THEMA: #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari»
01 Mai 2020 17:37 #587865
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  • Grosi am 01 Mai 2020 17:37
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Hoi zäme
Trotz der fehlenden Tiere toll. Was ist ein Campingkoller. Nur die fehlenden Tiere?
Ich bin gespannt wie eure Planänderung aussieht.
E schöne Abe.
Liebe Grüsse Irene
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01 Mai 2020 18:24 #587869
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  • Gromi am 01 Mai 2020 18:24
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Grosi schrieb:
Was ist ein Campingkoller.
nomen est ohmen! Der Ernst :woohoo: :lol: :silly: :laugh: seit 5 Jahren :whistle:
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03 Mai 2020 15:21 #588015
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Hoi Irene

Grosi schrieb:
Hoi zäme
Trotz der fehlenden Tiere toll. Was ist ein Campingkoller. Nur die fehlenden Tiere?
Ich bin gespannt wie eure Planänderung aussieht.
E schöne Abe.
Liebe Grüsse Irene

Nein, sicher nicht nur die fehlenden Tiere. Wie beschrieben kam diesbezüglich mit der Zeit zwar schon auch etwas Frust auf - wobei, das ist vielleicht nicht das richtige Wort. Aber grundsätzlich können wir damit schon ganz gut umgehen, trotzdem hat es uns da bei der Ankunft in der Mabuasehube schon etwas «usghänkt», einfach auch, weil es so unglaublich trocken, staubig und heiss war. Die Bäume boten keinerlei Schatten und das A-Frame Schattendach ist so attraktiv nun auch wieder nicht, um dort einfach drei ganze Tage rumzuhängen. Da wir der Ruhe schon genug während der sieben Tage in Nossob hatten, hat es uns einfach auch weitergezogen.

Die Planänderung war aber dann auch reichlich unspektakulär und ich werde den Reisebericht nach den nächsten beiden Reisetagen dann auch etwas verkürzt darstellen bis zur Rückreise. Wir hatten ursprünglich geplant, von der Mabua noch quer durch die Kalahari über Hukuntsi und die Masetleng-Pfanne zur Grenze bei Charles Hill/ Buitepos zu fahren. Aber eben, aufgrund der grossen Trockenheit, abwesender Tiere und etwas zu schnell zu neige gehender Trinkwasservorräte uns dann entschieden, den Schlenker über Ghanzi zu machen.

Liebe Grüsse
Sam
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03 Mai 2020 15:44 #588016
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Dienstag, 22. Januar 2019
Kalahari Transfrontier Park (Mabuasehube Pan Campsite Nr. 2)

Um 04:40 Uhr klingelt der Wecker. Das Vorhaben: Zeitrafferaufnahme vom Sonnenaufgang machen. Das Resultat: voll in die Hose gegangen, denn ich habe einen dämlichen Fehler gemacht und vergessen, den Autofokus auszuschalten an der Kamera und so ist es leider unbrauchbar geworden… :laugh: Aber das Gute daran: die heutigen Kameras machen das ja selber und so konnten wir uns nochmals gut zwei Stunden hinlegen. Kaum zurück im Zelt, sind von weit her mindestens zwei Löwen zu hören.

Gegen 7 Uhr stehen wir dann richtig auf und schlürfen erstmal gemütlich einen Kaffee und wir geniessen dabei den schönen Ausblick über die Pfanne.


Zwei Fuchsmangusten scheinen hier um die Campsite ihr Zuhause zu haben, sie sind offenbar den Kontakt mit Menschen gewohnt und lassen sich sehr gut fotografieren.



Um etwa 8:15 Uhr machen wir uns auf einen easy Gamedrive hinüber zur Mpayathutlwa Pan und wieder zurück. Gnus, Kudus und Springböcke sehen wir, ein Steinböckchen am Pistenrand hält ausnahmsweise für ein Foto still:







Um 10:30 Uhr sind wir zurück, machen uns ein Frühstück und spannen danach mal wieder unsere Hängematten auf. Es bleibt den ganzen Tag sehr ruhig und da es, auch weil die Bäume, unter denen unsere Zelte stehen, nur wenig Schatten gibt, haben wir auch nur wenig Bewegungsspielraum. Es ist, auch wenn eben dieses Jahr absolut keine Tiere an der Pfanne zu sehen sind, einfach herrlich hier draussen. Die pure Wildnis, weit ab jeglicher Zivilsation, still und perfekt für einen Moment des Innehaltens.


Als wir am Tisch sitzen und das Essen vorbereiten, kommen die Mangusten sehr nahe und hoffen offenbar darauf, etwas von uns abzubekommen. Ich kann meine Kamera auf den Boden legen und so ein paar Nahaufnahmen machen, weil sie auch diese inspizieren wollen. Leider ein untrügliches Zeichen dafür, dass so einige Gäste die Anweisung «Don't feed the animals» nicht verstehen (wollen)...

Zum Abendessen machen wir uns Penne mit so etwas wie einer Carbonara-Sauce. Es schmeckt sehr lecker und da wir ja jede Menge Zeit hatten, schaffen wir es ausnahmsweise auch, noch bei Tageslicht zu essen - bevor die nervigen Falter wieder auftauchen.


Ausblick und Stimmung am Abend an der Mabuasehube Pan sind einfach phänomenal. Einer meiner «Peace Place».

Diese treiben uns dann auch wieder früh in unsere Zelte. Es wird schnell stockdunkel, denn der Mond, der gestern auch Vollmond war, geht heute erst recht spät auf. Plötzlich geht die Alarmanlage an unserem Auto los und lärmt in die Stille der Nacht hinein. Nanu? Trotz intensivem Ableuchten der Umgebung können wir keinen Verursacher ausmachen - kein menschlicher natürlich und irgend ein Tier kann es ja auch kaum gewesen sein. Das wiederholt sich dann noch drei, vier Mal, warum können wir uns beim besten Willen nicht erklären. Beenie nimmt all seinen Mut zusammen, geht aus dem Zelt rüber zum Auto, fährt mit diesem eine Runde um den Zeltplatz und parkt es dann direkt vor unseren Behausungen. Danach ist endlich Ruhe im Karton.

Ganz aus der Nähe schlägt eine Rufous-cheecked Nightjar an, dann schlafen wir ein.


Tageshöchsttemperatur: 39° C
Gamedrive #18: 27,6km
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03 Mai 2020 16:44 #588025
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Hallo Sam,
Leider ein untrügliches Zeichen dafür, dass so einige Gäste die Anweisung «Don't feed the animals» nicht verstehen (wollen)...

Das ist wirlich schade :( - aber über das Foto musste ich echt lachen, coole Perspektive und noch coolere Tiere :laugh: !



"Peace Place" - ein sehr schöner Ausdruck, muss ich mir merken. :kiss:

Vielen Dank für deinen entspannten und entspannenden Bericht - so ein bisschen Seelebaumelnlassen von der Couch aus tut gut!

Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag!

Bele

P.S.: Ich hab begonnen, den Schakal-rupft-Huhn-Film zu schauen, aber dann doch wieder abgeschaltet :sick: ! Is nix für kleine Bele :-(.
Letzte Änderung: 03 Mai 2020 17:21 von Champagner.
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09 Mai 2020 12:45 #588437
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Kapitel 8
Abschied


Mittwoch, 23. Januar 2019
Kalahari Transfrontier Park (Mabuasehube Pan) - Ghanzi (Thakadu Bush Camp)

Schon um 5 Uhr sind wir auf und werden dafür mit einem fantastischen Sonnenaufgang belohnt:


Stacking aus 5 Bildern



Routiniert bauen wir das Lager ab, so dass wir schon um 6 Uhr abfahrbereit sind.


Die Stimmung in der Kalahari am frühen Morgen ist absolut bezaubernd. Nichts auf dieser Welt liebe ich mehr als das.

Wir wollen uns beim Rausfahren aus dem Park noch etwas Zeit nehmen und fahren deshalb noch gemütlich zur und rund um die Lesholoago Pan. Das hat sich auch absolut gelohnt, denn wir können im allerbesten Morgenlicht einen kleinen Clan Erdmännchen beobachten.


Mein Lieblingsbild von dieser Reise. Das Licht war einfach perfekt, unsere Position mit dem Auto und die Distanz stimmte. An diesem Foto habe ich immer noch viel Freude!

Am Wasserloch auf der gegenüberliegenden Seite zeigt sich eine Tüpfelhyäne, aber als wir dort dann ankommen, ist sie auch schon wieder weg.

Übrigens: die Campsite an dieser Pfanne liegt sehr schön und befindet sich nur zwei-, dreihundert Meter vom künstlich angelegten Wasserloch entfernt. Also dürfte man dort sicher eher noch auf Tiere treffen in trockenen Zeiten als eben an der Mabuasehube Pan, wo es nur natürliche Vorkommen von Oberflächenwasser geben kann. Diese Campsite merken wir uns für ein nächstes Mal vor... *


Northern Black Korhaan / Weissflügeltrappe

Die Landschaft auf dem Weg zum Gate ist wunderschön mit hohem, golden schimmerndem Gras, typischen Bäumen der Kalahari und tollem Morgenlicht.



Das Gate erreichen wir dann so früh, dass der diensthabende Ranger wohl etwas überrumpelt wird, er schaut drein, als hätte er grad noch geschlafen und zupft seine Uniform zurecht. Wir tragen uns ins magische Buch ein und sind dann auch schon wieder weg. Nun fahren wir ausserhalb des Parks dem Zaun entlang und dann auf der immer besser ausgebauten Piste (Teile davon sind inzwischen neu geschottert, am Rest wird offenbar derzeit gerade gearbeitet) bis nach Hukuntsi.



Das Dorf mitten in der Kalahari wächst und wächst, seit die Verbindung zum Trans Kalahari Highway geteert ist. Schon erstaunlich, was das ausmachen kann, wenn man dieses trostlose Kaff noch vor ein paar Jahren mal gesehen hat. An der «Puma»-Tankstelle lassen wir Diesel nachfüllen, aber die Pumpe scheint irgendwie nicht so richtig zu arbeiten, es dauert eine Ewigkeit und drei Minuten, bis wenigstens etwa 70l in unseren Doppeltank getröpfelt sind. Luft zum Reifen aufpumpen haben sie auch nicht, die Verbindung zum Zahlsystem mit der Karte klappt erst im fünften Anlauf und im dazugehörigen Shop herrscht gähnende Leere. Aber egal. Beim Einkaufszentrum gleich nebenan kaufen wir noch einen Snack für unterwegs, dann fahren wir weiter - ab jetzt immer auf allerbester Teerstrasse.

In Kang, was ja auch einfach eher eine grössere Kreuzung mit Tankstellen denn ein richtiger Ort ist, können wir bei «Engen» dann auch noch die Reifen auf asphaltgeeignete 200hpa aufpumpen lassen. Ab hier ziehen wir dann auf dem schnurgeraden, recht verkehrsarmen Trans Kalahari Highway ohne Halt voll durch bis kurz vor Ghanzi. 230km mit dem Tempomaten auf 120km/h eingestellt, ab und zu einen LKW überholen, wieder mal etwas Musikhören dazu, und schon sind wir da und erreichen das Thakadu Camp um 16:05 Uhr.

Es ist immer noch alles genau gleich wie im letzten Jahr, etwas abgewohnt und definitiv renovationsbedürftig, aber eben weiterhin auch gemütlich und in entspannter Atmosphäre. Wir checken ein und nehmen uns ein Meru Tent und nach einer längst fälligen, sehr erfrischenden Dusche begeben wir uns an die Bar, genehmigen uns den einen oder anderen Rock Shandy/ Black Label und gehen zum ersten Mal seit mehr als zwei Wochen wieder mal online. So vertrödeln wir die Zeit bis zum Abendessen. Endlich mal nicht selber kochen! Wir bestellen uns einen Chicken Salad für beide zur Vorspeise und dann je einen leckeren Thakadu Burger mit Chili-Pilzsauce und - darauf haben wir uns schon den ganzen Tag gefreut - Pommes dazu.

Die lange Fahrt hat dann doch etwas Kraft gekostet und so ziehen wir uns schon bald nach dem Essen auf unser Zimmer zurück zum Scrabbeln, Lesen und Schlafen.


Tageshöchsttemperatur: 38° C
Gefahrene Kilometer: 530,0km
Fahrtdauer: 9h 5min


* Inzwischen schon gebucht für Oktober 2020 :laugh:


Thakadu Bush Camp, Ghanzi
Wie erwähnt inzwischen etwas abgewohnt, der Restaurant/ Bar-Bereich und die Zelte/ Chalets hätten mal eine Renovation verdient. Aber; eigentlich finden wir es sehr stimmig dort, es herrscht eine lockere, ungezwungene Atmosphäre, das Publikum scheint recht durchmischt. Direkt von der Terasse des Restaurants/ Bar kann man ein sehr schön gestaltetes, natürlich gehaltenes Wasserloch überblicken, wo eine artenreiche Vogelwelt und die zahlreich vertretenen Huftiere wie Gnus, Impalas und Kudu sowie hin und wieder Eland beim Trinken zu bestaunen sind. Die Speisekarte ist einfach, aber abwechslungsreich (Pizza, Burger, Steaks, Hähnchen) und es gibt natürlich diverse Wildspezialitäten, alles von der eigenen Farm geschossen. Angeboten werden auch diverse Aktivitäten wie zum Beispiel Birdwalks, Gamedrives, etc. Frühstück ist nicht inbegriffen, kostet aber nicht viel und es gibt klassisches «Continental» und Eierspeisen.

Kategorie: Preiswert
Persönliche Bewertung: 3/5
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