THEMA: Betreutes Wohnen 4.0 - Private Edition (BOT 2021)
23 Sep 2021 18:49 #626670
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Also nach Namibia, das vergaß dich. Botswana war uns zu unsicher
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23 Sep 2021 19:40 #626674
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boris schrieb:
Hi Bele,
Dieses Glamping hatten wir letztes Jahr gebucht, na ja, Ausgang dürfte bekannt sein :angry: :angry: :angry:
Aber auch das kostete so etwa 300 Euronen am Tag. Botswana ist einfach unglaublich teuer.
Wir haben morgen PCR Test und Dienstag soll’s losgehen. Aber was mache ich? Liege mit grippalem Infekt darnieder :blink: :blink:
Bin zwar eigentlich sicher, dass es kein Corona ist, aber ein schlechtes Gefühl ist doch da.

Übrigens: wie immer geiler Bericht, ich lese seeeeehr gerne mit, hoffentlich nur bis Dienstag

Gruß Boris
Hi Boris, zunächst mal gute Besserung :kiss: - diese grippalen Infekte gehen bei uns an der Schule auch gerade massiv rum, zumindest in den ersten Klassen... :sick:

Zum Glamping: ja klar, das bekommt man auch nicht geschenkt in Botswania- aber immerhin weniger als ein Tausender und mehr pro Nacht B) .

Daumen sind gedrückt für die Namibia-Reise, viel Spaß usw!
LG Bele

P.S.: Unsicher fand ich Botswania übrigens überhaupt nicht!
Letzte Änderung: 23 Sep 2021 19:41 von Champagner.
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23 Sep 2021 19:52 #626675
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Unsicher meinte ich wegen der Einreisebestimmungen.
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23 Sep 2021 19:57 #626676
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26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG7 / Teil 3

So, jetzt aber – weiter geht es Richtung South Gate. Immer wieder müssen wir anhalten, entweder weil wir fotografieren wollen oder weil andere Vorfahrt haben.

Wie ich diese Landschaft liebe (und Giraffen natürlich auch :kiss: )!



Du hast wohl einen Vogel!





Mopanefresser







Zwergmanguste



Und dann kommen wir an diesen See, den wir schon auf der Herfahrt gesehen haben.

Er existiert wohl erst seit diesem Jahr nach den großen Regenfällen. Aber er verschwindet nicht und Diteko meint, das könne auch an einer tektonischen Verschiebung liegen.







Bewohnt ist er auch schon, von links (auf dem Hügel) nach rechts: African Darter (Schlangenhalsvogel), juveniler Yellow-billed Stork (Nimmersatt) und ein Sacred Ibis (Heiliger Ibis).



Zwischendurch sieht sich DT mal wieder genötigt, die Straße aufzuräumen, er meint, er müsse mal bei der Parkverwaltung nachfragen, ob er nicht dafür bezahlt werden würde B) .



Dieser Baum trägt Nimmersatt-Blüten!



Baobab



Mal wieder ein BIF, dieses Mal aber direkt in der Luft „erwischt“: ein Weißrückengeier



Little Bee-Eater (Zwergspint)



Und dann wieder eine meiner Lieblingsantilopen – die Red Lechwes (eine hat einen Fastzusammenstoß mit einem Vogel) in ihrem wunderschönen Habitat. Vielleicht werde ich doch lieber Moorantilope statt Rotmilan in meinem nächsten Leben :dry: ? Ich muss mal drüber nachdenken…













Die nächste Sichtung finden wir nur, weil ein anderes Fahrzeug (eins von den vielleicht dreien, die wir sehen) gerade davon wegfährt. Gerne würde ich euch jetzt stolz unseren ersten Leoparden präsentieren, aber die Geschichte läuft eher unter dem Motto „Circle of life“.





Wir stellen schnell fest, dass die Katze sowohl alt als auch sehr dünn und dazu schwer verletzt ist. Das rechte Hinterbein kann kaum belastet werden, es ist übersät mit Wunden, an denen er leckt.



Diteko vermutet, dass der Leopard bei der Jagd von einem Antilopenhorn verletzt wurde. Seine Überlebenschancen sieht er gemischt, vor Ort sagt er (soweit ich mich erinnere), dass er wohl kaum überleben wird, später meint er aber, dass er es schaffen würde, wenn er zu Trinken hat (Wasser ist in der Nähe) und vielleicht ab und zu eine kleine Beute macht, die ihm vor der Nase herumläuft. Das Wichtigste sei natürlich, dass ihn kein Löwe findet.



Wir lassen den armen Kerl schnell wieder in Ruhe . Gute Besserung!



Nun nähern wir uns unserem Coffeebreak-Platz an der Xini-Lagoon.
Zwei Hippos treiben sich dort – warum auch immer zu dieser Tageszeit– an Land herum.



Eines scheint auf Krawall gebürstet zu sein, entscheidet sich dann aber doch, das Wasser aufzusuchen.



Graziös schwebt es mit wedelndem Schwänzchen (Schwänzchen? :laugh: ) übers Gras, während im Vordergrund ein Goliathreiher einen Fisch verspeist. Platsch, endlich wieder im Wasser….





Ein anderer Goliathreiher versucht sein Glück vergeblich





Wir haben es da leichter: uns wird Kaffee,Tee, Wasser (aus dem Kanister), Kekse und Obst serviert.



Fasziniert schauen wir uns mit unseren Bechern in der Hand um und genießen diesen Platz.







Ich muss mich kneifen: noch vor kurzem schien die Reise nahezu unmöglich, nun stehe ich mitten im Okavango-Delta :woohoo: , ein Ort, dessen Namen für mich schon als Kind nach Abenteuer klang, ohne genau zu wissen, wo er sich überhaupt befindet!

Diese Landschaft, dieses Licht, diese Tiere – das alles ist atemberaubend!



Ein großer Trupp von Witwenpfeifgänsen (Matthias, zähl mal eben durch :P ) startet plötzlich und landet dann auch wieder ganz schnell in dieser Traumkulisse!



Ganz ehrlich: ich finde Löwen, Geparden, Leoparden usw. wirklich faszinierend und sie machen sich auch echt gut in Reiseberichten :silly: , aber solche Anblicke sind für mich mindestens genauso unvergesslich!





Irgendwann müssen wir uns aber doch losreißen und tuckern weiter.
Für die Liste: Far-far-away-white-headed-vultures (Wollkopfgeier)



Giraffen sind nicht immer hübsch…



Kudus dafür schon







Wieder nur für die Liste: Lappenstare



11.15 Uhr: Impalas und Wasserböcke – immer wieder sind wir begeistert von diesen Anblicken, aber jetzt heißt es wieder Strecke machen Richtung South Gate….



Weit kommen wir nicht - nächster Halt um 11.33 Uhr – davon im nächsten Kapitel dann mehr!
Letzte Änderung: 24 Sep 2021 14:26 von Champagner.
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24 Sep 2021 18:12 #626713
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26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG7 / Teil 4

Wie gesagt müssen wir um halb zwölf schon wieder einen Fotostopp einlegen. Endlich treffen wir – auf Grund eines Hinweises eines Fahrers -wenigstens einen der hier ansässigen Löwen an, der unseren Besuch gelangweilt zur Kenntnis nimmt.



Diteko hatte mir erzählt, dass es dieses Jahr sehr schwierig sei, die Xini-Pride zu finden, zum einen natürlich, weil es durch das geringe Fahraufkommen wenig Informationen gibt, zum anderen weil das Rudel sich wegen des vielen Wassers an andere Plätze zurückgezogen hat – was ihn natürlich sehr ärgert :evil: . Als ich mit Renate 2018 dort war, wusste quasi jeder, wo sich die Löwen gerade aufhalten und so durften auch wir die große Gruppe damals bestaunen und dieses Vergnügen hätte er uns gerne auch auf dieser Tour geboten. Daher freuen wir uns jetzt sehr für unseren Guide :laugh: (wir wollen ja nicht, dass er unglücklich ist B) ), dass er endlich wenigstens einen Löwen gefunden hat!



Der Kerl liegt unter einem einzelnen Busch und ist natürlich um diese Tageszeit alles andere als aktiv, also machen wir nur ein paar Fotos, wobei es schwierig ist, ihn komplett mit Schwanz auf ein gängiges Format unterzubringen :dry: .



Vorderpfoten - Hinterpfoten - alles dran!






Dass er – bei den herrschenden Temperaturen - natürlich im Schatten liegt macht die Sache mit dem Fotografieren nicht leichter.









Also verlassen wir den stattlichen Löwenmann recht bald wieder und setzen unsere Fahrt fort. Tschüss!



Vorbei an Zebras,



einem Kampfadler (Martial Eagle im hässlichen Mittagslicht, aber für die Liste)



und einem Kudu mit einem riesigen Geweihhörn (danke Matthias :kiss: ), der leider ein Triefauge hat (gute Besserung)







erreichen wir diesen Wegweiser:



Die restlichen 32 km sind recht langweilig und so freuen wir uns, als wir auf dem Parkplatz am North Gate endlich und reichlich verspätet unseren Lunch zu uns nehmen können.
Danach passieren wir die Brücke über den Khwai und verlassen somit das Moremi Game Reserve.







Zugegeben: auf den ersten Blick macht Khwai keinen sehr lieblichen Eindruck :whistle: .






Unser erster Stopp im Dorf wird beim Khwai Guesthouse ein. Während DT und KD unseren Müll abgeben und Wasser und Lebensmittel nachladen, dürfen wir uns kurz an dem sehr hübschen Poolbereich entspannen (ich hätte wetten können, dass ich Fotos gemacht habe, ist aber nicht so!). Die Campmanagerin Virginia erklärt uns, dass sie sich schon darauf freut, uns am Sonntag hier als ihre Gäste begrüßen zu dürfen :) !

Danach machen wir uns auf den Weg zur Magotho Campsite der Khwai Community, dabei überqueren wir den Sable Alley Channel.



Vorher gibt es übrigens bei der ehemals recht gefürchteten Wasserdurchfahrt eine neue Brücke! Anscheinend war das Wasser dieses Jahr dort wieder sehr hoch…

Die Wahl unserer Campsite in Khwai hat auch eine etwas längere Geschichte und wird sich hier vor Ort noch fortsetzen :blink: .

Bei der ersten Planung für 2020 hatten wir 2 Nächte auf der Sable Alley Private Campsite, auch von der Khwai Community verwaltet, bekommen. Bei der Anpassung der Tour auf 2021 wurden daraus 3 Nächte – und ich hatte mich sehr darauf gefreut, mal eine neue Campsite, die auch sehr schön sein soll, kennen zu lernen. Dann die schlechte Nachricht kurz vor Abreise: in der Nähe des Platzes wurde eine Lodge gebaut, die, sofern sie Gäste hat, einen Generator laufen lässt. Daher wurden wir dann doch auf Magotho umgebucht. Dort sollten wir die Nr.4 unten am Wasser haben.

Überraschung :woohoo: :evil: :whistle: : als wir dort endlich ankommen, ist sie gleich von mehreren Gruppen belegt, die sich dumm und dickköpfig stellen. Das übliche Blabla, wir haben eine Buchung, aber gerade kein Voucher zur Hand usw…. Da wir schon ziemlich spät dran sind, ist klar, dass keine Zeit für große Verhandlungen bleibt, die vermutlich auch zu nichts geführt hätten, denn wir hätten gleich mehrere Parteien zu einem Umzug motivieren müssen. Wer die südafrikanischen Camps kennt, weiß, dass es sich beim Abbau um Stunden hätte handeln können.

Also beschließen wir, uns weiter umzuschauen, aber sämtlich Plätze und gefühlt auch noch andere Stellen sind voll mit meist südafrikanischen Wagenburgen. Leute, es ist doch Corona :woohoo: :whistle: !

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass hier so ein Rummel herrscht! DT grummelt vor sich hin: "That's Magotho :evil: !" Kurz droht die Stimmung zu kippen, wir sind enttäuscht und ratlos :( . Ein Platz wäre noch frei, aber nicht ohne Grund, denn dort brummt eine Wasserpumpe, die vermutlich die Ablutions, die teilweise etwas unmotiviert in der Gegend rumstehen, beliefert.

Etwas angepisst fragt uns DT, ob wir diesen Platz wollen, damit wir am Wasser sind wie eigentlich gewünscht? Ne, darauf hat keiner Lust, wird nach einer Miniumfrage festgestellt und die Miene unseres Guides hellt sich sofort auf, als ich ihm durchgebe, dass wir lieber auf eine der großen Plätze etwas weiter weg wollen. Wir entscheiden uns für die Nr. 7, Pech, falls die jemand gebucht hat, denn hier werden wir und für 3 Nächte installieren und ganz bestimmt nicht zwischendurch nochmal wechseln :P .

Dies teilt DT auch später den Mitarbeitern des Community Trusts mit, als sie bei uns vorbeischauen. Das scheint ihnen aber so egal zu sein, wie der Sack Reis in China – aber immerhin haben wir nun darüber gesprochen und keiner kann sagen, dass wir hier ohne Grund stehen.
Es wird sich zeigen, dass sich der Rummelplatz am Wasser unten in den nächsten Tagen auflöst, da hatten wir wohl nur etwas Pech gehabt, gleichzeitig dort zu sein – und für unseren Platz Nr.7, von dem aus man auch schnell am Khwai ist, hat sich die ganze Zeit über auch niemand interessiert.

Wir bauen also schnell das Camp auf, es hat ausreichend Platz für jeden und so stelle ich mein Zelt schön abseits in die Büsche.



Gegen Abend, bereits nach 17 Uhr, machen wir noch eine kurze Fahrt in den Chobe NP B) .



Ja, da ist hier echt verwirrend, tatsächlich grenzt der Chobe NP offiziell direkt an diesen sehr östlichen Teil des Khwai-Gebietes an, nur gibt es natürlich kein Gate oder ähnliches, das ist erst in Mababe.

Gesehen (oder zumindest fotografiert) haben wir bzw. ich nicht mehr viel.
Einen jungen Goliathreiher hoch oben im Nest



und noch ein paar Fotos für „the romantic mood“ ;) (ebenfalls ein Bonmot von Evi) !







Zurück im Camp freuen wir uns auf ein leckeres Dinner nach diesem extrem ereignisreichen grandiosen Tag :kiss: . War das echt heute früh oder doch schon gestern, als wir den Serval und dann den Geparden gesehen haben :ohmy: ? Den verletzten Leoparden und unseren dritten Löwenkater :huh: ? Bei so vielen Erlebnissen schwirrt uns der Kopf und darauf muss es natürlich einen extrastarken Gin Tonic geben!

Beseelt von eben diesem und den vielen tollen Sichtungen heute verkriechen wir uns früh wie immer in unsere Zelte. Wie wär’s denn morgen früh mal mit ein paar Löwenmädels zur Abwechslung? Träumen darf man ja, und nachts sowieso….. :whistle:
Letzte Änderung: 24 Sep 2021 19:10 von Champagner.
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Hallo Bele,

einen kleinen Einspruch muss ich loswerden: ein Kudu hat natürlich kein Geweih. Als ein Vertreter der Hornträger besitzt er natürlich ein Gehörn. Das Gehörn sitzt als Schlauch auf einem Knochenzapfen und wächst jedes Jahr ein bisschen in die Länge.
Ein Geweih wird jedes Jahr neu gebildet und nach der Brunft wieder abgeworfen, um danach wieder neu zu wachsen. Im südlichen Afrika gibts keine Geweihträger. :P

Ich kann auch Lehrer... :blush:

Liebe Grüße,
Matthias
der sich aufmacht in den hohen Norden anne Küste.
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