THEMA: Betreutes Wohnen 4.0 - Private Edition (BOT 2021)
22 Sep 2021 21:07 #626614
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  • Gabi-Muc am 22 Sep 2021 21:07
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Liebe Bele,

nachdem Du ja Botswana-Profi bist, muss ich mal ein paar Fragen loswerden. Botswana steht nämlich ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. Wie Du ja vielleicht weißt, sind wir keine Camper und Auto mit Dachzelt kommt für meinen Mann nicht in Frage (er ist der Meinung ich komme da nicht rauf und wieder runter :sick: ).

Ob mir Deine Art der Reise zusagt, da bin ich mir ehrlich gesagt auch unsicher. Euer Frauenclub mit Held Fotomatte würde mir zwar gefallen, aber am Boden schlafen wäre ehrlich gesagt für mich nichts.

Eigentlich würde ich gerne eine "stinknormale" Lodgereise durch Botswana machen. Wenn ich mir die Reiseberichte in Namibia anschaue, dann würde ich mal 50/50 Lodge / Campen sagen. In Botswana habe ich noch nie irgendwelche Reiseberichte von Lodgehoppern gelesen. Gibt es da nur fly-in? Es würde mir etwas mehr Komfort als Campen, aber nicht das Preisgefüge einer fly-in-Safari vorschweben. Ich hoffe, Du weißt was ich meine.

Ansonsten ist Dein Reisebericht echt amüsant. Bevor ich mit meinem Reisebericht durch Uganda starte, muss ich warten, bis Du fertig bist, sonst habe ich keine Leser. :whistle:

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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23 Sep 2021 09:49 #626644
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Hallo Gabi,

da ich die erste "richtige" Botswana-Reise erst noch vor mir habe, können das andere vermutlich viel kompetenter beantworten, aber ich kann dir sagen, was unsere Beweggründe für eine Camping-Reise nach Botswana waren. Wir sind nämlich auch überhaupt keine Camper und sonst in Afrika nur in Lodges unterwegs gewesen. In Botswana ist das schlicht und ergreifend viel teurer, als z. B. in Namibia. Als ich die Lodge-Preise in den NPs gesehen habe, hatte ich Schnappatmung + Lachanfall. Daher kam schon aus Kostengründen nur der Camper infrage - wobei auch der nicht gerade ein Schnapp ist. ;) Wenn du in Botswana bezahlbare Lodges haben willst, musst du tendenziell eher Kompromisse eingehen, also recht wenig Komfort und ggf. eher außerhalb der NPs übernachten und dann entsprechend weite Fahrwege in Kauf nehmen. Für uns wäre das aber nichts - wir wollen in den NPs übernachten.
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23 Sep 2021 11:17 #626646
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Hallo Gabi

Zwar ist das natürlich Bele's Reisebericht-Thread und ich bin schon gar nicht Bele selber :side: , erlaube mir aber trotzdem, kurz darauf einzugehen:

Gabi-Muc schrieb:
Eigentlich würde ich gerne eine "stinknormale" Lodgereise durch Botswana machen. Wenn ich mir die Reiseberichte in Namibia anschaue, dann würde ich mal 50/50 Lodge / Campen sagen. In Botswana habe ich noch nie irgendwelche Reiseberichte von Lodgehoppern gelesen. Gibt es da nur fly-in? Es würde mir etwas mehr Komfort als Campen, aber nicht das Preisgefüge einer fly-in-Safari vorschweben. Ich hoffe, Du weißt was ich meine.

Es gibt in der Tat nur wenige Reiseberichte hier auf dieser Plattform von Leuten, die vorwiegend als «Lodger» in Botswana unterwegs sind. Der Username ist mir grad entfallen, aber ein netter Herr Namens Walter hat hier schon zwei, drei Berichte eingestellt. Der ist da in ziemlich noblen Unterkünften unterwegs und könnte dazu sicherlich etwas schreiben. Habe ihn aber schon länger nicht mehr aktiv hier wahrgenommen.

Jedenfalls gibt es Lodge-Tourismus in BOT sehr wohl, nur spricht das glaube ich eine so ziemlich andere Klientel an, die sich offenbar auch eher weniger auf diesem Forum tummelt. :unsure: :P Ich denke, das ist einfach eine ganz, ganz andere Liga und auch was ganz anderes als in Namibia mit den Lodges. Vorwiegend dürften dort Fly-ins gemacht werden oder man wird exklusiv rumkutschiert mit privatem Guide. Lodge-Hoppern als Selbstfahrer begegnet man in BOT aus meiner persönlichen Wahrnehmung eindeutig weniger als eben bspw in NAM. Wenn, dann noch eher einfach in Kasane / Chobe Riverfront.

Liebe Grüsse
Sam
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23 Sep 2021 12:03 #626649
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  • leo1962 am 23 Sep 2021 12:03
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Hallo Gabi,

die Preise für Lodges in Botswana sind Namibia x 3.
Das ist schon extrem. Wir haben 2017 eine kombinierte Reise Namibia und Botswana gemacht und sind von Windhuk aus über den Caprive zunächst nach Kasane (mit Tagesausflug zu den VicFalls) und dann mit dem Auto über Nata nach Maun gefahren. Von dort aus sind wir dann für 4 Tage in das Delta geflogen. Wir haben uns dabei 2 Camps ausgesucht, die an der unteren Preisgrenze waren. Nach oben scheint es kaum ein Limit zu geben.
Wir waren in Chobe in der Chobe Bakwena Lodge (super schön, manchmal jedoch leider auch Gruppen).
In Maun hatten wir eine Unterkunft etwas außerhalb (Royal Tree Lodge). Wir haben dort übernachtet und wurden am nächsten Morgen von einem Fahrer zum Flughafen gefahren; das Gepäck das aufgrund der Gewichtsbeschränkung sowie der Art des Koffers (nur weiche Taschen) nicht mitkam, wurde für uns in der Lodge aufbewahrt.
Im Delta waren wir im Gunns Camp und im Sango Safari Camp.
Beide kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ist allerdings trotzdem recht teuer. Muss man halt schauen, ob es ins Budget passt. Die Lage im Delta ist natürlich einzigartig. Sollte man sich vielleicht einmal im Leben gönnen. Nix was man beliebig wiederholt. Aber war für uns tatsächlich ein ganz besonderes Erlebnis, das wir nicht missen möchten.
Im Anschluss sind wir noch in die Central Kalahari und dort in die Dinaka Lodge.
Auch sehr schön und persönlich.
Danach ging es für uns wieder zurück nach Namibia.

Wenn du noch Fragen hast, gerne melden.

@Bele: jetzt störe ich nicht weiter deinen tollen und sehr amüsanten Reisebericht, den ich mit viel Vergnügen lese.
Vielen Dank dafür!

LG
Birgit
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23 Sep 2021 18:05 #626667
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Hallo Gabi,

du hast ja nun, während ich meinem Broterwerb nachgegangen bin , schon viele Antworten bekommen, die eigentlich fast alles abdecken, was ich auch sagen könnte:
Nadine3112 schrieb:
Als ich die Lodge-Preise in den NPs gesehen habe, hatte ich Schnappatmung + Lachanfall. Daher kam schon aus Kostengründen nur der Camper infrage - wobei auch der nicht gerade ein Schnapp ist. ;) Wenn du in Botswana bezahlbare Lodges haben willst, musst du tendenziell eher Kompromisse eingehen, also recht wenig Komfort und ggf. eher außerhalb der NPs übernachten und dann entsprechend weite Fahrwege in Kauf nehmen. Für uns wäre das aber nichts - wir wollen in den NPs übernachten.
Genau, die Kosten sind ein Hauptfaktor, von Lodge auf Camping umzusteigen in Botswana und auch dem Hinweis, dass man bei „bezahlbaren Lodges“ große Kompromisse machen müsste, die einen dann automatisch wieder in die Camping-Ecke drängen, kann ich nur zustimmen.

kalachee schrieb:
und ich bin schon gar nicht Bele selber :side: ,
Das kann ich bestätigen ! :laugh: :laugh:
Es gibt in der Tat nur wenige Reiseberichte hier auf dieser Plattform von Leuten, die vorwiegend als «Lodger» in Botswana unterwegs sind. Der Username ist mir grad entfallen, aber ein netter Herr Namens Walter hat hier schon zwei, drei Berichte eingestellt. Der ist da in ziemlich noblen Unterkünften unterwegs und könnte dazu sicherlich etwas schreiben. Habe ihn aber schon länger nicht mehr aktiv hier wahrgenommen.
Sam, das ist leofant, ich kenne ihn ja sogar persönlich (und stimmt, ich muss ihn mal über whatsapp anfunken, früher hab ich da noch Statusfotos gesehen ab und zu, jetzt ist Funkstille :unsure: ). Meines Wissens ist er aber auch nicht selbst von Lodge zu Lodge gefahren, sondern ist entweder geflogen oder wurde gefahren. Aber ja, er hat berichtet immerhin!

leo1962 schrieb:
Hallo Gabi,
die Preise für Lodges in Botswana sind Namibia x 3.
Das ist schon extrem. Wir haben 2017 eine kombinierte Reise Namibia und Botswana gemacht und sind von Windhuk aus über den Caprive zunächst nach Kasane (mit Tagesausflug zu den VicFalls) und dann mit dem Auto über Nata nach Maun gefahren. Von dort aus sind wir dann für 4 Tage in das Delta geflogen. Wir haben uns dabei 2 Camps ausgesucht, die an der unteren Preisgrenze waren. Nach oben scheint es kaum ein Limit zu geben.
Im Delta waren wir im Gunns Camp und im Sango Safari Camp.
Beide kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ist allerdings trotzdem recht teuer. Muss man halt schauen, ob es ins Budget passt. Die Lage im Delta ist natürlich einzigartig. Sollte man sich vielleicht einmal im Leben gönnen.
@Bele: jetzt störe ich nicht weiter deinen tollen und sehr amüsanten Reisebericht, den ich mit viel Vergnügen lese.
Vielen Dank dafür!
LG
Birgit
Liebe Birgit, du und die anderen, Ihr stört überhaupt nicht, ich war eh arbeiten, während Ihr euch die Finger wund geschrieben habt :whistle: :cheer: .
So wie Ihr es gemacht habt, eine Kombi aus NAM und BOT und dort auch noch eine Mischung, kenne ich auch von einigen, nur haben die leider keinen Bericht geschrieben….


So, jetzt noch mein Senf dazu:

1. Eine Sache, die noch nicht erwähnt wurde: manche Lodges im Delta kann man gar nicht als Selbstfahrer, bzw. überhaupt mit einem Auto erreichen, weil es keine trockenen Wege dorthin gibt. Daraus resultiert natürlich auch die Exklusivität! Sango ist zwar auch sehr schön, aber es liegt auf der Hauptstrecke von Maun nach Kasane, man begegnet dort auf den Pirschfahrten also Hinz und Kunz, zumal es viele Lodges in Khwai gibt. Sango ist wie gesagt im höheren Preissegment, aber nicht mit einer Lodge, die nur per Kleinflugzeug zu erreichen ist, zu vergleichen. Auch von der Größe der Zeltchalets her gibt es da Unterschiede. Wobei sich die Frage stellt, was einem sympathischer ist, ich brauche keine Außendusche, in der ich meine Großfamilie auf einmal sauber bekommen würde. Manche Dinge wirken da wirklich total übertrieben - andere aber, das muss ich zugeben, vermitteln schon ein bisschen das Out of Africa-Gefühl, was auch irgendwie nicht ohne ist ;) .

2. Ich habe ja selber auch schon zwei Fly-In-Kurzreisen gemacht. Die waren beide wirklich sehr schön, aber man fühlt sich da ganz anders. Man wird irgendwo abgeliefert, macht Game Drives, und dann fliegt man ins nächste Camp. Ist irgendwie ein bisschen steril….

3. Es gibt von den üblichen Afrika-Anbietern fertige Selbstfahrertouren für Botswana, musst mal bisschen googeln. Das sind dann aber oft die erwähnten Unterkünfte, die nicht dieses „Highend-Lodgefeeling“ vermitteln, das man aus Prospekten kennt.

4. Noch ein wichtiger Punkt, der noch nicht erwähnt wurde: man muss sich das Fahren in Botswana auch zutrauen, besser noch es auch beherrschen B) :whistle: . Mit Namibia auf den normalen Strecken lässt sich das nicht vergleichen. Da hoppt man unter Umständen nicht so leicht von Lodge zu Lodge, sondern man hoppelt, man schwimmt im Wasser und im Sand und manchmal ist es bei Game Drives, die ja den Reiz in Botswana ausmachen (denn die Transferstrecken sind keine schönen D707, wo der Weg das Ziel ist) tricky, den Weg zu finden.

5. Ein Tipp von mir: Es gibt auch noch etwas zwischen Selbstfahren mit Bushcamper, Basic-Bodenzelten mit Bushways und Lodge-Fly-In: Glamping!!! Ich will jetzt hier nicht noch mehr unbezahlte Werbung machen :laugh: , es gibt auch andere Unternehmen, die das anbieten, aber die kenne ich eben nicht: Bushways auf jeden Fall bietet auch die Luxusvariante von einer Zeltsafari an. Da werden einem die Zelte aufgebaut, die auch größer sind, man hat Feldbetten drin, keine Matten auf dem Boden, Decken, keine Schlafsäcke, ein eigenes Sanitärzelt direkt angrenzend, man wird auch bekocht und gefahren – und man kommt eben im fertigen Camp an, weil es ein Begleitfahrzeug gibt, das vorausfährt und alles richtet. Ist wohl sehr beliebt – und es gibt auch irgendwo einen Bericht, wenn es dich interessiert, kann ich ihn raussuchen.

So, mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein!

LG Bele
Letzte Änderung: 24 Sep 2021 18:05 von Champagner.
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23 Sep 2021 18:48 #626669
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Hi Bele,
Dieses Glamping hatten wir letztes Jahr gebucht, na ja, Ausgang dürfte bekannt sein :angry: :angry: :angry:
Aber auch das kostete so etwa 300 Euronen am Tag. Botswana ist einfach unglaublich teuer.
Wir haben morgen PCR Test und Dienstag soll’s losgehen. Aber was mache ich? Liege mit grippalem Infekt darnieder :blink: :blink:
Bin zwar eigentlich sicher, dass es kein Corona ist, aber ein schlechtes Gefühl ist doch da.

Übrigens: wie immer geiler Bericht, ich lese seeeeehr gerne mit, hoffentlich nur bis Dienstag

Gruß Boris
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