THEMA: Die Eulenmuckels auf Extratour im Okavango-Delta
28 Jan 2020 21:37 #578798
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  • Tinochika am 28 Jan 2020 21:37
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Eulenmuckel schrieb:
Zum Glück ist es uns erspart geblieben, uns wie Tinochikas in einem Loch festzufahren.

Hallo liebe Muckels,

kaum regnet es in der Khwai Region füllen sich die tiefen Fahrspuren innerhalb kurzer Zeit mit Wasser so stark, dass es an manchen Stellen kaum ein durchkommen gibt.

Dass Ihr schon 2018 wußtet, dass wir uns ein Jahr später genau auf dieser Strecke festfahren werdet, macht Euch ja zu wahren Propheten. :woohoo:

Liebe Grüße
Die Tinochikas
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29 Jan 2020 20:58 #578879
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@Ingrid: Herzlich willkommen bei unserer Reise, die nun schon bedenklich auf die Zielgerade einbiegt. Und danke für euer Lob.

@Sascha: Es war nicht sehr schwer, die Käuze zu finden. Sie saßen fast unmittelbar über uns in den Bäumen. Vielleicht nehme ich aber auch den Mund etwas voll. Sagen wir so: Für Ruth war es nicht schwer, sie zu finden . . .

@Matthias: Uns geht es genauso. Gerne könnten wir auch gemeinsam jetzt dort sein.
Mit den deutschen Vogelnamen ist es so: Wenn unser deutschsprachiges Taschenbuch ("Ein Taschenführer für Vögel im südlichen Afrika") den Vogel nicht enthält, schlage ich unter dem englischen Namen bei dict.cc nach. In diesem Fall ergibt "African wood owl" den Namen "Afrikanischer Waldkauz". Und selbst Wikipedia nennt den "Strix woodfordii" auf Deutsch "Afrika-Waldkauz". Wir sind also total unschuldig. ;)

@Cruiser: Wir freuen uns, dass du auch dabei bist.
Warum die Wildhunde so weiße Zähne haben, wissen wir auch nicht, aber offensichtlich sind die Beißer gut in Schuss.

@Tinochika: Das sollte euch ja nicht wundern, schließlich habt ihr hier mit den Zeitreisen angefangen. Niemand sonst kann sich gleichzeitig an mehreren Orten im südlichen Afrika aufhalten. So ein bisschen Prophezeiung ist da harmlos. ;)

Liebe Grüße
Uwe
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30 Jan 2020 10:25 #578901
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  • Skotch am 30 Jan 2020 10:25
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Hallo ihr Lieben,

euer Reisebericht ist wirklich super toll. Sehr schön geschrieben und die Bilder sind einsame Spitze!
Ich hoffe, dass wir bei unserer Tour im Herbst auch nur ansatzweise so schöne Tiersichtungen wie ihr haben!

Da ich bald anfangen werde unsere Fotoausrüstung zusammen zu stellen, interessiert es mich, welche Objektive ihr benutzt habt.
Würde mich freuen, wenn ihr dazu was schreiben könntet :)

Liebe Grüße,
Marcel
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30 Jan 2020 13:31 #578913
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Hallo,

danke für den super Bericht mit den tollen Fotos. Immer sehr interessant euch auf euren Reisen zu folgen.

@Cruiser, ich denke die weißen Zähne kommen von dem Kauen und Nagen an vielen Knochen. Unsere Haushunde bekommen in der Regel nicht so viele Knochen und haben daher weniger hübsche bzw. gepflegte Zähne. In der Natur wird jeder Knochen (außer dem Oberschenkelknochen eines Elefanten :laugh: ) mit verputzt.
Unsere Hunde bekommen die Abwurfstangen eines Hirsches und kauen daran etliche Wochen herum. Bei den Kau- und Schabgeräuschen würde jeder denken, die machen Ihre Zähne dabei total kaputt, das Gegenteil ist der Fall. Super saubere Zähne und entspannte Hunde.

Gruß
Markus
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02 Feb 2020 20:18 #579190
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@Marcel: Vielen Dank. Wir wünschen euch für eure Tour ganz viele schöne Erlebnisse. Folgende Objektive haben wir benutzt: EF 17-40, EF 24-105, EF 100 Macro, EF 100-400, EF 500 (alle Canon)

@Markus: Auch dir vielen Dank.
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02 Feb 2020 20:21 #579191
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Tag 13 – 25. Oktober 2018 – Birding

Drotsky’s Cabins, Shakawe – Camp Maori, Grootfontein

Heute konnten wir gemütlich ausschlafen, da die Bootsfahrt erst um halb acht startete. Wir machten Frühstück und behielten unser Essen genau im Blick, da schon überall die Meerkatzen in den Bäumen herumlungerten und darauf spekulierten, jede Unachtsamkeit sofort auszunutzen. Trotzdem gelang es einem flinken Affen, sich Helgas Brottüte zu schnappen, während wir bereits am Tisch saßen. Er näherte sich Ruth von hinten und klaute das Brot. Während alle anderen schon entsetzt waren über so viel Abgebrühtheit, kriegte sich Ruth gar nicht mehr ein. Sie wollte diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen und verfolgte die Meerkatze so lange, bis diese die Tüte wieder fallen ließ.
Nach dem Essen räumten wir alles zusammen und schnappten uns die Fotoausrüstung. Wie vereinbart wartete unser Guide Otto am Anleger auf uns. Wir freuten uns sehr, ihn wiederzusehen, und die Erwartungen waren hoch, denn wir hatten Helga und Michael während unserer Reise immer wieder damit in den Ohren gelegen, dass die Fahrten mit Otto kaum zu überbieten seien. In einem kleinen Boot schipperten wir los. Wir sahen sehr viele Vögel, und Otto verstand es, uns in gutem Winkel, ruhig und so nah heranzubringen, dass wir mit dem Sonnenlicht im Rücken fotografieren konnten. Alle Vogelarten aufzuzählen, wäre eine lange Liste, aber insgesamt waren es an die 50 verschiedene.

Weißstirnspint





Malachiteisvogel



Hier haben wir keine Ahnung. Könnte es vielleicht eine Whydah, ein Widowbird oder Bishop sein?



Die leuchtend blau-grünen Eier eines Reihers stachen zwischen den braunen Ästen deutlich hervor. Trotzdem hätten wir das Gelege ohne einen Hinweis von Otto wohl übersehen. Das Nest war in überhängenden Ästen über dem Wasser angebracht, wohl um es vor Plünderungen zu schützen und für Diebe schwer erreichbar zu machen.



Einer von ihnen war an anderer Stelle bereits unterwegs und bewies im Steilhang seine akrobatischen Kletterkünste.



Ein gut überlegter Nistplatz ist aus diesem Grund sicherlich sinnvoll.



Bronzefleckentaube



Seidenreiher



Graufischer



Mangrovenreiher



Stelzenläufer



Lange beobachteten wir die rasante Flugshow der Scherenschnäbel. Sie ruhten am Ufer auf einer Sandbank, hoben immer mal wieder ab, um ein paar Kurven zu fliegen oder im Jagdflug dicht über der Wasseroberfläche mit aufgeklapptem Schnabel nach Beute zu fischen.











Auffällig war, dass die Pärchen ziemlich synchron unterwegs waren.



Schlangenhalsvogel



Oft wussten wir gar nicht, wohin wir als erstes schauen sollten, da es so viel zu entdecken gab. Und so geschah es nur selten, dass wir einfach nur still auf den Wellen schaukelten und die Fotoapparate ungenutzt blieben. Trotz der Vielzahl an Motiven erinnern wir uns immer wieder daran, auch einfach mal den Augenblick zu genießen, obwohl dieser Plan abends am Lagerfeuer wesentlich einfacher umzusetzen ist als auf einer Bootsfahrt mit Otto.





Natürlich wurde auch wieder die einstudierte Nummer mit Fisch und Schreiseeadler aufgeführt. Ein Tipp für Fotografen: Mit einer langen Festbrennweite hatte Uwe dabei keine Chance, den Vogel auch nur ansatzweise ins Bild zu bekommen: Wasser, Wellen, ein halber Flügel, ein aus dem Bild flüchtender Vogel, … Alles ging unglaublich schnell. Ruth war mit 100 mm deutlich besser aufgestellt.











Witwenenten



Langzehenkiebitz



Graufischer



Karminspint beim Baden



Neben Vögeln konnten wir auch das Leben am und auf dem Fluss beobachten. Fischer und Leute, die Schilf für Zäune oder Hütten schnitten, waren in Mokoros unterwegs, und das Nutzvieh kam zum Trinken.















Letzte Änderung: 02 Feb 2020 20:25 von Eulenmuckel.
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