THEMA: Vienna goes SA & BOTS - Familiencamping No 2
29 Sep 2015 18:53 #400868
  • KarinK
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  • KarinK am 29 Sep 2015 18:53
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Hallo Peter,
schön, dass es jetzt richtig los geht!
Bin schon soo gespannt ...

Meine Sehnsucht wird dadurch aber sicher nicht geringer. :-(

liebe grüße, karin
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01 Okt 2015 09:41 #401044
  • granato75
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  • granato75 am 01 Okt 2015 09:41
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Dienstag, 11.08.2015

Fahrtstrecke: Khama Rhino – Kubu Island

Die erste Nacht in den Zelten haben wir sehr gut überstanden. Die Tiefsttemperatur in der Nacht war ca. 8 Grad. Aber in unseren eigenen neuen Schlafsäcken war das überhaupt kein Problem. Die Mädels hatten lediglich die lange Schiunterwäsche und ich nur eine kurze Hose mit Leibchen an.








Nach dem Frühstück machen wir noch eine Runde im Park. Wir sehen noch einmal Antilopen und Nashörner.










Gegen 11 Uhr verlassen wir den Park und fahren Richtung Letlhakane. Am Weg entdecken wir einen Schwarm Geier, die sich gerade über einen Rinderkadaver her machen.






In Letlhakane tanken wir sicherheitshalber noch einmal und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein.
Wenig später verlassen wir die Teerstraße und fahren Richtung Kubu Island. Zunächst noch Schotterstraße, wird die Straße immer schlechter und die Bodenwellen lassen sich teilweise nur in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Auch Tiefsandpassagen müssen wir überstehen. Zum ersten Mal lernen wir die Offroadeigenschaften und besonders die hohe Bodenfreiheite des Landcruisers zu schätzen.






Gegen 16 Uhr treffen wir bei Kubu Island ein. Ein unwirklicher Steinhaufen im Nichts.




Von bereits anwesenden Campern wird uns erklärt, dass wir uns einfach auf eine freie Campsite stellen sollen, es kommt dann später jemand, der kassiert….
Da es keinen natürlichen Schatten gibt und wir diesmal auch ein freistehendes Sonnendach bei der Ausrüstung dabei haben, beschließen wir, dieses heute aufzubauen. Das gestaltet sich allerdings als recht mühsam. Im Boden lassen sich weder die Beine noch die Spannseile verankern. So dauert es eine gute halbe Stunde, bis das Sonnendach halbwegs stabil steht. Inzwischen steht die Sonne allerdings schon so tief, dass der Nutzen des Daches kaum vorhanden ist 
Ziemlich unnütze Aktion somit, aber wir haben es hinbekommen.




Bald darauf bekommen wir Besuch von einem Platz Mitarbeiter, der die Gebühren kassiert und nett ein paar Minuten mit uns plaudert.
Somit müssen wir uns ein wenig bei den restlichen Tätigkeiten wie Zeltaufstellen, Feuermachen und Kochen beeilen.
Heute soll unserer diesjährige Grillpremiere stattfinden. Ich probiere zum ersten Mal mit dem Self Raising Flour und dem Potje Buschbrot zu backen. Abwechselnd gebe ich immer mehr Mehl und Wasser dazu, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Leider vergesse ich auf das Salz im Teig. Das Brot ist somit essbar, schmeckt aber leider fad. Beim nächsten Mal wird’s sicher besser…. Uns bleiben aber gegrillte Kartoffeln als Beilage.
Leider sind die Rindersteaks aus Serowe zäh wie Schuhsohlen. Wir hätten wohl schon Mariniertes kaufen sollen.
Immerhin schmecken den Kindern ihre Würstchen.
Der Sonnenuntergang ist nicht so schön wie erhofft, da sich doch einige Wölkchen vor die Sonne schieben. Ich lese den Kindern am Lagerfeuer noch ein wenig über die Salzpfannen und Kubu Island vor bevor wir uns in die Zelte zurückziehen.

Da das Plumsklo bei den Mädels den Abend hindurch bei den Mädels keine hohe Akzeptanz genießt, werden alle drei mitten in der Nacht von dringenden Bedürfnissen geweckt. Eine nach der anderen tapst die Leiter im Finstern hinunter und verschwindet hinter dem Busch. Ich halte vom Dachzelt aus die Taschenlampe und Ausschau nach bedrohlichen Tieren 

Der Rest der wieder sehr milden Nacht verläuft ruhig und friedlich.
Letzte Änderung: 22 Okt 2015 14:21 von granato75.
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01 Okt 2015 10:15 #401047
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  • marimari am 01 Okt 2015 10:15
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Hallo zusammen,
herzlichen Dank für den Bericht - ich bin auch ein Mitleser :)
Wir planen nächstes Jahr eine ähnliche Route.
Liebe Grüsse M.
Nächste Reiseziele:
19.12-03.01.21: x-mas in Namibia - a relaxing family edition...
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02 Okt 2015 22:17 #401256
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  • z-a-r am 02 Okt 2015 22:17
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Hi Peter

Bin von jetzt an auch am mitreisen...
Geniale Berichte und Pix, die mich voll mitreissen! Weiter so! Macht grossen Spass beim Lesen!
Bin selber an der Planung für Herbst 2016 und kann sicher diverse Tips brauchen.
Habe gerade euren RB von 2011 entdeckt... :) :) :) Wow!
Die Zeit werde ich mir sicher nehmen, den in voller Länge reinzuziehen!

Besten Dank auch an alle anderen Forumianer, die uns mit ihren wunderbaren Berichten an ihren Reisen teilhaben lassen!

CU z-a-r
Der gesunde Menschenverstand hat sich ganz schön unterschiedlich entwickelt!
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03 Okt 2015 10:37 #401282
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  • Mellie1 am 03 Okt 2015 10:37
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Hall Peter,
Auch ich bin dabei. Da auch wir im nächsten Jahr mit unseren beiden Kindern in Botswana unterwegs sein werden verfolge ich Familien Reiseberichte besonders gerne. Schön, dass Du einen Eindruck von Khama gegeben hast. Das hat mich besonders interessiert, weil Khama auch unser erster Stop für zwei Nächte in Botswana werden wird. Wir waren vor einigen Jahren schon einmal da aber haben nur übernachtet und sind früh morgens gleich weitergefahren. Deine Bilder und Erzählungen bereiten echt Vorfreude :cheer:
2006: Botswana und Sued Afrika
2009: Botswana und Sued Afrika
2012: Sued Afrika (KTP)
2014: Marokko
2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
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05 Okt 2015 11:27 #401539
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Mittwoch 12.08.2015:

Fahrtstrecke: Kubu Island – Tiaans Camp am Boteti

Das Morgenprozedere ist wie am Vortag. Ich stehe um 7 auf, mache ein paar Fotos und Kaffee, die Mädels krabbeln nacheinander zwischen 7:30 und 8:00 aus den Zelten.






Gegen 9 Uhr sind wir bereit zur Abfahrt.



Wir wollen heute Morgen noch einen Geocache entdecken, der sich ganz in der Nähe der Campsite befindet. Nach kurzem Spaziergang und Suche können wir den Schatz entdecken und uns im Logbuch verewigen.




Danach verlassen wir Kubu Island und machen uns auf den Weg Richtung Norden.
Wir wollen die Route durch die Salzpfannen Richtung Nata nehmen, und dann an der Hauptstraße Richtung Maun.
Am Gate wird uns das Tor von einem Mann geöffnet, mit dem wir kurz plaudern. Er fragt, wo wir hinwollen und meint, der Weg Richtung Norden und dann die Hauptstraße nach Westen sei doch viel zu viel Umweg. Wir sollen die direkte Verbindung nach Gweta nehmen, es ist eh alles trocken und gar kein Problem. Wir bedanken uns für den Tipp und spendieren ihm eine Cola aus unserem Kühlschrank.
Wir überlegen kurz, ob wir den Ratschlag befolgen sollen.
Wir schauen uns die Strecke auf der Karte und im Reiseführer an. Auch das Navi kennt sie natürlich. Laut Hupe-Reiseführer „bietet die Strecke landschaftlichen Hochgenuss aber auch enorme Orientierungsschwierigkeiten, da es keinerlei Beschilderung oder Anhaltspunkte gibt“ und man es besser „mit zumindest 2 Fahrzeugen“ bewältigen soll.
Aber ohne Frage ist der Weg deutlich kürzer.
Im Vertrauen auf die Auskunft am Gate, unser Fahrzeug, das Navi, den vollen Wassertank und unser Satellitentelefon wagen wir die direkte Strecke…




Am Anfang eine ziemliche Rumpelpiste erreichen wir bald die erste Pfanne und wir machen Fotos, wo wir uns mit der Perspektive spielen.







Danach ändert sich die Landschaft mehrmals.
Von grasbedeckte Steppen, Mopanebusch bis hin zu Salzpfannen ohne jede Vegetation reicht die Palette.





Schließlich erreichen wir aber doch die Hauptstraße zwischen Nata und Maun, wobei sich lediglich die letzten paar hundert Meter als schwierig herausstellen. Das Navi will uns ständig auf einem Weg zur Hauptstraße führen, der nicht (mehr) existiert.
Irgendwann schaffen wir es doch zur Straße und erreichen gegen 14 Uhr das Planet Baobab, wo wir eine Pause machen wollen. Dort angekommen bestellen wir etwas zu trinken und einen Snack an der Bar.




Leider dauert die Zubereitung von Sandwiches mit Pommes 1 ½ Stunden, sodass wir im Planet Boabab mehr Zeit verbringen, als wir vorhatten. Immerhin wollen wir heute noch bis zu Tiaans Camp am Boteti kommen, damit wir dann dort 2 Tage an einem Ort haben und ein wenig durchschnaufen können.
Durch die Verzögerung ist es leider schon fast 16 Uhr, als wir wieder aufbrechen. Gegen 17 Uhr erreichen wir das Phuduhudu Entrance Gate zum Makgadikgadi National Park.
Wir bezahlen die Permits und dürfen einfahren. Das Navi zeigt als Ankunftszeit 18 Uhr an. Das sollte sich ja ausgehen. Schon bald merke ich, dass der Sand so tief ist, dass ich Luft ablassen sollte. Mit 1,5 Bar in den Reifen kommen wir ohne Probleme auch durch die sehr weichen und tiefen Sandpassagen. Wir sehen unsere ersten Elefanten auf der Reise. Auch Zebras, Giraffen und Gnus. Alle in herrlichem Abendlicht.






Obwohl die Szenerie traumhaft ist, tun wir uns mit dem Genießen schwer, da inzwischen das Navi von einer Ankunftszeit von 18:30 ausgeht. Wir melden uns telefonisch bei Heike von Tiaans Camp um nachzufragen, wie lange eigentlich die Fähre über den Fluss in Betrieb ist. Sie meint, dass es ab Dämmerung keine Überfuhren mehr gibt, aber sie wird schauen, dass sie den Fährmann erreicht um uns ausnahmsweise trotzdem abzuholen.



Als wir das Flussufer erreichen, ist es stockdunkel. Wir sehen aber, dass die Fähre schon am Weg zu uns ist. Wir erhalten eine Belehrung, dass die Überfuhr in der Nacht nicht erlaubt und auch gefährlich ist. Wir entschuldigen uns und bedanken uns für die Ausnahme. Das Aufrunden der Überfuhrgebühr von 150 Pula um weitere 100 Pula für den Extra-Aufwand hebt aber schlagartig die Stimmung beim Fährmann und wir dürfen übersetzen:



Sehr müde aber erleichtert erreichen wir um 19 Uhr Tiaans Camp wo wir von Heike empfangen werden und eine Campsite beziehen. Wir machen uns eine Tomatensuppe und trinken etwas an der Bar. Das restliche Abendprogramm ist wie immer Akku laden und Fotos von allen Kameras sichern. Gegen 22 Uhr verkrümeln wir uns in die Dachzelte...
Letzte Änderung: 05 Okt 2015 11:54 von granato75.
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