THEMA: Die Eulenmuckels auf Extratour im Okavango-Delta
18 Jan 2020 22:45 #577709
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  • Löwenseele am 18 Jan 2020 22:45
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Hallo ihr Zwei,
auch wenn die Tiersichtungen an dem Tag nicht spektakulär waren, so macht der Halo doch alles wieder wett! Wirklich ein toller Kreis! Ich habe "nur" mal zwei Nebensonnen gesehen und fand das schon irre!
Und was die Tiere anbelangt, kommt bestimmt noch noch was nach... ;)
2012 Südafrika - Einsteiger Gruppenreise
2017 Südafrika - Selbstfahrer
2018 Botswana - Zeltsafari
2020 Namibia - Frauen Power 4 x 4
.....da kommt sicher noch viel mehr!
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27 Jan 2020 20:22 #578705
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  • Eulenmuckel am 27 Jan 2020 20:22
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Tag 12 – 24. Oktober 2018 – Rund ums Delta

North Gate, Moremi – Drotsky’s Cabins, Shakawe

Um halb sechs standen wir auf. Unser Plan war es, heute sehr früh aufzubrechen und zügig bis Maun zu fahren. Die zweite Etappe bis Drotsky’s kurz vor Shakawe wollten wir so unter die Räder nehmen, dass wir rechtzeitig für eine Bootstour am Nachmittag dort wären. Der Anfang war schon fast pünktlich. Nach Toilette, Einpacken und einer Tasse Kaffee und Tee mit Rusk kamen wir um zehn nach sechs los.





Die direkte Verbindung zum South Gate ist normalerweise ziemlich eintönig. Nach dem Regen vor drei Tagen standen aber auch auf dieser Strecke einige Löcher unter Wasser. Bei manchen gab es Umfahrungen, bei den meisten jedoch nicht. Wir mussten stark abbremsen und am Rand oder mittendurch fahren. Es ging immer gut, aber ein paar Mal rutschte das Heck in die Tiefe, und der Wagen schlingerte langsam aus dem Matschloch. Zum Glück ist es uns erspart geblieben, uns wie Tinochikas in einem Loch festzufahren. ;)











Am South Gate registrierten wir uns und fuhren weiter nach Maun. Uns begegneten noch einige Elefanten, Giraffen, Zebras und Gnus. Das war eine schöne Verabschiedung aus dem Moremi.









Vet-Gate



Auf der Pad krabbelten unzählige Tausendfüßer. Bisher haben wir von dieser Art lediglich die Überreste des verblichenen Panzers entdecken können. Lebend hatten wir nur ein Exemplar vor einigen Jahren im KTP gesehen. Solche Massen an Tieren waren für uns neu, und Uwe musste höllisch aufpassen, sie zwischen und nicht unter die Räder zu nehmen.





Ein Stückchen weiter halfen wir einer Schildkröte über die Straße.





Kurz vor Shorobe pumpten wir wieder Luft in alle Reifen. In Maun trennten wir uns. Während wir unser bei Aliboats deponiertes Reserverad abholten, kauften Helga und Michael noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt.





Schnell war das Rad nach einigen Witzchen mit dem Inhaber der Firma in unserem Auto verstaut, und wir bedankten uns für die Hilfe. Als wir den Hof verließen, trauten wir unseren Augen und Ohren kaum. Kratzende Geräusche und lautes Getrappele von kleinen Hufen hatten uns aufmerksam werden lassen. Da standen doch tatsächlich ein paar Ziegen auf der Motorhaube und der Windschutzscheibe eines am Straßenrand parkenden PKWs. Um an die grünen Blätter eines Baumes zu gelangen, hatten sie das Auto erklommen und schubsten sich nun gegenseitig zur Seite. Dabei verursachten ihre Hufe fiese, quietschende Geräusche auf den Scheiben und dem Lack. Wir mochten uns nicht so genau ausmalen, ob die zugehörigen Kratzer weniger fies anzusehen waren. Ruth klatschte einmal laut in die Hände, was zur Folge hatte, dass die Ziegen vom Auto sprangen, nur um es unmittelbar danach wieder erneut zu besteigen. Da sich außer uns auch niemand für die Ziegen zu interessieren schien (der Halter des PKWs war weit und breit nicht zu sehen) und wir sie auch schlecht irgendwo anleinen konnten, gönnten wir ihnen ihren Blättersnack und waren froh, unser Auto an einer anderen Stelle geparkt zu haben.





Bei Riley’s Garage tankten wir über 100 Liter Diesel und trafen unsere Freunde natürlich an dem Ort, an dem es sich am besten ausspannen lässt: Bei Hilary’s ließen wir uns Kaffee und Sandwiches schmecken. Diese Pause konnten wir uns zwar zeitlich kaum erlauben, war aber dringend nötig und sehr schön.



Die Strecke aus dem Moremi hatte viel mehr Zeit als geplant verschlungen. Nun war es schon recht spät, als wir Maun nach Südwesten verließen.



Bei Sehitwa bogen wir nach Norden ab und fuhren den Panhandle des Okavango-Deltas hinauf. Die Straße war auf einigen Abschnitten sehr schlecht, mit großen und zahlreichen Schlaglöchern. Daher kamen wir nicht schnell voran und verloren weitere Zeit. Nach vielen Brems-, Ausweich- und Überholmanövern kamen wir ziemlich geschafft erst nach halb fünf bei Drotsky’s Cabins an. Nun war es in jedem Fall zu spät für eine Bootstour. Umso wichtiger bestätigten wir noch einmal die Buchung für die Tour am Morgen.
Auf unserer Campsite Nummer 12 richteten wir uns ein. Eine freche Meerkatze beobachtete uns und klaute Helga ein paar Essensreste. Wir liefen zum Deck an der Rezeption und sahen trotz Wolken einen schönen Sonnenuntergang.



Zurück auf der Campsite gingen wir duschen und bereiteten danach unser Abendessen zu. Wir grillten unsere letzte Portion Fleisch und aßen den Rest Bohnensalat und Tsatsiki von gestern. Helga füllte Gemsquash mit Feta und Chakalaka. Es schmeckte toll, war aber wieder mal viel zu viel. Und als ob das noch nicht genug gewesen wäre, gab es noch Grillbrote mit Knoblauchbutter.
Aus den Bäumen unmittelbar über uns riefen zwei Waldkäuze. Man konnte die beiden Stimmen gut unterscheiden, und es entwickelte sich ein interessantes Gespräch. Frau Kauz fragte nach, der Herr antwortete, die Dame erzählte, und der Mann stimmte ein. Vielleicht war es aber auch umgekehrt. So ging es eine ganze Zeit lang hin und her, und wir lauschten in die Dunkelheit. Selten hatten wir ein so schönes Eulenkonzert gehört.





Nach dem Spülen verschwanden wir schon bald in unseren Zelten.

Kilometer: 504
Letzte Änderung: 27 Jan 2020 20:33 von Eulenmuckel.
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28 Jan 2020 08:26 #578717
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  • franzicke am 28 Jan 2020 08:26
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Guten Morgen liebe Muckels,
das ist ja eine noch größere Freude als Überraschung!
Ich hab schon mal vor ein paar Tagen beim Reinspickeln gesehen, dass es einen Bericht von euch gibt, jetzt hab ich endlich angefangen zu lesen und bin mal wieder begeistert! Einfach toll, wenn es aus einer der schönsten Ecken so ziemlich die schönsten Bilder gibt!
Und das Abendgespräch von Kauzens im Baum könnte ziemlich original von franzickens auf dem Sofa stammen :silly:
Danke-Grüße Ingrid
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28 Jan 2020 09:03 #578719
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  • H.Badger am 28 Jan 2020 09:03
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Liebe Eulenmuckels,

die Fotos der Käuze sind euch ganz wunderbar gelungen.
Was habe ich in diesem Sommer im Caprivi versucht, einen Blick auf die Tiere zu erhaschen - bei uns ist es bei dem akustischen Eindrücken geblieben. Aber die waren natürlich auch toll.
Eine schöne Zeit im Moremi scheint ihr gehabt zu haben!

Eine schöne Woche wünscht
Sascha
Reisebericht 2016: Südafrika, Namibia, Mauritius www.namibia-forum.ch...in-der-kalahari.html
Reisebericht 2016: Kinder und Katzen im Kruger www.namibia-forum.ch...atzen-im-kruger.html
Reisebericht 2017: Namibia - vom KTP zum Etosha NP www.namibia-forum.ch...he-lion-s-share.html
Reisebericht 2018: Kinder und Katzen im Kruger - Reloaded www.namibia-forum.ch...kruger-reloaded.html
Reisebericht 2019: Etosha, Caprivi, Chobe www.namibia-forum.ch...be-2019.html?start=0
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28 Jan 2020 12:04 #578744
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  • fotomatte am 28 Jan 2020 12:04
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Liebe Ruth, lieber Uwe,

wenn ich das Sehnsuchtsfoto vom Sonnenuntergang von der Terrasse sehe, sticht ´s mir ins Herz. Wie gern wäre ich genau jetzt genau dort.

Ein bisschen schwer tue ich mich mit der eingedeutschten Wood Owl. Gemeinhin wird die als Woodford- Kauz bezeichnet, während man unter Waldkauz den europäischen Strix aluco versteht. Den gibt es natürlich nicht am Okavango.

Viele Grüße,
Matthias
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28 Jan 2020 15:29 #578766
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Danke für den Reisebericht und ich lese nicht viele aber manche. Super Bilder, wie immer, und coole Beschreibung, nur die deutsche Vogelbestimming macht mir etwas zu schaffen. :woohoo:

Nochwas, es erstaunt mich immer wieder das die wilden Hunde, alle, so weiße Zähne haben.
Best Regards
Adolf
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Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
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Letzte Änderung: 28 Jan 2020 17:09 von Cruiser.
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