THEMA: Namibia im Sommer 2020: Khaudum und was sonst?
19 Jan 2020 20:40 #577796
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  • BMW am 19 Jan 2020 20:40
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"Nobody is perfect" .....Deine Schilderung über das "get stuck" ist erfrischend ehrlich

und realistisch.......weiter so...... :) :) :)

Lg......BMW
Letzte Änderung: 20 Jan 2020 16:21 von BMW.
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20 Jan 2020 10:50 #577860
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  • Topobär am 20 Jan 2020 10:50
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Hallo Carsten,

sehr schöner Bericht über den Khaudum, den wir im Januar 2019 genau so erlebten, wie Du es hier schilderst.

Deine Gedanken zum Thema ob man besser zu zweit fährt, oder nicht, decken sich weitgehend mit meiner Ansicht zu diesem Thema. Wenn ich mit anderen zusammen fahre, dann nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil ich gerne mit Ihnen zusammen unterwegs bin.

Sich wieder besseren Wissens und sehenden Auges festzufahren kenne ich auch sehr gut. Da fragt man sich immer was einen geritten hat, solch Blödsinn zu verzapfen.

Alles Gute
Thomas
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20 Jan 2020 12:26 #577875
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  • CarstenS am 20 Jan 2020 12:26
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Ein Netz vor dem Kühler ist in dieser Jahreszeit übrigens ein Muß, wegen der vielen Schmetterlinge im Süden und der Grassamen im Norden. Trotzdem muß der Kühler 2x am Tag gereinigt werden. Die Bilder unten sind zeigen, was sich da trotz Netz ansammelt. Zum sauber macheneignet sich sehr gut der Eiskratzer, den ich mal aus Deutschland mitgebracht habe, und der im Winter in Namaqualand gut zu gebrauchen ist.




Letzte Änderung: 20 Jan 2020 12:29 von CarstenS.
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20 Jan 2020 20:18 #577946
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Tag 5, Montag 20. Januar
Nachts hatte ich fern die Löwen brüllen hören, doch sehen sollte ich sie nicht. Morgens fuhr ich den Omuramba lang (mehrere kleine Gnuherden und Gemsböke), dann die Runde mit den Wasserlöchern Doringstraat (Piste dorthin sehr schlecht und holprig), Leeupan (schöne Giraffenherde in der Nähe), Tsau und Burkea zurück zum Omuramba. 75 km, fast vier Stunden, durch herrlichen grünen Wald, aber mit wenig Wild. Dann fuhr ich noch den Omuramba 12km nach Westen weiter, zur Parkgrenze, und bekam dann doch noch meine Highlights des Morgens: Eine Herde Elands (Elenantilopen), wohl alles Bullen, aber auf jeden Fall die fettesten Elands, die ich je gesehen habe. Futter scheint es reichlich zu geben. Dann sah ich endlich meinen ersten Elefanten, einen jungen Bullen, der sich schnell ins Gebüsch verzog. Etwas später dann noch ein zweiter, ebenfalls ein einsamer junger Bulle.


Um 11:00 war ich zurück am Camp, wo ich einen gemütlichen Nachmittag mit Schreiben, Lesen, und Umpacken verbrachte. Um 16:30 ging es dann wieder los. Ziel war es, den Khaudum Omurambe nach Osten zu fahren, die ganzen 25km, dann zurück und auch noch 10 der 12km in den Westen weiter.
Highlights waren zwei Roans, die wie verspielt durch einen der saisonalen Seen im Wasser sprangen. Nicht viel später fand ich eine Herde aus 14 Roans im schönen Abendlicht, die sich gut filmen ließen. Ein first timer erwartete mich dann am Wasserloch Khaudum 3km vom Camp entfernt: Elands! Klar hatte ich die schon häufig vorher gesehen, so gestern und vor 6 Monaten in der Kalahari, und ich wusste auch, dass sie große Herden bilden können. Aber diese Herde hier, von ca. 300-400 Tieren, war doch atemberaubend, und so etwas habe ich noch nie gesehen. Leider waren die Tiere scheu, wohl weil sie außerhalb des Parks gejagt werden. Eine riesige Staubwolke erhob sich, wie die hunderte von riesigen Antilopen im Busch verschwanden. Noch 10 Minuten lang war das laute Rascheln dieser zahllosen Leiber zu hören, die sich durch das Gestrüpp von mir weg entfernten!
Noch ein Wort zu den Insekten: Hier sieht man, wie es ist, wenn es kein Insektensterben durch Insektizide etc. gibt. Von den tausenden Tagfaltern und hunderten Mistkäfern habe ich ja schon berichtet. Nachts kommen dann die unglaublich vielen Nachtfalter, „Motten“, aus der Familie der Eulenfalter zum Vorschein. Alles ist voll von Ihnen! Besonders altes Bier zieht sie an. D.h. mein Tisch, wo immer ein kühles Bier steht, ist voll von ihnen. 2 Meter entfernt die aufgestellte Bierschenke, in de Hoffnung, sie würden mich dann in Ruhe lassen. Auch der Bakkie ist voll von ihnen, da eine Dose ausgelaufen ist. Am meisten sind am Abfallsack (voller leerer Bierdosen), der fast schon zu hüpfen anfängt, weil überall die großen Eulenfalter reingekrabbelt sind! Zudem gibt es natürlich einiges an Moskitos. Hatte ich dummer Weise gar nicht bedacht, da ich schon lange nicht mehr in der Regenzeit unterwegs war, das letzte Mal 2005. Aber meine Wunderkiste „Camping“ hat alles mögliche Nützliche darin, so auch Anti-Moskito Sprays und Roller, die immer noch funktionieren!







Letzte Änderung: 21 Jan 2020 14:40 von CarstenS.
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21 Jan 2020 15:10 #578036
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Tag 6, Dienstag 21. Januar
Nachts hat es angefangen zu regnen, leicht. Um 3:00 ging ich dann aber raus, um das Canopy des Hilux zu zumachen. Danach find es richtig an zu Gewittern und zu Schütten. Als ich um 5:30 aufstand, war es zum Glück vorbei. Ich hatte am Abend davor das meiste im Auto verstaut, aber einiges stand noch auf der „Verandah“, deren Dach aber nur gegen Sonne und nicht gegen Regen schützt. Also war vieles nass, manches sehr nass, so mein Stuhl und mein Handtuch (trocknen wieder) und leider auch mein Namibia Road Atlas. Ich habe neben GPS immer noch Karten dabei. Nun ja, der Road Atlas war schon zerfleddert, zwei Seiten fehlten, die restlichen kleben jetzt zusammen. Also Zeit, ihn zu ersetzen.
6:10 ging es los, erst Mal nochmals den Omuramba lang (Gnuherden, Schakal am Wasserloch), dann via der Wasserlöcher Burkea, Tsau, Leeupan, Tari-Kora, Dussi, Omuramba, Shiymbi und Soncana zum Gate. An einigen Stellen war neue Elefantenaktivität zu sehen, und kurz nach Leeupan sah ich tatsächlich eine kleine Herde von ca. 15 Tieren. Dazu schöne Sichtungen von Herden von Giraffen und von Roans. Bei Soncana pumpte ich die Reifen auf 2 Bar auf. Am Gate quatschte ich noch einige Zeit mit dem Ranger, und kurz vor 12:00 war ich draußen.
Mein Fazit für Khaudum im Namibianischen Sommer? Die Straßen sind einfacher zu fahren als in der Trokenzeit, da der Sand feucht und hart ist. Aufpassen muss man aber wegen Schlamm, zumal es noch sehr viel nässer sein kann, als während meines Besuchs. Man sieht nicht so viel Wild und kaum Elefanten, aber für Birder und Insektenliebhaber ist der Sommer besser. Ich kann jedem raten, Khaudum auch im Sommer zu besuchen. Das Positivste für mich: In den vier Tagen habe ich kein einziges Auto gesehen, ich hatte den Park für mich in unglaublicher Ruhe!





Letzte Änderung: 22 Jan 2020 13:15 von CarstenS.
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21 Jan 2020 18:04 #578063
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  • Sasa am 21 Jan 2020 18:04
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Hallo Carsten,
danke fürs Schreiben.
wir werden dieses Jahr nach Tsumkwe fahren und die San besuchen.
Kaudum steht auch noch auf der Liste, aber dafür müssen wir erst mal Camper werden.

Danke für Deinen Bericht. Ein Tipp: Dreh die hochkannt Bilder vorher in einem anderen Programm und speicher das a, dann erst hier ins Forum hochladen.

Viele Grüß
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
www.namibia-forum.ch...a-erstlingstour.html
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