THEMA: Vienna goes SA & BOTS - Familiencamping No 2
10 Dez 2015 11:13 #410395
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  • granato75 am 10 Dez 2015 11:13
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Hallo,

Wir haben die erste und die letzte Nacht reserviert (Johannesburg und Vaalwater)
Dann noch die fixen Unterkünfte in Maun und Kasane.

Und natürlich die Camps im Moremi und Chobe (South Gate, Xakanaxa, North Gate, Savuti und Ihaha). Diese übrigens direkt bei Kwalate und SKL per mail, Fax und Kreditkarte. Hat problemlos geklappt.

Bei den Camps hatte ich zwar nie den Eindruck, dass sie ganz voll waren, ob wir aber tatsächlich noch Vorort in Maun etwas buchen hätten können, kann ich natürlich nicht sagen...

Bei allen anderen Unterkünften haben wir von unterwegs aus angerufen und gefragt, ob noch was frei ist, war nie ein Problem...

LG,
Peter
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15 Dez 2015 10:24 #411110
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Dienstag, 25.08.2015:

Marakele Nationalpark:

Die Nacht war etwas kühler als die letzten Nächte in Botswana, aber dank unserer dicken Schlafsäcke alles andere als unangenehm. Während ich das Frühstück vorbereite, füttert Selina vom Zelt aus die Vögel mit altem Brot. Wenig später versammeln sich um unser Auto herum auch einige Strauße die ebenfalls etwas abhaben wollen. Als dann Selina immer öfter die Brotstücke zwischen meine Beine wirft und die Strauße sich darum streiten, muss ich dann allerdings das lustige Treiben beenden….



















Nach dem Frühstück wollen wir für heute Nachmittag einen geführten Game Drive bei der Rezeption buchen. Speziell Leo möchte auch diesen Urlaub zumindest wieder einen geführten Drive mit Ranger machen und die Preise sind hier in Südafrika um einiges vernünftiger als in Botswana.
Hier im Park sind alle potentiell gefährlichen Tiere in einem eigenen Teil des Parks vom Rest des Parks mit unserer Campsite getrennt.
Wir denken uns also nicht viel dabei, als ich mit Leonie die 10 Minuten von der Campsite bis zur Rezeption spaziere. Dort angekommen werden wir eindringlich vom Security-Officer daran aufmerksam macht, dass es verboten ist, sich im Park zu Fuß zu bewegen. Zu allem Überfluss erfahren wir, dass der Game Drive am Nachmittag schon voll gebucht ist.
Frustriert warten wir am Gate auf eine Mitfahrgelegenheit zurück zum Platz. Denn losgehen dürfen wir nicht mehr und Handy ab ich nicht mit damit uns Claudia mit dem Auto holt.





Schließlich erbarmt sich eine Dame von der Rezeption und fährt uns zum Platz zurück. Sie gibt uns den Tipp um 15 Uhr nochmal vorbeizuschauen, vielleicht kann sie noch einen Ranger auftreiben, der mit uns den Game Drive macht.
Die Zeit bis dahin entspannen wir auf der Campsite. Wir waschen die nach 2 Wochen ordentlich eingestaubten Reisetaschen aus, die wir dann morgen zum Verstauen der Schlafsäcke wieder brauchen werden. Die Ablutions hier im Bontle Camp sind mit Abstand die besten und saubersten der ganzen Reise, sofern es Nationalparks betrifft. Kein Vergleich zu den Camps in Etosha, Moremi und Chobe. Die WCs und Duschen sind tipptopp und es gibt extra Waschbecken für Wäsche und Geschirr, sogar Steckdosen für Bügeleisen. Hier fühlen sich sogar europäische Profi-Camper sicher wohl.
Zu Mittag gibt’s Brötchen mit Corned Beef, Wurst und Käse. Warm essen wollen wir dann am Abend nach dem Game Drive.
Um 15 Uhr sind wir, natürlich motorisiert, wieder am Gate und vernehmen die frohe Botschaft, dass wir doch einen Game Drive um 16 Uhr machen können. Die Stunde bis dahin drehen wir eine kleine Runde in der Nähe, ohne etwas zu entdecken.
Kurz nach 4 starten wir den Drive mit Sydney. Zu Beginn fragt er uns, ob wir uns speziell etwas wünschen. Wir erwähnen sämtliche Arten von Raubtieren. Aber auch Rhinos würden wir nochmal gerne sehen. Seit Khama Rhino aus großer Entfernung haben wir ja kein „Nasi“ mehr gesehen.





Nach einer halben Stunde ergebnisloser Fahrt und aufkommender Ernüchterung bei uns, ob der Game Drive tatsächlich so eine gute Idee war, entdeckt Sydney frische Nashorn-Hinterlassenschaften und folgt den Spuren.
Kurz darauf entdecken wir tatsächlich im Dickicht das Hinterteil eines Breitmaulnashorns. Sydney ist sich sicher, wohin es geht und fährt einen Seitenweg um ihm den Weg abzuschneiden. Kurz darauf sind wir tatsächlich 50m vom Nashorn entfernt, welches uns gemütlich beobachtet und wir munter drauflos fotografieren.
Als Sydney meint, wir sollen aussteigen, halten wir es zunächst für einen Scherz. Er überzeugt uns aber, dass alles ok sei, greift zu seinem Gewehr und steigt aus, wir Vier im Gänsemarsch hinterher.



Leise und ganz langsam nähern wir uns dem stattlichen Nashornbullen, immer unter seiner aufmerksamen Beobachtung. Wir wechseln ein paar Mal die Position, zumeist beschnuppert das Tier unseren letzten Standort um uns „abzuchecken“.





Zum Schluss sind wir vielleicht 10m vom Nashorn aber 100m vom Auto entfernt. Unsere Herzen schlagen vor Aufregung bis zum Hals. Sydney beruhigt uns und meint: „He sees us now as one group. Everything is ok. Look, he is totally relaxed”. Wir machen Fotos und Videos von dieser tollen Begegnung.







Der stolze und selbstbewusste Sydney erklärt uns, dass er der „Rhino Whisperer“ des Parks ist. Kein anderer Ranger kann so nahe an Rhinos zu Fuß herangehen. Er hat auch schon Doku-Aufnahmen mit Discovery Channel und National Geographic gemacht. Außerdem ist er mehrmals in Folge „Ranger of the Year“ in der Limpopo-Provinz geworden. Auch wenn es vielleicht ein wenig dick aufgetragen ist, war das auf jeden Fall ein großartiges Erlebnis, Nervenkitzel inklusive!
Nach diesem tollen Treffen machen wir uns im Big-5-Teil des Nationalparks noch auf die Suche nach Löwen. Wir entdecken Spuren und „unabsichtlich“ noch einige Nashörner, aber heute keine Raubkatzen mehr.



Um 19 Uhr, es ist inzwischen Stockdunkel, sind wir wieder auf der Campsite und das Abendessen wird vorbereitet. Hier ist es gottseidank nicht ganz so schlimm, im Finstern zu kochen und zu Essen. Zum letzten Mal in diesem Urlaub krabbeln wir satt und happy in die Dachzelte.
Letzte Änderung: 15 Dez 2015 11:07 von granato75.
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15 Dez 2015 11:05 #411113
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Mittwoch 26.8.2015:

Marakele NP - Vaalwater

Nach dem Frühstück klappen wir wehmütig zum letzten Mal die Dachzelte ein. Diesmal müssen wir sie ja komplett leermachen und unsere Schlafsäcke im Laderaum verstauen. Da inzwischen auch die Menge an Lebensmitteln und Wasser schon abgenommen hat, bringen wir aber auch diese zwei zusätzlichen Reisetaschen problemlos hinten unter.

Bevor wir den Park verlassen, wollen wir zum Lenong View Point im Park hochfahren. Das wurde uns gestern sowohl von Sydney als auch von unseren Nachbarn ans Herz gelegt. Zeit haben wir auch ausreichend, die heutige Strecke nach Vaalwater ist ja nicht allzu weit.
Die Fahrt hinauf zum Viewpoint ist landschaftlich ein Genuss und die wenig gesicherte steile Auffahrt auf den Berg sehr spannend. Tiere sehen wir außer ein paar Zebras und Klippschliefern allerdings nicht.









Oben angekommen klettern wir zwischen den Felsen herum und genießen die traumhafte Aussicht. Ein kurzer Schreckmoment, als wir Leonie kurz aus den Augen verlieren und sie auf unser Rufen nicht reagiert. Die ist aber in der Zwischenzeit schon zum Auto zurückgegangen und wir konnten ihre Antwort auf unser Rufen nicht hören …Uff….















Dann machen wir uns auf den Weg nach Vaalwater. 1 Stunde nach Verlassen des Parks erreichen wir den Ort und kaufen zum letzten Mal beim örtlichen Spar ein. Danach geht es noch 10 Minuten bis zur Olievenhoutsrus Guest Farm, wo wir von Sandra, der Chefin und ihren Hunden herzlich begrüßt werden.















Wir bekommen sogar das größere der beiden Cottages (bis zu 6 Personen), obwohl wir das kleine reserviert und bezahlt haben.
Die Mädels hüpfen in den Pool und spielen mit den Hunden des Hauses. Wir nutzen die Zeit und räumen zum letzten Mal das Equipment im Fahrzeug um. Es gilt unser Campingequipment vom angemieteten Zubehör zu trennen und halbwegs ordentlich zu verstauen.
Ich darf zum Abendessen den Riesen-Gemeinschaftsgriller verwenden. Alles Grillgut, was noch da ist kommt aufs Feuer.



Nach einem Plausch mit den Gastgebern schlafen wir gemütlich in den kuscheligen Betten des Cottages ein.
Letzte Änderung: 15 Dez 2015 11:13 von granato75.
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15 Dez 2015 11:15 #411114
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Donnerstag, 27.8.2015:

Vaalwater - Johannesburg Flughafen

Für heute Morgen 9 Uhr haben wir einen Ausritt auf der Farm mit Sandra ausgemacht. Es ist das ERSTE Mal im ganzen Urlaub, dass wir die Kinder nicht wecken und aus dem Bett „bitten“ müssen, sondern sie von selbst mehr als zeitig genug aufstehen.
Sie wollen so schnell wie möglich bei den Pferden sein, um beim Aufsatteln helfen zu dürfen. Um kurz nach 9 Uhr sind wir alle fertig und es geht los. Da es mehr eine geführte Pferdewanderung als ein Ausritt ist, haben auch Claudia und ich keine Probleme, obwohl wir im Gegensatz zu den Mädels nicht regelmäßig auf Pferden sitzen.















Obwohl wir weder traben noch galoppieren sind die Kinder begeistert. Wir sehen auch vom Pferd aus einige Antilopen der Farm. Nach knapp 90 Minuten sind wir zurück.









Claudia und ich machen uns ans endgültige Packen während die Kids nochmal in den Pool hüpfen. Da das Haus ab heute Nachmittag wieder vergeben ist, müssen wir zu Mittag aus dem Cottage draußen sein. Wir können aber noch in der Gemeinschaftsküche unser letztes Mittagessen (Spaghetti) zubereiten. Die restlichen Lebensmittel lassen wir für die Angestellten der Farm zurück.
Nach dem Essen machen wir einen kurzen Spaziergang mit Sandra über das Gelände und sie zeigt uns das Gehege mit den Nyalas.




Wir verabschieden uns und brechen um 15 Uhr Richtung Flughafen Johannesburg auf. Ab Pretoria nimmt der Abendverkehr deutlich zu, im Stau stehen wir aber nie, sodass wir wie ausgemacht um 18 Uhr am Flughafen zur Autorückgabe eintreffen.
Bei der Engen Tankstelle treffen wir den Fahrer von Berg 4x4, der den Wagen nach Kapstadt zurückbringen wird. Dieser führt uns noch zum Check In ein Stockwerk tiefer, bevor wir uns endgültig von unserem treuen und zuverlässigen Seekoei trennen müssen.
Wir geben das Gepäck auf und checken ein. Die letzten Rand Scheine und Münzen werden im Souvenirshop ausgegeben. Jetzt geben wir auch endlich unsere Postkarten auf, die wir in Maun gekauft und gestern endlich fertig geschrieben haben. Pünktlich hebt der Flieger wieder Richtung Dubai ab. Nach dem Abendessen und einem Film können wir doch ein paar Stunden in den Sitzen dösen.
Wieder müssen wir uns vom südlichen Afrika verabschieden. Eigentlich gehen alle davon aus, dass wir wiederkommen. Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber 2017 klingt reizvoll.
Wieder Namibia? Wieder Botswana? Oder nur Südafrika? Camping oder Lodges? Mal schauen was die Zukunft bringt……… 
Letzte Änderung: 15 Dez 2015 11:16 von granato75.
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15 Dez 2015 15:49 #411177
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granato75 schrieb:
Wir haben um 1000 Pula ein kleines Boot für uns 7 für drei Stunden reserviert. Der Tier- und Vogelreichtum entlang des Flusses ist enorm. Aus nächster Nähe unzählige Elefanten und Büffel, auch Krokos und Hippos.
Dann gibt es auch günstigere Bootstouren. Online fand ich nur sehr teure Fahrten.
KarinK schrieb:
Zu Ihaha: dort waren wir auf der CS Nr. 10, ganz links außen. Affen hatten wir zum Glück keine im Baum, dafür einen, der uns einen ganzen Kürbis gestohlen hat und später versuchte, mit unserem Schmutzwäschesack zu entkommen. Dank Peter's kurzer Verfolgungsjagd ist ihm das zum Glück nicht gelungen, die komplette Wäsche war aber im Sand verteilt und dann wirklich reif für die Wäscherei!
Ich glaube, wir würden trotz der Polizeipräsenz Ihaha trotzdem wieder machen. Wie Topobär schon meinte: die Lage ist einfach ein Traum!
Die 10 habe ich kürzlich gebucht.

Felix
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05 Jan 2016 12:28 #413514
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Klasse Reisebericht, danke dafür. Sehr viel davon werden wir in einem Jahr hoffentlich auch bereisen, erste Buchungen sind bereits am Laufen.

Und ich kann übrigens jedem und jeder den Marakele inkl. Game Drive mit Sydney empfehlen - er hat bei euch keineswegs zu dick aufgetragen und ist einer der renommiertesten/beliebtesten Guides von sanparks. Wir hatten auf Anraten von anderen Gästen auch schon die Freude und kamen ebenfalls unglaublich Nahe an die Rhinos ran - die spazierten im Bontle Camp aber auch so einfach quer über die Campsite.

Danke :)
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