THEMA: Vienna goes SA & BOTS - Familiencamping No 2
29 Okt 2015 10:04 #405433
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  • Mellie1 am 29 Okt 2015 10:04
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Hallo Granato,
Schöner Bericht, ich bekomme beim Lesen richtig Reisefieber! Freue mich auf die Fortsetzung.

LG,Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
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29 Okt 2015 12:54 #405449
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  • granato75 am 29 Okt 2015 12:54
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Montag, 17.08.2015

Tagesetappe: Game Drive und Bootstour Xakanaxa
Übernachtung: Xakanaxa

Die Nacht verläuft ruhig. Auch die von mir montierte Wildkamera hat (leider) nichts festgehalten.
Im Morgengrauen hören wir lautes und nahes Löwengebrüll. Sogar aus zwei Richtungen. Ich mache ein paar Sonnenaufgangsfotos.









Die Kinder lassen wir heute bis 9 Uhr ausschlafen. Ein Ranger schaut bei uns am Platz vorbei und wundert sich, dass wir noch hier sind. Fast vorwurfsvoll erzählt er uns, dass ganz in der Nähe, ca. 2 km entfernt Richtung Gate, Löwen sind und fragt warum wir nicht auch schon wie die anderen dort sind. Wir scheuchen die Kinder aus den Zelten und fahren ohne zu Frühstücken zur beschriebenen Stelle. Lange müssen wir nicht suchen, mehrere Game Drive- sowie Touristen-Autos lassen erkennen, wo die Löwen sind.
Wir entdecken ein schlafendes Männchen, welches allerdings mit freiem Auge kaum zu erkennen ist. Mit Fernglas und durch den Fotoapparat aber ganz gut….










Wir kehren zur Campsite zurück und frühstücken in Ruhe. Danach wird relaxt und gelesen. Da heute am späten Nachmittag die Bootstour ausgemacht ist, wollen wir schon zu Mittag grillen und am Abend nur eine Kleinigkeit machen. Es gibt Hühnerspieße und Knoblauchbrot von den Beef Boys in Maun. Dazu noch Würstchen und Reis für Selina. Während des Essens besuchen uns 3 Buschböcke, die bis auf wenige Meter herankommen und sich von uns in keinster Weise beim Grasen stören lassen.










Gegen 14 Uhr laufen 3 Elefanten über den Campingplatz, aber sicher 100m von unserem Stellplatz entfernt. Sie verbringen einige Zeit in der Sumpflandschaft neben den Campingplätzen ohne näher zu kommen.
Die Kinder genießen sichtlich den Tag ohne Programm und Fahren. Um 15:30 gehen wir zur Bootsanlegestelle für die vereinbarte Tour. Unser Guide heißt Kenny. Mit ihm fahren wir gut 2 Stunden durch die Kanäle, zunächst durch das enge Schilf, danach auch im offenem Gewässer. Wir sehen ein Kroko, ein Hippo und jede Menge Vögel. Keine sehr reiche Ausbeute an Tiersichtungen, aber trotzdem ist es wunderschön durch die Kanäle zu schippern. Teilweise gibt Kenny auch richtig Gas, was allen großen Spaß macht.






















Um 18:30 sind wir zurück beim Auto. Wir machen uns schnell eine Tomatensuppe und verkrümeln uns in die Zelte. Die Italiener sind leider immer noch in der Nähe, sind aber heute deutlich leiser als gestern und auch früher in ihren Zelten. In der Nacht höre ich lautes Plätschern hinter dem Auto. Ich vermute zuerst ein Hippo in der Nähe. Als ich den Reisverschluss des Dachzeltes öffne, sehe ich wenige Meter entfernt einen Elefantenhintern, dessen Besitzer gerade in das Wasser hineinstapft. Vorsichtig leuchten wir mit der Taschenlampe hin ohne das Tier zu blenden.
Der dreht uns aber weiterhin nur den Hintern zu und ignoriert uns völlig. Irgendwann schlafen wir wieder ein und verbringen wieder eine angenehme Nacht.
Letzte Änderung: 29 Okt 2015 13:00 von granato75.
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29 Okt 2015 13:01 #405450
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  • Mogambo am 29 Okt 2015 13:01
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Hallo granato,

Du sagst die Boots-Tour bei Xakanaxa war zunächst ausgebucht. Is das "hingehen und auf gut Glück" oder weisst Du, ob man die auch vorher buchen kann?

LG Mogambo :)
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29 Okt 2015 13:29 #405458
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  • granato75 am 29 Okt 2015 12:54
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Hallo,

Dass die Bootstour zunächst ausgebucht war, hab ich nicht gemeint.
Wir hatten halt den Vorteil, dass wir 2 Nächte am Platz waren.

So sind wir am ersten Nachmittag hingegangen und haben besprochen, was wir am nächsten Tag machen können.

Es wäre sowohl Morgens wie auch am Nachmittag gegangen, wobei uns der Nachmittag empfohlen wurde.

Vorreservieren haben wir gar nicht probiert.

Ganz kurzfristig, d.h. hinschauen und hoffen, dass es sofort losgeht wird wohl nicht gehen.
Aber ich hatte den Eindruck, dass innerhalb von einem Tag sich immer was organisieren lassen wird


LG,
Peter
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29 Okt 2015 13:32 #405459
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Ok thanx, dann hab ich da wohl was falsch gelesen :blush: :whistle:


LG Mogambo :)
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02 Nov 2015 13:18 #405894
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Dienstag 18.08.2015:

Fahrtstrecke: Xakanaxa - North Gate

Nachdem Frühstück, Geschirr waschen, Körperpflege und allen anderen Standardtätigkeiten erledigt sind, fahren wir uns auf den Weg Richtung North Gate Camp Site. Zuerst fahren wir zum Hippo Pool.





















Ein sehr schöner großer See mit jeder Menge Hippos und einem Aussichtsturm. Während der Fahrt passe ich kurz nicht auf und komme mit den linken Rädern zu nahe an den Rand des Sees. Plötzlich wird der Untergrund zäh und bodenlos. Bevor ich mich noch tiefer in den Matsch hineinreite, halte ich, schmeiße den Rückwärtsgang rein und kann mich mit ein wenig Schaukeln aus dem Morast befreien.
Uff, das war knapp. Zwischen Elis und Hippos am Seeufer zu hängen wäre doch recht unangenehm gewesen. Da hätte ich nur warten können, bis mich jemand rauszieht. Schaufeln hätte da nicht funktioniert….
Nach dem abrupten Rückwärts-Gasgeben, sieht die linke Wagenseite zwar aus wie Sau, aber immerhin haben wir wieder festen Boden unter den Reifen. Im dichten Wegenetz durch und über Pans sehen wir jede Menge Wild. Trotz Navi fällt uns die Orientierung allerdings ein wenig schwer. Sobald man im engen Wegenetz einen etwas weiter entfernten Punkt eingibt, schlägt das Navi eine Route über die Hauptstraße vor. Solange es die Bedingungen zulassen, wollen wir allerdings auf den Nebenfahrbahnen bleiben.
Wir gehen dazu über, Wegpunkt für Wegpunkt der Shell Karte in das Navi einzugeben. Aber auch mit dieser Methode spring das Navi ganz gerne in der Richtungs- und Zeitangabe hin und her. So will uns das Navi z.B. um tiefe Wasserdurchfahrten herumführen, die zurzeit gar nicht vorhanden sind.
Die Richtung stimmt aber soweit, dass wir trotzdem gut vorankommen.
Leicht überrascht sind wir schneller als geplant beim North Gate. Wenige Minuten nachdem uns das Navi noch als Restzeit 20 Minuten und 3 Kilometer angezeigt hatte.
Als wir unsere Campsite (MK3) beziehen, stehen 30 Meter entfernt 2 Elefantenbullen fotogen im Wasser und lassen sich bei ihrem Nachmittagsmahl in keinster Weise von uns stören. Da sie einen sehr entspannten Eindruck machen und wir sie nicht zu interessieren scheinen, steigen wir dennoch aus und richten uns am Platz ein. Ein Auge haben wir aber immer in Richtung der Elis gerichtet.








Anschließend widme ich mich dem Brotteig um heute besseres Brot als das Salzlose auf Kubu Ísland zu fabrizieren. Während wir das Abendessen, heute Kartoffelgulasch, vorbereiten, werden wir schon neugierig von den ortsansässigen Meerkatzen beobachtet. Diese sind allerdings relativ leicht zu vertreiben. Trotzdem müssen wir natürlich ständig darauf achten, alle Klappen am Auto und alle Kunststoffkisten verschlossen zu halten. Im Lauf des Nachmittags gesellen sich auch Paviane dazu, die rasch die Meerkatzen vertreiben und das Kommando übernehmen. Die sind deutlich forscher als ihre kleineren Verwandten. Da bedarf es schon der Zurschaustellung und einiger Warnschüsse mit der Steinschleuder meinerseits, bis gebührender Abstand eingehalten wird.








Die WC und Duschanlagen hier auf der Campsite sind sehr gewöhnungsbedürftig. Im nahegelegenen Waschhäuschen gibt es kein Warmwasser, dafür müssten wir zum Hauptwaschhaus, welches doch ein paar hundert Meter entfernt ist. So wird beschlossen, die Körperhygiene für heute auf ein Minimum (=Zähneputzen) zu reduzieren.
Nach dem Abendessen sehen wir vom Dachzelt aus im Fluss Hippo und Krokoaugen im Lichtschein unserer Taschenlampe leuchten.
Mitten in der Nacht werden wir wieder von einem Eli geweckt, der wenige Meter vom Zelt Äste rupft. Diesmal noch näher als gestern. Aber irgendwann trottet er weiter und wir schlafen wieder ein….
Letzte Änderung: 02 Nov 2015 13:19 von granato75.
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