen dann los um unseren Test abzuholen. Negatives Ergebnis und wir können nun am Montag noch Südafrika einreisen.
Auch am Sonntag verbrachten wieder einige Zeit an der Birdhide und wurden auch wieder mit tollen Sichtungen belohnt. Auf einer zwischendurch durchgeführten Rundfahrt sahen wir wieder Rhinos. Am Nachmittag gab es dann den ersten Regenschauer am Tag während unserer Reise. Unter unserer Markise blieben wir trocken und nach 15 Minuten war dann auch schon alles vorbei. Unser Grillabend ist somit gesichert.
Die letzte Nacht in einer ungesicherten Campside ist rum und man konnte nach dem Regen gut Spuren lesen. Da waren wieder Tatzenspuren die auf etwas kleineres hindeuteten. Ob man Krallenspuren erkennen konnte da waren wir uns nicht so sicher, aber es gab Hinweise darauf.
Um 6:30 sind wir dann Aufgebrochen. Das Tor war noch nicht geöffnet aber das Vorhängeschloss war offen. Wir haben uns dann selbst rausgelassen und sind in Richtung
Martinsdrift zum Grenzübergang los. Die restlichen Pula haben wir in Palapye in Diesel umgetauscht und waren dann um 9:30 an der Grenze. Wir hatten alle Papiere vorbereitet und waren nach 30 Minuten durch beide Kontrollen durch. Auf der südafrikanischen Seite standen nur wenige LKWs im Gegensatz zu der über 2km langen Schlange von 2017.
In Overval sind wir dann in einer tollen Mall zum Mittagessen gegangen und der Bottlestore hatte meinen gesuchten Whisky. Gegen 14Uhr erreichten wir dann den Marakele Park.
Wir haben uns für zwei Nächte entschieden und sind dann am nächsten Tag auf die andere Seite (Die mit den gefährlichen Tieren) gefahren. Der am Straßenrand grasende Elefant lies sich durch uns nicht stören. Wir sind dann auf den Lenong raufgefahren weil man von diesem Punkt einen tollen Blick über den Park hat. Auf der Rückfahrt sahen wir auch noch zwei Breitmaulnashörner.
Da es hier in letzter Zeit geregnet hat sieht man schon das erste Zarte grün in der Natur, teilweise beginnen einige Pflanzen zu blühen.
Der nächste Park war dann Pilanesberg. Ein alter Vulkan mit einer tollen Landschaft und noch grüner als der Marakele. Auch hier konnten wir wieder Elefanten, Breitmaulnashörner (diesmal aber waren die Hörner gekürzt) und diverse Antilopenarten sehen.
Überzeugt hat uns das Camp nicht so recht. Zum einen gab es Probleme mit der Stromversorgung weshalb der Dieselgenerator lief( start um 4Uhr), auch könnte man den Gästen im Restaurant WLAN anbieten. Am Freitag ploppten dann auch viele Zelte auf und es war recht viel los. Man merkte das Wochenende und am Samstag war dann zum Morgendrive recht viel los. Da wir eh auf Rückfahrtmodus waren konnten wir dann ab 6 Uhr wieder die Toiletten benutzen.
Die Rückfahrt nach Joburg und die Autorückgabe verlief reibungslos und so konnten wir das Mittagessen im Hotel einnehmen.

Epilog
Trotz des holprigen Starts hat uns Botswana reich beschenkt. Wie immer gibt es Punkte die wir in Zukunft anderst machen werden, aber es war kein Tag ohne irgend ein Highlight. So sitzen wir nun gesund und munter in unserer Suite und sind froh das alles erlebt zu haben.
Ein Dank auch an unser Team zu Hause. Es ist ein gutes Gefühl wenn man so eine Reise macht und zuhause Leute hat die einem zum einen den Rücken freihalten und zum anderen unkompliziert helfen.
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Letzte Änderung: 13 Nov 2021 17:23 von Brauni.
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