THEMA: Betreutes Wohnen 4.0 - Private Edition (BOT 2021)
06 Sep 2021 12:04 #625108
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:) :) :) Wer den Bericht ohne Kommentare lesen möchte, klickt einfach :) :) :)
:) :) :) auf die Sonne oben rechts neben dem Titel! :) :) :)

6. September 2021

Nachdem Simone (tigris) bereits heute früh auf der Rückfahrt vom Frankfurter Flughafen, als ich im Auto auf dem Smartphone tippend auf der Rückbank saß, vermutete, dass ich schon mit dem Reisebericht begonnen hätte :whistle: , will ich mal besser keine weiteren lästernden Rückfragen diesbezüglich abwarten, sondern bediene gerne das entsprechende Klischee :silly: .

Allerdings wird es heute natürlich nur einen kleinen Einstieg geben und ich setze auch gleich eine Warnung an den Anfang: es gab bei unserer Reise keine Probleme oder gar Katastrophen, keine schlechte Stimmung, keine Enttäuschungen - nix dergleichen! Wer also Tratsch und Klatsch erhofft, sollte besser nicht weiterlesen :P . Dieser Bericht wird hauptsächlich aus sehr vielen Bilder von ebenso vielen Tieren Botswanas bestehen - über diese betreute Art des Reisens habe ich ja schon viel geschrieben! Allerdings gab es durchaus Besonderheiten bei dieser Tour, aber dazu später mehr!

Hier ein Foto von unserer ersten Station am Boteti (Zebra geht immer ;) )





und hier die Route:

17. August 2021: Anreise mit LH und Airlink von Frankfurt über Johannesburg nach Maun (Ankunft 18. August 2021)
18. August 2021: Boteti River Camp, feste Unterkünfte
19. August 2021: Boteti River Camp, Campsite
20. August 2021: CKGR, HATAB DEC03 (Letiahau)
21. August 2021: CKGR, HATAB DEC03 (Letiahau)
22. August 2021: CKGR, HATAB DEC03 (Letiahau)
23. August 2021: Maun /Mochaba Crossing
24. August 2021: Moremi HATAB MGR06
25. August 2021: Moremi HATAB MGR06
26. August 2021: Khwai Magotho MAG07
27. August 2021: Khwai Magotho MAG07
28. August 2021: Khwai Magotho MAG07
29. August 2021: Khwai Guesthouse
30. August 2021: Savuti HATAB CNP24
31. August 2021: Savuti HATAB CNP24
01. September 2021: Chobe Riverfront HATAB CNP 02
02. September 2021: Chobe Riverfront HATAB CNP 02
03. September 2021: Kasane Chobe River Cottages
04. September 2021: Kasane Chobe River Cottages
05. September 2021: Rückflug von Kasane über Johannesburg
06. September 2021: Ankunft in Frankfurt

Wie es zu dieser Reise kam, wann wir mit der Planung begonnen haben und welche Hindernisse wir zu überwinden und welche Höhen und Tiefen wir zu durchleiden hatten, bis es wirklich zu dieser Reise kam - das erfahrt Ihr dann im nächsten Kapitel....!

Achja, und natürlich auch, wer denn (außer Simone) überhaupt die 8 Leutchen sind, die in diesem Bericht zusammen im Spezial-Landcruiser durch das wunderschöne Botswana holpern und rumpeln werden B) !

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: Gestern 16:05 von Champagner.
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08 Sep 2021 08:00 #625328
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  • Champagner am 06 Sep 2021 12:04
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Die (sehr lange :S ) Geschichte unserer Reise:

2018 war ich mit meiner guten Freundin und Kollegin Renate (Rennade im Forum) auf einer tollen Bushways-Tour in Botswana. Kurz nach unserer Rückkehr waren wir uns einig: das war nicht das letzte Mal :) ! Passend dazu hatte ich seit längerer Zeit die Idee, bzw. den Wunsch im Kopf, so eine Tour nur mit Leuten zu fahren, die man schon kennt, und die außerdem zeitlich etwas entzerrt ist. Die Touren aus dem Programm von Bushways sind schön, aber eher dafür da, um das Land in flottem Tempo kennen zu lernen.

Dass man eine solche Reise nach Absprache mit Bushways tatsächlich als private Gruppe buchen kann, wusste ich – und so mussten nur noch die passenden Leute gefunden und die Tour geplant werden. Schnell war klar, dass außer Renate auch Matthias (fotomatte) für den eulenmuckelfreien Reisesommer 2020 Interesse an einer solchen Tour hat. Simone (tigris) war ebenfalls – zumindest meiner Erinnerung nach – ganz schnell dabei. Na, das war doch schon eine gute Basis! Auch Petra, eine Kollegin von Renate und mir, sowie ihr Mann Hans zeigten Interesse, als das Thema mal im Lehrerzimmer aufkam. Die Beiden waren kurz zuvor in Südafrika gewesen, und Ihr wisst ja, wie das mit diesem Virus ist (nein, ich spreche nicht von C. B) ).

Also nahm ich schon im Oktober 2018 Kontakt mit Heiko Genzmer, dem Mitinhaber von Bushways auf, denn mir war klar, dass man für 2020 schnell aktiv werden muss. Die HATAB-Campsites werden zwei Jahre im Voraus vergeben, also waren wir schon spät dran. Heiko (Südafrikaner, mit einer Deutschen aus dem Schwabenländle verheiratet) und ich sind seit 2014 in Kontakt und als ich ihn fragte, mit wem ich eine solche Tour am besten bespreche, meinte er: "Mit mir!"

Die Planung (in einem Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Schwäbisch) zusammen mit ihm war nicht nur sehr effektiv, sondern auch total witzig, denn Heiko hat einen herrlichen Humor :laugh: . Schnell stellte sich heraus, dass so eine Tour eigentlich nicht teurer ist als eine aus dem Katalog, sofern man überhaupt einen direkten Vergleich anstellen kann. Nach Rücksprache mit den anderen wurden auch ein paar feste Unterkünfte eingeplant, da sich einige der-Neulinge nicht sicher waren, ob sie das Campen die ganze Zeit über aushalten. Inzwischen waren nämlich auch noch Evi sowie Beate mit ihrem Mann Eberhard zu der Gruppe dazugestoßen, alles totale Afrikaneulinge. Die Frauen sind Volleyballkolleginnen und langjährige Freundinnen von meiner Kollegin Petra. Somit waren wir also schon 9 interessierte Leute und der Preis von Bushways wurde damit mehr als akzeptabel.

Ziemlich schnell haben wir einen Knopf dran gemacht, diese Tour gebucht und 25% des Reisepreises angezahlt. Im Gegensatz zur dann tatsächlich stattgefundenen Reise war die alte einen Tag kürzer (nur eine Nacht Savuti). In Kasane hatten wir nur außerdem ganz ursprünglich nur eine Nacht, über Bushways in der Chobe Safari Lodge gebucht. Bei der genaueren Besprechung stellte sich dann heraus, dass einige in der Gruppe doch gerne an die Victoria Falls fahren würden und wir daher einen Tag mehr in Kasane benötigen. In der Chobe Safari Lodge war nichts mehr frei, die anderen Angebote von Bushways haben uns nicht gefallen, und so haben wir die CSL gecancelt und auf eigene Faust zwei Nächte in den Chobe River Cottages gebucht.

Im Juli 2019 gab es dann das erste gemeinsame Treffen der damals aktuellen „Reisegruppe“ bei mir zuhause, und zwar am Sonntag nach dem Büsnautreffen. Dort haben sich die beiden „Gruppierungen“ ohne gemeinsame Schnittmenge zum ersten Mal kennengelernt und man hat sofort gemerkt, dass die Chemie stimmt! Für uns 9 habe ich dann direkt bei SAA in Frankfurt Flüge gebucht.

Da wir eigentlich mit 10 Teilnehmern kalkuliert hatten, waren wir noch auf der Suche nach einem oder einer Freiwilligen – und die fanden wir dann in Form von Elke (fiedlix) aus dem Forum. Matthias, Simone und ich kennen Elke ja schon von diversen Büsnautreffen, und die anderen waren sich sicher, dass das schon passt, wenn wir drei dieser Meinung sind – und zack war Elke Nummer 10 in unserer Truppe! Schnell buchte sie noch Flüge von München und ein Cottage in Kasane dazu.

Und nun konnte es eigentlich losgehen – wir musste nur noch bis August 2020 warten! :)

Dachten wir….. :whistle: :evil: ............ !!!

Als noch keiner wusste, wer oder was Covid19 ist, fing es bei SAA kräftig an zu kriseln. Trotzdem gab es noch einen Wechsel des Flugzeugtyps, also mussten auch alle Sitzplätze wieder umgebucht werden. Dann kam die Trennung von Airlink, und plötzlich war unser Anschlussflug verschwunden. Weder bei SAA noch bei Airlink bekamen wir Auskunft darüber, wie wir an unser Geld für diesen einen Flug kommen oder wie wir ihn direkt auf Airlink umbuchen können.

Irgendwann im Frühjahr 2020 wurde uns klar, dass Corona unser Leben komplett auf den Kopf stellen würde und wir uns auch gedanklich darauf vorbereiten müssen, dass unsere Reise wohl nicht stattfinden wird. Parallel zur Corona-Krise wurde es auch immer finsterer um SAA und schlussendlich waren wir beinahe froh, dass sowieso alles storniert wurde oder werden musste.

Die Anzahlungen bei Bushways und bei den Chobe River Cottages ließen wir stehen. Es war zwar völlig unklar, wann die Reise tatsächlich stattfinden würde, zumal Matthias und ich für 2021 bereits wieder eine Tour mit den Eulenmuckels geplant und sogar den Wagen dafür schon gebucht hatten. Aber es war uns sofort klar, dass wir es irgendwann versuchen und daher das Geld nicht zurückhaben wollen.

Von SAA hätten wir unser Geld aber gerne zurückbekommen, nur war das nicht so einfach, was uns viele Nerven gekostet hat. Wie schon in dem SAA-Thread geschrieben, hat es dann aber schlussendlich im Dezember 2020 per Anwalt geklappt.

Mit Ruth und Uwe waren Matthias und ich übereingekommen, dass wir unsere jeweiligen 2020er-Touren und somit auch unsere 2021er-Tour um ein Jahr verschieben, so dass ich bereits im Herbst 2020 mit Heiko begann, die ursprünglich geplante Tour für 2021 wieder neu aufzusetzen. Ein paar kleine Änderungen gab es wegen der Verfügbarkeit, aber schlussendlich gefiel mir die Runde sogar besser!

Nachdem wir im Dezember unser Geld von SAA bekommen hatten und die Daten der Bushwaystour feststanden, buchten wir für 7 von uns sofort die neuen Flüge, dieses Mal über ein Reisebüro hier bei mir. Swiss hatte eine tolle Verbindung ab Stuttgart im Angebot, in Kooperation mit Airlink, das Ganze unter 1000 Euro, was in den Sommerferien für so einen Gabelflug ein guter Preis ist.

Leider hatten sich bei Eberhard, dem Mann von Beate, inzwischen gesundheitliche Probleme ergeben, so dass sie für 2021 nicht zusagen konnten. Da wir uns aber alle nicht sicher waren, was tatsächlich in 2021 sein würde und ob Eberhard bis dahin nicht wieder fit wäre, haben wir nicht weiter nach neuen Mitreisenden gesucht. Elke buchte wieder selber ab München.

Im Frühjahr 2021 waren wir eigentlich alle einigermaßen zuversichtlich, dass unsere Reise stattfinden würde, wir wurden nach und nach geimpft und alles schien sich ein bisschen zu normalisieren – bis diverse Varianten des Virus immer bedrohlicher wurden :( . In diesem Zusammenhang wurde Botswana zum Virusvariantengebiet erklärt. Zunächst beunruhigte uns das noch nicht so sehr, weil sich immer wieder so viele Veränderungen ergaben und man überhaupt nicht abschätzen konnte, wie es im August sein würde.

Je näher unsere Abreise rückte, desto besorgter wurden wir aber, denn Botswana war auf der VV-Liste festzementiert und eine zweiwöchige Quarantäne könnte ja durchaus für den einen oder die andere ein Problem bedeuten. Bei Petra, Renate, Evi (wenn auch nicht verbeamtet und an einer anderen Schule) und mir wäre die zweite Quarantänewoche in die erste Schulwoche gefallen, bei Simone und Elke wären beide Wochen ein Problem geworden, Matthias hätte auch keinen Spaß und nicht wirklich Zeit bei der Sache gehabt, nur Hans als Rentner wäre fein raus gewesen Im Juni suchten dann Renate, Petra und ich das Gespräch mit unserer Schulleitung. Diese musste uns mitteilen, dass für die verbeamteten Lehrerinnen (Petra und Renate) ein Dienstvergehen vorliegen würden, wenn sie wissentlich ihren Unterricht nicht antreten könnten. Ich dagegen könne meine Stunden vor- und nacharbeiten.

Diese Besprechung im Musiksaal gehört zu meinen schlimmsten Erinnerungen der ganzen Planungszeit :S ! Denn eigentlich hatten wir gehofft, dass ein Auge zugedrückt wird, zumal wir schon für Vertretungen gesorgt hatten und auch Onlineunterricht eine Alternative gewesen wäre (aus unserer wohl recht naiven Sicht :dry: ). Evi, wie gesagt auch im Schuldienst, hatte ich gedanklich dann schon gestrichen. Parallel dazu musste Elke passen, denn eine Änderung ihres Dienstplanes wäre nicht möglich gewesen.

Simone, die sich in den Kopf gesetzt hatte, nach Botswana zu reisen, komme was wolle, bastelte sich ein Modell zurecht, mit dem sie ihre Vorgesetzten überzeugen wollte und war sich sicher, dass dies klappt. Matthias ist sein eigener Chef und hat sich selber freigegeben, und ich startete gleich mit dem Vorarbeiten meiner Stunden und war somit gedanklich auch am Start!

Plötzlich standen wir also (nur) noch zu dritt da. Matthias, Simone und ich....

Jetzt galt es, mal wieder Kontakt zu Bushways aufzunehmen, um zu klären, bis wann wir uns entscheiden müssen und was eine Tour zu dritt denn kosten würde. Denn irgendwie waren wir uns einig: wir lassen uns diese Reise nicht nehmen, aber würden wir die Reise mit so wenig Leuten auch zahlen können?

Also schrieb ich Heiko an, dass wir nur noch sehr wenige sind, die reisen können (was ihm ja auch klar war, er verfolgte die ganzen Entwicklungen natürlich auch), und mit wie vielen Leuten wir denn ernsthaft über die Tour nachdenken könnten. Seine erste Reaktion:
"Hey Mabele, I suppose the main question will be how few is few ;) , less than 4 pax wont make sense, our surcharge will be so high it will be cheaper to do a lodge tour. If you could keep the group to a minimum of 4 we can make a plan. your trip will DEFINITELY run if you guys can make it here. the main thing for us at the moment is keeping our team busy and giving them the opportunity to keep their skills and earn some money to take home, so while the "money man" in me wishes there WAS a "better tour", ...... the "father and business man" in me just wants to give my team a reason to live."

Ich wollte dann mal Zahlen hören, aber leider bekam ich zunächst keine Reaktion. Auf meine Nachfrage, ob er denn immer noch keine Berechnung gemacht hätte, kam dann diese Heiko-typische Antwort :silly: :

>>>Hi , Ja hab ich, ich habe auch für 3 personen ein costing gemacht und war zu erschreckt es dir zu schicken :unsure: <<<

Schlussendlich hat er mir dann aber doch die Kosten für 3 und für 4 Personen zukommen lassen mit folgender Einleitung :laugh: :

>>>so….. mein Liebe Mabele
erst mal hinsetzen und ein glas Wasser trinken, dan zahlen lesen ;-)
und ruhig atmen…. das überlebst du schon
langsam einatmen……. und …… aus……
<<<

Auch wenn es ein riesiger Unterschied zwischen 3 und 4 Personen war, waren wir uns schnell einig: auch wenn wir nur zu dritt sein würden, wir werden die Tour irgendwie bezahlen! Eine Lodgetour kam für uns nicht in Frage, auch wenn Heiko uns dafür schon einen groben Plan geschickt hatte. Und plötzlich kam der Anruf von Evi: sie kann auch mit! Juhu :silly: . Aber zu früh gefreut: ein paar Tage später begannen die Vorgesetzten von Simone rumzuzicken, sie soll plötzlich unbezahlten Urlaub nehmen, statt Homeoffice machen zu dürfen, was natürlich finanziell ein Loch in ihre Kasse reißen würde.

Aber sie bleibt stur: die Vier Unbeirrbaren werden reisen, koste es , was es wolle!


Parallel zu der Virusvariantengebietentwicklung hatte sich noch ein ganz anderes Problem aufgetan. Plötzlich waren nämlich unsere Swissflüge verschwunden, als ich zufällig mal in unsere Buchung geschaut hatte :woohoo: . Leider hatte das Reisebüro übersehen, dass es eine Flugstreichung oder Änderung gab, und hatte nicht fristgerecht auf die Mail von Swiss reagiert. Nach einigen Telefonaten war dann aber geklärt, dass wir auf LH umbuchen oder stornieren können (einen kleinen Teil der Stornokosten musste das Reisebüro tragen) – ohne jeglichen finanziellen Nachteil.

Diese Sache mit Swiss war schlussendlich Glück im Unglück, denn so konnten Renate, Petra und Hans sogar kostenfrei stornieren, was ohne die Flugänderung nicht möglich gewesen wäre, nur Verschieben wäre eine Option gewesen.

Matthias, Simone, Evi und ich buchten auf LH ab FFM um. Allerdings zeichnete sich irgendwann mal wieder ein Streik bei der Bahn in den Ferien ab, so dass wir gleich noch einen Parkplatz am Terminal dazu nahmen.

Mitte/Ende Juli wurde dann in den Medien berichtet, dass Geimpfte nicht in Quarantäne müssten, wenn sie nachweisen könnten, dass ihre Impfung gegen die jeweilige Variante im Reisegebiet wirkt. Bei dieser schwammigen Aussage blieb es zunächst und niemand konnte so recht etwas damit anfangen. Allerdings ließ mich Petra wissen, dass sie und Hans noch keine andere Reise gebucht hätten und gegebenenfalls bereit wären, doch wieder aufzuspringen, falls die Quarantäne gekippt werden würde. Auch Elke deutete so etwas an. Selbst Beate fing an zu grübeln, ob sie nicht doch, wenn auch ohne ihren Mann, dem es zwar besser, aber nicht vollständig gut ging, mitreisen sollte. Lediglich Renate machte eine klare Aussage: sie hatte inzwischen eine andere Reise gebucht und wollte sich auch nicht dem Stress aussetzen, eventuell dann unterwegs in Botswana zu erfahren, dass es doch wieder strengere Bestimmungen gäbe. Dass ausgerechnet Renate komplett absagen musste, mit der ich ja ursprünglich die Idee zu dieser Tour hatte, die sich so sehr auf diese Reise gefreut hatte und mit der ich immer total gerne unterwegs bin – das hat mir meine Freude, dass wir nun doch vielleicht unbeschwert reisen können, komplett vermiest :( . Für mich hat sich das (bis heute) völlig falsch angefühlt.

Tja, und dann kam, einen Tag nach Schulferienbeginn, dieser ominöse Freitag, der 30. Juli! Bereits am Vormittag konnte man online in diversen Pressemitteilungen lesen, dass nicht etwa endlich eine Liste über wirksame Impfungen mit Hinweisen auf die entsprechenden Reiseländer vorliegt, sondern dass Botswana komplett von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen wird :woohoo: .
Auch wenn wir diese heimliche Hoffnung hatten: daran geglaubt hatte niemand von uns. Plötzlich standen wir also vor einer ganz anderen Situation, die Telefone, bzw. Chatportale zwischen uns liefen heiß, klar war aber: alle, also Hans, Petra und Elke warten ab, bis das RKI diese Info auf seiner Seite veröffentlicht hat. Parallel blockte mein Reisebüro aber schon mal Flüge für die beiden. Einige von euch wissen vielleicht noch, dass ausgerechnet an diesem Freitag nicht mittags, sondern erst recht spät abends die RKI-Seite aktualisiert wurde. Inzwischen wurde dann auch klar, dass – für mich und ich denke, für alle anderen auch, völlig überraschend Beate doch mitkommen möchte, also hieß es schnell noch einen Flug blockieren. Leider fehlte ihre Kreditkartennummer für die Flugbuchung, denn sie war an diesem Wochenende unterwegs. So schickte sie nachts noch ihren Bruder in ihre Wohnung, der die Karte suchen und die Daten dann weiterleiteten musste. Elke beschloss dann auch, mit LH zu fliegen, damit wir schon ab Frankfurt gemeinsam reisen (bisher hatte sie immer BA gebucht), sie nahm selber mit meiner Sachbearbeiterin im Reisebüro Kontakt auf. Diese beschloss dann (genervt wie schon oft vom RKI) , dass sie am Samstag, obwohl sie da eigentlich frei hatte, morgens noch schnell ins Büro kommt, um die Flüge fest zu machen, falls das RKI bis dahin Fakten geschaffen hätte.

So war es dann auch – und plötzlich hatte sich unsere Reisegruppe verdoppelt! Krass!!!

Wir waren alle völlig aus dem Häuschen. Beate schrieb am nächsten Morgen nach ihrem super spontanen Entschluss: „Was hab ich da eigentlich gemacht :ohmy: ???“ :laugh:

Heiko freute sich natürlich sehr, sowohl für uns als auch für seine Firma, schnell wurden noch die fehlenden festen Unterkünfte nachgeordert und die ganzen Kleinigkeiten wie mehr Zelte und Matratzen organsiert.

Auch mussten für die drei Neuen aus der Region (Hans, Petra, Beate) noch PCR-Test-Termine am Flughafen Stuttgart gebucht werden. Auf Grund der langen Reisedauer und der Pflicht, in Botswana einen Test, der nicht älter als 72 Stunden nach Abstrich ist, vorzuweisen, musste ich schon einiges an Rechen- und Recherchearbeit leisten und wir hatten uns dann für diese Variante entschieden. Auch hier gab es Stolpersteine – die Teststation, bei der wir ursprünglich reserviert hatten, machte im Juli plötzlich vorübergehend dicht – aber zum Glück gab es im anderen Terminal noch eine, die sogar inzwischen ein erweitertes Angebot hatte, so dass wir die alten Termine storniert und dort die 12-Stunden-Version gebucht haben. Ein zweiter Auto-Stellplatz musste auch noch in FFM organisiert werden – dann hatten wir aber soweit alles zusammen. Montags gab es dann gleich ein spontanes Treffen mit den „neuen Alten“, um viele Details zu klären, was Packen, das Campen im Busch usw. betrifft, denn wir hatten ja nur noch starke 2 Wochen bis zum Abflug.

Diese 2 Wochen verbrachte ich hauptsächlich damit, die Sturm- und Hagelschäden vom 23. Juni, als mein Haus und mein Auto von dem Unwetter voll getroffen wurden, weiter zu beseitigen (u.a. stand mein kompletter Keller unter Wasser und es musste jede Menge Zeug gesichtet und entsorgt werden) bzw. mit der Versicherung zu klären, was nicht gerade zu meiner Entspannung beitrug.
Kurz vor der Abreise kam dann noch das Gerücht auf, dass unsere Unterkunft in Kasane pleite sei, schnell wurde schon mal von Bushways ein Angebot für eine Alternative gemacht, aber nach ein paar Stunden war klar, dass es sich um fake news, bzw. eine Namensverwechslung handelt.
Ich musste diverse Katzen- und Haussitter*innen organisieren und lange Listen mit Anweisungen für sie schreiben, noch diverse Mitbringsel organisieren und – ach ja – Packen :evil: , die von mir so sehr gehasste Disziplin, stand ja auch noch auf dem Programm.

So kam es, dass Matthias am Sonntag (vor dem Abflug am Dienstag) ein ziemliches Nervenbündel vorfand, als er abends bei mir eintraf :blink: :blush: :sick: . Am nächsten Tag stand ja der PCR-Test an, und der Einfachheit halber hatten wir besprochen, dass er ihn zusammen mit uns am Stuttgarter Flughafen macht.

Da dieser Teil für mich schon zur Anreise zählt, werde ich davon aber erst im nächsten Kapitel erzählen.

Und damit es heute wenigstens ein Foto gibt, hier mal unsere „Reisegruppe“ fast am Ende der Tour, zusammen mit unseren beiden Begleitern von Bushways. Danke an Matthias :kiss: – er hat das Bild mit Selbstauslöser gemacht, als wir gerade den Chobe NP verlassen haben!




Von links nach rechts: Matthias (fotomatte), Simone (tigris), KD (Camp Chef), meine Wenigkeit, Elke (fiedlix), Beate, Evi, Petra, Hans und Diteko (DT), unser Guide.

LG Bele
Letzte Änderung: 08 Sep 2021 08:01 von Champagner.
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08 Sep 2021 19:36 #625384
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Now goes it loose - 16.08. , 17.08. und 18.08.2021

Montagfrüh, ich wache mit Halskratzen und 37,7°C erhöhter Temperatur auf :pinch: . Perfekte Bedingungen für einen PCR-Test :evil: . Matthias und ich hatten zwar am Sonntagabend noch Selbsttests gemacht, aber was wissen die schon… :unsure:

Um 10 Uhr treffen wir uns am Stuttgarter Flughafen bei Ecocare – alles geht recht zügig und so sitzen wir dann ab nachmittags vor dem Laptop , wo die Mail mit dem Ergebnis ankommen soll. Das Warten ist die Hölle :sick: . Ich bin mir sicher, dass ich positiv bin und male mir schon aus, wie ich die anderen am Dienstag zu ihrer Reise ohne mich verabschiede :( . Auch Matthias ist alles andere als entspannt! Kurz vor 18 Uhr die Erlösung: Matthias und ich sind negativ, Evi folgt etwas später ebenfalls negativ. Beate ist die nächste, und dann beginnt das große Warten auf Petra und Hans.
Um 21.39 Uhr, nach vielen Telefonaten bekommen sie endlich ihr Negativergebnis.
Elke schreibt mir um kurz vor 6 Uhr am Dienstag, dass sie auch negativ ist. Nun fehlt noch Simone. Sie arbeitet bis 12 Uhr und will dort ihr PDF ausdrucken. Aber es kummd ned…. Dann die Erlösung um 12.22. Uhr, auch Nr.8 ist negativ. :)

Wir aus dem Schwabenländle machen uns mit 2 Autos dann am Nachmittag auf den Weg nach Frankfurt. Das klappt alles soweit gut, auch Simone ist schon da. Allerdings ist der Mann am LH-Check-In-Schalter etwas überfordert. Wohin fliegen wir? Nach Botswana? Über Südafrika? Dann müssen wir einen Gesundheitsfragebogen vorzeigen, sonst kann er uns nicht einchecken. Wir widersprechen – wenn überhaupt, dann müssen wir den erst im Flugzeug ausfüllen. Nein – doch – nein - doch - NEEEIIIN :evil: ! Wir haben gewonnen! Elke hat ein ähnliches Problem in München, die schicken sie sogar zu einem Bezahl-PC, wo sie das Papier ausfüllen und ausdrucken soll. Als sie dort ist, kommt eine Lautsprecherdurchsage und sie wird zurückbeordert: alles gut, sie braucht das nicht.

Man merkt, dass durch die ständig wechselnden Bestimmungen ein ziemliches Durcheinander herrscht – wer soll da auch noch durchblicken :blink: ! Was aber durchgängig ist: das Testergebnis ist der Eintritt in die Reisewelt!

Ansonsten klappt alles gut, auch Elkes Zubringerflug macht sich pünktlich auf den Weg Wir kaufen sogar kräftig Gin und Wiskey im Duty Free ein. Zwar sind wir uns alles andere als sicher, ob wir diesen Alkohol in Botswana einführen dürfen (dort herrscht zu unserer Reisezeit Alkoholverkaufsverbot), und wir wollen natürlich auch keine Regeln brechen. Aber wir gehen einfach mal davon aus, dass der Zoll dort uns dann schon sagen wird, was Sache ist - und wenn es dumm läuft, ist der Alkohol eben weg. So what.... :whistle:

Der Flug nach Johannesburg ist unspektakulär, die Maschine ca. zu 75% ausgelastet (oder was meinen die anderen?). Einzig der Food-Designer des Lufthansa-Caterers hat wohl einen Clown gefrühstückt: es gibt morgens nach dem Aufwachen nicht etwa ein eingeschweißtes Brötchen mit Plastikbutter- und Käse – nein, vor uns liegt ein eiskalter Wrap gefüllt mit Gemüse und Zwiebeln, dazu ein kränklichbeiger Müsliriegel sowie ein BASF-Joghurt :sick: . Zu allem Überfluss ist mein Wrap auch noch grün eingefärbt, so dass ich erstmal prüfe, ob dies Schimmel oder Kunst ist :blush: . Da aber alle Wraps so aussehen, gehe ich davon aus, dass dies Absicht ist. Welche Idee auch immer sich dahinter verbergen mag :dry: ! Im Flugzeug bekommen wir auch den ominösen Gesundheitsfragebogen und füllen ihn brav aus.

In Johannesburg müssen wir wie immer zuerst durch die Passkontrolle und bekommen einen Stempel. Dort will man auch unser Testergebnis sehen. Nächste Wartestelle ist der Transit-Check-In-Schalter von Airlink. In den guten alten Zeiten, als SAA und Airlink noch mehr oder weniger eins waren, bekam man schon in Frankfurt die Bordkarte für Maun. Nun muss man die sich dort abholen und natürlich wieder die Reiseeintrittskarte in Form des negativen Testergebnisses vorzeigen. Dies wird auch sehr sorgfältig geprüft, was ich durchaus vertrauenserweckend finde. Womit wir überhaupt nicht punkten können ist unser Gesundheitsfragebogen, den wir pflichtbewusst vorzeigen. Die Dame am Schalter winkt ab. Sie versteht nicht, warum diese Formulare immer wieder an die Transitpassagiere verteilt werden. Okay, dann eben Ablage P :laugh: .

Im Transitbereich ist es lotterleer, trotzdem haben ein paar Läden und Lokale geöffnet. Der Kellner im Mugg&Bean strahlt, als wir zu acht bei ihm aufschlagen. Wir gönnen uns nach dem Nicht-Frühstück im Jumbojet ein Heißgetränk und Pommes. Bald geht es weiter mit Airlink, wo wir einen leckeren Snack serviert bekommen, wie immer hübsch verpackt. Na bitte, geht doch!



Als wir uns Maun nähern, kann man von oben erkennen, dass es recht viel Wasser gibt.



Tatsächlich ist der Thamalakane dieses Jahr durch den vielen Regen sehr voll, auch wenn keine wirkliche Flutwelle von Angola angekommen ist, und hat rund um Maun teilweise Flutebenen gebildet.



Die Immigration läuft unkomplizierter ab als erwartet. Wir werden sehr geordnet auf Stühlchen vor dem Flughafengebäude platziert und müssen dort einen Fragebogen ausfüllen und unser Testergebnis vorzeigen. Ein Schnelltest wird nicht durchgeführt, obwohl ich öfters davon gelesen habe und mir dies als die letzte Hürde erschienen ist in meinen Überlegungen, was alles schief gehen könnte.

Danach dürfen wir an den Schalter und den gewohnten Einreisezettel ausfüllen (mit blauem Durchschlag). Alles brav abgeben, einen Stempel in den Pass hauen lassen und das war’s dann auch schon.

Ups, nein :woohoo: , nachdem wir das Gepäck abgeholt haben (juhu, alles angekommen!) müssen wir durch den Zoll. Das war früher nie ein Problem, aber jetzt scheinen die Damen und Herren etwas zu viel Zeit zu haben und sind sehr pingelig. Unser Alkohol interessiert sie überhaupt nicht! Aber der Apfel in Evis Rucksack fällt der Kontrolle zum Opfer und ich muss eine längere Diskussion sowie ein Extragespräch mit dem Healthofficer, der herbeigerufen wird, wegen meiner Masken über mich ergehen lassen. Bushways hatte mich gebeten, waschbare Masken, gerne auch gebraucht, die bei uns ja nicht mehr erlaubt sind, mitzubringen, da die ärmere Bevölkerung sich Einwegmasken nicht leisten kann und sehr an diesen Auswaschbaren interessiert ist, auch wenn sie weniger Schutz bieten. Besser so eine Maske als gar keine! Eine Sammlung im Bekanntenkreis hat dann ca. 10 kg Masken ergeben, sehr viele von den professionellen, meist noch nagelneuen fabrikgenähten Masken mit Beschichtung, auch für Kinder, aber eben auch selbstgenähte. Diese wurden argwöhnisch beäugt, was ich inzwischen auch verstehe, woran wir aber nicht gedacht hatten. Schließlich will sich Botswana ja keine Viren an unsauberen Masken einfangen.

Nachdem aber geklärt war, dass alle gewaschen und hygienisch sauber sind, durfte ich endlich auch raus zu den anderen, die sich bereits um den mir zuwinkenden Diteko geschart hatten :) !

Und an diesem Punkt beginnt unsere Reise nun wirklich :) :kiss: :woohoo: :silly: .

Alles wirkt plötzlich ganz leicht, uns sind bestimmt Tonnen von Steinen vom Herzen gefallen, als wir endlich im Landcruiser sitzen. Die Stimmung ist trotz Schlafmangel euphorisch: wir haben es geschafft. Wir sind in Botswana und alles wird gut!

Bushways hatte uns im Vorfeld angeboten, eine Einkaufsliste zu schicken, damit Softdrinks, Knabberzeugs und Peacefull Sleep schon vorab besorgt werden können und wir keine Zeit in Maun verlieren. Nicola, die Officemanagerin, mit der ich viele Details der Reise zum Schluss geklärt habe, war höchstpersönlich für uns einkaufen und so können wir mit gefüllten Fächern Maun ganz schnell hinter uns lassen.
Noch haben wir eine lange Strecke bis Khumaga vor uns, aber wir genießen jeden Zentimeter davon. Matthias und ich grinsen uns immer wieder glückseligdämlich an, und auch den drei Volleyballmädels scheint die wilde Fahrt zu gefallen!



Zwischendurch fließen bei mir auch ein paar Tränchen, die Anspannung fällt langsam ab und ich beginne zu glauben, dass das alles wahr ist- zum Glück trage ich ja gerne eine Sonnenbrille, also kann ich getrost ein bisschen vor mich hinheulen und der Fahrtwind trocknet die Tränen auch ganz schnell wieder….

Im Boteti River Camp erwarten uns sehr hübsche Chalets und ein wunderbares Abendessen. Ein paar von uns erfrischen sich zuvor noch im Pool, andere genießen das Aussichtsdeck.





Der Boteti hat noch richtig schön Wasser und die Fähre ist in Betrieb.



Vor 20 Uhr müssen wir mit Essen fertig sein, denn zu unserer Reisezeit ist Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr und die Angestellten müssen von Mitch, dem Manager, noch ins Dorf gefahren werden. Danach fallen wir auch ziemlich schnell in die gemütlichen Betten mit dem riesigen Moskitonetz – einfach herrlich!

Und morgen geht es dann so richtig los – ein wunderschöner Tag am Boteti liegt vor uns! (und ich muss endlich nicht mehr so viel schreiben - danke für eure Geduld beim Lesen :kiss: !
Letzte Änderung: 09 Sep 2021 07:04 von Champagner.
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09 Sep 2021 07:15 #625394
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regsal schrieb:
Liebe Bele
Ich bin voller Bewunderung, dass du bei diesen Schwierigkeiten und Umständen bei der Planung eurer Reise immer daran geglaubt hast, dass diese Reise machbar ist und nicht aufgegeben hast!!
Diese Ungewissenheiten und das Warten muss eine richtige Qual gewesen sein....
Wir haben ja unsere geplante Reise an die Skeletoncoast von letztem Jahr auch verschoben und sind voller Zuversicht am 21.Oktober Richtung Namibia zu fliegen.
Nach 5 Reisen als Lodgehopper dieses Mal das erste Mal mit Dachzelt.... ;)
Ich freue mich auf deine Erzählungen und sicher tolle Bilder!

Mit lieben Grüssen Regina

Liebe Regina,

schön zu hören, dass es bei euch auch bald losgeht, sofern nichts dazwischen kommt!

Ich nutze jetzt deinen Beitrag, um etwas Prinzipielles zu klären. Es wurde schon öfters geschrieben, dass es toll sei, dass ICH nie aufgegeben habe. Man muss dazu aber ganz klar sagen, dass es einfach DIE GANZE GRUPPE war (zunächst 10, dann später 8, mal nur 3, dann wieder 4 usw…) die nie aufgegeben hat! Es musste so viel in den zurückliegenden 2,5 Jahren besprochen, geklärt und dann entschieden werden, und das Tolle war: wir waren immer einer Meinung! Es ist ja gar nicht so einfach, mit 10 Leuten einen Konsens zu finden, und das teilweise auch noch unter Zeitdruck. Aber bei uns hat es einfach geflutscht, anders kann man es nicht bezeichnen. Wir waren zwar manchmal enttäuscht, aber es war auch immer auch eine Mischung aus gesundem Fatalismus und dennoch viel Optimismus dabei. Es wurde nie genörgelt oder gejammert - wir waren oder sind einfach eine coole Truppe :) !

Dazu kam die Unterstützung von Heiko Genzmer von Bushways, für ihn war die Situation ja auch nicht leicht seit Corona, um es mal milde zu formulieren. Er hat mich und damit auch uns mit viel Humor, aber eben auch mit genauen und fairen Informationen jederzeit unterstützt, wenn wir eine Entscheidung treffen mussten. Da er oft zwischen D und BOT hin und herfliegt, konnte er mir auch immer sagen, wie der Ablauf beim Reisen ist und mir versichern, dass es machbar ist. Bis zuletzt wollte er keine Restzahlung, solange nicht klar war, ob wir tatsächlich anreisen können. Klar lief das auch auf Vertrauensbasis, weil wir uns inzwischen ein bisschen kennen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand nicht mit ihm klarkommt!

Hier noch ein kleiner Ausschnitt aus unserer Kommunikation- das versteht man zwar vielleicht nur, wenn meinen Bericht von 2017 kennt, aber egal:
Als er mir den Preis für die 3, bzw.4 Personen nannte, wollte ich nochmal wissen, ob dieser sich tatsächlich auf die zuletzt geplante Tour bezieht, nicht dass er inzwischen Campsites wieder abgegeben hat und wir z.B. in Zweizwei landen. Seine Antwort:

>>>yes, 9 nights Kaziikini, 9 nights Zwei zwei, no resupply, so baked beans for the last 5 days<<<

Oder als ich ihn gefragt habe, ob er uns einen Tipp für den PCR-Test in Kasane geben könne, auch wenn wir diesen Teil nicht über BW gebucht haben. Seine Antwort (zunächst):

>>>No chance, that would make me a nice guy<<<

So ging das eben die ganze Zeit :laugh: und hat die Sache etwas lockerer erscheinen lassen als sie tatsächlich war.

Also nochmal: ich gebe die Bewunderung an meine Mitreisenden und an Heiko weiter…. :kiss:
Letzte Änderung: 09 Sep 2021 07:16 von Champagner.
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09 Sep 2021 13:04 #625417
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19.08.2021 – Boteti River

Der Boteti spuckte mir seit 2013 immer wieder im Kopf rum. Damals war ich mit dem inzwischen leider verstorbenen/ermordeten Uli von Dombo Farm für ein paar Stunden dort und habe mich in die Gegend sofort verliebt.

Allerdings liegt der Boteti nicht oft an der Strecke und auch für diese Reise war er zunächst nur als Übernachtungsplatz auf dem Weg ins CKGR gedacht. Bei meiner allerersten Anfrage an Bushways, um mal die Preise zu sondieren, hatte ich nur 1 ÜN dort eingeplant, dafür 2 in Savuti. Wir hatten uns eine Obergrenze an Tagen=Kosten gesetzt, und irgendwo musste man zunächst Abstriche machen. Allerdings stand in Savuti nur 1 Nacht auf einer HATAB-Site zur Verfügung, also haben Heiko und ich über eine 2. Nacht am Boteti nachgedacht und schlussendlich fand ich die Idee perfekt.

Während der ganzen Zeit zwischen erster Planung und Abreise habe ich immer verfolgt, ob der Boteti denn nun Wasser hat oder nicht. 2020 hatte er richtig, richtig viel, dieses Jahr konnte ich nicht sooo viele Infos finden, aber es sah so aus, als ob wir noch Wasser vorfinden würden.

Wie schon geschrieben war es dann auch so :) !

Nach einer sehr guten Nacht in dem bequemen Chalet stehen Matthias, Simone und ich (waren es wir drei? Ich auf jeden Fall….) schon um 6 Uhr auf der Aussichtsplattform und beobachten die afrikanische Dämmerung.



Danach finden wir uns pünktlich zu einem sehr ausgiebigen Frühstück unten am großen Tisch ein. Es gibt alles, was das Herz begehrt, Toast, Marmelade, Müsli, Pancakes, Eierspeisen usw…. Was für ein Kontrast zu dem giftgrünen Teil bei LH :sick: .

Gut gestärkt stellen wir unser Gepäck bereit, das nachher aus den Chalets auf den Campingplatz gebracht wird und begeben uns zu unserem „Wohnzimmer“.



Ein Vögele (Groundscraper Trush/Akaziendrossel) ist um 7 Uhr im schlechten Licht auch schon unterwegs.



Schnell sind wir an der Fähre – Mitch, der Manager des Boteti River Camps, ist – wenn ich das richtig verstanden habe – auch zuständig für die Organisation der Fähre.



Da stehen wir nun und warten, dass sie vom anderen Ufer die Fahrzeuge übersetzt. Wie man sieht, ist der Boteti wirklich noch recht tief.





Dann sind wir dran









und bald schon sind wir am Gate.



Ich hatte mich ja ganz vorsichtig auf den Boteti gefreuut und ein paar Zebras und Co. erhofft – aber was uns hier alleine an diesem Vormittag geboten wird, übertrifft alle meine Vorstellungen! Nein, Katzen haben wir keine gesehen, aber eine Fülle an Säugern und Vögeln. Diteko (DT) entdeckt jede Kleinigkeit und erklärt viel dazu.

Besonders beeindruckend war die Landschaft, die immer mit irgendwelchen Tieren dekoriert war.
Ich schreibe jetzt nicht zu jedem Foto etwas, sondern lade sie mal einfach chronologisch hoch.











Dies hier ist allerdings gleich mal ein Highlight, wenn auch in schlechtem Light: Ein Milchuhukind mit einem Elternteil! Ist das nicht süß?







Weiter geht's mit dem Arche Noah-Feeling:












































Dieses Zebra hatte den Anschluss an seine Herde verloren, die befand sich schon auf der anderen Uferseite und so macht es sich auf den Weg, wobei es ständig markerschüttern nach den anderen rief. So etwas hatte ich noch nie gehört – und leider habe ich nicht gefilmt und somit auch keinen Ton dazu! Es war allerdings so witzig, dass wir alle inklusive DT uns das Lachen nicht verkneifen konnten, obwohl wir eigentlich die Tiere immer respektieren und ernstnehmen….







Und noch eine Portion Arche Noah!




































Viertel nach Zwölf stehen wir wieder am „Fähranleger“ und DT muss erstmal dem hinteren Auto mittels Überbrückungskabel beim Start helfen, nachdem es an Land gezogen worden war.



Danach setzen wir über und fahren zurück ins Boteti River Camp – hier beginnt nun unser Campingteil der Reise! Als wir auf unserer Campsite eintreffen, hat KD bereits alle Zelte aufgebaut und so können wir in Ruhe seinen leckeren Lunch und die Mittagspause genießen!
Letzte Änderung: 09 Sep 2021 19:34 von Champagner.
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09 Sep 2021 20:15 #625434
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  • Champagner am 06 Sep 2021 12:04
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Immer noch 19. August 2021 – Boteti River Camp

Auch als Camper darf man die ganz Anlage nutzen und so genießen wir das wirklich sehr schöne Camp in vollen Zügen. Manche plantschen im Pool, andere duschen ausgiebig in den sehr netten Ablutions.



Leider habe ich kein Foto von unserer Campsite, aber sie ist sehr schön eingewachsen und richtig gemütlich.
Trotzdem machen wir uns natürlich noch einmal auf den Weg in den Park, um 15.30 Uhr geht’s nochmal los zu einer etwas kürzeren Fahrt.

Dieses Mal haben wir viele nahe Tierbegegnungen (und natürlich das eine oder andere Vögele) und ab und zu kommen wir wegen der vielen Zebras nicht weiter:



























Zum Schluss bieten uns die allgegenwärtigen und staubaufwirbelnden Zebras noch einen tollen Beinahe-Sonnenuntergang!







Was für ein Tag :woohoo: – wir können gar nicht glauben, was wir alles gesehen haben, die Stimmung ist natürlich perfekt an diesem Abend und auch DT und KD, der uns unser erstes, sensationell leckeres Abendessen vom Campfire serviert, sind nur am Strahlen. Für sie ist es momentan auch keine Routine, mit Gästen unterwegs zu sein und sie freuen sich fast genau so über die Sichtungen wie wir. Noch nie haben ich DT, mit dem ich schon zweimal auf Tour war, so gelöst und fröhlich erlebt, es ist einfach nur schööööööön :) :kiss: !

Gespannt auf die erste Nacht in unseren neuen "Unterkünften" krabbeln wir in unsere Zelte. Bushways hat es möglich gemacht, dass wir alle 2 Matten haben, obwohl so viele eigentlich nicht in die Hüllen, die auf dem Trailer befestigt werden, Platz haben. Aber DT und KD legen einfach ihre Matten oben in den Trailer hinein und schon passt es! Da wir nur 8 Gäste sind (12 können maximal mitfahren), hat es vermutlich noch etwas Platz im Inneren des Trailes! Auf jeden Fall sind wir froh, dass keiner von uns Prinzessin oder Prinz auf der Erbse spielen muss!

Morgen haben wir eine lange Fahrt ins CKGR vor uns – daher heißt es früh aufstehen, nämlich spätestens um 6 Uhr!
Letzte Änderung: 09 Sep 2021 20:23 von Champagner.
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