THEMA: Botswanas Beasts & Beauty im April
18 Apr 2018 19:07 #519044
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  • Mabe am 18 Apr 2018 19:07
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Hei Antje,

ihr seid schon wieder zurück ?! Gefühlt ging es doch gerade erst los...

Na, ich lese auf jeden Fall mal mit, bin ich doch gespannt, was aus eurer Planung geworden ist und wie ihr es dann tatsächlich erlebt habt.

Die Zusammenfassung der Camps fand ich schon mal sehr informativ und es freut mich natürlich besonders, dass euch South Gate gefallen hat.

Dein Schreibstil verspricht zudem Kurzweil und gute Unterhaltung :)

Viele Grüße
Mabe
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19 Apr 2018 10:08 #519079
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  • Rehema am 19 Apr 2018 10:08
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Danke Euch allen für Eure ermutigenden Rückmeldungen! Da macht es gleich noch mehr Spaß weiter zu schreiben! ;) Ich muss die Vormittage ausnutzen, und anderes muss jetzt eben mal liegen bleiben. Wäsche kann ich eh nicht waschen, da wir seit Montag ein Major-Strom Problem haben. Aber ins Namibia Forum komme ich - das ist doch eine praktische Ausrede gegen langweiligere Alltags-Arbeit :laugh: :laugh:

Freshy, kurz zu Deiner Frage unseres zukünftigen Domizils: Das fängt so langsam an, Volker und mich doch zu stressen. Wir haben ja eine konkrete Sache in Tanzania, wo man Volker zum Aufbau eines zu einer privaten Medizinischen Uni gehörenden Krankenhauses haben will. Das macht, nach allem, was wir nach mehrfachen Besuchen dort im letzten Jahr beurteilen könne, wirklich Sinn und scheint sehr auf uns zugeschnitten zu sein (wir sprechen auch beide Kiswahili, und haben einen inneren Zugang zu Tanzanias Menschen) - aber vergeblich suchen wir seit 9 Monaten nach einem funding dafür. Ich lasse mich jetzt nicht aus über Sinn und Unsinn diverser Projekte auf diesem Kontinent, und wieviele Gelder wem in die Rachen geschüttet wird, und dass so viele Gelder ungenutzt rum liegen - aber wenn man mal was Sinnvolles tun will, dann sagen alle nur "Tolle Sache, da müsste sich doch jemand finden lassen....." - aber keiner fühlt sich dazu berufen, derjenige zu sein. Schon gar nicht die "Großen", die eigentlich gar nicht wissen, was sie mit (unseren Steuer-) Geldern machen sollen.... Eigentlich wäre es perfekt für eine CIM-Stelle über die deutsche Entwicklungshilfe - aber die scheinen derzeit in TZ nicht innovativ und sind daran nicht interessiert.
Seit März gibt es endlich EINE Stiftung, die dem ganzen Chancen gibt, und Volker schriebt seit kurz vor unserer Botswana Reise an dem Antrag. Aber hier stößt er auch oft genug an Grenzen, und es ist unklar, ob das was werden wird.
Die letzte Alternative heißt, zurück nach Deutschland, was uns nicht sehr entsprechen würde, und wo wir auch unsere Gaben als ungenützt herumliegen sehen würden.
Also, sollte jemand hier im Forum jemanden kennen (oder Kontakte zu Firmen, die sowas mal ein paar Jahre als Anschub finanzieren würden), der Geld hat und es in medizinische (Ausbildungs-)Aufgaben in Tanzania einbringen würde, der kann sich gerne mit einer PN an uns wenden!
Das ist der Stand dazu in Kürze, freshy!

Nun werde ich mal die nächste Etappe zusammenstückeln und mich ein wenig den vielen Photos widmen. Auf unserer Kamera waren "nur" ca. 1300 - und auf Bennis 1931..... Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von den Bildern - wir haben aus den letzten 30 Jahren sehr viel wundervollere Tierphotos. Ein wenig lag das sicher an der Jahreszeit - wir waren auch insgesamt eher etwas enttäuscht und haben sehr viel weniger gesehen als erhofft, Zum anderen haben wir auch die Kinder immer mal ran gelassen, und obwohl Benni eigentlich mit manchen basics inzwischen vertraut ist und teilweise auch echt gute Bilder hin kriegt, haben z.B. gaaaaanz viele Landschafts-oder Straßenbilder einen schiefen Horizont! Und sind damit kaum verwertbar...
Auch ist es aus unserem LC heraus nur auf dem Beifahrer- oder Fahrersitz einfach, gute Perspektiven zu kriegen - seitlich aus den kleinen Schiebefenstern heraus ist man doch recht eingeschränkt. Und immer heraus lehnen (dafür wurden wir im Chobe prompt von einem SafariFahrer gerügt) oder anhalten und aussteigen will man auch nicht dauernd.... Ich hoffe, dass ich Euch den Bericht dennoch mit einigen schönen Bilder erfrischend gestalten kann!
Auf bald!
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19 Apr 2018 10:19 #519081
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  • ANNICK am 19 Apr 2018 10:19
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Coucou Antje,

Vielleicht könnte dir BUTTERBLUME einige Tips für das "Geld auftreiben" geben.....

Sie ist leider kaum noch im Forum. Am besten du schreibst ihr eine PM.

Liebe Grüsse
Annick
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19 Apr 2018 10:33 #519083
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  • Rehema am 19 Apr 2018 10:08
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O.k. Annick, ich werde sie kontaktieren!
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19 Apr 2018 11:02 #519085
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  • Rehema am 19 Apr 2018 10:08
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So, genug dazwischen gefaselt! Jetzt soll es weiter gehen:

Freitag, 30.03.2018 – von Katete nach Lusaka
Wir wachen ausgeschlafen aus und es begrüßt uns blauer Himmel! Das tut gut!
Heute geht’s nach Lusaka – durch „Tikondane“ haben wir diesmal diese Etappe um einige Stunden kürzen können. Letztes Mal hatten wir in Namitete noch vor der Grenze übernachtet, und dann war das inklusive Grenzübergang ein 12-h Tag gewesen (da wir dann auch noch 2 h in Lusaka im Verkehr gehangen haben). So sind wir entspannt und frühstücken noch im kleinen Tiko Restaurant.





Etwa so, wie ich es erwartet habe: recht „afrikanisch“, mit Tee und InstantKaffee, mit Toast, und Peanut butter und Marmelade (beides eigene Herstellung). Dann fährt der unscheinbare, freundliche Koch (der völlig überfordert scheint, es uns aber wohl unbedingt recht machen möchte!) immer noch mehr auf: Omlette, und Würste (die schmecken genauso wie die Farmers Choice Würste in Nairobi in den 80er Jahren – mehr nach Sägemehl als nach Wurst… Meine Familie kriegt sie nicht runter :sick: , nur ich lasse mir einige Bissen schmecken und schwelge dabei in Erinnerungen…. :whistle: Manchmal ist es seltsam, wie sogar schlechter Geschmack oder üble Gerüche positive Gefühle hervorzaubern können!). Zuletzt bringt der Koch noch gebratenen Speck – und der schmeckt nun wirklich richtig gut! Da ist mein Hannes, der Fleischesser, selig, und für ihn ist der Tag nun bereits gerettet! :)

Wir treffen noch Elke, die Österreicherin, die das ganze seit 25 Jahren leitet, und tauschen uns ein wenig aus. Das ist sehr interessant, und es ist schade, dass wir nicht mehr Zeit dazu haben! Sie scheint eine der treuen, hingegebenen Menschen zu sein, die FÜR die MENSCHEN leben und allen Rückschlägen zum Trotz Freude und Lebensmut versprühen!

Zamiba wünscht uns gute Fahrt (hier habe ich etwas gemogelt, denn wie man an dem grauen Himmel und der nassen Straße sehen kann, stammt dieses Bild vom Vortag...)



(warum eigentlich auf französisch, frage ich mich? Die Franzosen waren doch gar nicht hier!?), und die haben wir dann auch! Die Straße ist neu gemacht, - eine wahre Autobahn! Und hier darf man sogar 120 fahren! (in Malawi ist offiziell bei 100 Schluß). Und nicht nur das – man KANN sogar 120 fahren und merkt es nicht einmal! WOW! Vor 2 Jahren sind wir hier teilweise noch über Baustellenumgehungen gehoppelt. Diese Straße ist anders gebaut als die zwischen Blantyre und Lilongwe. Und eigentlich möchte ich ja nicht parteiisch sein – aber in diesem Falle wurde sie mit Unterstützung der europäischen Union gebaut, und nicht von den Chinesen…. Man hat jedenfalls den Eindruck, das könnte eine Weile halten!



Uns beeindrucken die Solar-Straßenlampen – warum kriegt Malawi sowas nicht hin???



Da leiden wir jedes Jahr an immer mehr Stromausfall (im vergangenen halben Jahr waren 24 h OHNE, dann wieder 4 bis 8 h MIT Strom die Regel), und nun hat man überall Straßenbeleuchtungen gebaut (Blantyre, Zomba usw…), die teilweise sogar tagsüber brennen :blink: , während zu Hause unsere Gefrierschränke vor sich hin tauen, und unzählige offices und andere Arbeiten lahm liegen….

Eine willkommene Unterbrechung ist die Luangwa-Bridge. Hannes mit seinem wachen Auge rügt den Fahrradfahrer, der vor uns über die Brücke fährt, während noch ein Laster darauf unterwegs ist – denn es steht ja dran: "On Bridge only one vehicle at a time" :side:





Hiernach kommen immer wieder ein paar üble Schlaglöcher, aber insgesamt bleibt die Straße doch wie eine Autobahn bis Lusaka! Ein angenehmes Fahren für so eine lange Strecke.
Wie unsere Kinder diese viele Fahrerei immer mitmachen, werden wir oft gefragt. Irgendwie ist das selten ein Problem: Manchmal wird gequatscht und geblödelt, manchmal ist Schweigen, und jeder saugt den Blick um uns herum in sich hinein. Mal schlafen einige, mal lesen auch welche (so lange bis sie jammern: „Mir ist schlecht!“ Aber es gilt noch immer der alte Spruch: wer nicht hören will muß fühlen!). Mal machen wir „Wolkenspiele“ und erzählen, uns, was jeder in den Wolken sieht. Manchmal hören wir Musik – heute eine Mischung aus Pop, Klassik, und Kinderliedern, die so langsam eigentlich auch für unsere Kinder nicht mehr interessant sind, aber uns dennoch ein bisschen bei Stimmung halten („Der bunte Papagei legt ein HÜHNER-Ei ! Da sagt das Huhn: was soll ich dann tun???..... Es schaukelt die Giraffe, am Baum so wie ein Affe – der Affe lacht sie aus: da wird nie was draus! Da wird NIE was draus! NIE WAS DRAUS!“), und die Kinder üben, Takte zu erkennen und zu dirigieren. Immer wieder fällt insbesondere die Unterscheidung zwischen 2/2 und 4/4 schwer – aber am Ende der Fahrt haben sie auch das raus!

Kurz vor Lusaka liegt linker Hand das bei vielen bekannte „Pioneer’s Camp“. Ich fragte mich, ob es uns für die Rückfahrt helfen würde, dort zu übernachten, da es immer nicht schön ist, morgens als erstes durch dichten Stadtverkehr fahren zu müssen, und so machen wir den „kleinen“ Abstecher, um es uns anzuschauen. Aus den angeblichen 2 km werden 4, und es ist eine fürchterliche Rough Road. Da manche sie anscheinend noch nicht schlimm genug finden, hat man an den wenigen Stellen, wo man mal FAHREN könnte, dicke fiese Bumps eingebaut…. Das, was wir dann hinter einem Zaun im Gestrüpp eingepfercht sehen, läßt uns schnell entscheiden: Nein, hier werden wir auf der Rückfahrt nicht hin gehen. Jedenfalls nicht, nachdem wir das Eureka hinter Lusaka bereits kennen. Der „kurze Abstecher“ hat uns leider eine halbe h gekostet… :angry:
Durch Lusaka geht es heute erstaunlich flüssig – wir sind nach 45 min durch und gegen 4 im Eureka Camp. Da freuen wir uns schon auf die Giraffen und Zebras, die meistens durchs Camp streifen – und während wir noch am gate stehen und Volker sich ins Buch einträgt, kommen doch tatsächlich direkt vor uns 2 Giraffen aus dem Gebüsch – und hinterher ein Zebra marschiert! Damit hatten wir gar nicht gerechnet, und bis ich den Photo gezückt habe, sind sie auch schon fast wieder weg!
Uuuups! Wie kriege ich denn Hochkant-Bilder hier auch hochkant in den Bericht hinein? Vielleicht kann mir einer helfen...?



So ein freundlicher Empfang! Während wir Zelte aufbauen, grasen mehrere Zebras um uns herum – das ist aber nett von Euch!





Leider kommt auch hier Nieselregen auf, und es ist schön, dass hier immerhin kleine Hütten stehen, unter deren Dach wir mein vorgekochtes Gulasch essen können.



Die Kinder spielen noch etwas Billiard an der Bar, aber ansonsten ist bei dem kühlen Nieselregen bei Dunkelheit auch nichts geboten, so dass wir früh in die Zelte kriechen. Wir hoffen, dass wir ohne Regen aufwachen, denn nasse Zelte einpacken ist immer nicht so schön….
Letzte Änderung: 19 Apr 2018 11:10 von Rehema.
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19 Apr 2018 14:03 #519109
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  • Mzeekenya am 19 Apr 2018 14:03
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Hallo Antje,
ich freue mich ueber deinen RB, der mich zum grossen Teil an Plaetze und in Gegenden fuehrt, die ich immer wieder mal besucht habe. Vieles scheint noch immer so zu sein, wie es "frueher" war - anderes neu, moderner, aber auch stressiger. Was mir auffaellt: in vielen Teilen Afrikas, vor allem im Osten und im suedlichen Teil, wird sehr viel Wert auf neue Strassen gelegt, die Grundvoraussetzung fuer wirtschaftlichen Aufschwung.
Bin gespannt, wohin euere Reise noch fuehren wird.
Gruss Mzeekenya
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