THEMA: Die Hunde sind los! Zu dritt in Botswana 9.2019
20 Okt 2019 11:36 #570702
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  • mike303 am 20 Okt 2019 11:36
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Na dann hänge ich den Nachmittag gleich noch mit dran! Eigentlich ist es viel zu heiß um loszufahren, aber Dan will mit uns in den Bereich "Savuti Marsh".
Es gibt nicht viel zu sehen, die Tiere haben sich bei den Temperaturen auch verzogen. Lediglich einige Vögel sind zu entdecken.
Bunte



und ganz kleine unscheinbare, wie die Küken dieses Vogels (Double-banded Sandgrouse?)



Die Sonne setzt die Landschaft wieder in Szene und wir kurven umher ...



... irgendwas hat Dan im Sinn, aber er verrät es uns erst, als wir am Ziel sind. Er sucht das Marsh Rudel. Diese hier sind es aber angeblich nicht.



Das ist uns aber egal, ein paar Bilder machen wir natürlich trotzdem. B)







Aber Dan suchte ja ein anderes Rudel und drängt ein wenig. Wir können es zwar kaum verstehen, immerhin liegen dies Löwen ja richtig fotogen da, aber wir haben ja inzwischen gelernt, dass man ihm vertrauen sollte. Dans Instinkte (oder das "Google-Wissen") sind ja sehr zuverlässig.
Also geht es langsam zurück, nur über andere Wege. Und siehe da, das ist neu: Ein Löwe, der nicht faul rumliegt!
Aber ausgerechnet jetzt drängt Dan noch mehr. Ein Bild ist genehmigt, mehr nicht!



Und 3 Minuten später wissen wir warum (Wenn ich mich richtig erinnere ist dies nun wirklich das gesuchte Marsh Rudel - eine echte Familienidylle!):









Mit diesen Sichtungen geht der Tag zu Ende, unterwegs gibts noch schnell ein "last picture" vom Sonnenuntergang.



Danach kommt dann unser letztes Dinner in der Wildnis.
Wir hatten zuvor gefragt, ob es möglich wäre mit dem gesamten Team zusammen zu essen und ob sie es wollen. Das war natürlich so nicht vorgesehen und sorgte für einige logistische Herausforderungen! Aber am Ende hat es geklappt und es war ein toller Abend. Maps hat etwas authentischer einheimische Gerichte zubereitet und wir konnten uns so nochmal in Ruhe mit allen unterhalten und uns für diese tollen Tage bedanken.
Was wir natürlich neben den logistischen Fragen auch nicht bedacht hatten, war die Tatsache, dass die "Küche" nun in einigen Metern Abstand ganz verlassen war. Das führte zu interessanten / lustigen Szenen. Das Scannen der Umgebung gehörte ja inzwischen zum vertrauten Ritual. Nun musste aber auch der Teambereich mit überwacht werden. Und als dann ein Paar Honigdachse schnurstracks auf die Küche zumarschierte, war auf einmal richtig Action angesagt. Diese Gesellen wollte Maps so gar nicht in seinem Reich haben und schnappte sich den nächstbesten Zweig und eine Lampe und jagte ihnen lautstark hinterher.
Alles in allem war es ein toller Abend nach einem weiteren tollen Tag. Es war vermutlich für das Team recht ungewöhnlich mit den Gästen gemeinsam zu essen, wir fanden es aber richtig gut so und es fühlte sich für uns richtiger an, als einfach nur Gäste zu sein.
Morgen würden wir Savuti verlassen um dann noch zwei Tage in Kasane zu verbringen, es war also unsere (vorerst !!!!) letzte Nacht im Zelt und mit Wehmut verzogen wir uns in unsere Zelte und genossen ein letztes Mal die nächtlich Geräusche der Wildnis.

Aber bevor ihr denkt, es sei vorbei: Auch an den letzten Tagen gab es noch einiges zu sehen!
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20 Okt 2019 17:22 #570737
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  • mike303 am 20 Okt 2019 11:36
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24.09.2019
Heute ist unser letzter Tag in Savuti, oder genau genommen der letzte halbe Tag.
Eine große Tour können wir am Vormittag nicht mehr unternehmen und so drehen wir nach dem Abschied von unserer Safari-Familie noch eine kleine Runde.
Es gibt noch ein paar Sichtungen, doch irgendwie verstecken sich die meisten Tiere heute. Daher gibt es nur wenige und dafür noch etwas Landschaft.







Dan zeigt uns noch eine schöne Gruppe Baobabs,



danach geht es dann zum Airstrip, dessen Schild größeres verspricht.



Um die vereinbarte Zeit kommen immer mehr Safari-Fahrzeuge, um Gäste zu bringen und zu holen. Der erste hat das Privileg die Piste einmal abzufahren.
Wir treffen auch einige andere Gäste von SGS, die mit uns fliegen werden. Dirk amüsiert sich heftig über den Slang der "Afrika-Erfahrenen" als sie uns fragen "Macht ihr auch noch den Chobe?" - eine Formulierung, die ihm so bestimmt nie in den Sinn gekommen wäre, die er in den nächsten Tagen immer wieder wiederholt.
Und dann ist auf einmal Stoßzeit! Tatsächlich landen und starten mehrere Flugzeuge innerhalb kürzestzer Zeit. Der einzige, der zur Sicherheit eine Runde fliegt und die Piste inspiziert ist unser Pilot. Die Mack-Air Maschine ist funkelnagelneu und landet sanft, um uns einzusammeln.



Jetzt heißt es auch von Dan Abschied zu nehmen. Auch wenn es nur 6 Tage waren, ist er uns genauso wie der Rest des Teams ans Herz gewachsen. Doch es hilft nichts. Wir quetschen uns in die Maschine und fliegen nach Kasane. Leider ist es ziemlich trüb und man kann nicht viel sehen. Allerdings ist uns dann doch noch ein kurzer Blick vergönnt, der etwas mehr Wasser verspricht.



Der Airport ist im Gegensatz zu Maun topmodern! Und wie gewohnt, werden wir bereits erwartet. Im Auto gibts direkt kühle Getränke und schon sind wir unterwegs zur Chobe Bakwena Lodge. Dort steht ein ganzes Empfangskomitee bereit. Nach feuchten Tüchern und Getränken werden schnell ein paar Formalitäten erledigt und wir bekommen unseren Plan für die nächsten 2 Tage. Ja, es ist wirklich alles durchgeplant.
Wecken, Morning drive, Brunch, zusätzliche Angebote, Sundowner Drive, Dinner usw. Jeder Ausflug ist minutiös geplant, der Guide für die Tage steht fest und selbst der letzte Tag ist bis zum Abflug komplett verplant. Aber erstmal werden wir zum Brunch gebeten. Staubig wie wir sind würden wir zwar lieber direkt die Zimmer beziehen, aber das stand nicht so im Plan. Aber so ist's auch gut.
Gesättigt bekommen wir dann unsere Schlüssel und werden ins Zimmer geleitet. Um uns springen dabei Warzenschweine und fast handzahme Bushbucks herum und rundum zwitschern die Vögel.





Das sind wir gar nicht mehr gewohnt: Feste Wände, ein komfortables Bett und ein richtiges Bad. Das nutzen wir natürlich erstmal für eine richtige Dusche und ziehen uns frische Kleidung an, damit wir etwas besser in diese Umgebung passen.
Bis zum Sundowner/Evening drive entspannen wir noch auf der Terasse und genießen den Ausblick aufs Wasser bevor es überpünktlich losgeht. Diesmal sind wir nicht alleine im Auto, also wird es schon mal deutlich enger, aber wir haben Glück, es wird nicht ganz voll. Unser Guide Max, der uns während des gesamten Aufenthalts betreut (was ich richtig gut finde!) scheint ein richtig netter Kerl zu sein und ist uns auf Anhieb sympathisch.
Nach kurzer Fahrt sind wir dann endlich im Chobe NP, d.h. genauer an der Chobe Riverfront, denn im Chobe waren wir genaugenommen ja schon in den letzten zwei Tagen.
Sofort wird der Unterschied klar. Wir waren in der Wildnis und sind nun im touristischen Zentrum. Vor jeder Sichtung bidlet sich ein Stau. Wir könenn es erst nicht fassen, es sind doch nur ein paar Paviane und Antilopen. Aber die gemischte Gesellschaft ist doch recht unterhaltsam und wir verstehen, dass alle anderen auch einen Augenblick zuschauen wollen.









Max bemüht sich, möglichst viel Wissen zu vermitteln, was bei Teilen der Gruppe deutlich besser ankommt als bei uns, immerhin hatten wir ja schon ein paar Tage Druckbetankung und wollen einfach nur noch möglichst viele neue Eindrücke (vielleicht sind wir ja inzwischen auch etwas verwöhnt).
Irgendwann löst sich auch der Stau auf und wir erreichen das Chobe Ufer. Zunächst ist es unspektakulär,





aber dann zeigen sich mehr und mehr Elefanten. Dazwischen tummeln sich auch viele andere Tiere und es gibt auch mal einen traurigen Anblick,



aber die Anzahl der Elefanten ist enorm. Soweit wir das Ufer überblicken können, sehen wir überall (und auch auf der Gegenseite) Elefanten. Wir beginnen in einem kleinen Abschnitt die Tiere zu zählen und rechnen dann hoch. Es ist schwer zu sagen, aber über 500 waren es sicher, vermutlich aber sehr sehr viel mehr! (Am nächsten Abend waren es übrigens, soweit wir es beurteilen können, vergleichsweise deutlich weniger Elefanten) Das lässt sich leider auf keinem Bild darstellen. Es ist unglaublich beeindruckend!







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20 Okt 2019 17:24 #570738
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Natürlich gibt es auch viele andere Tiere,





und wir entdecken sogar, wenn auch etwas versteckt, eine Ginsterkatze.



Als wir gerade den Weg am Ufer verlassen wollen, sehen wir im Gebüsch noch Löwen in gewohnter Pose: Bauch und Beine nach oben. OK, das Bild ist vielleicht nicht besonders vorteilhaft.



Von weiter oben haben wir noch einen letzten Blick auf das Ufer, die Mehrzahl der Elefanten ist inzwischen abgezogen, einige kommen auch gerade den Hang hinauf direkt an uns vorbei.



Und zum Abschluss gabs nochmal, wenn auch arg weit entfernt, einen stattlichen Löwen.



Also das war wirklich völlig anders als die letzten Tage, aber ebenfalls ein tolles Erlebnis. Ich hatte vorher schon immer mal die Webcam der Chobe River Lodge aufgerufen, die ja von Westen genau auf diesen Abschnitt schaut und das Glück gehabt, hier große Elefantenherden zu sehen. Aber das heute waren doch noch soo viel mehr, und live ist es einfach unendlich viel besser.
Der Abend endet mit einem tollen Dinner mit live Gesang und wir freuen uns auf den nächsten Tag.
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20 Okt 2019 17:34 #570741
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25.09.2019
KEIN gerufenes "Knock knock ..." sondern ein echtes Klopfen - immerhin haben wir ja eine richtige Tür.
Auch hier in der Lodge gibt es den Weckruf, damit wir rechtzeitig loskommen. Also schnell fertig machen, Fototasche schnappen und auf zum Frühstück. Ohne Taschenlampe wären wir vermutlich über ein Warzenschwein gestolpert, dass sich genauso erschrocken hat wie wir!
Max steht schon bereit und heute morgen ist die Gruppe etwas kleiner. Nur noch eine Familie aus Australien und wir. Das ist ja schon etwas entspannter! Am Gate zum Chobe NP herrscht Hochbetrieb und auch Max muss sich um die täglichen Formalitäten kümmern.



Aber es geht wirklich fix. Die Sichtungen halten sich in Grenzen und als wir seine eigentlich recht guten Erklärungen regelmäßig vorwegnehmen, merkt Max schnell, dass es auch mit kürzeren Erklärungen geht und steuert einen Teil des NP an, den wir gestern Abend noch nicht gesehen hatten.
In einem engen Wegabschnitt mit dichterem Baumbestand kommt Gegenverkehr und Max konzentriert sich auf den Weg. Wir unnötigerweise auch. Leider!
Die Kamera ist daher nicht schussbereit am Auge als Max wegen des Gegenverkehrs halten muss. Viel zu spät bemerken wir eine Regung rechts von uns.
Direkt auf Augenhöhe einen guten Meter neben dem Auto sitzt ein Leopard auf einem Ast!!! Während unser Puls hochschnellt und ich die Kamera startklar mache, springt er jedoch vom Baum und trollt sich. Aber wir waren uns einig: So nah brauchten wir ihn eigentlich nicht und wir sind sehr froh, dass er nicht in die andere Richtung gesprungen ist!
Wenigstens erwische ich ihn noch von hinten:



Eigentlich war das unsere bisher extremste Sichtung, wenn auch quasi undokumentiert.
Inzwischen versammeln sich immer mehr Autos, Wahnsinn, wie schnell sich so eine Leopardensichtung rumspricht. Aber wir bekommen ihn nur noch durchs Gebüsch zu sehen und geben schließlich auf.
Danach geht es deutlich ruhiger zu, aber dennoch gibt's noch etwas zu sehen: Z.B. Schakale mit ihrer Beute.



Wir erwischen aus großer Distanz nochmal einen Leoparden, diesmal sogar auf einem Baum!



Und kurz darauf gibt's noch eine komplette Schakalfamilie - leider wieder extrem weit weg.



Nach einigen weiteren Tieren ...









... entdecken wir (also Max) zum Abschluss des Vormittags nochmal einen gut versteckten Löwen.



Eigentlich eine ganze Menge für einen Vormittag, doch alles weit weg oder eben zu nah und ohne Bild. Wir sind inzwischen doch ein klein wenig verwöhnt und anspruchsvoll! Dennoch bleibt uns das Leopardenerlebnis sicher immer in Erinnerung! Bei dem Gedanken geht der Puls sogar jetzt beim Schreiben noch hoch!

Nach dem Brunch entscheiden wir uns für eine kleine Flusstour zum Vierländereck. Nur so zur Entspannung und weil es uns angeboten wurde. Erwartungen haben wir keine, es ist ja schließlich Mittagszeit.



Aber es gibt doch einige Tiere zu sehen.













Kurz vor der Mündung des Chobe in den Sambesi sonnt sich eine Flusspferdfamilie und im Hintergrund sehen wir durchs Gebüsch den kilometerlangen LKW-Stau zur Grenze.





Wenn die Brücke einmal fertig ist ...



... wird sich hier vermutlich einiges ändern.
Diese Art der Flußüberquerung wird es aber vermutlich noch lange geben:



Der Rückweg verläuft unspektakulär bis auf einmal Elefanten auftauchen.



Sie kommen ans Wasser zum Trinken und suhlen sich im Schlamm. Dabei sind wir so dicht, dass wir immer wieder aufpassen müssen, dass wir nichts abbekommen.
Vor allem die Kleinen haben richtig Spaß, und wir können uns vor Lachen manchmal kaum halten.









Diese Tour war wider erwarten richtig klasse, und wir sind gespannt, wie es wird, wenn wir später mit dem Boot in die andere Richtung fahren.
Letzte Änderung: 20 Okt 2019 17:36 von mike303.
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20 Okt 2019 17:41 #570742
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Die abendliche Tour übernimmt wieder Max. Zum Anleger müssen wir ein Stück fahren und wir sehen schon von weitem, dass auf dem Chobe jetzt Rushour ist.



Zwischen den vielen Booten gibt es auch kleinere Sichtungen am Ufer und viele Büffel auf einer Insel (?), die sich aber mit den ganzen Booten rundherum irgendwie nicht gut ins Bild bringen lassen.





Dann steuert Max einen Punkt am Ufer an, wo ein Prachtexemplar von Krokodil liegt (ich habe keine Ahnung, wie groß die hier werden, aber wenn ich meine Schätzung abgebe, dann klingt die bestimmt unrealistisch!).



Ich sitze ganz vorne in dem flachen Boot und mir wird etwas mulmig, als er das Boot (und damit als ersten mich) wirklich direkt vor dem Maul des Krokodils parkt. Jetzt ist mit dem Teleobjektiv nichts mehr anzufangen und ich fühle mich wirklich unwohl, so Auge in Auge mit der Bestie und wage kaum noch, mich zu bewegen.



Danach geht es ein Stück weiter. Überall sind Tiere. Der Chobe ist wirklich ein wahres Paradies!









Und nach einem weiteren Stück Fahrt ...



... steuert Max einen Elefanten an, der im flachen Wasser steht und gemächlich frisst.



Und wieder sind wir unheimlich dicht dran, das ist echt Wahnsinn. Näher geht eigentlich nicht und der Elefant lässt sich absolut nicht stören. Es ist ein erhebendes Gefühl einem solchen Tier so nah sein zu dürfen.



Rundherum sind immer wieder Tiere und wir genießen die ungewöhnliche Perspektive vom Fluss aus ...

















... bis langsam die Sonne untergeht und wir zurück zur Lodge müssen.



Letzte Änderung: 20 Okt 2019 17:43 von mike303.
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20 Okt 2019 17:49 #570745
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26.09.2019 Abschied - aber noch nicht sofort

Wie gestern starten wir nach dem Frühstück zusammen mit Max. Heute sind wir alleine mit ihm! Haben wir etwa alle vergrault?
Uns soll es Recht sein.
Wir starten mit einem tollen Blick auf den Fluss und sehen in der Ferne viele Geier (und auch einen Marabu) ...









... und Autos. Jetzt ist aber richtig Stau!



Max schleicht sich über einen Weg, der scheinbar in eine andere Richtung führt, an allen vorbei, so dass wir sehen können, was los ist. Es sind zwei Löwen mit Beute, die aber gerade nur faul rumliegen. Daher zeige ich euch erst mal nur einen. Wir kommen hier ja nochmal vorbei, vielleicht ist dann bei den Löwen mehr und auf dem Weg weniger los!



Ein leuchtend roter Bienenfresser lenkt uns ab,



doch da kreisen schon wieder die Geier,



und tummeln sich am Ufer.



Der Grund ist offensichtlich. Sie warten darauf, dass vom Riss dieser beiden Löwen etwas übrigbleibt. Ich denke die Chancen sind gut, den zwei Büffel sind auch für zwei Löwen mehr als genug!







Später treffen wir auf eine große Impalaherde und erleben einen erbitterten Kampf von zwei Impalaböcken.





Leider drängt die Zeit und wir treten langsam den Rückweg an.
Bei den beiden Löwen, die zuvor den Stau verursacht haben, ist immer noch Hochbetrieb. Da wir aber aus der entgegengesetzten Richtung kommen, schafft Max es, uns in eine tolle Position zu bringen. Die beiden Kerle haben einen kleinen Elefanten erbeutet. Während einer faul herumliegt, macht sich der andere an dem Eli zu schaffen. Die Kraft des Löwen ist wirklich beeindruckend!







Als er dann so richtig herzhaft in den Elefanten beißt kracht es fürchterlich. Das ging durch Mark und Bein und selbst Max, der sicher schon einiges gesehen hat, zuckt zusammen.



Tausend Bilder später verlassen wir die Szene und fahren über eine andere Route durch schöne Landschaft zurück.



Unterwegs treffen wir nochmal auf eine Elefantenherde und erfreuen uns an den kleinen. Der jüngste ist laut Max ca. 2 Wochen alt und stellt sich noch richtig tollpatschig an. Hoffentlich schafft es seine Familie, ihn vor den Löwen zu schützen!



In der Lodge hat man uns unsere Zimmer noch gelassen, so dass wir noch Duschen können, bevor wir nach einem kleinen Lunch zum Flughafen gebracht werden. Wir haben den Vormittag bis zum letzten Moment nutzen können und nochmal unglaubliches sehen dürfen!

Als wir am Airport ankommen sagt Dirk nur: "Jetzt haben wir also auch den Chobe gemacht" - wir schütteln uns vor Lachen. Aber eigentlich ist uns zum Weinen, denn der Traum ist zu Ende, und mit dem Einsteigen ins Flugzeug ist es so, als schlägt hinter uns eine Tür zu, durch die wir für einen Augenblick in eine fremde wunderbare Welt treten durften. Wir hoffen, dass wir das irgendwann noch einmal tun dürfen. Bis dahin bleiben uns die Erinnerungen und mehr als 18.600 Fotos, die inzwischen deutlich ausgedünnt sind.

Viele Grüße an alle "Mitreisenden"
Michael
Letzte Änderung: 20 Okt 2019 17:50 von mike303.
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