THEMA: On the road again: Botswana 2019
28 Jun 2019 18:44 #560343
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Tag 12: 26. Mai 2019 – Es geht in die Kalahri - aber erst einmal müssen wir Reifen wechseln :evil: -

Die Nacht war relativ frisch – mit den Schlafsäcken von Bushlore aber kein Problem :silly: . Und zum Frühstück gab es deshalb noch ein kleines Lagerfeuerchen :woohoo: .



Und endlich geht es weiter und zwar in die Kalahari, genauer in das Central Kalahari Game Reserve (CKGR). Da sind wir ziemlich neugierig drauf, wissen wir einfach so gar nicht, was da genau auf uns zukommt und ob es uns dort überhaupt gefällt. Deshalb haben wir auch nur zwei Übernachtungen hier eingeplant.
Heute führt uns unser Navi das erste – und leider nicht das letzte - Mal so richtig an der Nase herum :blush: . Ständig schickt es uns bereits im Ort «Kuke» nach rechts in die Pampa. Der richtige Abzweig zum Tsau Gate ist aber direkt vor dem nicht zu verfehlendem Veterinärzaun nach dem Ort Kuke. Dazu folgt man einfach nur der Hauptstrasse – eigentlich nicht zu verfehlen, wenn einem – wie schon geschrieben – das Navi nicht ständig in die Pampa schicken möchte :( .

Dort folgen wir dann eine lästigen Schüttel-Schotter-Sandpiste und natürlich dürfen hier auc die Suicide-Chickens, auch Helmperlhühner genannt, nicht fehlen.



Dann hält Hansi mit einem lauten «Shit» an :ohmy: . Was los ist? Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass wir in der ersten Lodge einen Riss im Reifen entdeckt haben? Ja und jetzt haben wir hinten links einen Platten :S .



So sah der Riss aus.



Tja, da hilft nichts – jetzt müssen wir ihn doch benutzen, den Hihglift-Jack :S . Boh, was haben wir Respekt vor dem Teil :blink: .



Was in den Erklärvideos immer so einfach aussieht, ist in der Realität dann doch nochmals ganz anders – Theorie und Praxis halt :whistle: .



Das Problem: Die Aufnahmen hinten für den Hihglift-Jack sind so angebracht, dass das komplette Heck angehoben wird und somit hängen auch beide Räder in der Luft, so dass die Handbremse nicht mehr wirkt. Und dadurch rollt der Camper über die Vorderräder weg. Mist :blink:

Also erstmal mit etwas Feuerholz die Vorder Räder vor dem Wegrollen geschützt und ein neuer Versuch. Mit vollem Einsatz kann Hansi den Camper hochheben…..



Weil aber die Blattfedern so stark nachgeben, bekommt man den Camper immer noch nicht hoch genug, dass die Räder freistehen und ein Reifenwechsel möglich ist. Dazu muss man den Camper so weit anheben, dass der normale kleine Wagenheber - der auch zur Standardausrüstung des Campers gehört - mittig hinter dem Reifen unter die Blattfedern kommt.



Und so funktioniert dann auch der Reifenwechsel :) .



Jetzt wieder ganz langsam und vorsichtig den Camper herunterlassen.....



... den kleinen Wagenheber auch - mit dem nötigen Sicherheitsabstand versteht sich :whistle:




Und da Hansi schon dabei ist, zieht er auch gleich die anderen Radmuttern an, die nicht richtig fest gezogen sind :evil: .



Fertig :woohoo: !

Hier braucht man nicht auf Hilfe hoffen, denn hier kommt nur alle paar Tage jemand vorbei :S .

Nun haben wir aber nur noch einen Reservereifen. Das ist nicht gut :blink: .

Und jetzt haben wir uns aber wirklich erst mal eine Coke verdient, bevor wir die restlichen Kilometer zum Gate fahren.
Letzte Änderung: 17 Jul 2019 13:18 von LolaKatze.
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01 Jul 2019 18:12 #560528
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Tag 12: 26. Mai 2019 – Es geht in die Kalahari – Passarge 2

Wir erreichen das Gate und sind etwas irritiert! Ist das Gate etwa verschlossen?



Nein, nur das Dach ist eingestürzt. Der «Officer» sitzt unter einem Zelt an seinem Schreibtisch.



Er selber darf die Parkgebühr nicht entgegennehmen, deshalb schickt er eine weitere Person los, um den Verantwortlichen zu holen. Während wir warten, halten ein bisschen Smalltalk und erfahren, dass vor zwei Tagen das letzte Mal jemand hier durchgekommen ist :laugh: Da hätten wir aber lange warten müssen mit unserer Panne :evil: . Irgendwann ist das Anmeldeprozedere erledigt, wir haben uns in alle Bücher eingetragen und können weiterfahren.
Erst geht es etwa weitere 45 Minuten am Zaun entlang weiter. Wir schrecken ein Kudu auf....



..... das dann schnell über den Zaun springt und verschwindet.



Und dann – Löwen :silly: ?



Nein :S , nur Warzenschweine :evil: .



Dann kommt der Abzweig ins Passarge-Valley. Zuerst geht es ewig durch buschiges Gebiet, wo unser Camper ganz schön verkratzt wird durch die stacheligen Äste, die in die Piste reinragen. Sehen tut man hier nicht viel. Später fahren wir dann durch die ein oder andere Pan und sehen unsere erste Giraffe des Urlaubs :woohoo: .



Am Passarge Wasserloch werden wir von den zwei Geiern begrüsst. Auf der einen Seite des Wasserlochs der Ohrengeier....



... und auf der anderen Seite der Weissrückengeier.



Sie wechseln noch das ein oder andere Mal das Ufer und dann ist es beiden wohl zu dumm und verschwinden.








Später kommt dann noch eine Giraffe vorbei - wir sind begeistert :woohoo: . Endlich Giraffen :silly: .





Und endlich mal wieder Giraffenyoga :woohoo: Sorry, da müsst ihr jetzt durch :evil: .











Die schauen einfach zu doof aus der Wäsche :woohoo: .

Doch auch das gehört zur Kalahari.



Es macht - meistens - Spass, die Piste zu fahren.



Und dann gibt es noch weitere Giraffen zu bewundern.







Nun ist es nur noch ein «Katzensprung» bis zu unserem Campground - Passarge 2.



Wir richten uns ein, und freuen uns an der schönen Aussicht....



...... stellen eine kleine Wassertränke auf und beobachten die Vögel ....





..... und wir bekommen Gesellschaft - auch ein Schakal hat mal Durst.





Hach, so lieben wir das :woohoo:



Abends gibt es leckeren Schweinebauch mit Butternut und Folienkartoffeln – Schmackofatz.



Gegen später als es schon dunkel ist, fotografiert Hansi noch ein bisschen rum und erschreckt dann plötzlich zu Tode :blink: – ein grosser Vogel mit einer riesen Spannweite fliegt zwei Mal knapp über seinem Kopf vorbei. Und noch später sucht er nach einem weiteren Standort zum Fotografieren und auf einmal schaut ihn eine Eule aus einem Baum heraus an - dann war das vorher wohl eine Eule. :woohoo: Da sind wahrscheinlich beide zu Tode erschrocken :blink: . Hansi hat noch nicht einmal dran gedacht, ein Foto zu machen, die Eule hat ganz schnell das Weite gesucht. Dann war Stille am Campground.
Fazit Passarge 2: Das war mal wieder ein Campground ganz nach unserem Geschmack. Weit und breit keine Menschenseele, unter einem schönen Baum und mit etwas Blick auf eine Pan.
Im Eimer der Dusche war ein toter Vogel drin, die Toilette was so wie die Toiletten halt sind - das schwarze Loch des Grauens :evil: . Hier hat es uns echt gut gefallen.

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02 Jul 2019 19:23 #560661
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Tag 13: 27. Mai 2019 – Weiter geht´s – Sunday 2

Heute früh werden wir durch anhaltendes Vogelgezwitscher geweckt - Ist das schön :woohoo: . Wir stehen wieder mit der Sonne - also um 6:30 Uhr - auf und geniessen diese Idylle.



Hier in der Kalahari ist es teilweise schon recht frisch, deshalb versucht Hansi das Feuer wieder anzubekommen - mit Erfolg B) .



Frühstück am Lagerfeuer - gibt es was schöneres?

Eigentlich wollten wir ja die «grosse» Runde über das Deception Valley fahren. Doch letztendlich haben wir uns entschlossen, direkt zum nächsten Campground – Sunday 2 – zu fahren. So können wir es heute früh ganz langsam angehen lassen.
Und ich muss ja auch noch mit Bushlore telefonieren, damit wir irgendwo – in Maun? – einen neuen Reservereifen bekommen. Wir zücken also unser Satellitentelefon und rufen bei Bushlore an. Das ist alles ganz unproblematisch und in zwei Tagen wird ein Bushlore-Mitarbeiter am späten nachmittag ins Maun Rest Camp kommen, um ein neues Reserverad vorbeizubringen. Das ist dann auch der Grund, weshalb wir bei Bushlore gemietet haben - wenn was schief geht, dann kümmern die sich :silly: .

Dann kann es endlich weitergehen. Wir haben heute höchstens drei, vier Stunden Fahrt vor uns und so können wir uns alle Zeit der Welt lassen. Und unterwegs sehen wir jede Menge Tiere – das ist einfach toll.

























Wow, so viele Springböcke auf einmal





















Und das ist mit ein Grund, weshalb es uns hier so gut gefallen hat :woohoo: . All diese Tiere – und da war jetzt nichts «Besonderes» dabei - haben wir innerhalb von etwa 4 Stunden gesehen. Immer wieder mal hat eines aus dem Busch geschaut, ist uns über den Weg gelaufen oder standen einfach so unterm Baum. Diese Vielfalt hat uns auch etwas gefehlt im KTP – Sorry, dass ich da jetzt schon wieder damit anfange. Es waren eben nicht nur die fehlenden Katzen :whistle: .

Dann erreichen wir auch schon unsere Campsite – vermeintlich. Im Navi haben wir einfach eine Campsite mit der Nummer 2 ausgewählt. Doch wir landen immer wieder auf den Campsites 3 und 4 !?! :blush: . Dann fällt mir auf, dass die Buchstaben im Navi vor der 2 nicht mit den Bezeichnungen auf unserer Buchungsbestätigung übereinstimmen. Aha. Da muss man erst einmal drauf kommen. Doch dann haben wir endlich unsere Campsite Nummer 2 gefunden. Schön etwas abseits der Hauptpiste gelegen, mit Blick auf die Pan. Das gefällt uns wieder sehr gut. :woohoo:



Den restlichen nachmittag relaxen wir, beobachten Squirrels.....



.... und bekommen wieder Besuch - unser Freund, der Schakal :whistle:



Am nachmittag fahren wir dann nochmals los in Richtung Wasserloch.



Nach ein paar Minuten kommt eine Giraffe daher und möchte ans Wasser. Doch durch zwei, drei Camper, die nun dazukommen und die bei laufendem Motor versuchen, eine gute Position zum Fotografierenzu bekommen, fühlt sie sich gestört und läuft nervös hin und her. :S Als endlich wieder Ruhe eingekehrt ist, wagt sie sich ans Wasser. Ist das nicht schön? :woohoo: Die Giraffe ist trotzdem sehr sehr vorsichtig und schaut sich ständig um.











Doch dann haben die Camper schon wieder genug gesehen und fahren davon, was die Giraffe natürlich wieder nervös werden lässt. Sie gibt schliesslich auf und verschwindet im Busch.





Schade eigentlich. Das ist übrigens nicht das letzte Mal, dass sich Tiere durch Camper und/oder Safari-Autos gestört fühlen und dann den Rückzug nach hinten antreten. :angry:

Den Abend verbringen wir dann wieder am Lagerfeuer.






Good night :woohoo:

Fazit Sunday 2: Da gibt es wohl nicht viel zu sagen. Auch wenn sie schwer zu finden war, ist das wieder mal eine Campsite, wie wir sie lieben.

Letzte Änderung: 02 Jul 2019 20:58 von LolaKatze.
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03 Jul 2019 16:33 #560753
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Tag 14: 28. Mai 2019 – Boh das zieht sich – Boteti River Camp

Heute früh werden wir wieder geweckt – aber nicht von Vogelgezwitscher, sondern von Löwengebrüll :woohoo: . Da sind ein oder zwei Löwen unterwegs und umrunden das Camp. Mal ist das Brüllen rechts zu hören, dann wieder links. Wir hatten das ja nun schon öfter. Aber trotzdem ist es immer wieder unheimlich :whistle: . Dann endlich wird das Brüllen leiser….. . Wir warten noch einen Moment und stehen dann auf. Da das Gelände um den Platz etwas unübersichtlich ist, trauen wir uns auch nicht, hier zu frühstücken. Wir packen ganz schnell zusammen und frühstücken wieder irgendwo unterwegs.

Bis zum Matswere Gate sind es etwa 3 Stunden. An der "Deception-Kreuzung" geniessen wir die Weite der Pans und schauen auch am Wasserloch vorbei. Das ist aber ausgestorben.
Und dann geht es wieder durch eher buschiges Gebiet weiter. Eine Pan kreuzen wir noch.







Die Fahrt bis zum Matswere Gate ist schön und mehr oder weniger abwechslungsreich. Dort tragen wir uns aus und dann geht es weiter.
Bis nach Rakops aber zieht sich die Piste noch gut zwei Stunden lang :ohmy: . Die Piste ist staubtrocken, hat viele Wellblechabschnitte und will einfach kein Ende nehmen :S . Die letzte Stunde führt dann schon durch «Weidegebiet».
Dann haben wir endlich die A30 erreicht :) . In Rakops suchen wir die Puma-Tankstelle. Wir erwarten und suchen eine grosse moderne Tankstelle, können aber nichts finden. Nachdem wir zwei Mal durch den Ort gefahren sind - viel gibt es da nicht zu sehen - fällt uns eine kleine Tankstelle auf: drei oder vier Zapfsäulen vor einer Hütte – die dortige Puma-Tankstelle :woohoo: . Wir wären mit unseren zwei Tanks noch gut bis nach Maun gekommen, aber man weiss ja nie.

Und nun haben wir die Qual der Wahl. Wir können sowohl ins Boteti River Camp gehen (früher Tiaans Camp) und wir haben auch eine Reservierung für das Khumaga-Camp. Das Herz schlägt natürlich für Khumaga :woohoo: , aber die Vernunft landet im Boteti River Camp :S .



Im Vergleich zum Tiaans Camp, in dem wir vor zwei Jahren schon einmal waren, hat sich nicht arg viel getan. Die Begrüssung fanden wir etwas herzlicher, das Aussichtsdeck sieht nicht mehr ganz so wild durcheinandergewürfelt aus, aber ansonsten scheint wirklich alles beim Alten zu sein.
Wir geniessen den nachmittag im Schatten, wir duschen mal wieder so richtig ausgiebig, laden Camper und Elektrogeräte auf (was aber gar nicht nötig gewesen wäre) und ich lege den dringend nötigen Waschtag ein.



Zum Kochen haben wir heute abend keine Lust, deshalb melden wir uns zum Dinner an. Das hätten wir mal lieber bleiben lassen – das war das schlechteste Essen, das wir in diesem Urlaub hatten :blink: . Es war gerade mal so ok.

Aber trotzdem haben wir noch ein Lagerfeuer angezündet und die letzten Tage Revue passieren lassen.

Fazit CKGR: Im Vorfeld waren wir uns überhaupt nicht sicher, ob uns die Kalahari gefällt und was uns dort überhaupt erwartet. Deshalb haben wir es bei zwei Nächten belassen – zum Reinschnuppern sozusagen. Und was soll ich sagen? Uns hat es dort sehr gut gefallen. Wir haben zwar weder die Elefanten gesehen, die es dort inzwischen gibt, noch Katzen, aber die Pans mit ihren Wildbestand und die Wasserlöcher, wo sich tatsächlich auch etwas getan hat, haben uns schon sehr gefallen. Das CKGR war DIE positive Überraschung des Urlaubs. Hier werden wir definitiv nochmals herkommen.

Fazit Boteti River Camp: Die Campsites sind sauber und haben alle ein Schattendach. Manche Campsites scheinen relativ klein zu sein – da steht man mit dem Camper fast schon halb auf der Piste – ich denke da vor allem an die erste Campsite auf der linken Seite, wenn man reinfährt - das ist glaube ich die Campsite Nummer 1.
Die Campsites haben Wasser und Strom, die Sanitärhäuschen bieten viel Platz und sind sauber. Der Pool kann auch von Campern genutzt werden. Wie die Chalets aussehen, kann ich leider nicht beurteilen. Das Deck mit Blick auf den Boteti ist etwas liebevoller gestaltet wie früher. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit.
Das Essen ist aber eher unterdurchschnittlich :S .

Letzte Änderung: 03 Aug 2019 10:56 von LolaKatze.
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04 Jul 2019 18:28 #560832
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Tag 15: 29. Mai 2019 – Endlich Katzen - Maun Rest Camp

Bevor wir Richtung Makgadikgadi losfahren, räumen wir aber noch die Fahrerkabine leer, müssen wir heute ja auch noch einkaufen gehen in Maun.
Bis zum Boteti ist es nicht weit, aber wir sind echt erschrocken: :ohmy: Der Boteti ist fast ausgetrocknet- ist nur noch eine Pfütze - die Fähre liegt am Ufer und wird im Moment nicht benötigt.



So sah das im Mai vor zwei Jahren - also 2017- aus.



Die Rinder sind so nett und testen für uns die Wassertiefe :woohoo: .



Wir kommen gut durch, obwohl das Wasser doch tiefer war, wie gedacht. Aber alles gut gegangen :silly: . Anscheinend soll man etwas weiter links ganz trocken über den Boteti kommen.
Wir sind heute die ersten und bezahlen unsere Parkgebühr (290 Pula). Wie wir uns auf den vormittag freuen :woohoo: – war das doch vor zwei Jahren mit unser Lieblingspark.


Kudu geht immer



Geierbaum :woohoo:


Nein, der Schädel liegt schon länger :whistle:



Aber oh weh :blink: . Da wo wir letztes Jahr gerade mal so am Ufer entlang fahren konnten, ist jetzt alles trocken, der Boteti hat nur noch ein paar Wasserlachen..... Was haben wir hier beim letzten Mal Vögel und Tiere gesehen? Nicht umsonst ist/war das unser Lieblingspark. Aber es ist einfach alles trocken. Wie ist das dann erst im September/Oktober? Was machen die Tiere dann?
Die ganzen Tiere hier sind auf das Wasser angewiesen.







Die Zebras haben Durst...







So wenig Wasser für so viele Tiere :S



Dann sehen wir nur noch Staub ....





..... auch die Gnus scheinen Durst zu haben :lol:



Das hört gar nicht mehr auf...



Geschafft - endlich am Wasser :laugh:



Leider können wir nicht den ganzen Tag hier bleiben, sondern wir müssen ja noch weiter nach Maun.
Noch ein letzter Blick zurück auf den ausgetrockneten Boteti....



... in Gedanken sind wir aber bei unserem "Lieblingsbild" von 2017



Auf dem Weg zum Puduhudu-Gate läuft uns dann das erste Mal ein Elefant über den Weg - endlich Elefanten :woohoo:



Die Piste hoch zum Gate war letztes Mal richtig übler Tiefsand, dieses Mal ist jedoch auch viel "Wellblech" mit dabei. Oder liegt das doch tatsächlich an unserem Landcruiser? Der "pflügt" einfach so durchs Gelände, nimmt Tiefsand wirklich den Schrecken. Man muss ihn aber anders fahren wie den Hillux. Beim Hillux ist Hansi eher mit etwas höheren Drehzahlen durch Tiefsand gefahren, jetzt eher mit 1500 Umdrehungen im dritten Gang – Untersetzung. Der Landcruiser ist durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen, dafür ist der Hillux in engen Kurven aber etwas wendiger.
Aber uns beunruhigt das Geräusch, das der Keilriemen immer öfter von sich gibt. Das hört sich nicht gut an :S .

Am Gate angekommen, tragen wir uns aus und da es ab jetzt auf Teer weitergeht, füllen wir die Reifen wieder mit Luft.
Und da trauen wir unseren Augen nicht :blush: : Der ausgewechselte Reservereifen hat einen Schnitt – einen tiefen geraden Schnitt :blush: – aber nicht Richtung Lauffläche, sondern eher Richtung Felge. Den können wir uns nicht wirklich erklären. Haben etwa die bettelnden Kids in Ghanzi den Reifen aufgeschlitzt, weil wir ihnen nichts gegeben haben? Die waren ja schon auffällig dicht hinter unserem Camper…….. . Egal, wir werden es nie erfahren, hoffen aber nur, dass der Reifen jetzt vollends hält :blink: .
Bevor wir weiterfahren rufen wir aber ein weiteres Mal bei Bushlore an, um nach einem weiteren Reifen für heute abend zu fragen. Kein Problem, der kommt :silly: .

Die Strasse nach Maun ist ja schon oft beschrieben worden. Die ersten 30 Minuten in Richtung Maun sind ja noch ganz gut zu fahren, doch dann beginnt die Pothole-Piste :( – ein Pothole am anderen, meist sieht man erst in letzter Sekunde, wie tief es eigentlich ist. Jeder versucht da irgendwie heil durchzukommen. Dann kommt der frisch geteerte Part und die letzte Stunde bis Maun ist wieder gut zu fahren. Zum Glück. Aber der Pothole-Part scheint im Moment frisch geteert zu werden, auf jeden Fall waren Bauarbeiter mit entsprechenden Arbeiten beschäftigt.

Bevor wir zum Spar fahren, gehen wir erst einmal Essen. Und zwar zu Hillarys. Das Restaurant/Bistro befindet sich an der Flughafenstrasse und hat einen eigenen Parkplatz gleich neben dem Restaurant. Hier hat es uns gleich sehr gut gefallen. Man sitzt unter einem Pflanzendach und fühlt sich wie in einer Oase. Wir bestellen Lunch und geniessen diese kleine Auszeit.



Doch es hilft nichts – wir müssen noch einkaufen gehen. Wir lieben ja das Ngami-Shopping-Center. Da ist der Spar-Markt mit einem ATM, um die Ecke sind die Beef Boys, gegenüber ist die Engen-Tankstelle, Choppies und der Alkohol-Laden. Hier bekommen wir einfach alles. Und ein Stück die Strasse hoch ist der Handwerkermarkt, wo man u.a. die schön bemalten Stoffe bekommen kann. Alles in Laufnähe.
Und hier in Maun haben wir uns noch nie unsicher, bedroht gefühlt. Klar leeren wir die Fahrerkabine, aber ansonsten haben wir hier noch nie ein komisches Gefühl gehabt.
Trotzdem dauert es seine Zeit, bis wir alles haben und wir müssen uns etwas ranhalten, weil ja noch der Mechaniker von Bushlore auf dem Campground vorbeikommen wird.
Wir sind dieses Mal im Maun Rest Camp. Als wir gebucht haben, gab es eigentlich nur positive Kritiken von dem – neuen - Camp. Inzwischen gab es aber auch die ein oder andere negative Bewertung. Wir sind gespannt. Aber zuerst einmal verpassen wir die Abfahrt. Das Camp ist nicht ausgeschildert und unser Navi wollte uns in eine kleine Gasse reinführen – was dieses Mal sogar gestimmt hätte. Nach der Shell-Tankstelle macht die Strasse eine Kurve bevor es dann über den Thamalakane River geht. Und gleich am Anfang der Kurve - am «Friseursalon» - geht es rechts ab. Wenn man das Schild zur Island Safari Lodge sieht, ist man schon zu weit.
Wir werden freundlich begrüsst und endlich bekommen wir eine Katze zu Gesicht :woohoo: :evil: :whistle: – die Campgroundkatze.
Wir haben Campground Nummer drei. Schön schattig unter Bäumen am Thalamakane gelegen – oder das was noch übrig ist. Letztes Mal sind hier Motorboote auf und ab gefahren, jetzt ist er ausgetrocknet und man kann zu Fuss von einem Ufer zum anderen kommen. Das ist schon sehr erschreckend mit der Dürre im Moment. Und es ist noch lange hin bis zur nächsten Regenzeit.



Letztes Mal sind hier ständig die kleinen Motorboote entlanggefahren und haben ziemlich Lärm gemacht....


Jetzt hat man die Boote an Land gezogen.

Wir richten uns ein und dann kommt auch schon der Mechaniker. Er hat zwei passende Ersatzreifen dabei, aber auf den falschen Felgen. Mist. Er tauscht den Ersatzreifen aus, nimmt die zwei kaputten Reifen mit und verspricht morgen bis spätestens 9 Uhr wieder da zu sein.
Hunger haben wir keinen und so verzichten wir aufs Kochen. Wir naschen noch ein bisschen rum, trinken das ein oder andere Glas Wein dazu, geniessen das Lagerfeuer.



Und dann miaut es plötzlich hinter uns. Eine süsse kleine schwarze Katze - wir lieben alle Katzen :woohoo: . Die sah so hungrig aus, dass wir doch glatt eine Dose Thunfisch geopfert haben. Diese Katze war heute auf jeden Fall im siebten Himmel…..

Fazit Maun Restcamp: Das Camp liegt schön am Thalamakane River. Durch die vielen Bäume ist es angenehm schattig. Die Campsites sind schön gross und gepflegt. Jede Campsite hat Wasser und Strom sowie eine Sitzbank-Kombination. Die Sanitärhäuschen sind recht alt und könnten eine Renovierung vertragen, sind aber sauber. Es gibt eine Bar – na ja, eher einen Getränkeautomaten - eine Selbstversorgerküche und Internet. Ein Restaurant gibt es nicht, doch kann man im Old Bridge Backpackers essen gehen. Es gibt auch Chalets, die wir aber nicht angeschaut haben. Alles in allem hat es uns hier gut gefallen. Wesentlich besser wie in der Island Safari Lodge, wo wir das letzte Mal untergebracht waren.



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Tag 16: 30. Mai 2019 – Es geht in den Moremi – South Gate

Da der Mechaniker von Bushlore ja erst gegen 9 Uhr kommen wird, können wir uns etwas Zeit lassen. Wir frühstücken ganz gemütlich, gehen nochmals duschen, checken das erste Mal im Urlaub unsere Mails und räumen die Fahrerkabine wieder ein.



Und wirklich Punkt 9 Uhr fährt der Mechaniker vor. Er hat zwei funkelnagelneue Reifen dabei, die schnell montiert sind. Er zieht noch etwas den Keilriemen nach, notiert sich unsere Autonummer und ist dann auch schon wieder weg nachdem er von uns natürlich ein gutes Trinkgeld bekommen hat :silly: Das hat er sich aber auch verdient - das ging jetzt aber schnell und wirklich unkompliziert. Ob das immer so unkompliziert ist oder ob es daran lag, dass wir die CDW2-Versicherung abgeschlossen, in der u.a. Reifenschäden übernommen werden, wissen wir nicht. Wir sind aber total begeistert von Bushlore und dem Service.

So, jetzt kann es losgehen. Erst auf Teer bis Shorobe, dann weiter auf übel staubendem Schotter bis zum Abzweig zum Moremi und schliesslich die Piste bis zum South Gate. Hier bezahlen wir unsere Parkgebühren - nur Barzahlung möglich - und können dann gleich auf unsere Campsite gehen. Wir haben die Nummer 5, die mittendrin ist. Das gefällt uns nicht so gut :S . Wir warten bis die "Verwalter" der Campsites bei uns vorbeikommen, ordern Feuerholz und fragen, ob wir nicht eine etwas abgelegenere Site bekommen können. Wir dürfen auf die 8 wechseln – die gefällt uns schon viel besser :woohoo: .



Unsere alte Campsite wird dann gleich von einem Safarianbieter in Beschlag genommen. Es werden gut und gerne 10 Zelte mit Versorgungszelt und allem was dazugehört aufgestellt. Da haben wir wohl beide Glück gehabt: Der Safarianbieter, dass er so eine grosse Campsite bekommen konnte und wir, dass wir etwas abseits unsere Ruhe haben :evil: . (aber an dem Tag sind die Safari-Teilnehmer gar nicht vorbeigekommen).
Wir essen noch eine Kleinigkeit und lassen uns von den Vögeln bespassen :silly: .


Südlicher Gelbschnabeltoko


Maskenbülbül Drossling, genauer ein Arrow-marked Babbler. Danke maddy und fotomatte

Dann fahren wir los auf unseren ersten Gamedrive dieses Jahr im Moremi :lol: .
Schon auf dem kurzen Weg bis zum ersten Wasserloch sehen wir die ersten Elis – Hach ist das schön :woohoo: .







Am Wasserloch – oder das was davon übrig ist - stehen auch welche rum.



Hier geht es dann auch gleich in Richtung Blackpools. Da wollen wir hin – war doch beim letzten Mal sowohl Blackpool als auch Xini-Lagoon nicht befahrbar – alles unter Wasser.

Wir geniessen die Fahrt....




Das ist doch eine Halbmondantilope oder nicht? Laut meinem Handbuch der Säugetiere gibt es die hier aber gar nicht :whistle:







... und sehen Elis ohne Ende. Sie stehen rechts und links im Gebüsch oder kreuzen unseren Weg.









Wir können gar nicht alles fotografieren, freuen uns nur, dass wir endlich auch wieder die Dickhäuter sehen. :woohoo:
Irgendwann haben wir in dem Trailwirrwarr die Orientierung verloren :blink: und lassen uns einfach wieder zur Hauptpiste zurückführen und fahren glücklich - weil wir doch einige Tiere gesehen haben - zurück auf unsere Campsite.

Dort beobachten wir wieder die zahlreichen Vögel - alle Tokos zusammen :silly:


Rotschnabeltoko


Südlicher Gelbschnabeltoko


Und der Grautoko

Dann gibt es den obligatorischen Sundowner und bereiten unser Abendessen vor, das letzte Stück Fleisch - Kudu - aus Upington.



Auf Anraten der Locals hier machen wir ein besonders grosses Lagerfeuer – das muss man uns nicht zwei Mal sagen :whistle: – um die Elis vom Camp abzuhalten. Wir hören sie mal näher mal weiter weg trompeten – irgendwie hört sich das aggressiv an, aber wir können uns auch täuschen – der ein oder andere Eli nascht auch an den Bäumen in der Nähe vom Camp, aber irgendwie ist es sehr idyllisch hier. Da die Safarigruppe (noch) nicht gekommen ist, waren vielleicht 4 Campsites belegt.
Dann hören wir was am Mülleimer. Ein Schakal? Nein, schaut mal, ein Honeybadger. :silly:



Den haben wir noch nie gesehen und schon gar nicht in Action. Der hat es doch tatsächlich geschafft, den Mülleimer, der affensicher verschlossen war, aufzubekommen, in den Müllkäfig reinzukrabbeln und – da hatte ich so meine Bedenken – auch wieder herauszukommen – natürlich mit "Beute" :woohoo: .









Wir waren total fasziniert. :lol: Die Bilder sind jetzt nicht der Hit, aber für uns war das echt eine schöne Begegnung :woohoo: .

Heute Nacht stellen wir auch mal wieder unsere Wildkamera auf. Da wir das letzte Mal unzählige Bilder mit nichts hatten ausser unserem Camper – die Kamera wurde durch das Flackern des Feuers ausgelöst – haben wir dieses Mal vorgesorgt und einen Sichtschutz gebaut :silly: . Ob wir was erwischt haben? Tja, das gibt es morgen :evil:

Fazit South Gate: Wir finden das Camp am South Gate ist ein guter Ausgangspunkt um die Blackpools zu erkunden. Wenn man morgens von Maun her kommt, dann hat man fast noch den ganzen Tag Zeit für Gamedrives. Die Camps in der Mitte des Platzes gefallen uns jetzt weniger, es gibt aber auch einige etwas abgeschiedenere Sites (7-10 und ich glaube auch 1-3), die wir viel lieber haben. Die Sanitätshäuschen waren ok.
Letzte Änderung: 11 Jul 2019 16:42 von LolaKatze.
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