THEMA: Botswana zu Land, zu Wasser und in der Luft
30 Jun 2017 16:59 #479831
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Freitag, 19. Mai 2017 – Buffalo Core Area
Gibt es was Schöneres, wie mit Müsli und einer Tasse Kaffee am Okavango zu sitzen? Dafür stehen wir gerne etwas früher auf.





Ursprünglich war geplant, morgens in die Buffalo Core Area zu gehen und am nachmittag dann in das Mahango Game Reserve. Dan vom Mavunje Camp hat uns aber geraten, uns heute den ganzen Tag Zeit für die Buffalo Core Area zu nehmen und das Mahango Game Reserve morgen dann auf dem Weg zum Guma Lagoon Camp zu besuchen. Das würde ja eh auf dem Weg liegen. Und da wir uns gestern ja schon ein bisschen geärgert haben, dass wir viel zu wenig Zeit für die Kwando Core Area gehabt haben, werden wir diesen Tipp gerne annehmen.
Wir machen uns also auf den Weg zur Buffalo Core Area. Irgendwo wurde er als "kleiner, vergessener Nationalpark" beschrieben. Und da ist was dran. Am Gate steht nur ein Junge, der mit seinem Smartphone spielt. Das Büro ist verlassen. Aber der Junge hat die Nummer der Beamtin, die dann irgendwann mal tatsächlich ankommt. Jetzt ist mir auch klar, weshalb die noch nicht da war: Das nenn ich mal Styling: hochhackige Schuhe, enganliegendes "schickes" Kleid, Klunker am Arm, an den Fingern und um den Hals und erst die Haare :woohoo: . Das braucht natürlich :evil: . Wir zahlen unsere 90N$ Eintritt und geben die restlichen 10 N$ dem Jungen als Dank fürs Anrufen. Dann fahren wir los.
Die Pad hier wechselt ab zwischen extremem Tiefsand und Gravel. Und Hansi meistert auch hier die Herausforderungen problemlos :P .
Der Park ist richtig "wild" und irgendwie auch "unheimlich". Früher war das mal eine südafrikanische Militärstation und wenn man dann die Ruinen rechts und links sieht, ist das echt gruselig….







Sehen tun wir die üblichen Verdächtigen...







....und dann hält Hansi ganz unvermittelt an :silly: . Was hat er gesehen? Einen Löwen? Einen Elefanten?







Nein, ein Pillendreher versucht seine Mistkugel die Wagenspur hinaufzukugeln.... Gespannt, sitzen wir da und beobachten ihn bei seiner Sisyphusarbeit :woohoo:

Wir fahren so weit es geht, ans Wasser heran. Und sehen hier wenigstens alle möglichen Vögel - und sofern sie lange genug sitzen gibt es auch ein Foto davon :whistle: .




Ein Silberreiher


Natürlich der Waffenkibitz


Sporengänse




Ein Graureiher


Nilgänse


Ein Nimmersatt, leider arg weit weg

Wir fahren noch ein Stück weiter.




Klunkerkraniche




Und natürlich sitzt hier auch ein Schreiseeadler

Aber wir haben immer noch keine Elefanten gesehen :whistle:

Unser Ziel und unsere "Elefantenhoffnung" ist das Wasserloch an der Delta Pan.



Doch so lange wir hier auch warten, es tut sich nichts :blink:



Erst auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar Elefanten und sogar andere Touristen. Wir waren also auch hier fast alleine im Park unterwegs.


Der Alibielefant :evil:

Fazit Buffalo Core Area: Auch dieser Park hat uns sehr gut gefallen, auch wenn wir heute schon wieder kein Sichtungsglück hatten. Das Highlight war ganz klar der Pillendreher :woohoo: . Im Prinzip gibt es nur eine "Hauptpad", von der es ein paar Abzweigungen in Richtung Wasser / Okavango gibt. Wir wurden im Parkbüro darauf aufmerksam gemacht, dass hier Anti Poaching Einheiten auf Streife sind und wir deren Anweisungen Folge zu leisten hätten, aber zu befürchten hätten wir nichts.
In Divundu haben wir dann nochmals getankt und jetzt kommen wir auf einen Schnitt von 10l/100 km. Das ist doch ein Wort.

Und wir sehen das hier :ohmy:


Arbeitssicherheit scheint hier ein Fremdwort zu sein :whistle: .

Natürlich gibt es am Campground erst mal wieder ein leckeres Savanna.



Und dann passiert es :( : Ich bin auf der Toilette, nehme die Clopapierrolle und da fällt was raus - was Schweres. Schluck: Eine dicke fette Spinne liegt da auf dem Boden :ohmy: . Wenn die Hansi über den Weg läuft, dann haben wir den Salat….. :whistle: Also mache ich sie ganz schnell kaputt. Doch die Spinne scheint „unkaputtbar“ zu sein – sie zappelt noch. Nun zeige ich sie doch noch Hansi, der ganz bleich wird und mir erklärt, dass das eine Tarantel ist :sick: . Doppelschluck. Ich haue nochmals mit dem Schuh drauf und es ist überstanden. Nun bin ich zwar Hansis Heldin für heute :woohoo: , aber somit ist auch klar, dass wir mit Hansis Spinnenphobie den angedachten Australien-Urlaub knicken können :pinch: . Schade eigentlich.

Auf den Schreck brauchen wir erst mal ein weiteres Savanna :woohoo: .





Und heute gibt es das leckere Filet, das wir im Senyati Camp gekauft haben – Lecker! Es ist so schön, hier am Okavango zu sitzen.



Fazit Campground River Dance Lodge: Das Camp ist sauber und ordentlich. Jede Campsite hat ein eigenes abschliessbares Sanitärhäuschen. Ausserdem hat man eine Art Terrasse mit Feuerring und Blick auf den Okavango. Und es gibt – ganz wichtig – Strom.
Die Camper können in der Lodge die Bar und das Restaurant benutzen und auch an den Aktivitäten teilnehmen. Eigentlich eine wirklich schöne Anlage. Aber irgendwie ist bei uns der Funke nicht übergesprungen. Für einen Zwischenstopp auf dem Weg in die Zambezi- Region ist die Lodge sicherlich gut geeignet. Um den Buffalo Park und den Mahango Park zu besuchen gibt es zentraler gelegene Lodges/Campgrounds. Die An- und Abfahrt zieht sich halt doch ganz schön. Bezahlt haben wir 150 N$ pro Person und Nacht.
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01 Jul 2017 11:06 #479887
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Samstag, 20. Mai 2017 – Guma Lagoon Camp

Obwohl wir heute früh etwas "rumtrödeln" kommen wir doch gegen 8 Uhr los – inzwischen hat alles seinen festen Platz und jeder weiss, was er zu tun hat. Das ist schon viel angenehmer wie an den ersten Tagen.
Wir haben schon gestern abend beschlossen, dass wir schweren Herzens auf die Mahango Game Reserve und auch die Popa Falls verzichten werden. Wir haben heute knapp 180 Kilometer vor uns, müssen wieder nach Botswana einreisen und haben ganz schön Respekt vor der Anfahrt zum Guma Lagoon Camp (und wollen genügend Reserve haben, um ganz zur Not nach Maun weiterfahren zu können).





Und ihr seht richtig – heute ist es bewölkt - zumindest am Morgen.
Bis zur Grenze fahren wir (Transit) durch das Mahango Game Reserve und haben sogar zwei "Sichtungen" am Strassenrand.





Dann kommen wir zur Mahembo Grenzstation.



Erst gehen wir zur namibischen Grenzstation: Hier geben wir unsere bereits ausgefüllten Ausreisezettel ab (die wir natürlich präventiv sozusagen schon einmal in den Reisepass gelegt haben), bekommen hier problemlos unseren Stempel (den wir trotzdem nochmals kontrollieren), dann tragen wir unseren Camper aus und sind fertig. Kaum zu glauben :whistle: .
Es geht aber weiter zur Immigration für Botswana. Hier müssen wir wieder ein Einreiseformular ausfüllen, der Reisepass wird gescannt, dann bekommen wir auch hier den Einreisestempel, den wir natürlich auch wieder kontrollieren. Am nächsten Schalter registrieren wir unseren Camper und bezahlen 152 Pula – es werden nur Pula akzeptiert. Das war es dann auch hier und wir können weiterfahren.
Am Veterinärzaun gibt es keine Fleischkontrolle und auch kein Schlammbad für die Schuhe.



Waren die Strassen auf der namibischen Seite noch ganz gut zu befahren, kommen in Botswana zu den Ziegen, Rindern und Menschen auch noch Esel, Pferde und Schlaglöcher dazu – mit Betonung auf Löcher :evil: . Die sind teilweise 20 bis 25 cm tief und wenn man die übersieht :whistle: ….. . Und da ist nicht hin und wieder mal ein Loch, sondern, da muss man echt Zickzack fahren und auch auf die Strassenränder achten, die oft auch heftig ausgebrochen sind. Und natürlich muss man auch immer schön auf den Gegenverkehr – der fährt ja auch Zickzack – und die Esel, Rinder und Menschen aufpassen. Mehr wie 60 km/h sind da oft nicht drin.











So zieht es sich also ganz schön, bis wir zur Abzweigung Etsha 13 kommen.
Schon daheim haben wir per Mail angefragt, ob und wie das Guma Lagoon Camp im Moment erreichbar ist. Die Antwort kam prompt: " The roads are fine, the water crossing is only ½ tyre deep at the moment so it is drivable, sand is thick soft sands and needs a STRICTLY 4X4".
So,so, nur ½ tyre deep :whistle: , das ist ja gerade mal die Hälfte von dem was Bayernschorsch fahren musste in seinem "Heartbreak"-Video. :evil:

Jetzt wird es also ernst. Wir lassen die Luft raus und sind gespannt, was die nächsten 45 Minuten so bringen werden. Schluck, ja, das ist Tiefsand, da haben sowohl Hansi als auch unser Camper ganz schön zu kämpfen – Hansi fährt, was das Zeug hält :woohoo: .



Und dann die erste Wasserdurchfahrt. :ohmy:



Hansi ist optimistisch fährt ohne zu zögern los und dann säuft fast der Motor ab :sick: – Schluck – aber er reagiert geistesgegenwärtig, haut den Rückwärtsgang rein und im nächsten Versucht klappt es dann auch :woohoo: . So sollte man das also nicht machen :whistle: . Und das war also ½ Tyre deep?



Von der anderen Seite sieht es noch viel schlimmer aus….



Das war ganz schön heftig. Aber es geht ja noch weiter……



Jetzt doch lieber erst mal alles in Ruhe anschauen. Wo ist das Ufer?



Oh je, so viel Wasser überall :evil: .



Da ist es besser erst mal die Nina durchzuschicken :woohoo: . Maximal knietief ist die Vorgabe :evil: .







Und so hat man wenigstens gleich noch gute Bilder :whistle: . Obwohl es von hier aus gar nicht mehr so schlimm aussieht :evil:



Und wenn wir dachten, das war es jetzt - Fehlanzeige. Es geht gleich nochmals weiter :evil:





Aber im Nachhinein ist alles nicht ganz so tief wie die erste Durchfahrt.
Und hier noch eine Langfassung zum Guma Lagoon Camp:


Und dann sind wir da – so haben wir uns noch nie gefreut, ein Camp erreicht zu haben. :laugh:



An der Rezeption bin ich etwas enttäuscht darüber, dass wir nicht die Campsite am Okavango haben, aber freunden uns dann doch recht schnell mit unserer Campsite an. Wir fühlen uns fast wie im Dschungel – alles so schön grün hier.





Wir brauchen jetzt aber erst einmal Nervennahrung – die paar Kilometer bis zum Camp haben ganz schön an unseren Nerven gezehrt.





Wir chillen ein bisschen rum und machen dann noch eine Campgroundrunde.















Das gefällt uns richtig richtig gut hier. Es ist Zeit für den Sundwoner









.... und dann warten wir auf den Sonnenuntergang und warten und warten.





Heute fällt der Sonnenuntergang leider aus…. :whistle:

Wir beenden diesen tollen Tag mit einem riesengrossen Lagerfeuer. Heute ist Hansi mein "Held" - schliesslich mussten wir uns weder aus dem Sand rausschaufeln noch aus dem Wasser ziehen lassen. Gut gemacht, Hansi! :kiss:

Fazit Guma Lagoon Camp: Das Camp liegt traumhaft im Okavango Delta. Das Restaurant und die Terrasse haben uns gut gefallen. Wenn man hier Essen oder Frühstücken möchte, muss man das vorher anmelden. Es gibt feste Unterkünfte, die alle am Okavango liegen und den Campingplatz, wo leider nur eine Campsite am Wasser liegt. Es werden Bootstouren, Angeltouren, Mokororo-Trips und auch Heliflüge angeboten. Wer nicht selber herfahren möchte, kann sein Auto an der Hauptstrasse sicher abstellen und wird dann abgeholt. Es gibt auch einen "Rescue-Service", für den Fall, dass man sich festgefahren hat.
Jede Campsite hat sein eigenes Sanitärhäuschen, das sauber und funktional war. Strom gab es keinen.





Hat es sich gelohnt, nur für eine Nacht, den "beschwerlichen" Weg hierher auf sich zu nehmen? Ein ganz klares Ja. Die Anfahrt hat – im Nachhinein – richtig Spass gemacht und der Campground war schon sehr sehr schön. Hier hätte man sicherlich auch noch eine tolle Bootstour machen können, das wäre dann perfekt :woohoo: . Bezahlt haben wir 180 N$/Person und Nacht.
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02 Jul 2017 14:45 #479985
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Sonntag, 21. Mai 2017 – wir gehen wieder in die Luft

Nachdem der Sonnenuntergang gestern abend etwas geschwächelt hat, ist der Sonnenaufgang dafür umso schöner :woohoo: .



Der Nachteil an sooo viel Grünzeug um einen herum: Vögel fotografieren, fast ein Unding. Ständig verschwinden sie im Dickicht.


Nur der Weissbrauenrötel war nicht schnell genug :evil: – Glück für uns.

Wir machen uns fertig und dann fahren wir wieder zurück zur Hauptstrasse. Soweit so gut.
Aber sind wir gestern wirklich hier durchgefahren? Wir können uns nicht mehr daran erinnern :blink: . Aber dann habe ich eine Idee – Fotovergleich :evil: . Ja, das passt :woohoo: .


Gestern


Heute

Aber was ist jetzt anders? Ähm, beim Durchwaten, habe ich ein Autoschild im Wasser entdeckt. Und ich hoffe, ich habe damit niemanden verwirrt, der bei der Herfahrt noch kein Schild hier gesehen hat :whistle: .

Die Wasserdurchfahrten haben wir erstmal überstanden und auch imTiefsand bleiben wir nicht stecken :cheer: . Uff: wir sind auch heute total erleichtert, dass wir auch heute so gut durchgekommen sind :woohoo: .
Und jetzt sollten wir fit sein für Moremi&Co.

Während Hansi die Reifen wieder strassentauglich macht, räume ich unseren Rücksitz leer – es geht nach Maun. Und dann nehmen wir die anstrengende "Jump & Ride" Fahrt wieder auf. 300 km auf Teerstrasse hört sich ja nicht wirklich viel an, aber die Strassenbedingungen haben sich echt nicht geändert gegenüber gestern. Doch dann kommt das Ortsschild von Maun – Geschafft. Es ist Sonntag, die Strassen sind recht leer und schnell kommen wir zu unserem Campground auf der Island Safari Lodge. Da wurde ja auch sehr viel geschrieben in den letzten Monaten und wir waren jetzt mal gespannt, was da auf uns wartet :whistle: .
Der Empfang war freundlich, hilfsbereit und kompetent. Man hat uns schon erwartet und wie vereinbart hatten wir die Campsite Nummer 5 am Wasser. Ok, am Wasser ist etwas übertrieben, aber wenigstens nicht mitten auf dem Platz.



Der Platz ist ok – eine grosse Fläche, zum Teil mit Sichtschutz, Grillvorrichtung und Feuerring – mit genügend Abstand zum Nachbarn.



Strom und Wasser sind vorhanden und auch in Betrieb. Die Sanitäranlagen waren sauber. Der gehört jetzt sicherlich nicht zu unseren Lieblingsplätzen, aber für einen "Stadtcampground" völlig in Ordnung. Wir essen eine Kleinigkeit und dann müssen wir auch schon wieder los.

Heute haben wir den Flug über das Okavango Delta gebucht. Der Flughafen ist schnell gefunden, das Büro von Kavango Air ist im 1. Obergeschoss neben dem Postamt. Wir bekommen eine "Bordkarte", die wir brauchen, um durch die "Sicherheitskontrolle" zu kommen. Wir sind etwas zu früh dran, doch die Maschine ist schon fertig und so kann es losgehen.





Anfangs natürlich noch im "Stadtgebiet" von Maun...



.... doch dann geht es übers Okavango Delta. Wow! Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen - viele Bilder :woohoo: .

































Nach einer Stunde sind wir wieder am Boden und total geflasht. Gekostet hat der Flug 4.230 N$ - sicherlich kein Schnäppchen :whistle: , aber jeden Cent wert :woohoo: .

Wir sind froh, nicht bei Dunkelheit ins Camp fahren zu müssen und genehmigen uns am Campground erst einmal ein Savanna, bevor wir vor zur Lodge gehen. Zum Kochen haben wir heute keine Lust, wir gehen Essen.





Alles ist liebevoll vorbereitet, aber wir sind die einzigen Gäste. Ein Camper kommt vorbei, um das WLan zu nutzen, ein anderer Gast trinkt noch einen Sundowner, das war es aber auch.



Das Essen war ok – nicht mehr und nicht weniger – der Service gut und freundlich. Schade, dass wir die einzigen Gäste waren.
Zurück am Campground trinken wir noch ein Glas Wein – an Schlafen ist im Moment noch nicht zu denken. Gegenüber feiern Locals das Wochenende und in einer Nachbarlodge sind Touri-Jugendliche lautstark am Feiern mit – besonders fies – Elektrobeat :sick: , bumbum :evil: . Aber gegen 21 Uhr ist schlagartig Ruhe. Gute Nacht :woohoo: .

Fazit Campground Island Safari Lodge: Wie oben schon beschrieben, ist der Campground für einen „Stadtcampground“ völlig in Ordnung. Die Sanitäreinrichtungen sind sauber, Strom und Wasser an den Campsites vorhanden. Abends ist es hier oft lauter – doch das wird an den anliegenden Lodges auch nicht arg viel anders sein. Restaurant und Bar haben uns ebenfalls gut gefallen, der Service war gut, das Essen soweit ok. Bezahlt haben wir 110 N$ pro Person und Nacht.
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Letzte Änderung: 02 Jul 2017 15:17 von LolaKatze.
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03 Jul 2017 18:10 #480173
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Montag, 22. Mai 2017 – die gar nicht mal so schlimme Tiefsandstrecke

Bevor wir zum Frühstücken in die Lodge gehen, mache ich noch ein paar Bilder vom Sonnenaufgang.





Dann geht es los nach Maun. Einkaufen ist angesagt – erst einmal für vier Tage.
Zuerst gehen wie tanken – immer noch etwa 10 Liter/100 km und das trotz Tiefsand. Das passt nun also :woohoo: . Dann holen wir Geld und gehen im Spar einkaufen. Wir müssen noch etwas warten, weil der Alkohol Store erst um 10 Uhr aufmacht. Wir finden wieder einen akzeptablen Schlauchwein und dann kann es zum nächsten „Abenteuer“ losgehen.
Einkaufen in Maun: Wir fanden weder Kasane noch Maun wirklich „prickelnd“. Zum Einkaufen fanden wir Maun aber besser wie Kasane . Wir haben die meisten Dinge im Ngami Center einkaufen können. Dort gibt es einen SPAR, einen Woolworth und auch einen Bankautomaten. Im Suntronics bekommt man von Postkarten bis Batterien und Elektrozeug alles, was man eventuell daheim vergessen hat. Der Parkplatz ist bewacht.
Fast nebenan sind die Beef Boys und im Mercury bekommt man Haushaltswaren.
Gegenüber vom Ngami Center ist das Maun Shopping Center mit einer Tankstelle, einem Bankautomaten, dem Shoprite und einem grossen Bottle Store. Der Parkplatz ist grösser wie im Ngami Center und ebenfalls bewacht. Ach ja und Wimpy gibt es dort auch. Und das Büro von Xomae ist ebenfalls hier.
Nützlich fanden wir auch Rileys Garage, ein Stück weiter. Dort bekommt man alles fürs Auto – vom Ersatzkanister, bis zum Luftdruckmessgerät. Parken ist hier aber etwas schwierig. Und hier gibt es den Deli Shop, wo man super Fleisch und Wurst, aber auch tiefgefrorenen Fisch bekommt. Für den Ersteinkauf hätten wir Maun vorgezogen.
Der Flughafen ist sozusagen gleich um die Ecke. Vor dem Flughafen gibt es Parkplätze und es gibt auch kostenfreie Flughafenparkplätze. Im 1. Stock im Flughafen ist das Postamt und gleich gegenüber vom Flughafen gibt es das Pizza Plus Coffee & Curry, wo es auch WLan gibt. Hilary´s Coffee Shop ist auch gleich um die Ecke.

Dann geht es wieder „en route“: Zuerst heisst es wieder gut 100km Pothole-Piste zu fahren mit den üblichen Hindernissen.





Am Veterinärzaun werden wir nur kurz angehalten, damit wir durch die Desinfektionsbrühe laufen. Das war´s. Und wir hatten schon Angst um unser leckeres Fleisch :evil: .
Dann an der Abzweigung nach Gweta steht ein Schild: Road Closed. Was tun? Anstatt erst einmal darüber nachzudenken , fahren wir dem erstbesten Auto hinterher :whistle: . Durch Motopi und eine niegelnagelneue Teerstrasse in Richtung Francistown. Bei Matimo ging es dann in Richtung Boteti und da war Endstation :ohmy: . Kein Weiterkommen. Wir fragen unterwegs einen Polizisten und der erklärt uns, dass die Strasse nach Gweta bis zu den Nationalparkzufahrten schon befahrbar ist. (Wussten wir ja eigentlich :S ). Also wieder zurück :sick: .
Am Gate zur Nxai Pan begrüsst uns die Beamtin sehr freundlich.



Als ich meine Buchungen vorlege erklärt sie uns ersteinmal, dass wir zwei Nächte im South Camp gebucht sind. In Baines Baobabs hätten wir die schöne Campsite Nummer 1 gehabt, aber die kann man im Moment nicht erreichen, immer noch zu matschig :ohmy: . Schade. Wir wollen auch gleich den Makgadikgadi Park mitbezahlen, aber das ist angeblich nicht möglich. Wir zahlen also für die Nxai Pan 120 Pula pro Person und 50 Pula fürs Auto – insgesamt 290 Pula .
Wir sollen nicht die direkte Piste nehmen, die sei arg tiefsandig, sondern die Parallelpiste, die ist besser zu befahren. Gut zu wissen. Wir lassen also erst einmal wieder Luft ab und dann geht es los. Wir fahren also nach 900m nach links und kommen so auf die Alternativstrecke. Vor der Tiefsandpiste hatte Hansi richtig Respekt :whistle: .



Aber die ist wirklich nicht arg schlimm zu fahren - Hansi ist erleichtert :evil: .

Hier mal ein kurzes Video über die „Tiefsandpisten“, das ich relativ beliebig zusammengeschnitten habe.



Kurz vor der Rangerstation sehen wir noch zwei Elis im Matschloch stehen.



Im Rangerbüro müssen wir uns natürlich wieder anmelden :whistle: und der Ranger erklärt uns die Game Drive Möglichkeiten – eigentlich ist alles fahrbar – und erzählt uns noch, dass lediglich das künstliche Wasserloch in der Nähe vom Campground Wasser hat. Alle anderen Wasserlöcher sind ausgetrocknet. Gleich an der Rangerstation ist ein kleiner Tuckstop, wo man (kalte und warme) Getränke und Feuerholz bekommen kann.

Wir haben Campsite Nummer 2, mit Blick auf das freie Feld. Schön, das gefällt uns.



Unsere Nachbarn erzählen uns dann gleich, dass heute früh zwei Löwen auf der Einfahrt zum Campground lagen. Schluck :silly: .

Wir machen eine kleine Campgroundrunde – vor allem auf das Hochsicherheitswaschhäuschen sind wir gespannt.









Elefantensicher :evil:

Die Sanitäranlagen - die sehen übrigens in allen Camps gleich aus - sind sauber und in Ordnung. Damit hätte ich hier jetzt nicht gerechnet. Hinter den Häuschen hat es auch immer noch Spülbecken und die Möglichkeit, Wäsche aufzuhängen.











Dann fahren wir nochmals los, um unser Glück am Wasserloch zu versuchen. Fehlanzeige :sick: .
Lediglich zwei einsame Elefanten laufen uns über den Weg.



Zurück am Campground bewundern wir erst einmal den schönen Sonnenuntergang.





Und wir bereiten alles für die erste richtige Nacht in der „Wildnis“ vor.
Uns war nicht so richtig wohl – hier können ja wirklich Elefanten durchs Camp laufen. Oder Löwen, oder oder oder. Mit einem grossen Lagerfeuer versuchten wir die Tiere auf Abstand zu halten und mit einem Glas Wein unsere „Angst“ etwas zu lindern.

Letzte Änderung: 03 Jul 2017 18:29 von LolaKatze.
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04 Jul 2017 19:27 #480349
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Dienstag, 23. Mai 2017 – Sichtungslos in der Nxai Pan

Wir stehen erst dann auf, als es hell ist – sicher ist sicher :whistle: - und fahren dann gleich los zum Wasserloch.



Dort warten und frühstücken wir zusammen mit anderen Campern.



Alles voller Vögel - mehr aber auch nicht :evil:





Doch, das Hemperlhuhn unterhält uns :silly: . Aber sonst Fehlanzeige. :whistle:

Etwas später kommen dann die üblichen Verdächtigen vorbei, aber das wars dann auch :whistle: .







Immer mehr Camper geben auf und fahren weiter. Wir schliesslich auch :whistle: .
Eigentlich wollen wir den Baobab Loop fahren – haben auch einen Baobab entdeckt.



Aber wir haben unterwegs immer mehr Zweifel, ob wir richtig sind. Nach stundenlanger Fahrerei durch Buschland und ohne jegliche Tiersichtung sind wir froh wieder im Camp zu sein.


Stimmt gar nicht, wir haben doch was gesehen: Singhabicht


Und dieser Elefant war über unser Erscheinen auch nicht wirklich erfreut :evil:

Wir relaxten ein bisschen am Campground und dann ist „Elefanten“-Alarm.





Ein Elefant spaziert an uns vorbei zum Nachbarcamp. Schluck. Schnell in den Camper.

Wir wollen nochmals unser Glück am Wasserloch versuchen. Dort treffen wir auch wieder einige Camper von heute früh. Wir unterhalten uns etwas und wir stellen dann fest, dass es mit Sichtungen wohl eher allgemein schlecht aussieht im Moment. Viele Tiere scheinen schon in Richtung Makgadikgadi Park gewandert zu sein.
Wenigstens ein paar Elefanten und Giraffen lassen sich noch blicken. Besser wie nichts :evil: .


Tina, Dein neuer Kumpel?

















Dafür konnten wir aber noch diese tollen Bilder schiessen.







Zeit, zurück ins Camp zu fahren. Als wir am Campground ankommen, liegt frische Elefantenkacke auf der Zufahrt. Aber unser Platz ist elifrei :evil:
Kurz darauf spazieren aber nochmals zwei einsame Elis in Richtung Nachbarcampground.

Dann ist Ruhe. Und heute abend sind wir schon viel entspannter :woohoo: .

Fazit South Camp und Nxai Pan: Das South Camp und das Camp bei Baines Baobabs wird über die Xomae Group gebucht und kostet 38 US$ (South Gate), bzw 50 US$ (Baines Baobabs) pro Person und Nacht. Der Eintritt in den Park kostet 120 Pula pro Person und 50 Pula fürs Auto und kann am Gate nur bar bezahlt werden.
Das Camp hat uns gut gefallen – wir hatten jede Menge Platz und es war genügend Abstand zum Nachbarn. Die Sanitäreinrichtungen waren sauber.
Auch der Park hat uns gut gefallen, auch wenn wir – mal wieder – keine so richtig tollen Sichtungen hatten. Das lag aber wahrscheinlich auch daran, dass wir für diesen Park schon zu spät im Jahr dran waren und viele Tiere bereits in den Makgadikgadi Nationalpark weitergewandert sind. Und im Nachhinein waren wir gar nicht so traurig, dass wir hier zwei Nächte bleiben mussten. Unserer Ansicht nach sollte man hier schon zwei Nächte einplanen, sonst hat man überhaupt keine Zeit noch Game Drives zu machen.
Für die knapp 40 km vom Gate bis zum Rangerbüro haben wir knapp 1,5 Stunden gebraucht (bei guten Pistenbedingungen). Von den Baines Baobabs bis zum Gate waren wir auch etwa 1,5 Stunden unterwegs, von der Abzweigung zu den Baines Baobabs bis zu den Baobabs war es eine knappe Stunde.
Einfach mal als Anhaltspunkt, weil ja auch immer wieder mal im Forum gefragt wird, ob man die Nxai Pan und/oder Baines Baobabs so im "Vorbeifahren" machen kann.
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Mittwoch, 24. Mai 2017 – Elefanten am Boteti

Heute früh ist es kalt und wir sind froh, dass wir noch ein bisschen Glut von gestern abend im Lagerfeuer haben.



Schnell haben wir gefrühstückt, alles zusammengeräumt und nach einer Katzenwäsche machen wir uns auf den Weg. Zuerst geht es etwa 18 Kilometer wieder zurück. Dann der Abzweig zu Baines´ Baobabs.
Hier haben wir die Anweisung bekommen, nicht die kürzere, südliche Spur zu nehmen, sondern die nördliche Spur, die etwas länger ist. Es zieht sich und Hansi fragt, ob es sich denn wirklich lohne, wegen so ein paar Bäumen so einen Umweg zu fahren – Abwarten!









Zwischen dem hohen Gras können wir ein paar Tiere erkennen und dann sind wir da.





Boh, wie gross doch die Bäume sind - oder wie klein doch unser Camper ist :woohoo: .







Das ist irgendwie schon gigantisch – diese Weite - das Nichts :evil: .



Ich laufe ein Stück in die Salzpfanne hinein und bin plötzlich obwohl der Untergrund fest aussah knöcheltief eingesunken. Ok, jetzt können wir uns vorstellen, weshalb man nicht zur Campsite fahren konnte.



Und Hansi meint jetzt nur: Ja, es hat sich gelohnt, wegen der paar Bäume hierher zu fahren :woohoo: .



Wir fahren zurück zum Gate, tragen uns aus, fahren 11 km in Richtung Maun und schon sind wir am Phuduhudu Gate, dem Zugang um Makgadikgadi Nationalpark.

Wir wollen unsere Parkeintrittsgebühr bezahlen, aber angeblich ist das hier nicht möglich. Wir sollen am Khumaga Gate bezahlen. Dann halt nicht :S .
Bis zur Abzweigung zum Khumaga Gate sind wir etwa 1 Stunde unterwegs. Aber die haben es in sich: Das hier ist Tiefsand, richtiger Tiefsand. Und vor allem so ganz unerwartet. Aber wir – nein Hansi - kommen auch hier problemlos durch :laugh: .
Dann fahren wir in Richtung Hippo Pool und ich sehe schon aus den Augenwinkeln die ersten Elefanten am Boteti:





Wir beobachten die Szenerie ganz fasziniert und können es gar nicht, glauben, dass die jetzt alle ans andere Ufer wollen.









Im Etosha haben wir ja schon wirklich grosse Elefantenherden gesehen, aber hier sehen wir das erste Mal so viele Elefanten einen Fluss durchqueren. Wir können gar nicht genug bekommen – so viele Elefanten, wir wissen gar nicht, wohin wir schauen sollen.









Nun sind alle Elefanten auf dem gegenüberliegenden Ufer versammelt. Doch die Elis wollen noch weiter.....











Nun haben auch alle Elefanten die kleine Halbinsel erreicht. Das Schauspiel hat fast eine Stunde gedauert und wir können immer noch nicht glauben, was wir hier gerade gesehen haben :silly: .

Und plötzlich trompetet es von vorne - Hoppla, die haben es aber eilig :woohoo:



Das Wasser ruft :evil:



Und warum heisst das hier Hippo Pool? Weil es (manchmal) wohl auch noch Hippos zu sehen gibt :whistle:



Über zwei Stunden stehen wir hier nun schon und können uns echt nicht sattsehen.

Irgendwann müssen wir uns aber loseisen, freuen uns aber schon auf morgen, wenn wir den ganzen Tag zur Verfügung haben :woohoo: .

Am Khumaga Gate können wir endlich unsere Parkgebühren bezahlen und gleich hinter dem Gate geht es auch hinunter zum Boteti und zur Fähre.



Davor hatten wir auch Respekt, ist aber letztendlich kein Problem.





Der Fährmann hat alles im Griff und bringt uns und den Camper gut über den Boteti. Kostenpunkt: 150 Pula in bar und gegen Quittung. Ordnung muss ein in Botswana :evil:





Gleich nach der Fähre geht es dann rechts ab in Tiaans Camp. Wir haben noch gar nicht alle Anweisungen gelesen, schon geht das Tor auf und wir werden freundlich begrüsst.



Auch hier müssen wir uns registrieren und können uns dann einen freien Platz aussuchen. Das ist aber schön hier. Wir entscheiden uns für die Nummer 3 mit einem schönen schattigen Baum. Die meisten anderen Plätze haben ein Canopy zum Schattenspenden. Und das Gute ist, es gibt Strom hier.



Noch lange sitzen wir heute abend am Lagerfeuer und lassen die letzten Tage Revue passieren.

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