THEMA: On the road again: Botswana 2019
20 Jun 2019 10:04 #559517
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Tag 6: 20. Mai 2019 – Auf den Spuren der Löwen - Nossob

Wir schauen natürlich gleich mal unsere Wildkamera an. Doch da sind nur die Schakale zu sehen, die unseren Müll durch die Gegend schleppen. Den suchen wir jetzt zusammen und fahren auch gleich los. Frühstück soll es erst am Picknickplatz Melkvlei geben.



Unterwegs sehen wir frische Löwenspuren, die wir verfolgen. Doch irgendwann verschwinden sie im Busch und von Löwen ist nichts zu sehen :S .

Am Wasserloch Kij Kij treiben sich heute nur Gnus herum, die panisch über die Ebene rennen. Ja, wir halten auch für Gnus :woohoo: .



Also weiter nach Melkvlei. Ein echt schöner Platz für das Frühstück.



Wir sind – noch – die einzigen. Doch das ändert sich bald. Schnell werden wir von allen Seiten belagert.






Hallo, keine Selbstbedienung bitte!






Fiskalwürger / Common Fiscal Mahaliweber danke Friederike





Wir packen zusammen und fahren weiter. Dann sehen wir wieder Katzenspuren, denen wir sehr lange folgen können – aber auch hier: Fehlanzeige :angry: .

Was wir unterwegs alles gesehen haben?


Jede Menge Oryxe natürlich...


... die Springböcke springen ebenfalls überall herum.

Dann stoppt Hansi abrupt - Löwen :evil: Nein! Ein er hat einen Tausendfüssler entdeckt.



Weiter geht´s. Wenn wir schon keine Löwen sehen, auch wenn überall Spuren zu sehen sind, dann fotografieren wir wenigstens noch etwas Landschaft.



Und zum Schluss sehen wir noch einen Singhabicht.



Schliesslich erreichen wir Nossob. Hier haben wir eine Premium Campsite gebucht. Im Office melden wir uns an und geben unseren Laufzettel ab, holen uns im Shop noch Feuerholz und tanken auch noch einmal.

Der Platz kann natürlich nicht mit den Camps auf der Botswana Seite mithalten. Es gibt nur einen Hochgrill, aber kein Lagerfeuer und der Blick geht auf den Zaun. Aber es hat Strom. Den schliessen wir gleich mal an unseren Camper an und nutzen die Zeit, um ein paar Geräte zu laden. Nicht, dass es schon nötig gewesen wäre, aber man weiss ja nie :silly: . Wie schon geschrieben, haben wir durch den "Verteiler" am Zigarettenanzünder auch während dem Fahren die Möglichkeit, Smartphone& Co zu laden. Mit dem Inverter am Zigarettenanzünder und im Camper haben wir immer die Akkus für unsere Fotos geladen.



Darüber müssen wir immer wieder schmunzeln :silly:



Am nachmittag holen wir uns dann nochmals unseren Laufzettel und machen einen kleinen Gamedrive, sollen sich doch Löwen :woohoo: auf der Zufahrt zum Camp befinden. So sehr wir auch Ausschau halten: Die haben sich gut versteckt und wir finden sie nicht :S .
Dafür ist aber am Wasserloch und drum herum Wild zu sehen:















Zurück am Camp bereiten wir den Grill vor. Heute abend gibt es bei uns ein Flattie – Über das plattgeklopfte Hühnchen haben wir hier im Forum mal was gelesen und da es in der Metzgerei auf dem Bestell-Formular stand, haben wir es einfach mal bestellt. Das sieht nicht nur lecker aus – es hat auch echt lecker geschmeckt.



Obwohl überall Spuren von Löwen zu sehen sind, haben wir leider immer noch keine zu Gesicht bekommen :S . Aber morgen ist ja schliesslich auch noch ein Tag :woohoo: . Gute Nacht!



Fazit Nossob Premium Camp: So ein eigenes Sanitärhäuschen ist natürlich schon sehr komfortabel und war auch sauber. Der Stromanschluss war praktisch, aber nicht wirklich nötig. Es ist ein eingezäuntes Camp mit wenig Privatsphäre. Es gibt einen Hochgrill, aber kein Lagerfeuer. Was auch genervt hat, ist das Abgeben und Abholen des Laufzettels. Das Camp kann überhaupt nicht mit den Camps auf der Botswana Seite mithalten.

Letzte Änderung: 20 Jun 2019 15:58 von LolaKatze.
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20 Jun 2019 16:17 #559545
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Tag 7: 21. Mai 2019 – Weiter geht´s ins Gharagab Camp

Wir geben die Hoffnung nicht auf. Vielleicht klappt es ja heute mit den Löwen :woohoo: . Auf dem Weg nach Unions End gibt es noch einige Wasserlöcher. Einmal folgen wir wieder frischen Löwenspuren, die sich dann aber verlieren. Das Wasserloch ist jedoch nicht weit entfernt, vielleicht sind sie ja dort? Aber auch nach einer Stunde warten und beobachten, tut sich hier nicht viel. Also wieder Fehlanzeige :S .

Ein paar Sichtungen haben wir aber trotzdem.




Gabelracke



An Unions End – hier trifft die eingezäunte Grenze von Namibia, Südafrika und Botswana aufeinander – essen wir eine Kleinigkeit.

;

Und dann fahren wir den 4x4-Trail weiter bis nach Gharagab. Das ist ein (einfacher) 4x4 Trail, der viel mehr Spass macht, wie die Pisten im restlichen Park. Und auch landschaftlich gefällt uns das sehr gut.



Und dann "darf" ich mal das Steuer übernehmen. Einfach um ein bisschen das Gefühl für den Landcruiser, das Fahren damit zu bekommen. Man weiss ja nie - und eigentlich sollte ich viel mehr fahren, um im Notfall auch das Steuer übernehmen zu können. Wir sind aber beide froh, als Hansi wieder das Steuer übernimmt :silly:







In Gharagab werden wir von Erik dem Host empfangen und können auch gleich unser Chalet Nr. 2 mit direktem Blick aufs Wasserloch beziehen. Das ist aber schön hier, mit direktem Blick von der Terrasse aufs Wasserloch.





Den nachmittag verbringen wir auf unserer schattigen Veranda damit, die Tiere am Wasserloch und an der Vogeltränke zu beobachten. Gestern abend soll es einen Leo ans Wasserloch verschlagen haben – die Hoffnung steigt schon wieder :woohoo: .







Wie viel Spass kann man doch mit einer Vogeltränke haben. Sowohl die Vögel, als auch die Beobachter :silly: .








Gelbbauch Girlitz / yellow canary


Rotstirn Bartvogel / Acacia Pied Barbet

Es wird Zeit für den Sundowner und das Abendessen. Es gibt Gemsbock mit ein paar Nudeln. Wir sitzen noch lange mit einer guten Flasche Wein draussen.

;

Dann Aktivität am Wasserloch – zwei Hyänen sind zu sehen.







Und Hansi holt heute das erste Mal seine Canon für Nachtbildaufnahmen heraus.





Fazit Gharagab Camp: Die Abgelegenheit des Camps ist toll, der Blick auf das Wasserloch auch. Das Camp hat eine schöne Stimmung. Für Camper heisst eine feste Unterkunft aber auch, dass man alles, was man sonst ja griffbereit im Camper hat, erst einmal ins Haus und später wieder in den Camper schleppen muss. Es gibt kein Lagerfeuer, nur einen kleinen Standgrill. Für uns war das Trotzdem eine Notlösung, weil die Buchung in Polentswa nicht geklappt hat. Für Nicht-Camper und Selbstversorger ist es aber eine tolle Möglichkeit, mitten im Park in einem Wilderness Camp zu übernachten.
Das Chalet hat alles, was man braucht.





Der kurze 4x4 Trail dorthin ist auf jeden Fall schöner und abwechslungsreicher zu fahren, wie die Pisten im Park selber.
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22 Jun 2019 09:51 #559697
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Tag 8: 22. Mai 2019 – Wo sind all die Löwen hin? Unsere ganz eigene Theorie :evil: - Grootkolk

Wir haben es heute nicht eilig, wachen aber beide rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf geniessen die schöne Stimmung beim Frühstück.





Dann heisst es jedoch alles wieder zusammenpacken und den lästigen Laufzettel holen. Vom Aussichtspunkt werfen wir noch einen letzten Blick auf das Camp und die Umgebung.





Und dann geht es weiter. Zuerst noch einmal der 4x4 Trail und dann die kurze Strecke nach Grootkolk. Das ist einfach schön zu fahren. Untewegs haben wir natürlich auch die ein oder andere Sichtung.







Wir kommen mittags in Grootkolk an und am Wasserloch ist eine ganze Herde Red Hartebeest zu sehen. Wir sind begeistert. Wir müssen noch etwas warten, bis unser Chalet Nr. 2 fertig ist.



Aber wir werden gut unterhalten.









Der dortige Host erzählt, dass heute früh 5 Löwen am Wasserloch waren und dass man zwei Löwen auf der Piste nach Gharagab gesehen hat :blush: .
Aber wir hatten auch heute kein Katzenglück. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass wir keinen Bestechungswilli dabei hatten? :evil: Aber wir haben inzwischen uns ganz eigene – nicht ganz ernst zu nehmende – Theorie zu den angeblich vorhandenen Löwen und Leoparden entwickelt :whistle: :evil: :woohoo: .
Die vielen Katzenbilder vom KTP, die immer wieder gepostet werden, sind alle nur ein guter Marketing-Gag – es gibt nämlich keine Katzen im Park :evil: . Die Fotografen bekommen gutes Geld dafür, dass sie immer wieder Löwen- und Leopardenbilder posten, die angeblich im KTP aufgenommen wurden. Gleich zu Beginn des Parkbesuches – das hat ja bei uns auch gut geklappt – wird man mit Löwengebrüll aus dem Lautsprecher "heiss" gemacht. So wird die Spannung hochgehalten.
Und immer dann, wenn so das erste Motivationsloch auftaucht, die ersten Zweifel, ob es hier überhaupt Katzen gibt, werden weitere "Katzenspuren" vorgetäuscht. Ganz oben auf der Trickliste steht da natürlich der Trick mit den Löwenspuren. In Wirklichkeit sind das trainierte Ranger, die auf Stelzen den Weg entlang laufen mit entsprechenden Schablonen am Fuss. Untergebracht sind diese Stelzenläufer an den geschlossenen Wasserlöchern - von denen es ja einige gibt. So wird der enttäuschte Tourist schnell wieder motiviert, weiter nach den nicht vorhandenen Löwen zu suchen. Wenn auch das nicht mehr weiterhilft, dann werden eben Geschichten erzählt, wo gestern, heute morgen, gerade eben,….. Löwen oder Leoparden gesichtet worden sind :woohoo: :woohoo: :woohoo: .

Auch heute geniessen wir den nachmittag auf der Terrasse und verzichten auf einen weiteren Gamedrive. Uns doch egal, wenn am Wasserloch Löwen sind :silly: .
Wir stellen wieder eine Vogeltränke auf und haben wieder viel Spass damit.











Doch auch am Wasserloch gibt es noch die ein oder andere Aktivität.





Am abend vertreiben wir uns etwas die Zeit, bis die Holzkohle endlich die richtige Temperatur hat.....







.... und wir endlich mit Grillen anfangen können.




Und auch heute versucht sich Hansi wieder in Nachtfotografie.





Fazit Grootkolk Wilderness Camp: Für Grootkolk gilt dasselbe, was ich schon für Gharagab geschrieben haben. Ein schönes Camp, mit guten Gamedrive-Möglichkeiten. Aber auch Grootkolk war für uns nur eine Notlösung. Viel lieber hätten wir die zwei Nächte in Polentswa verbracht. Die Aussenküche hat uns gut gefallen, das Chalet war sauber.




Letzte Änderung: 22 Jun 2019 13:12 von LolaKatze.
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23 Jun 2019 10:20 #559755
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Tag 9: 23. Mai 2019 – Into the wild – Thupapedi
Während dem Frühstück geniessen wir nochmals den Blick auf das Treiben am Wasserloch.







Wir wissen heute nicht so genau, was auf uns zu kommt, deshalb brechen wir früh auf. Unser Ziel ist das Thupapedi-Camp in der Kaa-Area. Wenn wir Pech haben, müssen wir erst zum Kaa-Gate ganz hoch fahren und dann weiter (zurück) zum Camp. Laut T4Afrika etwa 5 Stunden Fahrt. Es gibt eine Abkürzung über Gnus-Gnus, die in der Tinkers MAP vom KTP eingezeichnet ist und in anderen Karten nicht, bzw. der Trail zum Thupapedi-Camp soll nur mit Permit fahrbar sein. Wir lassen uns überraschen.
Die Fahrt ist abwechslungsreich, einfach weil der Trail die ganze Konzentration erfordert.



Es gibt einiges an Wild, das ist aber extrem schreckhaft und rennt fast schon panisch davon.





Doch es gibt auch anderes zu sehen.




Ein Weissbürzel-Singhabicht verfolgt unsere Fahrt




Ein ganz junges Oryx





Und wir halten nicht nur für Tiere, sondern auch für exotische Früchte :)

Der Abzweig nach Gnus-Gnus ist klar und deutlich auszumachen und es steht auch kein Verbotsschild dran. Also "wagen" wir es. Wir kommen an einer Art Pfanne raus und nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Camp. Auf dem Weg dorthin wieder Löwenspuren, die aber kurz vor dem Camp im Sand verlaufen :whistle: .
Endlich wieder ein Camp ganz nach unserem Geschmack. Und heute bauen wir auch das erste Mal unsere Markise auf – Überhaupt kein Problem, wir brauchen keine fünf Minuten, bis alles aufgebaut ist.







Super. Somit steht einem relaxten nachmittag auf "unserem" Naturcampground nichts mehr im Wege.
Es gibt jede Menge Ground Squirrels hier, eines ist aber besonders mutig und weiss unsere «Vogeltränke» zu schätzen.





Das arme Squirrel hat sich wohl mal das Pfötchen gequetscht :dry: .

Abends gibt es dann die leckere Wurst, eine Spezialität der Upington Slaghuis.....



.... und ein extra grosses Lagerfeuer, um die (nicht vorhandenen) Löwen zu vertreiben. Man weiss ja nie :whistle: .







Fazit Thupapedi Camp: Auch wenn man immer wieder list, dass das Camp unattraktiv sein soll, uns hat es gefallen. Hier gibt es ausser einem Platz unter einem Baum nichts. Natur pur. Das sind die Campgrounds, die wir lieben :woohoo: .
Letzte Änderung: 23 Jun 2019 11:29 von LolaKatze.
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23 Jun 2019 19:21 #559801
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Tag 10: 24. Mai 2019 – Da steht ein Gnu im Garten – Kalahari Rest Lodge

Heute ist Fahrtag und der kann lang werden. Deshalb stehen wir früh auf, bereiten das Kaffee-Wasser schon einmal vor und fahren ohne Frühstück los

Erst geht es etwa 1,5 Stunden zum Kaa-Gate. Hoffentlich bekommen wir keinen Ärger, weil wir die Abkürzung genommen und kein Permit haben. Aber völlig unbegründet: Wir werden freundlich begrüsst, man erzählt uns, dass es heute früh Löwen am Wasserloch gegeben hätte (ja,ja, wir wissen schon :evil: ) und wünscht uns eine schöne Weiterfahrt. Ich frage nochmals nach dem "Roadpermit" und der zuständige Beamte ruft sogar im Office in Twee Rivieren an. Dann versichert er uns, dass es das hier wirklich nicht gibt und versichert uns aber auch, dass wir bei der Ausreise keine Probleme bekommen werden. Wir sollen im schlimmsten Fall darauf hinweisen, dass wir am Kaa-Gate eingereist seien. Toll, dass der Officer nochmals angerufen hab aber so richtig beruhigt sind wir immer noch nicht.

Wir fahren dann etwa 3 Stunden lang weiter bis nach Zutshwa. Wir durchqueren viele schöne Pfannen, mal ist die Piste etwas tiefsandig, mal holprig, aber nie langweilig. Auch hier gibt es viel Wild, das aber sehr scheu ist.



In Zutshwa gibt es dann eine Art Zahlstation, wo wir 50 Pula für das Permit bezahlen und dafür eine Karte des Gebietes bekommen.

Bis nach Hukuntsi ist es eine weitere Stunde, jetzt aber auf gravel. Wir halten kurz an und passen den Luftdruck etwas an.



In Hunkuntsi selber ist die Teerstrasse - warum auch immer gesperrt - und die Strassenführung ist meist rechts oder links der geteerten, aber noch nicht freigegebenen Strasse, auf Gravel. Hier in Hukuntsi füllen wir auch mal wieder unsere Tanks auf.

Dann geht es etwa 1,5 Stunden weiter nach Kang (lanweilig) und dann erreichen wir endlich die Kalahari Rest Lodge. Wir werden freundlich begrüsst und bekommen die Campsite "Jackal".



Der Donki ist bereits an, so dass wir auch duschen gehen können.



Doch auf dem Weg dorthin traue ich meinen Augen nicht – da steht ein Gnu vor dem Duschhäuschen. Langsam schiebe ich mich daran vorbei – so ganz wohl ist mir aber nicht dabei. Und gerade sehe ich auf der Homepage steht doch auch ein Gnu mitten im Weg - scheint wohl eine Art Haustier zu sein :woohoo: .
Im Restaurant soll man gut essen können – Wild vor allem – das lassen wir uns nicht entgehen. Echt superlecker. Und als Nachtisch gibt es sogar Malva Pudding. Wir sind im siebten Himmel. Am Campground sitzen wir noch lange am Lagerfeuer und lassen die ersten Tage Revue passieren.

Fazit KTP: Tja, was soll ich sagen? Für viele ist der KTP ja ein Lieblingspark, mit vielen tollen Sichtungsmöglichkeiten und den schönen Wilderness-Camps. Wir sind aber einfach nicht warm geworden mit dem Park. Vielleicht waren unsere Erwartungen zu hoch, vielleicht haben wir aber auch nur Pech gehabt, vielleicht war das aber auch ganz einfach wirklich nicht unser Park :S .
Schon im Vorfeld hat der ganze Buchungsaufwand ziemlich an den Nerven gezerrt und hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dass der Name KTP bei uns Glücksgefühle ausgelöst hätte :dry: . Das Anmeldungsprocedere im Office in Twee Rivieren hat auch ganz schön genervt :angry: .
Was uns aber auch irgendwie auch nicht so gefallen hat, war die lange Fahrerei zwischen den Camps. Die Piste ist holprig und eintönig, oftmals sieht man rechts und links nicht viel, weil alles verbuscht ist. Die Wasserlöcher waren bei uns alle wie ausgestorben. Schön sind die Pans mit dem vielen Game. Das haben wir genossen.
Die Camps im südafrikanischen Teil waren jetzt nicht wirklich nach unserem Geschmack, während uns die Camps auf der Botswana Seite wesentlich besser gefallen haben :laugh: .
Dazu kommt dann eben noch die Tatsache, dass wir wirklich mit der Erwartung hierhergekommen sind, Katzen zu sehen. Aber: Falscher Ort und falscher Zeitpunkt. Es hat einfach nicht sollen sein. Auch haben wir recht wenig Vögel gesehen. Es war trocken, sehr trocken sogar, vielleicht lag es ja daran oder wir hätten wirklich ausreichend Bestechungswilli mitnehmen müssen :whistle: .
Wir haben die Tage im KTP trotzdem sehr genossen und wer weiss, vielleicht kommen wir ja doch nochmals hierher. Auf jeden Fall gehört der Park zu den "Enttäuschungen" auf unserer Tour – nicht nur wegen dem fehlenden Katzenglück.

Fazit Kalahari Rest Lodge: Es ist ein guter Stopp zwischen dem Kaa-Gate und dem Weg nach Ghanzi. Es gibt akzeptable Sanitärhäuschen, die ständig mit einem Donki beheizt werden. Strom ist abends von 17.30 Uhr bis Mitternacht und von 5 bis 10 Uhr (glaube ich) vorhanden. Es gibt auch Chalets, eine Bar und ein Restaurant. Das Essen dort ist superlecker, vor allem das Wild. Und ja, es ist wohl auch eine Hunting-Lodge :angry: , wovon wir aber gar nichts mitbekommen haben.
Letzte Änderung: 23 Jun 2019 19:26 von LolaKatze.
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Tag 11: 25. Mai 2019 – Die Rocker Gang von Ghanzi – El Fari Camp

Inzwischen ist das Aufstehen schon Routine: Duschen gehen, Frühstück machen, spülen und alles wieder wegräumen. Da wir heute in Ghanzi einkaufen gehen, räumen wir unsere Fahrerkabine auf, so dass nichts mehr sichtbar im Auto ist. Verabschiedet werden wir von diesem schönen Wasserbock? Der stand plötzlich auf unserer Campsite. Erst Gnu nun Wasserbock.



Wir füllen am Camp noch unseren Wassertank auf und dann geht es weiter. Knapp 3 Stunden brauchen wir bis Ghanzi.

Mit viel Glück finden wir einen Parkplatz beim Spar Markt und werden dann gleich von einer Horde bettelnder Kinder umringt. Die sind wirklich dreckig, barfuss und total zerlumpt. Wir geben trotzdem nichts, was uns den Zorn der Kinder einbringt. Zum Glück verstehen wir nicht, was sie sagen. Während wir weitergehen, treiben sich manche Kinder verdächtig nahe an unserem Hinterreifen rum :S .
Wir gehen weiter. Vor dem Supermarkt sitzt ein bettelnder älterer Rastaman, der sich mit den Kids von gerade eben herumschlägt. Vor ihm scheinen sie etwas Respekt zu haben. Auf jeden Fall hält er sich die Kids mit seinem Gehstock auf einem gewissen Sicherheitsabstand. Am ATM taucht er dann wieder auf, dreht sich in aller Ruhe einen Joint starrt in die Luft und "schimpft" vor sich hin.
Dann fährt ein Kleintransporter vor, in dem etwa 6 Rocker sitzen. Das muss man sich mal vorstellen: Die tragen Lederhose, Cowboystiefel und lange Ledermäntel, alles mit Nieten besetzt. Sie haben klobige Ketten um den Hals und entsprechende Ringe an den Fingern, am Gürtel hängt ein langes Messer. Die sehen aus wie aus Mad Max. Langsam und stolz - wie im Wilden Westen - schreiten sie über den Platz. :ohmy: Nicht das übliche "Schlurfen", das man hier so oft sieht. Irgendwie wird es ruhig als sie auftauchen, der Sicherheitsposten am ATM verschwindet. Einer der Rocker steigt aus, will sich am ATM hinten anstellen, der "Boss" sagt irgendwas zu ihm und dann wird die Situation etwas undübersichtlich. Ich bin gerade am ATM an der Reihe, die Karte steckt schon und ich warte auf das Geld. Da wird Hansi vom "Gang-Boss" angesprochen. Hansi antwortet mit seinem Standardspruch "I don´t speak english", dreht ihm den Rücken zu und ignoriert ihn. Ich stehe am Geldautomaten und hoffe nur, dass dieser die Karte wieder auswirft :blink: . Ich kann die Situation überhaupt nicht einschätzen, Hansi auch nicht. Karte und Geld werden ausgespuckt, ich stecke die Karte ein, gebe Hansi das Geld und wir schauen, dass wir ganz schnell weiter kommen :blink: .
Im Supermarkt beim Einkaufen ist uns irgendwie nicht ganz wohl. Es laufen viele der Gang-Mitglieder hier rum....
Schnell raus hier. Wir sind froh, als wir im Auto sind und weiterkommen. Auch im Liquorama scheinen wir "verfolgt" zu werden. Boh, ist das unheimlich :( . Nachdem wir getankt haben, fahren wir schnell weiter in Richtung El Fari-Camp – nicht ohne uns immer wieder umzuschauen, ob wir nicht doch verfolgt werden :blink: .
Das war das erste und einzige Mal, dass wir in Afrika ein komisches Gefühl hatten. Mit den aufdringlichen, bettelnden Kinder und dem abgedrehten Rastaman kann man irgendwie umgehen. Das gibt es ja öfters und ist für uns nicht wirklich bedrohlich. Doch als die Gang vor dem Supermarkt vorgefahren ist, da hat sich die Stimmung irgendwie verändert. Ihr Auftreten, das so gar nicht hierherpasst, ihr ganzes Gehabe hat uns – und anscheinend auch die Umgebung – "eingeschüchtert". Als der "Boss" dann auch noch Hansi angesprochen hat, während ich am Geldautomaten stand, da ist uns schon anders geworden. Er war jetzt nicht aggressiv oder so, aber trotzdem.
Auf jeden Fall waren wir froh, dass nichts passiert ist, dass sie uns nicht gefolgt sind – nein wir haben keinen Verfolgungswahn, hatten aber beide bei einem Auto, das recht lange hinter uns gefahren ist ohne zu überholen, beide denselben Gedanken :S .

Das El Fari Camp hat uns natürlich sehr gut gefallen und den restlichen Tag haben wir einfach nur relaxed.



Im Laufe des nachmittags sind noch zwei weitere Camper eingetroffen – alles Bushlore Fahrzeuge, überhaupt haben wir dieses Jahr überwiegend Bushlore-Fahrzeuge gesehen.

Bald ist auch schon wieder Essenszeit. Hansi gibt alles für ein gutes Lagerfeuer.



Und heute gibt es T-Bone Steak mit Folienkartoffeln.



Den Abend lassen wir dann gemütlich ausklingen.




Fazit El Fari Camp: Es gibt etwa 10 Plätze. Und zu den Sanitärhäuschen wird auf der Homepage mit diesen Worten geworben: The Campsite has the cleanest ablution facilities for campers within the area, if not within Botswana. Na ja, da haben sie wohl schon etwas übertrieben. Die Sanitärhäuschen sind soweit ok, aber weit entfernt von den saubersten (es sei denn die anderen Sanitärhäuschen in der Ecke sind wirklich in einem so viel schlechterem Zustand). Was wir aber zu schätzen gewusst haben, ist der Platz – sowohl in den Duschen als auch am Waschbecken mit ausreichend Ablagemöglichkeit. Das Camp hat uns gut gefallen.
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