THEMA: Uganda zur Regenzeit!
07 Dez 2019 15:25 #574703
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Marafiki Lodge

Nun erreichen wir die Marafiki Lodge über einen Feldweg, von dem sich kaum jemand vostellen kann, dass er zu einer Lodge führt. :)


Der Eingang sieht er schlicht aus.


Restaurant mit Blick auf den See.
Feuchte Tücher und der obligatorische Erfrischungsdrink warten auf uns, danach bringt uns ein Angestellter zu unserem Zelt. Wir müssen auf einen Hügel gehen. Manfred schnauft! :woohoo: :woohoo: Mir verschlägt dieses Zelt den Atem. Es ist unbeschreiblich schön, mit großer Außendusche, Toilette und zwei Waschbecken. Es gibt das erste Mal in Uganda ein Toilettenpapier, das sich ordentlich abreißen lässt. ;) , Flipflops und einen Bademantel, ein so hübsches Bett mit Lampen und einem Relax-Sofa. Eine Terrasse mit Ausblick auf den Lake George und es gibt Strom.


Der Eingang zum Zelt ist noch gemauert..








Stylische Bademäntel! :blush:
Ich kann nicht glauben, dass wir tatsächlich nur 130 US$ zahlen sollen. Für ugandische Verhältnisse ist das günstig. Die Budongo Lodge hatte keinen Service und wir haben 160 € gezahlt. Ugandas Unterkünfte sind sehr unterschiedlich in Preis und Leistung.

Unser Auto ist unter dem Lehm kaum noch zu erkennen, es ist so schmutzig, dass die Jungs der Lodge fragen, ob sie es waschen dürfen. Nur zu, gerne! :kiss: :kiss: Das wird eine ganz schöne Arbeit für die Jungs, wir geben ihnen später eine entsprechende Entlohnung. Das haben sie sich verdient!





Die Dusche wird eingeweiht, wir sitzen noch auf der Terrasse und genießen den Blick, bevor wir gegen 19.30 Uhr zum Restaurant gehen. Der Weg wird liebevoll mit Petroleumlampen beleuchtet. Das Essen ist auch sehr schmackhaft und der Wein? Nun ja, wir wollen nicht meckern. Er schmeckt!











Wir genießen die Lodge und schlafen völlig entspannt.
Am nächsten Morgen...











Wir verabschieden uns nach dem Essen und ahnen noch nicht, dass wir schneller zurück sind, als geplant war... :evil:Und wir haben tatsächlich nur 130 US$ bezahlt, allerdings werden hier keine Kreditkarten akzeptiert, aber wenn es bekannt ist, sollte es kein Problem sein. US$ oder UGX werden gerne genommen!

Biggi
Letzte Änderung: 07 Dez 2019 15:35 von tiggi.
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07 Dez 2019 15:46 #574705
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Auf dem Weg nach Ishasha

Von einer Forumsfreundin habe ich noch den Hinweis erhalten, dass die Menschen, die die Felder um die Marafiki Lodge bearbeiten, sich mit der Herstellung von Körben auch ein wenig Geld verdienen. Wir fahren also nach Verlassen der Lodge zu den Grashütten, ich zeige Bilder auf meinem Handy und frage nach dem Paar mit den Körben, leider verstehen sie kein Englisch. Ein älterer Mann erscheint, der etwas Englisch spricht und erklärt, dass die beiden nicht mehr hier sind. Einige der Menschen arbeiten auf den Feldern, andere sind in ihre Dörfer zurückgekehrt. Wir finden das sehr schade, aber tatsächlich ergibt sich später noch eine Gelegenheit einen Korb zu erwerben. Der einsetzende starke Regen machr eine weitere Kommunikation unmöglich.


In diesen Hütten leben die Menschen




Kinder sehen schmutzig aus!


Kurz vor dem Abzweiger zur Mainroad sehen wir diese Hütten und fragen uns, wie lange sie dem Regen standhalten mögen?




Nun geht es wieder über die Brücke des Kazinga Channels und bald müssen wir von der TAR in den Queen Elizabeth NP abbiegen. Wir nutzen die Transitstrecke zwischen Kongo und Ruanda, um in den Ishasha Sektor zu kommen, Es gibt nur die eine Strecke, links und rechts sind keine Wege, auf denen man eventuell einen Gamedrive machen könnte. An der Einfahrt wartet eine Polizeipatroulie. Das ist hier ganz normal.
Der Regen nimmt zu und schon nach einem Kilometer stecken die ersten LKWs fest. Es regnet wieder und die Strecke ist hier so aufgeweicht, dass es nicht möglich ist mit schwereren Fahrzeugen, als unserem Surf durchzukommen oder mit einem Rad, dass man schiebt!





Nun zeigt sich, warum wir einen Surf dem Land Cruiser oder Prado vorziehen. Dieser Wagen ist eindeutig leichter und es besteht wenigstens eine kleine Chance nicht sofort wegzurutschen.
Der LKW blockiert ziemlich viel des Weges und rechst von uns ist wieder der Graben. Er ist nicht tief, aber wenn man dort erst einmal hängt, kommt man nicht mehr alleine heraus. Manfred zirkuliert an dem LKW vorbei. Es passen genau zwei Finger zwischen uns den LKW, wir sind langsamer als eine Schnecke und es geht hier wirklich nur Zentimeter für Zentimeter voran. Ich gerate langsam in Panik und weiß nicht, wie wir die nächsten 70 Kilometer überstehen sollen.
Manfred gelingt es ohne Schramme an dem LKW vorbei zu kommen. Die Strecke ist jetzt frei, aber immer noch glatt wie Schmierseife. Dann begegnet uns erneut ein Klein-LKW, er wird nicht an diesem Engpass vorbeifahren können. Wir bleiben fast stehen, als der Wagen an uns vorbei schleicht. Der LKW rutscht, kann sich aber fangen. Irgendwann wird der Untergrund des Weges tatsächlich fester. Es sind 20 Kilometer durch Schlamm und Matsch, dann ermöglichen kleine Steine etwas mehr Gripp.




Hin und wieder kreuzen die Elefanten den Weg...





An Kasenyi ist sogar ein Teerstück eingearbeitet worden. Serpentinen und Kurven hätten nur zu Unfällen geführt. Danach ist der Fahrbahnbelag kiesähnlich und sandig, d.h. man rutscht nicht durch den Matsch. Hin und wieder gibt es noch mal ein ausgefahrenes und gefährliches Stück, aber ohne Gegenverkehr kann man es unversehrt überstehen. Das ist ein Abenteuer, was in keinem Reiseführer oder Bericht erwähnt wurde und ich weiß nicht, ob ich so ein Abenteuer buchen muss!

Irgendwann erreichen wir den Ishashasektor und das nördliche Gate. Ein Permit besitzen wir schon, so findet nur die obligatorische Registrierung statt, das Gate öffnet sich und wir fahren hinein. Vorher haben wir noch eine Karte erworben, auf der die Bäume eingezeichnte sind, auf denen man Baumlöwen vermutet.





Große weitläufige Savannenflächen, hier und da ein Baum und Blicke bis in den Kongo. Viele Büffel, Kobs und Topis, aber auch Waterbucks sind zu sehen. Alles Tiere, die wir schon vielfach fotografiert haben. Wir sind auf der Suche nach Baumlöwen, dazu besitzen wir jetzt eine Karte, in der alle in Frage kommenden Bäume markiert sind. Ein Großteil der Bäume befindet sich am Südgate.
Für ein paar Vögel halten wir immer wieder...


Bateleur










Familie Hammerkop ist versammelt..


Auch die Leierantilopen scheinen den Regen nicht zu mögen.
Wir fahren langsam als wir plötzlich wieder vor eine Straßensperre stehen. Gerade haben wir das Camp mit den nicht erkennbaren Picknickflächen umfahren, als vor uns ein Armeefahrzeug steht und uns erklärt, dass sie gerade einen Land Cruiser mit Touristen gerettet haben. In einer Kurve ist der Wagen so weggerutscht, dass der einheimische Fahrer den Wagen nicht mehr halten konnte. Der Fahrer kommt auf uns zu und warnt uns weiter zu fahren. Wir sollen zum Gate zurück und können von Süden kommend andere Wege befahren.





Manfred erkundet dann zu Fuß die Stelle und er meint: „Da fahre ich durch. Der Fahrer konnte nicht fahren!“. :evil: :angry: Ich schimpfe und weigere mich hier weiter zu fahren. Ich setze mich durch!!!! :side:



Bei dem Regen macht das Fotografieren keinen Spaß! :sick:

Wir drehen um, fahren zum Gate zurück und über die Transitstrecke zum Südgate, dann erneut in den Park. Leider sind auch hier viele Wege rutschig und wir müssen drehen. Baumlöwen sehen wir keine, was aber am Regen liegt, denn wenn der Baum nass ist, liegen sie dort nicht. Sie können nicht klettern, es geht ihnen wie uns, sie rutschen und im Südteil des Parks ist das Gras wieder so hoch, dass liegende Löwen nicht zu erkennen sind. Wir geben auf und verlassen den Park. Am Gate sprechen wir mit anderen Touristen, die auch keine Löwen gesehen haben.


Der Blick von der Transitstrecke zur Enjojo Lodge

Biggi
Anhang:
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08 Dez 2019 14:01 #574794
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Fortsetzung "Kihihi" und Rückkehr nach Katunguru

Ein Ranger ist so nett, notiert sich meine ugandische Handynummer und möchte mich anrufen, wenn er hört, dass die Löwen auf einem Baum zu finden sind. Die meisten Touristen kommen in diesen Teil des Parks der Baumlöwen wegen, wenn sie sich auf dem Weg nach Bwindi zum Gorillatrekking befinden. Der Park ist klein und bietet nicht mehr als die Kas. Savanne im Norden des Queen Elizabeth Parks.
Wir sind ja noch einen Tag hier und haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auf Löwen im Baum zu treffen. Nun fahren wir nach Kihihi, eine Kleinstadt am Rande. (Viele Gäste bleiben in der Enjojo Lodge, aber die Zimmerkategorie, die ich gerne hätte war viel zu teuer.) Will man nach Bwindi zum Gorillatrekking muss man durch Kihihi fahren. Der Weg ist anfangs sehr schmal, er führt dann steil in ein Tal. Bei Regen ist es hier auch wieder schmierig. Nun hat es zwar aufgehört zu regnen, aber trocken ist noch lange nichts.



Kurz vor Kihihi haben die Chinesen schon eine neue Straße begonnen, groß und breit, aber noch ohne Teer.
Wir erreichen unser Savannah Resort Hotel. Es liegt wunderschön in einem großen Garten und wird häufig von Golfern aus aller Welt besucht. Neben dem Golfplatz gehört auch ein eigener Flugplatz zur Anlage. Ein großes Hauptgebäude mit Restaurant und Bar ist umgeben von kleinen landestypischen Bungalows, in denen man wohnt.


Foto entsstand am nächsten Morgen! :silly:




Stefan Kluge kennt die Eigentümerin und bat uns Grüße auszurichten, aber wir bekommen sie nicht zu sehen.
In unserem Bungalow gibt es zwei Sitzgruppen, wir trinken gemütlich einen Cappuccino, es gibt hier Strom! Und bestellen zum Abendessen Pizza. Die schmeckt auch ganz gut,





Unsere Gespräche mit dem Personal und einer Frau aus den USA drehen sich immer wieder um den Straßenzustand. Ich habe dieses Hotel für zwei Nächte gebucht, dann wollen wir nach Rukingiri (südosten) weiterreisen. Bis Rukingiri führt die Strecke/Piste durch ein wunderschönes Tal. Alle Leute raten uns davon ab weiterzufahren. Ein Kellner schlägt vor, einen ortsansässigen Fahrer zu buchen, der uns durchs Tal fährt. Dann erfahren wir, dass auch die Matatus den Weg nutzen und häufig so quer liegen, dass die Strecke für Tage blockiert ist. Was sollen wir tun?
Erst einmal trinken wir einen Gin Tonic, der klärt unsere Gedanken.
Die Horrorstrecke durch den Queen Elizabeth Park scheint tatsächlich die bessere Alternative zu sein. Jedoch können wir dann nicht zwei Nächte hier verweilen, dann erreichen wir unsere anderen Buchungen nicht mehr.
Eine Idee wäre, alle weiteren Nächte zu stornieren und nach Fort Portal zurück zu fahren. Ich wollte sowieso noch einmal ins Toro Babies Home. Manfred hält die Idee nicht für gut, weder für mich, noch für die Kinder. Wir entschließen uns aber an der Rezeption zu fragen, ob wir morgen abreisen können, ohne für die zweite Nacht zu zahlen und dann nach Katunguru zurück zu kehren. Ein Problem noch: Die zwei LKWs, die die Strecke blockieren. Die Angestellten versichern uns, dass die bestimmt geräumt wurden, da es sich um eine Transitstrecke handelt, die frei bleiben muss. Wir sind gespannt, wie es dort aussieht.
Eine Unterkunft haben wir dann aber nicht.

Der nächste Morgen: 15.10.
Der Himmel strahlt in tiefem Blau, keine Regenwolken in Sicht. Das kann sich aber schnell ändern. Ich spreche mit der Rezeption, man hat viel Verständnis für die Umstände und kennt das Problem. Allerdings sind wir schon etwas Besonderes, da wir alleine ohne Driver unterwegs sind. Das kommt selten vor. Wir können abreisen. Aber natürlich nicht ohne Frühstück. Pancakes, Toast, frisches Obst und Saft und sogar Joghurt gibt es, auch Eier in allen Varianten können wir bestellen. Die Amerikanerin mit ihrer 12-jährigen Tochter bekommt heute einen Fahrer mit Auto. Sie ist aber direkt eingeflogen worden.
Ich buche erneut die Marafiki Lodge für eine Nacht. Das klappt mit booking.com wieder perfekt. Nun benötigen wir aber Bares, denn die Lodge akzeptiert keine Kreditkarten, einziger Wehmutstropfen dort!
In Kihihi gibt es seit Fort Portal den ersten ATM. Wir fahren die 3 Kilometer in den Ort, finden die Stanbic Bank und bekommen unsere Schillinge, schon sind wir wieder zu Millionären mutiert. Das funktioniert in Uganda sehr einfach!!!
Im Ort mache ich noch ein paar Fotos. Er ist so typisch afrikanisch, sandig, ohne Abwasserkanäle, keine festen Wege und unendlich viele Plastikschüsseln an Straßenrand.








Ein ganz besonderes Verkehrsmittel :woohoo: :silly





Hübsche große Häuser, Neubauten, aber auch saubere einfache Häuser mit Wäsche vor der Tür bilden den Rand.









Wir fahren zum Ishasha zurück.



Am Gate erinnert sich der Ranger an uns, wir überlegen noch, ob wir noch einmal die Permits für 80 US$ kaufen um nach Baumlöwen Ausschau zu halten. Der Ranger sieht für heute bessere Chancen, da es nicht regnet, kann aber nichts versprechen,
In Uganda scheint sich das ganze Leben immer nach dem Regen zu drehen.




Waschtag am Gate! :ohmy: :ohmy: :ohmy:
Ich habe nicht mehr ausreichend US$, wir haben hier schon so viel in Dollar gezahlt. Nun kann ich natürlich auch mit Kreditkarte oder in Euro zahlen. Davon haben wir noch einige Scheine im Portomonaie. Ich muss 73 € zahlen. Mit vielen anderen Safarifahrzeuge und Touristen begeben wir uns auf die Strecke. Immer wieder halten wir und tauschen uns aus. Irgendwann ist es mir egal, ob wir Löwen im Baum sehen oder nicht. Die Landschaft ist einfach sehr schön und viele interessante Vögel entdecke ich, die wir nicht im südlichen Afrika sehen. Löwen sehen wir immer wieder, wenn auch nicht auf dem Baum.







Dieses ist eben Uganda zur Regenzeit. :blush: :blush: :evil: :evil: Ein Guide hat gestern Abend zwei Löwen an einem Punkt beobachtet, an dem wir uns treffen, aber heute sind sie dort nicht mehr. Sie lagen auch nicht im Baum.


Wir schauen uns noch ein bisschen um, schließlich lacht die Sonne und dann ist doch gleich alles viel netter! ;) :)








Manfred findet wieder seine ganz speziellen Abkürzungen... :silly: :blink: :blush:





Ich freue mich auf die Marafiki Lodge und hoffe, dass wir den Rückweg gut meistern, vor allem ohne Regen.
Heute können wir durch den Park fahren und am Nordgate ausfahren, vorher erfreuen wir uns aber an den üblichen Verdächtigen: Büffel, Kops, Elefanten, Leierantilopen (Topis) oder all den anderen.



Gegen 13.00 Uhr soll es reichen und wir verlassen den Park. Die Sonne scheint immer noch. 70 KM sind es bis Katunguru, dass sollte zu schaffen sein. Wir kommen gut voran, die Strecke hat noch Pfützen, aber wir rutschen nicht, noch nicht. Paviane, Meerkatzen und andere Tiere sind an der Strecke zu sehen, viele Kops und dann turnen die White-Tail-Colobusse über unseren Köpfen. Wir bleiben stehen, öffnen unser Dach und schauen zu.





Eine kleine Pause ist gut.
Doch was war das gerade? Ich glaube ein Tropfen erreicht mich. Es zieht sich schnell zu und dann prasselt es schon los. Wir fahren schnell weiter, was geschafft ist, führt nicht zum Rutschen. Nach 10 Minuten hört es auf zu regnen und wir kommen fast bis zum Ende durch. Eine sehr kritische Stelle ist noch zu durchfahren, als uns ausgerechnet hier ein großer LKW begegnet. Wir rutschen aus unserer Spur, es gelingt Manfred aber wieder den Wagen zu halten und auf den Weg zu lenken. Das geht gerade noch einmal gut.
Bei Kasenyi begegnet uns ein großer Abschlepper - LKW. Wir können uns nicht erklären, in welche Richtung erfahren muss. Aber scheinbar hat er schon viel Arbeit am Beginn der Strecke erledigt. Die LKWs vom Vortag sind tatsächlich aus den Löchern gezogen.
Wir erreichen die Marafiki Lodge und sind so froh, dass wir uns entschieden haben, zurück zu fahren. Denn am nächsten Tag können wir über die Mainroad nach Senga fahren.
Zum Gorilla Trekking: Uns waren die Geühren von 1200 US$ zu hoch. Dieser Urlaub sollte nur ein Herantasten sein. Es ist nicht sicher, ob man nach einer Wanderung von 2 oder 7 Stunden die Tiere findet. Von Freunden hörten wir, dass sie 4 Stunden durch den dichten Regenwald gelaufen sind, andere haben aber hin und zurück 7 Stunden benötigt. Manfred hat ein neues Knie und nach einer Herz OP vor 12 Jahren auch nicht die Kondition für so eine Tour. Es ist so ungewiss wo man den Tieren begegnet.
Nun sind wir aber zur Regenzeit in Uganda gewesen, das ist die beste Zeit fürs Gorilla Trekking, da die Tiere weit aus den Bergen herunter kommen. Von anderen Reisenden hörten wir, dass sie gar nicht so lange gelaufen sind, wir hätten es durchaus wagen können. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es bei Regen so spaßig ist und ich weiß nicht, wie wir Bwindi erreicht hätten. Bei den Straßen! Nun haben wir noch ein Ziel für einen weiteren Aufenthalt in Uganda!
Auf der Lodge werden wir von lachenden Gesichtern empfangen und bekommen eine Cabin vor der Lapa. Die Cabin besteht aus Stein und nicht aus Zeltplane/Canvas. Die Ausstattung ist die gleiche, wir haben noch eine Empore mit einem zusätzlichen Bett. Es ist wieder so schön hier, denn auch hier ist die Terrasse mit Blick auf die umliegenden Berge und den Lake George. Wir genießen unsere Entscheidung bei einem Cap… auf der Terrasse und beobachten ein paar Vögel.



Dann ziehen wieder dunkle Wolken auf und im Nu versinkt die Landschaft, es ist erst 17.45 Uhr, aber schon ganz dunkel. Es rumpelt fürchterlich über unseren Köpfen, der Strom fällt aus.





Es gibt nur noch eine Notbeleuchtung über den Generator, das bedeutet, dass zwar das Licht leuchtet, Aber aus den Steckdosen fließt nichts mehr. Das wird sich auch nicht mehr ändern bis zum nächsten Morgen. Es muss ins öffentliche Netz eingeschlagen haben. Das ist für die Einheimischen aber ganz normal!
Gegen 19.00 Uhr tröpfelt es nur noch vereinzelnd und wir gehen zum Dinner in die Lapa. Das Abendessen ist wieder sehr lecker. Mit Joseph üben wir wieder ein paar Sätze Deutsch, er ist sehr bemüht. Ich verspreche ihm, das nächste Mal ein Kinderbuch zum Lesen mitzubringen.
Beim Abendessen lernen wir eine Familie aus fast-Deutschland kennen. Sie ist eine Italienerin, er ein Arzt aus Deutschland, umgezogen nach Österreich und derzeit arbeitstechnisch in den VAE wohnhaft. Sie sind mit einem Toyota Land Cruiser von roadtrip africa on tour und erzählen nichts Gutes vom Auto und dem niederländischen Vermieter. Der Wagen ist schlecht gewartet und schon nach wenigen Tagen mussten sie den Urlaub in einer Werkstatt verbringen. :woohoo: Das hat kostbare Ferienzeit verschlungen. Sie haben auch genau erzählt, was dort zu erledigen war. Ich habe es mir nicht gemerkt, da ich die Teile des Autos nicht kannte. Wir tauschen noch einige Erlebnisse aus und erfahren, dass ein Löwenrudel in der Kasenyisavanne einen Riss hat. Wir überlegen, ob wir unser Permit am nächsten Morgen noch ausnutzen und einen Gamedrive einbauen, es wäre genug Zeit, aber wir müssen es vom Zustand der Wege und dem Regen abhängig machen.





Biggi
Letzte Änderung: 08 Dez 2019 15:28 von tiggi.
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16 Dez 2019 18:20 #575381
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Liebe Fomis, es wird Zeit, dass ich weiter reise.
Es geht von der Marafiki Lodge zum Lake Mburo über die Hauptroute durch Mbarara...

16.10.
Viel zu schnell vergeht wieder die Zeit auf der Marafiki Lodge und wir müssen uns verabschieden. Wir werden zum Auto begleitet und verabschiedet. Von einem Angestellten taucht plötzlich seine Mutter auf und zeigt uns ihre Körbe aus Schilfrohr. Es sind genau die Körbe, die ich gesucht habe. Für 30.000 UGX kaufe ich einen Korb mit Deckel. Wie immer in Uganda zucke ich bei dem Preis zusammen, aber es sind nur ca. 7,50 € für viel Arbeit. Ich kaufe nur einen Korb und ärgere mich später, nicht noch eine Schale der Frau abgekauft zu haben. Aber ganz bestimmt beim nächsten Mal!




(Mutter und Sohn)

Wir erreichen bald das Kasenyi Gate. Ich erkundige mich, ob es Sinn macht für knapp 2 Stunden einzufahren. Ja, natürlich! Also fahren wir los, in die Richtung, die uns zu den Löwen bringen soll. Es ist eine superflache Savannenlandschaft mit leider extrem rutschigen Wegen, aber das kennen wir schon! Häufig führen uns die Spuren über das angrenzende Gas, denn die Wege sind ausgefahren nach dem Regen.
Irgendwo stehen zwei Safarifahrzeuge und schauen in eine Richtung und da liegen tatsächlich Löwen, zwei, drei oder noch mehr? Sie sind sehr weit entfernt, leider! Nur aus der Ferne kann man die Tiere erahnen.











Das habe ich mir näher vorgestellt, aber egal, wir sehen ein paar Löwen und ein Jungtier entfernt sich sogar von der Gruppe. Es ist ja nicht so, dass wir das erste Mal Löwen sehen.
Dann verlassen wir wieder diesen Teil des Queen Elizabeth Parks in Richtung Süden. Unser Ziel ist heute das Eagles Nest am Lake Mburo. Bis zum letzten Ort vor der Lodge dürfen wir heute fast nur auf einer Teerstraße fahren.
Sicherheitshalber tanken wir noch einmal in Katungulu an der Shell Tankstelle, die auch eine Kreditkartenzahlung anbietet. Seit geraumer Zeit leuchtet im Armaturenbrett eine gelbe Lampe, die uns einen Hinweis auf die Bremse gibt. Wir fragen nach und schon schaut jemand in den Motorraum und checkt die Bremsflüssigkeit. Unsere Augen werden groß, als die Jungs uns bitten, auf die Bühne zu fahren, um den Wagen anzusehen. Es fehlte nicht nur Bremsflüssigkeit, wir müssen 2 Liter Getriebeöl nachfüllen und zu allem Unglück gibt es keinen Messstab mehr, außerdem fehlt noch Kühlerflüssigkeit!



Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können. Nach weniger als 5 Minuten haben die Jungs einen neuen Messstab organisiert und in Manfreds Beisein alle Flüssigkeiten nachgefüllt und die aktuellen Stände gemessen. Ich habe alles mit meiner Kreditkarte gezahlt. Es ist sehr gut, dass wir uns Zeit für den Service genommen haben, denn der Autovermieter hatte diese Zeit offensichtlich nicht.


Neben der Werkstatt ;) :woohoo:
Später erhalten wir das Geld aber problemlos vom Vermieter zurück und erklären, wie wichtig es ist, einen guten Service zu machen. In Uganda sieht man zu vieles noch zu locker.

Wir verlassen nach 20 Minuten die Tankstelle mit Werkstatt, überqueren ein letztes Mal den Kazibga Channel und folgen der Straße nach Mbarara. Einige Elefanten stehen am Rand und sind unschlüssig, ob sie die Straße überqueren sollen. Die Topis wechseln jedenfalls die Fahrbahn, so muss man immer aufmerksam sein.
Es geht also erst einmal die Escarpementroad hinauf. Von oben finden sich tolle Ausblicke auf den Nationalpark. Direkt am Escarpement befinden sich einige Lodges, ein Aussichtspunkt und die einzigen Souvenirhändler des Parks. Wir kaufen an einer Bude für 10.000 UGX ein Glas Akazienhonig, dann genießen wir ein letztes Mal den Blick auf die supergrüne Ebene und rollen weiter gen Süden.






Der Blick reicht bis zum Lake George zurück!


Manfred spricht mit dem Händler. ;)
Im weiteren Verlauf der Straße folgen wieder einige Krater, die teilweise wunderhübsch in Bananenplantagen eingebettet sind.





Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Wir halten immer wieder an. Diese Hauptroute nach Süden wird gerade durch Baumaßnahmen verbessert, aber der Untergrund ist fest und nicht rutschig, nur sehr wenige Potholes zwingen zum Ausweichen.


Hier gehen gerade zwei Ziegen auf die Reise :woohoo: :whistle:






Nette Gehöfte sind zu sehen ;)
Dann wechselt die Landschaft in dunkles Grün - Teeplantagen. Auf einigen Felder ist die Ernte gerade in vollem Gange, d.h. eigentlich wird vier bis fünfmal im Jahr geerntet. Es werden nur die oberen Blätter geschnitten.
Wir halten an einer Plantage, ich spreche mit den Menschen. Eine Aufseherin und ein männlicher Kollege sprechen etwas Englisch. Sie erklären die Vorgänge. Viele Frauen sind hier Muslima und wollen nicht fotografiert werden, aber bei anderen ist es kein Problem. Die Aufseherin überwacht die geernteten Blätter, die gewogen werden. Jeder Pflücker erhält 23.000 UGX für ein Kilo Teeblätter, die Erträge notiert sie in einem Heft.



















Leider konnten wir nicht schätzen, wie schwer die Blätter sind und wie viele Kilo in einen Korb passen. Irgendwie sah der Korb auf dem Rücken der Leute sehr leicht aus. Der Tee wird dann in eine nahegelegene Trocknung geliefert.
Die Teeplantagen werden mit Giften gespritzt. Ich frage, ob Schlangen hier ein Problem seien, worauf die Aufseherin nur meint, alle Schlangen verschwinden nach dem Spritzen und die, die noch da sind, sind harmlos. :evil: :evil:


Typischer Straßenabschnitt, im Hintergrund eine Teefabrik!
Wir fahren bald weiter, gelangen nach Ishaka. Ich glaube das ist die dreckigste Stadt in ganz Uganda. Wir haben kaum irgendwo so viel Müll auf den Straßen gesehen, wie in dieser Kleinstadt. Es ist ganz fürchterlich. Eigentlich ist Uganda sonst nicht so schmutzig.




Kurz hinter der Stadt finden wir eine Einfahrt, die geeignet ist um ein Mittagspäuschen einzulegen. Im Allgemeinen ist das sehr schwierig, weil es erstens kaum Rasthäuser gibt (Ich glaube wir haben zwei brauchbare Cafés hier unten gesehen), und zweitens überall Menschen leben und man als Frau nicht einfach so buschen kann :woohoo: , ohne beobachtet zu werden. Nun bietet sich die Gelegenheit zu einem Joghurt, Bananen und ein paar Keksen.
Der guten Straße folgen wir bis Mbarara und gelangen auf eine autobahnähnliche perfekte Straße um die Stadt Mbarara herum. Die Straße ist so neu, dass sie sogar unserem Navi fremd ist. Die Umgehungsstraße führt direkt am großen Triangle Hotel vorbei, bald erreichen wir Senga, ein kleines Dörfchen. Hier verlassen wir die gute Straße, die weiter nach Kampala führt. Wir biegen in eine der bei uns beliebten Pads ab und müssen wieder 13 Kilometer Löchern ausweichen, mal mehr, mal weniger rutschen und verschlammen langsam. Sehen nur noch Bananenstauden und Matsch!


So sieht die Anfahrt von oben aus, quer durch das Dorf!!!






Bei Trockenheit ist das ganz easy :silly: :kiss:
Doch irgendwie erreichen wir das Eagles Nest, hoch auf einem Berg. Die letzten Meter sind mit neuem Verbundsteinpflaster gelegt, sonst hätte man auch kaum eine Chance, die Lodge zu erreichen.
Es ist früher Nachmittag und wir können die tolle Aussicht den ganzen Nachmittag genießen.




Der Empfang ist freundlich und wie gewohnt mit einem Erfrischungsdrink, wir erhalten eines der Zelte mit Blick in den Lake Mburo NP. Die Zelte sind natürlich auch ohne Strom, einen Charging Point gibt es neben der Bar und heißes Wasser können wir mit unserem Wasserkocher in der Küche machen, so dass wir einen Cappuccino vor dem Zelt trinken. Dann ruht Manfred sich aus, ich lese, vervollständige mein Tagebuch und suche Vögel.
Zur Lodge gehört eine Hecke aus Euphorbien, die bekanntlich einen weißen giftigen Saft enthalten. Gestern war die Lodge ausgebucht und alle Handtücher, frisch gewaschen, hängen zum Trocknen über der Hecke. Ich mache mir so meine Gedanken, ob das gesund ist?



Der Ausblick von hier oben ist wirklich einmalig, ob zum Nationalpark oder ins Dorf. Es ist ganz wunderbar, einfach nur zu sehen und es regnet nicht. Es ist trocken!





Unter uns grasen Zebras und Waterbucks, in der Ferne laufen Ankole Rinder, es qualmt einer der Holzkohleöfen bis spät abends, aber sonst - Ruhe!



Gegen Abend kommt ein weiteres deutsches Pärchen mit ihrem Guide an. Es sind Karin-Sophia und Torsten. Karin hat sich ganz unglücklich ihren Fuß gebrochen und erzählt, was sie damit erlebt hat. Ja, sogar das Gorillatrekking hat sie mit dem gebrochenen Fuß machen können. Sie wurde für viele weitere Dollar in einer Sänfte getragen.
Wir erzählen und erzählen und die Stunden flitzen dahin.
Vorher haben wir uns natürlich noch beim Dinner gestärkt. Das ist deshalb erwähnenswert, weil außer dem Preis nichts Besonders war- Also, es gab eine Rote-Beete-Suppe als Starter, dann folgte ein Reisteller mit Rindfleisch und etwas Gemüse, zum Dessert folgte ein Stück gebackene Ananas mit Honig, getrunken haben wir zwei Bitterlemon. Dieses Essen kostet auch in Uganda normalerweise ca. 20 € für beide. Als wir am nächsten Morgen die Rechnung erhalten – nur für das oben erwähnte Essen – sollen wir 227.000 UGX zahlen, das entspricht mehr als 50 €. Wir sind sprachlos, müssen es aber zahlen. Die Unterkunft ist mit 65 US$ sehr günstig, auch für Uganda, aber über das Essen wird der Preis wieder hoch!
An diesem Abend sind hier nur 6 Gäste, bei der Anwesenheit von Reisegruppen wird ein Büffet bereitet.
In netter Gesellschaft und bei dem Ausblick kann man aber auch dieses verknusen.

Fortsetzung folgt...
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17.10. Lake Mburo
Die Pfannenkuchen mit Ananas zum Frühstück sind übrigens oberlecker.



Ganz entspannt verlassen wir die Lodge, es regnet nicht und somit fällt es uns leicht, die steile Abfahrt ohne Herzklopfen meinerseits zu meistern. Manfred ist schon ein geübter und guter Fahrer, das hat er hier besonders unter Beweis gestellt, aber es ist deutlich entspannter, wenn die Wege in einem normalen Zustand sind. Hier sind wir mit einem Mietwagen unterwegs und den wollen wir unversehrt zurückbringen.


Morgens im Dorf! :kiss:
Nur einen Kilometer hinter dem Dorf stehen wir vor dem Gate zum Lake Mburo NP. Die Parkgebühren zahlen wir in Euro, dieses Mal ist der Wechselkurs wohl etwas schlechter. Wir zahlen 74 € und wieder 30.000 UGX für das Auto.


Der Lake Mburo NP ist der einzige Park, der Impalas beherbergt. Diese begrüßen uns auch kurz hinter dem Gate.


Dann entscheiden wir uns für eine Route, den Impala Track, nach Osten, sehen Paviane, Zebras, Büffel, Topis mit Jungtieren und vereinzelt verschiedene Vögel.


Wie ein Zebra von vorne aussieht, wisst ihr ja.. :evil: !




Defassa-Wasserbock Jungtier!


Alttier mit abgebrochenem Horn!





















Wir folgen den Ruroko Track und biegen später zum Kazuma Viewpoint ab.






Hintern sind immer wieder ... :woohoo: :evil:
Einige Hippos liegen in den Tümpeln am Wegesrand, der Weg zum Viewpoint wird dann aber noch einmal sehr matschig und rutschig. Wir erreichen dann aber eine starke Steigung, die kiessandig ist und sich gut befahren lässt. Zum Schluss wird sie aber so steil, ist ausgefahren und vom Regen ausgespült, dass wir uns entschließen den Wagen stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu laufen. Das tut uns auch sehr gut, schließlich gibt es hier zwar Hyänen und Leoparden, aber keine Löwen und so ist Laufen erlaubt.





Wir erreichen einen Baum mit einem Bänkchen und Picknicktisch, uns bietet sich ein fantastischer Ausblick über den Lake und unter uns grasen die Zebras.



Kleine Blüten und Dungkäfer sowie hektische Schmetterlinge sieht man nur, wenn man zu Fuß unterwegs ist.








An dieser Aufnahme erkennt man ein bischen die Steigung.
Unser nächstes Ziel ist nun der Bootsanleger am See. Vom Kazuma Track benutzen wir ein Pad, auf der wohl schon lange niemand gefahren ist. Der Weg ist zwar ausgewiesen, aber so zugebuscht, dass es an einigen Stellen wirklich eng wird. Die Verlängerung über den Kigambira Loop führt direkt zum Anleger. Ein kleines Restaurant. Toiletten und eine Souvenirbude warten auf Gäste.


Restaurant

Souvenirshop
Um 14.00 Uhr legt die Fähre ab, aber immer nur, wenn mindestens 10 Personen angemeldet sind.

Karin-Sophia und Torsten wollen auch mitfahren und sind mit ihrem Guide pünktlich angekommen, sowie eine ugandische Familie und 4 weitere Touristen. Es reicht, wir kaufen die Tickets für 30 US$/pP. Kreditkartenzahlung ist nicht möglich, wir zahlen in Schillingen.
Bis zur Abfahrt haben wir noch Zeit für einen Lunch und um uns etwas umzuschauen. Karin hüpft mit ihren Gehhilfen zu den Toiletten, was etwas problematisch ist. Stehtoiletten als Frau zu benutzen mit Gipsbein erfordert Fantasie!
Wir dürfen alsbald auf das Boot. Torsten trägt Karin sogar in die obere Ebene, von hier ist der Ausblick besser, als von unten. Die zweistündige Fahrt wird kurzweilig, da wir eine Geburtstagsgesellschaft an Bord haben.


Carmelia wird heute 4 Jahre alt :kiss:


dann geht es los...

Fortsetzung demnächst...
Letzte Änderung: 19 Dez 2019 15:08 von tiggi.
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19 Dez 2019 15:25 #575573
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  • tiggi am 07 Dez 2019 15:25
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Bootstour auf dem Lake Mburo
Wir sitzen in der ersten Reihe,

da kommt die ugandische Mutter mit ihrem Jüngsten auf dem Arm, die Nanny ist schon mit der 4 -Jährigen an Bord gesprungen. Die Mutter hält ihr Handy hoch, fotografiert mit Kind auf dem Arm und wusch… es passiert, genau in diesem Moment. Nein, sie stürzt nicht, zum Glück geht es allen gut, aber das Handy geht auf Tauchgang, ab zu den Krokodilen! Und damit sind alle Erinnerungen verschwunden, oder gibt es eine Lösung…? Wir sind schließlich in Afrika, hier ist alles möglich.
Oh nein, ausgerechnet heute, die 4-Jährige hat Geburtstag! Später erfahren wir, dass sie Carmelia heißt. Papa folgt mit einer typischen rosa-weißen Geburtstagstorte, so groß wie eine Hochzeitstorte. Ja, diese Familie gehört ganz offensichtlich zur ugandischen Oberschicht.


Nanny mit Bruder. Sie hat eine faszinierende Frisur :silly:
Wir legen ab und folgen der Küstenlinie am Schilf entlang, durch Hippo-Schulen und zum Anschauen von Vögeln im Schilf.



Dann dreht das Boot nach Süden, Krokodile, Hippos, Büffel und wieder Vögel sind zu sehen.











Besondere Plätze an Land, wo sich im Unterboden Salze und Mineralien befinden, die die Tiere mit der Zunge aufnehmen, werden uns erklärt und gezeigt. Ein Platz ist besonders interessant, weil sich hier so viele Tiere zum Lecken einfinden, nutzen die Leos ihn auch zum Jagen. Leider ist es für den Leoparden noch zu früh.



Für uns ist die African Finfoot Ente eine neue Sichtung.



Diese Ente soll sehr selten sein, wir freuen uns, etwas Neues zu entdecken.

Carmelia setzt sich später vor unsere Füße, sie und ihr Bruder sehen zum ersten Mal Krokodile, auch ihr Kindermädchen sammelt auf dieser Tour ganz neue Erfahrungen. Die Mutter verteilt derweil die Geburtstagstorte, wir sind natürlich auch eingeladen. Wie die Torte schmeckt? Hm, süüüüüß, so süß, wie Carmelia.
Nach 2 Stunden naht der Anleger und wir können kaum glauben, was wir dort sehen. Ein Junge steht mit dem Handy von Carmelias Mutter am Steg und winkt fröhlich. Es soll sogar noch funktionieren. Der Junge hat sich mutig zu den Krokodilen ins dunkle Wasser gewagt und das Handy gesucht. Ja, das ist Afrika! Der Junge war ganz nass und sprang mit seinen ganzen Klamotten ins Wasser. Wer hätte so etwas in Deutschland gewagt?

Wir verabschieden uns von Karin und Torsten, die zum Eagles Nest zurückkehren und drücken ihnen ganz fest die Daumen, dass sie gut nach Deutschland zurückkehren können. Sie fliegen übermorgen mit Bruxelle Air, bis dahin muss der Gips von Karin noch geöffnet werden. Leider haben wir es versäumt, die Telefonnummern auszutauschen, sodass wir nicht erfahren haben, wie der Rückflug verlief. Wir wünschen jedoch gute Besserung. Die beiden hatten schon auf dem Hinflug viel Pech, weil ihr Gepäck erst nach drei Tagen ankam.
Wir verlassen den Park über den Zebra Track nach Norden. Eine wunderschöne Savannenlandschaft erwartet uns hier noch einmal bei Sonnenschein mit Giraffen und Kronenkranichen, durchzogen von Hügeln und kleinen Kopjes.











Kurz hinter dem Gate liegt ein bunter Souvenirladen, wir halten aber nicht, sondern rutschen weiter durch ein Schlammloch bis zum Abbieger zur Rwakobo Lodge.





Diese Lodge liegt direkt hinter dem Gate auf einem Berg, ebenfalls mit toller Sicht ins Tal.







Wieder werden wir bei der Begrüßung durch eine Erfrischung verwöhnt und nach den Formalien/Einweisung zu unserem Bungi gebracht. Der Bungi ist ebenfalls ohne Strom, es gibt aber USB Anschlüsse zum Laden der Akkus, ebenso im Restaurant. Dort steht auch immer heißes Wasser, Tee und Kaffee bereit.


Eine rustikale Dusche, ich mag so etwas sehr, und wir sind fit für einen Rundgang. Dann ruhen wir auf einer Bank aus, trinken Cappuccino und träumen von Uganda.



In der Ferne werden die Ankole Rinder zur Tränke getrieben, alles ist super grün.





Ein Angestellter der Lodge stellt uns eine Schale mit Chips hinzu, auch die niederländische Familie am Pool erhält ein paar hausgemachte Chips. Hier können wir es länger aushalten, so schön!
Für die entsprechende Fitnes ist auch gesorgt... :silly: :silly: :silly:



Die Lodge ist ausgebucht, weitere Reisegruppen reisen noch an.
Zum Dinner folgt ein umfangreiches Büffet. Sehr lecker! Es gibt auch die leckeren und in Uganda häufig an der Straße angebotenen Samosas, gefüllt mit Gemüse oder Hack.



Außerdem gibt es am Büffet Local Food, Kohleintopf, als Gemüsegratin und eine Auberginenpfanne.
Mit der niederländischen Familie unterhalten wir uns noch ein bisschen, dann schleichen wir mit vollen Bäuchen zum Bungalow zurück und genießen auf der Bank davor noch einen Amarula.

Wieder endet ein wunderbarer Tag in Uganda.

Biggi
Letzte Änderung: 19 Dez 2019 15:46 von tiggi.
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