THEMA: Betreutes Wohnen 4.0 - Private Edition (BOT 2021)
16 Sep 2021 17:07 #626084
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24. August 2021: Von Mochaba Crossing in den Moremi – Teil 1

Bereits um 6.50 Uhr verlassen wir Mochaba Crossing, heute musste allerdings auch nur das halbe Camp abgebaut werden, 6 Zelte (inkl. das von DT und KD), kein Dusch- und kein Bushybushyzelt.



Die vier Luxusschnäggla :P , die sich die beiden Chalets gemietet hatten, erzählen, dass sich sie nachts in ihr Zelt zurückgesehnt haben, da man mangels Moskitonetz nicht lüften konnte. Zwar gibt es eine Klimaanlage, aber wer nutzt die schon nachts? So richtig toll sauber wären die Chalets wohl auch nicht gewesen. Allerdings sei es fein gewesen, mal wieder seine eigene Dusche und seine eigene Toilette gehabt zu haben.

Die Ablutions der Campsite, die wiederum ja auch ziemlich staubig und karg ist, sind auch nicht so mein Geschmack, das typische recht große, nüchterne Haus mit ein paar Waschbecken und ein paar WC- und Duschkabinen. Die Temperatur der Dusche war sehr wechselhaft – DT fragte mich gestern nach dem Duschen besorgt, ob ich überhaupt warmes Wasser gehabt hätte. Das schon – immer mal wieder :laugh: .

Aber da ist Jammern auf hohem Niveau, von der Entfernung hats gerade so gepasst, bis nach Kaziikini, das landschaftlich netter liegt und inzwischen auch noch verbessert wurde, hätte es uns nicht mehr gereicht, in Maun wollten wir nicht übernachten. Vielleicht tut sich ja in Sachen Ablutions und Moskitonetze noch was, wenn der Tourismus mal wieder richtig anläuft und wieder Geld in die Kassen gespült wird (kleine Wink mit dem Zaunpfahl rüber zu Bushways :whistle: B) ).

Nun aber los Richtung Moremi bei erneut wunderbarem Wetter, es ist warm, die Luft ist klar, der Himmel ist blau :) . Das Schöne ist ja, dass man sich ab Höhe Kaziikini (wenn ich mich richtig erinnere) zwar noch nicht im Game Reserve, aber bereits in einem Schutzgebiet befindet, ich hab extra nochmal nachgefragt: „Yes its a concession...Shandereka or Kazikini Community Trust“. Dies hat zur Folge, dass man hier bereits viele Tiere antrifft, und dies auch noch in einer teils atemberaubenden Landschaft. Wir kommen aus dem Staunen und Genießen nicht mehr raus! Ich liebe diese wilde, völlig unberührte Natur Botswanas so sehr!





Zwei African Hawk Eagle (Afrkan.Habichtsadler)


Junger Black-shouldered Kite (Gleitaar)



























Junger Bateleur-Eagle (Gaukler)









Um kurz nach 9 Uhr sind wir dann am Gate,






dort hoffen diverse Vögel darauf, dass etwas für sie abfällt.

Arrow-marked Babbler (Braundrossling)







Wir müssen uns zum Glück nichts auf dem Boden suchen, sondern bekommen von KD Getränke, Kekse und Obst auf dem Landcruiser bereitgestellt, während Diteko uns registriert.



Im nächsten Teil cruisen wir dann zu unserer Campsite – bis dahin liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 18 Sep 2021 05:37 von Champagner.
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16 Sep 2021 19:46 #626096
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24. August 2021: Von Mochaba Crossing in den Moremi MGR06– Teil 2

Nun geht es also zu unserer Campsite. Diese hat wie so Vieles, was diese Reise betrifft, eine längere Geschichte.
Nach dem tollen Aufenthalt auf der MGR08 mit Renate im Jahr 2018 wollten wir natürlich unbedingt diese Campsite haben und dort 3 Nächte bleiben. Von HATAB haben wir dann die Nr.7 (bei Xakanaxa) zugeteilt bekommen – knapp daneben ist auch vorbei :woohoo: :evil: !

Aber logisch, bei 2 Jahren Buchungsvorlauf waren wir ja mit unseren 1,5 Jahren schon reichlich spät dran :whistle: – und jeder will auf die 8! Davon abgesehen mussten wir froh sein, überhaupt noch etwas zu bekommen im Moremi, es war damals so, dass wir unsere Route ein bisschen doof stricken mussten, nämlich zuerst direkt nach Khwai (damals 2 ÜN) von Maun aus, dann von Norden her auf die Nr.7 runter und dann wieder noch oben raus nach Khwai und dort noch eine Nacht im Guesthouse, weil es diese 3 Nächte am Stück eben nur zu diesem bestimmten Zeitpunkt gab.

Beim Verschieben von 2020 auf 2021 ergab sich dann (da ja viele verschoben haben und es auch noch Bestandsbuchungen gab), dass wir zwar direkt von Maun in den Moremi konnten auf die Nr.7, aber nur 2 Nächte. Okay, kein Problem bzw. sogar noch besser, machen wir eben eine Nacht in Khwai mehr, wenn wir schon nicht die 8 bekommen und außerdem mussten wir jetzt nicht diese Schleife fahren.

Kurz vor der Abreise hat mir Heiko dann geschrieben, dass sie uns zwar auf die Nr.8 haben umbuchen können (juhu :) ), aber dass ich mich nicht zu früh freuen soll, weil dieses Gebiet noch ziemlich unter Wasser steht - und außerdem sind ja die Brücken kaputt :( (Grüße an KD gehen raus). Es könne gut sein, dass wir auf einer ganz anderen Campsite landen :pinch: .

So war es dann auch, wir bekommen at the end oft he day die Nr.6, die in the middle of Norway zwischen 1st und 2nd Bridge liegt.



Schlussendlich war es sehr schön dort, jede Menge Lagunen voller Wasser in der Nähe (wenn auch nicht in Sichtweite unserer Campsite wie bei der Nr.8) und wirklich seeeehr einsam! Auf dem Weg dorthin musste unser Guide öfters mal Äste abschneiden, damit wir überhaupt durchkommen, hier war wohl schon lange niemand mehr gefahren. Wir haben DT extra gefragt, wie erstens HATAB darauf kommt, genau dort eine Campsite auszuweisen und wie die Guides die dann finden? Antwort: HATAB fährt wohl alles ab und sucht sich Stellen aus, die geeignet sind und an die Selbstfahrer nicht so leicht kommen, die Guides bekommen Beschreibungen und wohl auch GPS-Daten.

Einsam war es HATAB-Sites hin oder her sowieso im Moremi dieses Jahr wegen Corona, ich kann mich kaum an eine Begegnung mit einem anderen Fahrzeug erinnern.

Jetzt aber los – hier sind die Bilder von unserer Fahrt vom South Gate über diverse Loops zu unserer Campsite, wo wir so gegen 15 Uhr angekommen sind. Unterwegs erleben wir atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaften und eine artenreiche Tierwelt.








Tsessebe (Leier- oder Halbmondantilope)








Saddle-billed Stork, immature (junger Sattelstorch) mit Graureiher


Glossy Ibis (Brauner Sichler)


Pied Kingfisher (Graufischer)


Black-winged Stilt (Stelzenläufer)








Gabelracken, die ja schon sitzend ziemlich bunt sind, brennen beim Flug ein wahres Farbenfeuerwerk ab. Diese hier zwitschert mir zu, dass sie gleich abfliegen wird - danke! ;) :kiss:







Leider ist die eine Schwinge "kapuuuud" B)





Eine große Gruppe von Black Heron (Glockenreiher)




Goliath Heron (Goliathreiher)




White-faced whistling duck (Witwenpfeifgänse)


Ich finde ja diese Borsten so witzig!









" You can show this picture to your dentist"
:laugh: :laugh: :laugh:






African Spoonbill (Löffler)






First Bridge ist in keinem gutem Zustand, was aber egal ist, weil drumrum alles trocken ist. War wohl vor ein paar Wochen noch anders, da musste man, ob man wollte oder nicht, drüber fahren!











Hamerkop (Hammerkopf)






Das musste ich auch erst nochmal im Buch nachschauen: Common Moorhen (ich würde sagen, immature, denn auf einem anderen Foto, wo der Kopf von vorne drauf ist, kann ich schon ein bisschen rot oben am Schnabelansatz erkennen)




Kurz vor unsere Campsite werden wir argwöhnisch beäugt - wer stört hier unsere Ruhe?




Ich hoffe, man kann anhand der Fotos ein bisschen erkennen, was für eine Artenvielfalt in wunderschöner Landschaft wir angetroffen haben! :) (Und wenn ich mal weniger faul bin, schreib ich noch die Namen teilweise dazu)

Den Rest (wenn auch nicht mehr viel) gibts im letzten Kapitel zu diesem Tag. Bis dahin liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 18 Sep 2021 06:01 von Champagner.
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18 Sep 2021 15:43 #626230
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24. August 2021: Von Mochaba Crossing in den Moremi MGR06– Teil 3

Nachdem wir unser Camp installiert haben, brechen wir noch zu einer kurzen, beschaulichen Runde im schönen Nachmittagslicht auf.
Auf der einen Seite stehen Giraffen, auf der anderen Zebras:











Ein übermütiger Impala-Bock:





"Unser" Pool:



Zwei juvenile Yellow-billed Storks bei der Abendmeditation:



Leider ist das Licht schon recht schwach, als wir beobachten können, wie ein Waffenkibitz einen Klunkerkranich hasst (ja, das heißt so, das ist ein zoologisch/ornithologischer Begriff, den ich auch erst neulich in meiner Vogelgruppe gelernt habe). Ich hab's leider nicht gefilmt, jetzt müsst Ihr euch eben die einzelnen Fotos zusammendenken :silly: .









Der kleine Kerl bringt den großen Kranich am Ende sogar zu einer Vollbremsung und einem Richtungswechsel.







Als endlich Ruhe herrscht, schreitet er davon, dabei wirft sein Körper in der tiefstehenden Sonne einen Schatten auf seinen Hals (ich war kurz verwundert über diese zweierlei Farben !).



Der Nachmittag geht mit ein paar kitschigen Giraffenbildern in den Abend über









Zum Schluss wird uns auch noch die Zunge herausgestreckt :P



Kurz vor Sonnenuntergang wird nochmal schnell gebirdet: African Hoopoe und Coucal:











Auch wenn wir heute keine Katzen gesehen haben, wurden wir von Botswanias Landschaften und Tieren mehr als verwöhnt! :)

Selbst Günter Jauch hat sich vor einiger Zeit bei „Wer wird Millionär“ dahingehend geäußert (Zitat aus einem Artikel):

"Das verriet Nora Eckartsberg schon in der letzten Folge. Sie will mit ihrem Großvater zu einer Safari nach Afrika aufbrechen! Dann will es Jauch genau wissen. „Haben Sie sich schon für das Land entschieden, wo sie die Safari hin machen wollen?“ Eckartsberg verneint. Tansania stehe auf der Wunschliste. Und dann gibt es Reisetipps von Günther Jauch, berichtet RTL! „Botswana! Unfassbar! Für mich die schönste Reise, die ich in meinem ganzen Leben gemacht habe.“ Faszinierend sei für ihn die Vielfalt der Tierwelt gewesen. „Und die Sicherheit, mit der man die ganzen Tiere da sieht. Ich dachte, man muss eine Woche warten, bis man da einen Löwen sieht. Aber ich war die erste Nacht da, mache morgens den Reißverschluss runter [Anmerkung von mir: ich mache meinen immer hoch morgens ;-) ]. Und als ob jemand eine Klappe in der Hand hätte, ,Löwen, die erste‘, ging in 300 Meter Entfernung ein Löwenrudel vorbei. Ich fand es sehr beeindruckend.“

Okay, das mit der Löwen- bzw. Katzensicherheit klappt bei uns noch nicht so sonderlich gut B) , auch morgen werden wir ohne auskommen müssen. Dafür werden wir andere schöne Erlebnisse haben und einfach das Leben in the middle of Norway genießen!

Bis dahin liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 18 Sep 2021 15:54 von Champagner.
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19 Sep 2021 16:30 #626329
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25. August 2021: Ein Tag im Moremi südlich von Third Bridge – Teil 1


Heute müssen wir keine Zelte abbauen und sind entsprechend früh dran (ca. 6.30 Uhr).

Morning has broken…





Wie schon angedeutet, werden wir heute wieder keine Katzen sehen, es zählen mehr die kleinen und/oder ruhigeren Tiererlebnisse und natürlich die Landschaft!

Zur Strecke: wir werden uns heute Vormittag zur Third Bridge Campsite aufmachen, um unseren Brauchwassertank dort aufzufüllen. Da wir ja viel Zeit haben, fahren wir davor noch den Mboma-Loop ab.

Die Rotschnabelenten sind nur für’s Protokoll.



Im schwachen Morgenlicht weden wir mal wieder von den Hippos misstrauisch beäugt.





Der Mond steht noch am Himmel und wir erfreuen uns an der faszinierenden Landschaft, die meistens mit irgendwelchen Tieren dekoriert ist.







Hier eines meiner Lieblingsbilder der Reise (ich liebe Red Lechwes und ich liebe die Landschaft!!!).



Matthias, wie meistens mit seinem Fernglas bewaffnet und bereits im Wagen stehend ruft plötzlich „Honeybadger! :woohoo: “. Sofort checkt DT die Info und macht sich auf den Weg zu der Sichtung. Dies ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass es eben nicht so, ist, dass man bei einer Tour mit Guide dröge im Auto sitzt und sich von Tier zu Tier chauffieren lässt, sondern DT hat uns von Anfang an aufgefordert, selbst mit zu suchen, zumal er sitzend weniger sieht (theoretisch B) ) als wir hinten stehend!

Der Dachs versucht sich im Gras zu verstecken ...



....aber nicht mit mir!



Gelbschnabeltoko (eh klar, oder?)





Immer wieder kommt es vor, dass unser Weg schwer oder gar nicht befahrbar ist dank der Fällarbeiten der Elefanten.
Danke Simone :kiss: für diese Fotos „Man at work“ – Diteko muss immer mal wieder ein bisschen aufräumen, damit wir weiterfahren können.





Die Verursacher stehen und gehen überall rum…





Die Hippos in der Gemüsesuppe sehen vielleicht lustig aus, es verbirgt sich aber ein Problem dahinter, denn dieses grüne Zeugs sind invasive Pflanzen, die man kaum mehr losbekommt und alles zuwachsen, was für das empfindliche Ökosystem des Okavango Deltas ganz schlecht ist.



Wir tuckern weiter und erfreuen uns an Giraffen, Rotschnabelmadenhacker und einem BraunkopfStreifenliest (danke Matthias :kiss: ).









Büffel! Hatten wir schon Büffel? Ich tu mir ehrlich gesagt etwas schwer, eine emotionale Bindung zu diesen (Rind)Viechern aufzubauen, meistens schauen sie schlechtgelaunt in die Gegend, außerdem bietet ihre langweilige Farbe wenig Kontrast (geht mir mit Elefanten und Hippos auch manchmal so, deshalb mag ich bunte Vögel und Schmetterlinge so sehr!).





Ich erfreue mich lieber an ihrem so ursprünglichen, naturbelassenen, unaufgeräumten Habitat (gefällt mir als Messi natürlich besonders gut – sieht aus wie daheim :whistle: )



Diteko muss mal wieder anhalten, weil irgendetwas unsere Weiterfahrt blockiert und so haben wir Zeit, uns unseren blinden Passagier etwas näher anzuschauen.



Eine kleine Gottesanbeterin, deren merkwürdigen Gang, ähnlich wie ein Chamäleon, roboterhaft zwei Schritte vor und einen wieder zurück…. Sieht man auf den Bildern leider nicht, denkt es euch einfach! Was mich wundert: wie bekommt sie diese ganzen Beine unterschiedlicher Art mit den vielen Segmenten unter Kontrolle? :ohmy: :dry:



Sieht schon sehr graziös aus, oder?



Zum Schluss besucht sich noch fröhlich vor sich hintrippelnd Matte und mich hinten auf den billigen Plätzen und wird dann - natürlich sanft - hinausbefördert, bevor wir wieder Fahrt aufnehmen.



Auf dem Mbola-Loop sehen wir viele Elefanten (u.a. zerlegen sie fachmännisch eine Knob Thorn Acacia) und erfreuen uns an den Pelikanen, die über uns Formationsflüge durchführen.





















Dieser kleine Kerl will uns das Fürchten beibringen! :laugh:











Gnu darf natürlich auch nicht fehlen



Crested Barbet (Haubenbartvogel), den hatte ich auf anderen Reisen schon schöner, aber der Vollständigkeit halber…



Während Diteko auf der Third Bridge Campsite unseren Brauchwassertank auffüllt, lauere ich diesem White-crowned Shrike (Weißscheitelwürger) auf.



Matthias läuft zur Brücke vor, die ja bekanntermaßen nicht befahrbar ist. Ich weiß jetzt nicht, ob er ein Foto gemacht hat, hier mal eines aus einer FB-Gruppe geklaut (ich hoffe, ich komme dafür nicht in die Hölle :pinch: :woohoo: :evil: , ich finde aber den Beitrag nicht mehr, und kann daher den Fotografen nicht nennen, das Foto hatte ich schon vor einiger Zeit abgespeichert). Man kann zwar drüber gehen, aber fahren ganz und gar nicht! :ohmy:



Am Wasser ist einiges los, aber das Gegen-, bzw. Mittagslicht ist grottig :sick: .

African Fish Eagle



Three banded Plover (Dreibandregenpfeifer)



Und der ist auch nur fürs Protokoll, bzw. für die Liste, den sieht man nicht so oft, kein Wunder, er ist auch winzig: Kittlitz’s Plover (Hirtenregenpfeifer)



Bei den Giraffen fällt uns auf immer wieder auf, dass sie teilweise sehr dunkel sind hier im Moremi





Ein Gabelracke flitzt vorbei…




… und wir flitzen zur Mittagspause und Lunch ins Camp zurück ;) !

Der Nachmittag wird ähnlich ruhig verlaufen, vermutlich verpassen wir den einen oder anderen Löwen - sehr zum Ärger von DT - nur um Minuten, aber knapp daneben ist eben auch vorbei :whistle: . Dafür fliegen die Vögel mal wieder schön.... B)

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 19 Sep 2021 19:23 von Champagner.
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20 Sep 2021 06:34 #626361
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25. August 2021: Ein Tag im Moremi südlich von Third Bridge – Teil 2 (der Rest)

Uns erwartet ein leckerer Lunch bei der Rückkehr – wie immer eigentlich (danke Beate für das Foto :kiss: )!



Danach gibt es eine ausgedehnte Pause, jeder geht so seinen Beschäftigungen nach (danke auch Simone für das nächste Foto :kiss: ).







Übt Beate schon Vögel :unsure: ?



Matthias fragt nämlich inzwischen die Birder-Neulinge immer mal wieder ab B) . Kurz nachdem wir wieder unterwegs sind, gleitet ein (großteils) weißer Vogel über seine schöne Heimat. "Und, was ist das?"



"Ein Löffler! ? :dry: "


"Ähm, die Farbe passt ja so einigermaßen :whistle: , aber schaut mal die gelben Füße und vor allem den Schnabel an! "



Sind wir doch mal ehrlich, selbst nach ein paar Reisen ins südliche Afrika kommt man bei den Reihern immer wieder ins Grübeln, oder B) :S ?

Es ist ein SilberSeidenreiher (Little Egret)! (Danke Konni, da hab ich mich in der Hektik bzw. unter Zeitdruck verschrieben!!! )

Dieses kleine Glubschauge ist eher was für Liehaber: ein Greater Peinted Painted Snipe (Danke Friederike! :kiss: )



Wir cruisen durch die Gegend, Diteko schaut immer mal wieder prüfend auf irgendwelche Löwenspuren im Sand, aber es ist keine Katze in Sicht. Vögel, immer nur Vögel.... ;)

Der Graulärmvogel hat ein sonderbares Flugbild – keine Ahnung, aus welchem Winkel ich das aufgenommen habe oder ob er immer so komisch fliegt!






Pied Kingfisher in dreifacher Ausfertigung (Graufischer)



Kein Vogel: Tsessebe, die schnellste, aber nicht unbedingt die hübscheste Antilope.





Das will sie nicht hören und macht sich aus dem Staub




Wir kommen wieder ans Wasser: junges Blaustirnblatthühnchen.



Dieser Saddlebilled Stork macht sich auf den Weg zu seinem Nachbarn.







Achtung – aus dem Weg





Anscheinend ist es dort nicht so interessant, denn er tritt schnell wieder den Rückflug an.





Was war das jetzt?



Alleingelassen zieht er seines Weges …. Der Freund im Wasser bleibt ihm wenigstens treu!



Abendstimmung zu Wasser und zu Land – man weiß hier wirklich nicht, wo man hinschauen soll, zum Glück hat man in unserem Fahrzeug einen Rundumblick, wenn man steht.



















Der Schakal ist etwa so müde wie wir…wir würden jetzt gerne ins Camp zurückfahren, die Sonne ist schon verschwunden.



Aber da passiert es: unser Guide hat genug von uns und lässt uns in the middle of Norway hilflos in unserem Landcruiser zurück :woohoo: !



Nein, so schlimm ist es doch nicht mit uns – es sind eher die Löwen, die ihn nerven, denn offensichtlich waren sie vor nicht allzu langer Zeit hier – genau als wir woanders waren. Ja, so passiert das eben auf Safari – kannsch nix macha!



Da(s) wäre unser Löwe gewesen – bzw. da ist er gelegen:



Diteko wirft dem unsichtbaren König der Tiere noch ein paar böse Blick und Gesten zu





und entschließt sich dann doch zur Weitereise mit uns :) !



Lachend gibt er seine Safariweisheit zum Besten, die wir auf der Reise (und auch noch danach) gerne zitieren werden: "Never give up until the last day!"

Mal schaun, was es damit auf sich hat B) : morgen ist nämlich unser letzter (halber) Tag im Moremi, dann geht es nach Khwai.
Letzte Änderung: 20 Sep 2021 15:33 von Champagner.
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20 Sep 2021 18:36 #626442
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26. August 2021: Transfer von Moremi MGR06 nach Khwai Magotho MAG07 oder
"Never give up until the last day" !Teil 1

Als wir in der Dunkelheit an unserem letzten Morgen im Moremi aufstehen und unsere Sachen packen, alles zum Trailer tragen, unsere Zelte abbauen und uns schnell ein Frühstück einwerfen, wissen wir noch nicht, dass dies ein sehr aufregender Tag, zumindest den Vormittag betreffend werden wird!
Stopp – das stimmt so nicht ganz, denn für manche hat das Abenteuer bereits heute Nacht begonnen :woohoo: ! Wird zumindest behauptet… :unsure:

Ich habe selig geschlafen und erzähle den anderen ganz begeistert, dass ich mich nach 8 Stunden Tiefschlaf so richtig fit und munter fühle. Alle schauen mich ungläubig an: „Ich konnte kein Auge zu tun, diese Elefanten die ganze Nacht!„Bei uns haben sie direkt überm Zelt an einem Ast gefressen, wir hatten Angst, dass ein Teil davon auf uns fällt!“ „Dieses Grummeln- richtig unheimlich!“ „Ich hab’s voll genossen, das Rascheln und Kauen und dieses Grollen, wenn sie miteinander kommunizieren!“

Äh, wie jetzt :blink: – haben wir im selben Camp übernachtet?

Nachdem es 7 gegen 1 steht, werden die anderen aber wohl recht haben…. Mich beunruhigt nicht die Tatsache, dass Elefanten im Camp waren, sondern dass ich bei solchen Geräuschen nicht aufwache. Ich bin mir eigentlich sicher, einen leichten Schlaf zu haben und höre daheim auch jedes komische Geräusch nachts im Garten (Katzen, Käuze, Eulen, Waschbären, Suchhubschrauber…), wenn ich mit offenem Fenster schlafe. Daher war ich bis zu dieser Nacht im Moremi auch sicher, dass ich es mitbekomme, wenn bei mir jemand einbricht – auch wenn man das vielleicht sogar besser verschlafen sollte (dazu viel später auf der Reise noch eine kurze Geschichte :whistle: ).

Naja, so ganz glaube ich das alles aber eh nicht – bis wir, nachdem schon alles geladen ist und es langsam dämmert, sehen, dass sich immer noch (oder wieder?) jede Menge Dickhäuter in der Nähe rechts von unserem Camps aufhalten.



Sie fressen friedlich vor sich hin, und so bewegt sich eine von uns (habe vergessen, wer es war) etwas zur Seite weg vom Landcruiser, um noch ein Foto aus diesem Winkel zu machen. Dies scheint einen der Elefanten sehr zu irritieren, denn er nähert sich uns plötzlich mit Drohgebärden und Trompeten :ohmy: . Nun erlebe ich zum ersten Mal, dass Diteko ernsthaft eingreifen muss. Er fordert die Person schnell auf, sich nahe zum Auto zu begeben und schlägt gleichzeitig kräftig auf die Motorhaube, um den drohenden Elefanten mit dem lauten Geräusch abzulenken bzw. ihm damit klar zu machen, wer hier der Boss ist :woohoo: . Mit dem anderen Arm macht er ihm unmissverständliche Zeichen, wohin er sich bitteschön zu bewegen hat – nämlich weg von uns! Offensichtlich sprechen unser Guide und der Dickhäuter dieselbe Sprache – auf jeden Fall zieht der Vierbeiner sich zurück.

Wie in einem Theaterstück betritt aber gleichzeitig der nächste Schauspieler die Bühne, dieses Mal von links! Ein großes Hippo steht wie aus dem Erdboden gewachsen plötzlich auf dem Fahrweg.



Ehrlich gesagt habe ich richtig Respekt vor diesen Speckwalzen und klettere schnell ins Auto, von wo aus ich das Foto mache. Von rechts haben die Elefanten diesen neuen Störenfried inzwischen entdeckt und nun gelten ihre Drohgebärden ihm. Ohne lange zu überlegen, macht sich das Nilpferd vom Acker…



So, jetzt können wir endlich das Camp fertig aufräumen und aufbrechen! Um 6.46 Uhr verlassen wir den Platz und stellen fest, dass es auch auf der linken Seite, über die wir das Gebiet verlassen, von Elefanten nur so wimmelt. Einer überlegt noch kurz, ob er uns aufhalten will, aber dann haben wir freie Fahrt.



Weit kommen wir aber nicht – Matthias bricht in Entzückensrufe aus :kiss: :lol: : vor uns trippeln zwei winzige Federknäuel auf der Fahrspur hin und her - "Wachteln!"








Genauer gesagt sind es Common (oder auch Kurichane) Buttonquails – was für ein langer Name für so kleine Bibberle. Auf Deutsch wird’s auch nicht kürzer: Rostkehl-Kampf-Wachtel! Gut, jetzt wissen wir das auch… B) (Für Nichtbirder sicher nicht ganz so spannend... :whistle: ).

Diteko hat immer noch sein Löwentrauma und beginnt schon wieder zu spähen (never give up until…. Ihr wisst schon…. B) ). Es ist 7.03 Uhr.



Um 7.07 Uhr stoppt er das Fahrzeug schon wieder – so kommen wir nie nach Khwai!

Aufgeregt greift er zum Fernglas und erklärt uns, dass dort hinten große Aufregung herrscht, Gnus glotzen doof in eine Richtung, Vögel kreischen – und schon hat unser Guide den Grund entdeckt: voller Begeisterung ruft er: SERVAL! -
10 Adrenalinspiegel schnellen hoch und Diteko versucht, näher an das Geschehen heranzufahren. Daher rühren auch einige leider etwas unscharfe Bilder, zumal es um diese Uhrzeit noch kein wirkliches Licht zum Fotografieren gibt!
Die Szenerie, die wir nun erleben dürfen, ist unglaublich, leider könnt Ihr die Geräusche nicht hören. Einige Gnus starren den Serval an, er starrt zurück.





Das tatsächliche Problem für ihn (oder umgekehrt?) sind aber zwei Klunkerkraniche, die seine Anwesenheit mit viel Geschrei kommentieren (hier sieht man nur einen).



Vermutlich haben sie Angst um ihr Gelege, das sich wohl irgendwo auf dem Gelände befindet. Den Serval scheint das wenig zu beeindrucken. Obwohl Diteko Angst hat, dass er schnell verschwindet, da es eine sehr scheue und damit auch selten zu sehende Katze ist, schleicht er zunächst und schreitet dann relativ gelassen (zumindest nach außen hin) dahin. Er wird ständig von den zeternden Klunkerkranichen eskortiert, mal sind sie vor ihm, dann wieder dahinter, um kurze Zeit wieder nach vorne zu fliegen oder zu rennen, mal laufen sie neben ihm her. (Vielleicht kann ich mich nachher in Ruhe noch entscheiden, welche Fotos ich wieder rausschmeiße, aber jetzt gibt es erstmal die volle Dröhnung, sorry).































Kurz biegt der Serval in ein Gebüsch ab und wir fürchten schon, ihn verloren zu haben, aber da taucht er an einer für uns sogar günstigeren Stelle wieder auf.














Diese Interaktion zwischen Katze und Vogel geht 5 Minuten lang – und dann haben die Kraniche ihn wohl dorthin gelotst, wo sie ihn haben wollen.
Kurz bevor er aus unserem Blickfeld verschwindet, taucht noch eine Tüpfelhyäne in diesem Theaterstück der besonderen Art auf (rechts oben) – wie krass ist das denn? :woohoo:





3 Minuten später sind wir auf derselben Fahrspur wie sie unterwegs, kurze Zeit rennt sie – wenn auch in weiter Entfernung - vor uns her, dann verschwindet sie ins Gebüsch.





Uff, es ist inzwischen 7.15 Uhr, da stehen andere erst auf :laugh: – und was haben wir schon alles erlebt :huh: !

Wenn man bedenkt, dass diese Sichtung mit Serval und Hyäne gerade mal 8 Minuten gedauert hat, dann versteht man so richtig, was der Spruch „Zur rechten Zeit am rechten Ort“ zu bedeuten hat.

Nun können wir ja entspannt weiterfahren Richtung South Gate und dann nach Khwai, wir haben unser Sichtungsglück vermutlich für heute aufgebraucht… Aber wie sagt Diteko gerne? "You never know what happens! " B)
Letzte Änderung: 20 Sep 2021 20:38 von Champagner.
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