THEMA: Mabuasehube Feb 2019
02 Mär 2019 12:34 #549823
  • GinaChris
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  • GinaChris am 02 Mär 2019 12:34
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Vielen Dank für euer Lob!

@freshy
Ja, das Erdhörnchen hat überlebt.

Aus Ghanzi kommend, kann man dort bei der Puma Tankstelle gratis seinen Wassertank mit Trinkwasser auffüllen lassen. (Ob dies auch ohne zu tanken möglich ist, kann ich nicht sagen)
Es gibt dort direkt an der Tankstelle auch einen Shop in dem man tiefgekühltes Wildfleisch (als wir dort waren gabs Oryx und Giraffe) und Biltong kaufen kann.

Zur Kobra-Geschichte:
Die Schlange ist uns erst aufgefallen, als sie sich zu bewegen begonnen hat. Sie wollte unbedingt in den Bau der Erdhörnchen, der auf der camp site unzählige Eingänge hat. Das Erdhörnchen hat also quasi die Eingänge verteidigt. Die beiden haben sich abwechseln angegriffen. Ich habe aus dem Schatten eines Busches fotografiert; es war wolkenlos bei etwa 38 Grad. Chris hat die Szene aus dem A-frame beobachtet, und als er sich ein paar Schritte vorwärts bewegt hat, wurde die Kobra auf ihn aufmerksam, und hat sich mit enormer Geschwindigkeit auf ihn zubewegt. Ich rannte Richtung Auto, das direkt hinter dem A-frame geparkt war. Dadurch hatte ich ihre Aufmerksamkeit. Ich hechtete auf den Beifahrersitz und schlug die Autotür zu. Etwa 3m hatten uns noch getrennt. Die Schlange verlor das Interesse und widmete sich wieder einem Eingang zum Erdhörnchenbau, in dem sie wenig später auch verschwand. Mit meiner Gelassenheit war es aber bereits zu Ende. Ich fragte mich nur mehr, wann, und aus welchem der vielen Löcher das Tier wieder auftauchen würde. Bei den Vorbereitungen zum Abendessen wanderte mein Blick vom Gemüse am Schneidbrett, zu den Eingängen, und wieder zurück, usw. Kurz vor Sonnenuntergang fuhren wir noch eine kleine Runde. Wieder zurück auf der camp site konnten wir Dank Vollmond alles sehr gut erkennen. Wir nahmen noch einen Schlummertrunk im A-frame, als mich fast der Schlag getroffen hat. Genau aus jenem Loch der Erdhörnchen, das am nächsten zum A-frame liegt, und in dem die Kobra verschwunden war, kroch sie nun wieder heraus. Chris glaubte erst ich würde mit: "da ist sie wieder",scherzen, als er meinen panischen Gesichtsausdruck sah, sprang er aber auch auf. GsD ist die Kobra aber über die Sandfläche in die Büsche verschwunden; und ich in mein Dachzelt.
Wir haben keine Ahnung von Schlangen, jedoch eine App die uns verraten hat, dass es sich um eine Kap Kobra handelt, sie eine der gefährlichsten sei, weil sie nicht flüchtet sondern angreift.
Was dort nicht nachzulesen war: sind diese Tiere ortstreu? Kann diese camp site ihr Revier sein?
Wir haben im A-frame jedenfalls einen Zettel mit kurzer Warnung hinterlassen.
Gruß Gina



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02 Mär 2019 13:00 #549826
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Zur Kobra-Geschichte:

Hallo Gina,
also da wäre ich vor Schreck gestorben - gut, daß Du so geistesgegenwärtig ins Auto gejumpt bist.......
Gruß
Friederike
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02 Mär 2019 13:39 #549829
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Hallo Gina,

boah - das war ja bestimmt ein Erlebnis! Da schießt der Adrenalinspiegel in die Höhe :whistle:. Auf jeden Fall ist das Foto mit dem Erdhörnchen spitze.

Wir hatten mal eine Kap-Kobra in Urikaruus im Küchenzelt. Ich hatte in der Küche leichtes rascheln über mir gehört und dann auf einmal bewegte sich so ein "Bambusstab". Als wir dann den Ranger holten meinte er nur "oh that's a cape cobra - we have to get her out". Das Unterfangen dauerte dann ca. 1,5 h bis sie endlich die Hütte verlies uns aber vorher noch ein paar mal ganz böse anfauchte.
Wir waren aber so unter Spannung und auf der Hut dass wir kein Foto machen konnten. Erst als sie dann endlich außen im Baum war, waren wir wieder in der Lage ein Foto zu schießen.



Letzte Änderung: 02 Mär 2019 13:41 von DK0812.
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@Schlange
Großartiges Erlebnis, Danke für die Schilderung und Bilder, die Gelbe ist ziemlich groß.
Viele Löcher im Boden sollten mE immer zur Vorsicht anregen. Man kann/sollte immer davon ausgehen, dass von Kleintieren und Vögeln besiedelte Bauten und Hohlräume, z. B. Löcher in Bäumen, Schlangen anziehen bzw. auch bewohnt sein könnten. An Campingplätzen wie in Mabuasehube sowieso. Die Krümel und Wasserpfützen der Camper locken und ernähren Nagetiere und Kleinvögel, deren Füttern für süße Fotos sowieso, die Schlangen folgen nach. Unterkünfte in den „wilderness camps“ auf der SA-Seite haben sicherlich öfters „Hausschlangen“ auch wenn man sie nicht oft sieht. Diese Kapkobra lebt(e) im Abflussrohr des Handwaschbeckens in Kieliekrankie Nr. 3.



Oder siehe neuen Beitrag von DK
@Wasser
Laut dem südafrikanischen Forum hat es in Teilen der Region seit April 2018 überhaupt nicht geregnet. Außerdem nahmen schon seit Längerem die Ergiebigkeit einzelner Bohrlöcher und die Wasserqualität ab, so dass auch stillgelegt wurde. Der landesübliche Hang zur Vernachlässigung der Anlagen wird auch noch eine Rolle spielen. Das Wasser ist jetzt stellenweise auch so korrosiv, dass Reparaturen nicht wirklich lohnen. Am besten wäre wohl, natürliche Zustände wieder herzustellen und überhaupt nicht mehr zu pumpen, Personalunterkünfte natürlich ausgenommen. Dann werden die, die damit zurechtkommen, auch wieder leichter Plätze finden.
Werner
Letzte Änderung: 02 Mär 2019 13:54 von loser.
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  • GinaChris am 02 Mär 2019 12:34
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Werner,
ich denke, nicht mehr zu pumpen ist ziemlich strittig, da den Tieren durch die Zäune ja jede Ausweichmöglichkeit genommen wird.
Natürliche Zustände wieder herzustellen mMn nur in sehr großen Reservaten mit unterschiedlichem Klima/Regenzonen möglich.
Bsp. KNP.
Gruß Gina
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02 Mär 2019 17:16 #549854
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  • La Leona am 02 Mär 2019 17:16
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Liebe Gina zuerst vielen Dank für die Antwort zum Thema neue Strassen. Ich bin etwas verwundert über die Prioritäten. Man könnte doch die komplett verlöcherte Nata Maun Strasse sanieren? Eine Teerstrasse von Hukuntsi nach Mabua scheint mir irgendwie krass....

Danke für die sehr detaillierte Schilderung der Begegnung mit der Kap Kobra. Ganz ehrlich gesagt wäre es mir äusserst unwohl geworden und es wäre nicht das erste mal dass wir im Mabuasehube wegen Tierbesuch unsere Camp site wechseln.

Ich tendiere eher zu den Überlegungen von loser was die Wasserversorgung anbelangt, kenne jedoch zu wenig das Ausmass der Folgen für die Tiere. Interessantes Thema!

Viele Grüsse Leona
Gruss Leona
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