THEMA: Was uns noch in Südafrika gefehlt hat!
05 Dez 2018 05:16 #541497
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  • Burschi am 05 Dez 2018 05:16
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Eigentlich war der nächste Tag schon wieder Abreisetag, doch am Morgen konnten wir noch einmal den Gamedrive mitmachen.
Meinen Wunsch, noch einmal zu dem Hyänenbau zu fahren, erfüllte der Guide bereitwillig.
Ich hätte da einen halben Tag stehen können.











Ich bin eigentlich kein Freund von langen Fotostrecken des gleichen Tieres in Reiseberichten, aber ich war von dem sozialen Verhalten und den Erziehungsmaßnahmen der älteren Tiere so begeistert, das ich die Bilderfolge hier zu entschuldigen bitte.
Tja, eigentlich wollten wir an diesem Tag ja noch Löwen sehen, aber damit war es dann nichts, Die Herrschaften ließen sich nicht blicken. Dafür konnten wir die Big Five gar komplettieren:
Erneut sahen wir die grauen Hörnerträger und schließlich auch noch eine Gruppe von vier Büffelbullen.


Und dabei, ihre ständigen Begleiter, die Rotschnabelmadenhacker.


Damit hatten wir alle Fünfe in zwei Tagen gesehen. (Wir erhielten dafür bei der Abreise eine Urkunde ausgestellt! :laugh: :laugh: )
Und dann zwang ich unseren Guide nochmals zum Halten. In größerer Ferne sah ich dann noch ein Greifvogel, einen Bateleur.
Leider etwas pixelig, aber den wollte ich euch nicht vorenthalten.


Damit waren die Gamedrives der diesjährigen Reise zu Ende und wir konnten uns wieder anderen Aspekten zuwenden.
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Letzte Änderung: 05 Dez 2018 05:18 von Burschi.
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06 Dez 2018 04:58 #541608
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Nach diesem Gamedrive verließen wir Sabi Sands und fuhren auf dem schlechten Weg zurück über Acornhoek nach Hazyview.
Dort hatten wir das Dreamfields Guesthouse gebucht. Von hier aus schien es uns am günstigsten, die Panorama-Route zu erkunden.
Das Guesthouse ist sehr ruhig in Hazyview gelegen, die Zimmer sind o.k., es ist ein schöner großer Garten vorhanden, in dem man sich ausruhen kann und dem Vogelgezwitscher lauschen (Kommt allerdings oft aus der Voliere des Nachbarn! :laugh: ). Der Pool ist groß und wurde leider in den zwei Tagen nicht gesäubert, sodass viel Blattwerk darin schwamm und wir ihn nicht benützten. Das Frühstück ist in Ordnung.






Am Abend oder Nachmittag kann man auch auf einer schattigen Terrasse sitzen.


An Vögeln gefiel mir vor allem der Weißbrauenrötel.


Und zu meiner besonderen Freude ließ sich auch ein Glanzhaubenturako sehen.


Leider schleichen aber auch einige Katzen im Garten umher, sodass die Vögel recht scheu sind.
Zum Abendessen fuhren wir in das 1,2 km entfernte Restaurant der Krüger Park Lodge, welches die näheste Essensmöglichkeit ist. Hier handelt es sich um eine Nobel-Luxus-Lodge mit Golfplatz, doch in dem Restaurant kann man gut zu ganz normalen Preisen essen.
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06 Dez 2018 05:16 #541609
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Den nächsten Tag widmeten wir der Panorama-Route. Ich möchte hier nicht auf alle Aussichtspunkte eingehen, sondern nur auf wenige. Ich muss auch gleich vorausschicken, dass ich in der Planung übersehen hatte, dass es ein Sonntag war und sehr viele Tagesausflügler unterwegs waren. Doch nicht nur diese, sondern auch eine große Zahl an Bussen der Aldi-, Lidl-, Rewe- und sonstigen Reisenden. Ein Bus sprach Hessisch, der nächste Rheinländer Dialekt, dann aber auch wieder Französisch und Schwyzer Dütsch. Nichts gegen die Dialekte, aber wenn sie mit Massen an Menschen verbunden sind, dann nervt das halt. Nervig war auch, dass man nie Ruhe hatte, die schöne Landschaft zu genießen. Bei "God´s Window" musste man sich an den Aussichtspunkten erst mal anstellen, bis man langsam nach vorne kam und fotografieren konnte. Beim Blyde-River Canyon zählte ich allein 12 Busse und es war extrem schwierig Landschaftsbilder ohne Menschenmassen zu machen. Trotz allem ein paar wenige Eindrücke:
Blick von einem Aussichtspunkt bei God´s Window:


Am Blyde River Canyon können sich die Touris auch schon mal selbst einen Rahmen geben:




Nur ein Foto von vielen der Potholes:


Und schließlich natürlich auch die Drei Rondavells:




Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Essens-Halt in Graskop. Alle Lokale in der Hauptstraße waren überfüllt mit Touristen. In einer Seitenstraße fanden wir ein interessantes einmaliges Lokal. Richard Wagner aus Bayreuth in Südafrika! :woohoo: :woohoo:


Da mussten wir als Franken natürlich rein! Es ist zwar originell ausgestattet, mit Platten an den Wänden und Wagner-Zitaten darauf, aber das Essen war eher mäßig, das Bobotie habe ich schon wesentlich besser gegessen.
Damit hatten wir dann eigentlich unser Wunschprogramm in Südafrika beendet. Alles hatte geklappt. Bleiben nun nur noch zwei Tage nach und in Johannesburg.
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06 Dez 2018 13:03 #541660
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Hi Burschi,

was für geniale Sichtungen und tolle Fotos! Die Leopardin auf dem Baum ist ja schon ein Traum, aber die Mini-Hyänen & der Glanzhaubenturako haben es mir besonders angetan. Vielen Dank fürs Zeigen!

LG Konni
Link zu Reiseberichten,Homepage & Reiseblog: www.namibia-forum.ch...ammlung-daxiang.html






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07 Dez 2018 04:48 #541749
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Die Reise neigt sich dem Ende zu und für heute steht noch eimal eine lange Fahrt von Hazyview nach Johannesburg auf dem Programm. Ich bin ja nicht so der Typ, der viele Kilometer runterreißt, aber einmal musste es halt sein. Zuerst ging es durch angenehm schöne Landschaften, dann, je mehr wir uns JB näherten, die Autobahn breiter und z.T. sechsspurig wurde, begann es auch langweiliger zu werden. Dann wurde ich vom Auto überrascht. Plötzlich piepte es und eine Anzeige leuchtete auf, dass es höchste Zeit wäre eine Kaffeepause zu machen. Also fuhr ich die nächste Raststätte an, an der ich hoffte, da es gegen Mittag war, vielleicht auch einen kleinen Happen essen zu können.
Also runter von der Autobahn und... oh Schreck, welch eine riesige Raststätte, wo schon einige Busse auf dem Parkplatz standen. Durch Zufall hatte ich "die" Raststätte erwischt, die von allen Touristenbussen angefahren wird. :woohoo: :evil:
Aber in den vielen Lokalen war es mit dem Andrang gar nicht mal so schlimm. Und, welch eine Überraschung: Es gab ein "Franken-Meal"! :woohoo: :woohoo:
Na, da konte ich ja nicht "nein" sagen.


Aber oh Gott, das schmeckte ja noch schlimmer als es auf dem Plakat aussah! :angry: :evil:
So einen Fraß bekommt man in ganz Franken nicht!
Und schon beim Essen auf der Terrasse sah ich auch, warum hier der Touristen-Bär steppte: Es war wieder ein Sichtfenster aufgebaut!


Da weiß dann jeder, wohin er schauen muss! Nämlich auf ein großes Wasserloch mit vielen Tieren der afrikanischen Savanne. Alle versammelt, wie in einem Zoo!
Elands, Zebras, Oryx, Büffel, Strauße, und eben auch:


12 Stück und alle ohne Horn! :( Die Versuchung wäre ja auch zu groß, so direkt neben der Autobahn!
Eigentlich ideal für den Pauschal-Bustouristen, eine Sichtungsgarantie! Wer sich das auch mal anschauen will, die genaue Lage könnt ihr dem Rahmen entnehmen. :laugh:
Unter den Tieren auch eine einsame Rappenantilope (Säbelantilope), die von kaum einem beachtet wurde.


Nach diesem Autobahnabenteuer ging es direkt zur Unterkunft in Johannesburg, dem "African Rock Hotel" (ARH), das nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt liegt, Ein Design-Hotel der schöneren geschmackvolleren Sorte, sicher in einer Gated Comunity gelegen, sicherer Autoabstellplatz, schöne ruhige, große Zimmer, Garten mit Ruhezone und großem sauberen Pool, Wellness-Angebote, kleines Restaurant mit guter Küche, kostenloser Shuttleservice zum Flughafen, sehr freundliches, hilfsbereites Personal, kurz: Hervorragend geeignet zum Ausruhen am Schluss oder nach der Ankunft am Flughafen JB.










Hier organisiert man auch auf Wunsch individuelle Stadtrundfahren.
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So eine individuelle Stadtrundfahrt leisteten wir uns am nächsten Tag. In einem Kleinbus wurden wir nur zu zweit durch die Stadt chauffiert. Ich muss sagen, es hat sich gelelohnt, wir haben unheimlich viel gesehen und einen guten Eindruck bekommen. Allein hätte ich das nie geschafft, ganz zu schweigen von den Orientierungsproblemen in der Großstadt, in welcher der Verkehr tobt. An einigen Stellen sind wir auch ausgestiegen und haben verschiedene Aspekte (Bergbau, Denkmäler, Märkte) aus der Nähe kennen gelernt.
Ich bin nicht so der Großstadtfan und weiß auch, dass ich nicht mehr nach JB kommen werde. Möchte aber trotzdem nur wenige Bilder zeigen.


In JB findet man alles, was man sich an Baustilen und Aspekten einer Metropole vorstellen kann. Auch sämtliche Großfirmen und Banken der Welt sind hier mit riesigen Protzbauten vertreten.


Und natürlich waren wir auch in Soweto! Das sich der Normaleuropäer durch die Medien immer als schlimmes Township vorstellt.





Das gibt es natürlich! Aber in Soweto gibt es Viertel für alle Einkommensklassen, von ganz unten bis ganz oben, für die es "schick" ist, in Soweto zu wohnen. Viele Bereiche sehen auch so aus:


Zu den vielen Satelitenschüsseln gehört sicher auch der eine oder andere große Flachbildschirm.
Ein stillgelegtes Kohlekraftwerk wurde zum Kunstdenkmal:


Sopgar das Plastikrecycling funktioniert, allerdings auf einem anderen Niveau. Das Material von den Müllhalden wird von den Sammlern zur Recyclinganlage gebracht. Ein Knochenjob gegen Hungerlohn, reicht gerade so zum Überleben.


Und dann natürlich das Mandela-Haus in Soweto, das heute ein kleines Museum ist. Keineswegs eine Blechhütte!

Heute eine Pilgerstätte für alle JB-Besucher und drum herum Touristenstände wie an jedem Touri-Hotspot , wo der Bär - oder auch eine Showgruppe - stept.


Nach so vielen Eindrücken mussten wir erst einmal in der Hotelanlage entspannen. Da kam gerade recht, dass der Maskenweber über dem Pool ein Nest nach dem anderen baute, um die Angebetete zu beeindrucken.

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