THEMA: Wüste und Wasser
12 Mär 2018 22:13 #514479
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An einer Stelle finden wir einen Riss, über den sich streitende Geier mit lautem Gekreische hermachen:







Wir verlassen den Chobe National Park um uns auf den Weg nach Savuti zu machen.



Beim Abbiegen auf die Hauptstrasse übersehen wir die Polizeikontrolle, die 50 Meter weiter hinter einer Kurve steht. Wir werden angehalten und uns wird mit strenger Mine vorgeworfen, dass wir nicht angeschnallt sind. Wir müssen aussteigen und der Dame ins Büro folgen. Mit Hilfe eines abgegriffenen Zettels errechnet man eine Strafzahlung von 250,- Pula pro Person. Wir haben aber nur noch 400,- Pula. Bis Maun, wo wir in 4 Tagen sein wollen, hatten wir nicht mit irgendwelchen Ausgaben gerechnet. Eine Kartenzahlung ist nicht möglich. Praktischerweise ist im Büro noch eine wandelnde Wechselstube in Form einer recht korpulenten Dame. B)
Mit Euros kann sie jedoch nichts anfangen. Im letzten Winkel meiner Geldbörse finde ich noch 150,- N$. Die können wir gegen 100,- Pula tauschen und werden entlassen. Wir ärgern uns kurz über den Vorfall, beschließen aber schnell uns davon die Laune nicht verderben zu lassen. Merke: Immer brav anschnallen!!! :angry:
Die Fahrt nach Savuti geht besser und schneller als erwartet.



So sind wir schon gegen 14:00 Uhr da. Wir bekommen Campsite No. 3. Gebucht waren wir eigentlich auf No. 1. Aber der Tausch gefällt uns sehr – No. 3 ist deutlich schöner.
Am Nachmittag brechen wir noch mal auf zum Bushman Painting Hill. Letztes Mal hatte ich die Zeichnungen nicht entdecken können. Mußte mir dann von Buma (Danke noch mal :) ) sagen und zeigen lassen, dass ich sie aus Versehen fotografiert hatte. Also kraxle ich den Berg wieder rauf. Wenn man in etwa weiß wo die Zeichnungen sind, ist es kein Problem! Ich mache also ein paar Beweisfotos …







…und krabble wieder runter.
Natürlich muss der Kameramann diesen ungeschickten Ausflug festhalten. :ohmy:


Auf dem Rückweg zum Camp:








Verglichen mit Ihaha ist Savuti groß, laut, voll und rummelig. Zugegeben, die Lage ist strategisch günstig. aber sonst?
Bei einer nächsten Reise würde ich versuchen Savuti auszulassen.
Letzte Änderung: 12 Mär 2018 22:21 von Mischa.
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12 Mär 2018 22:27 #514481
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1.4.
Ohne überhaupt nur zu fragen, nehmen wir die Sand Road nach North Gate.













Bis Mababe haben wir keine Probleme. Auf der großen Straße nach Khwai sind heftige Löcher und richtig gemeines Wellblech. Dann irren wir ein wenig herum, der Weg endet mehrfach im Wasser.
Vor North Gate müssen wir feststellen, dass es die Brücke komplett weggespült hat.
Mit schwerem Gerät wird repariert, bzw. neu gebaut.




Jenseits des LKW ist ein beachtliches Wasserloch:



Wir beratschlagen die Durchfahrt mit einem Bauarbeiter. Es würde wohl gehen. Da aber Xakanaxa nicht erreichbar und 3rd. Bridge gesperrt ist, sehen wir keinen Sinn in diesem Risiko. Also drehen wir wieder um und fahren über die Transit Road nach South Gate - nervige 80 Kilometer zusätzlich für heute.
Kurz bevor wir das Camp erreichen, begegnen wir einem Leoparden, der die Pad entlang läuft. Leider sehen wir ihn im Wesentlichen nur von hinten und bald verschwindet er im Busch.









Im wahrsten Sinne des Wortes „gerädert“ kommen wir gegen 17:30 Uhr in South Gate an. Man will uns wieder wegschicken - nach North Gate - dafür hätten wir ja schließlich heute eine Buchung. Wir weigern uns schlichtweg die 30 km und mindestens 11/2 Stunden innerhalb des Parks wieder rauf zu fahren. Hier ist jede Menge Platz. Wir werden dann doch noch gnädig aufgenommen. Allerdings werden uns die Campgebühren noch mal in Rechnung gestellt. Anderer Betreiber… :evil:
Egal, wir wollen nur noch den Motor ausstellen und aus dem Auto raus.
Gruß, Mischa
Letzte Änderung: 12 Mär 2018 22:32 von Mischa.
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13 Mär 2018 13:59 #514574
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2.4.
Nach einem ausgiebigen Frühstück – wir haben ja jetzt viel Zeit ;) – suchen wir uns einen Weg zu den Black Pools. Dort kurven wir ein wenig herum, müssen aber häufiger mal umdrehen.



































Wieder im Camp, brechen wir am späteren Nachmittag noch mal auf. Diesmal nehmen wir den Weg Richtung North Gate. Die ist ja befahrbar und wir wollen nach 45 Minuten umdrehen. Zu sehen sind nur Schlammlöcher auf dem Weg und dichter, grüner Busch rundrum. Das Umdrehen fällt uns also nicht schwer. Dann gehe ich ein Schlammloch nur ein ganz kleines Bisschen zu schnell an. Es rumpelt mächtig aber ich komme gut durch. Kurze Zeit später sehe ich im Außenspiegel, dass eine Seitenklappe absteht und sehr schief hängt. Wir besehen uns den Schaden: Die Küchenklappe ist oben abgerissen und hängt nur noch an einer Teleskopstange. Die 2. Stange fehlt und auch der Wasserkessel und die Bratpfanne sind flüchtig. Also zurück zu besagtem Schlammloch. Ich steige knietief in den Matsch. Kessel und Pfanne sind schnell gefunden – sie kleben fest aneinander. Die Stange liegt netterweise neben dem Loch. Als ich aus dem Schlamm wieder raus will, bleibt ein Schuh stecken. Den fische ich also auch noch raus und sehe danach aus wie Schwein. :sick: Das wird der Lacher in Norberts Film! :whistle:



Ganz langsam und vorsichtig fahren wir zurück.

Gruß, Mischa
Letzte Änderung: 13 Mär 2018 14:06 von Mischa.
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13 Mär 2018 15:47 #514610
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3.4.
Eigentlich wollten wir heute einen „Strandtag“ einlegen. Das halten wir aber nicht lange durch. Wir räumen die Küche leer – so kann kein weiterer Schaden entstehen. Es geht noch mal zu den Plack Pools.
















An einem Pool suchen wir uns ein halbwegs schattiges Plätzchen und beobachten etwa 15 Hippos.













Nach einiger Zeit parken wir um und stehen jetzt etwas näher am Wasser. Das scheint den Tieren jedoch zu nahe zu sein. Erst gibt es lautes Gegrunze, dann macht ein Hippo Anstalten aus dem Wasser und auf uns zu zu marschieren. Wir treten schnell den Rückzug an und stellen uns wieder auf den ursprünglichen Platz.




Alle sind zufrieden und es kehrt wieder Ruhe ein.

Auf dem Rückweg zum Camp verabschieden wir uns für diese Reise von einem Büffel und einer Giraffe.





Abends am Feuer ist die Stimmung entsprechend wehmütig. :(
Letzte Änderung: 13 Mär 2018 15:56 von Mischa.
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13 Mär 2018 16:03 #514619
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4.4.
Wir packen das Auto um und trödeln dabei ein wenig herum. Dabei tauchen ein paar Kleinigkeiten wieder auf, die wir vorher vergessen und verloren geglaubt hatten.





Aber es nützt nichts – wir müssen nach Maun – morgen ist Rückflug.
Der allerletzte Elefant:



Die Wellblech- Schotterpiste nach Maun ist wieder scheußlich. Aber zu unserer Überraschung sind die letzten 20 Kilometer asphaltiert. Darüber sind wir nur bedingt begeistert. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis man von Maun über Savuti bis Kasane mit einem ganz normalen Auto durchrauschen kann… Die Konsequenzen möchten wir uns nicht vorstellen.
Wir landen in Rileys Hotel und bekommen dort ein schönes Zimmer mit Terrasse und Zugang zum Garten.





Die Autorückgabe läuft scheinbar problemlos – das dicke Ende kommt erst, als wir längst wieder in Hamburg sind.
Am Nachmittag laufe ich noch ein wenig durch Maun um noch das eine oder andere Souvenir zu jagen. Aber es ist heiß und staubig, so dass ich bald wieder zurück bin.

Der Rest ist unspektakulär. Rückflug über Joburg und London mit BA im A 380.
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13 Mär 2018 16:09 #514620
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Ein paar allgemeine Kommentare möchte ich noch anfügen:

Alle Bilder sind unbearbeitet – dazu fehlt mir die Geduld – und kommen aus einer Lumix FZ 200.

Nachdem es bei vergangenen Reisen im November knochentrocken war, sind wir dieses Mal ein wenig abgesoffen. Es hatte vorher sehr viel geregnet. Besonders schade war, dass wir weder 3rd Bridge noch Xakanaxa anfahren konnten. Trotzdem war es wieder eine schöne Reise!!!

:woohoo: :woohoo: :woohoo: An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an die Fomis, die uns wieder sehr gute Tipps gegeben haben. :woohoo: :woohoo: :woohoo:

Zum Auto:
Auf den ersten Blick eine beeindruckende Kiste. Aber zu schwer und hecklastig. Der Wartungszustand bei Übernahme in Windhuk war eher suboptimal. Und damit sind wir beim

Vermieter:
Die Seitenklappen waren alle verzogen, so dass sie z.T. nicht abschließbar waren.
Der Air Jack war defekt.
Die Tanknadel hat sich auf der ganzen Reise nie bewegt.
Der verfügbare Strom hat dem Engel nur während der Fahrt gereicht. Irgendwann abends fing er immer an zu piepen. Das Solar Panel hat nach unserem Ermessen nie funktioniert.
Der Gaskocher war schlecht angeschlossen. Eine Schelle kann sich natürlich lösen, aber ein schräg abgeschnittener Gasschlauch an dieser Stelle ist einfach idiotisch.
So richtig ärgerlich wurde es erst später, als es um die Rückzahlung der Kaution ging:
Mit diesem Bild wurde uns das Auto angeboten:



Also mit Winsch und Schnorchel und einer höher gelegten Karosse („Upgraded overland suspension – 50mm lift“).

Ich hatte folgende Versicherung abgeschlossen:
“CTW2 reduces the excess the ZERO and covers tyre and windscreen damage. The holding deposit of R20 000 is authorised on credit card for negligence”

Zitat aus einer Mail von Avis:
Dear Michaela

On a point of order… you rented a vehicle from us and we thank you for your business. Unfortunately you chose to deface the vehicle by covering up the Avis official branding with another organisations branding for commercial gain without authority. Furthermore, there were additional damages to the vehicle resulting in cost and inconvenience to return the vehicle to its original advertised and rented condition.

A simple courtesy from you requesting permission to apply other branding would have resulted in a different and happier outcome.

None of Avis Safari Vehicles are fitted with winches or snorkels for safety reasons as 95% of the hirers are not appropriately trained to use either.

The General Driving Instructions cover all aspects of the vehicle including fuel – the drivers “Hand Book” would have been more explanatory as well.

Es ging so noch ein wenig hin und her. Das Endergebnis: Die Erstattung der Kaution blieb etwa € 300,- schwach.
Letztlich hatten wir keine Möglichkeit uns dagegen zu wehren und haben die € 300,- als „Lehrgeld“ abgeschrieben.
---Ende---

Gruß, Mischa
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