THEMA: Betreutes Wohnen im Bodenzelt - Botswana 2014
15 Sep 2014 15:49 #353974
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Von North Gate nach Savuti – ein katzenloser Tag - Freitag, 29.8.14

So, heute brauche ich noch einmal euer Mitleid :( ....aber dann is gut ;)

Irgendwann nachts höre ich Regen auf mein Zeltdach tropfen :woohoo: ! So schlimm ist aber nicht – es ist nur sehr windig und dadurch fallen jede Menge kleine Akazienblätter herunter... Prima – dann hört man schon mein Husten nicht so laut.... Tja, das Halsweh hat sich verabschiedet, aber nur um einem lästigen trockenen Husten Platz zu machen. Okay, ich warne meinen Körper: sollte sich die Lage bis morgen nicht durchgreifend gebessert haben, dann werde ich zu anderen Mitteln greifen! Bevor sich eine Bronchitis auf den Weg zu mir macht, werde ich mein Breitbandantibiotikum auspacken, das mir mein Hausarzt für meine Reisen in den Busch immer aufschwätzt :angry: .

Warten wir mal ab....

Von unserem Camp ist um 6.10 Uhr schon kaum mehr etwas zu sehen – dies sind die kläglichen Überreste:






Spencer drückt mir wieder den Bewertungsbogen in die Hand – man muss bei jeder Hatab-Site dokumentieren, wie man sie vorgefunden und wie man sie wieder verlassen hat und in mir hat er eine Dumme gefunden, die einen Kugelschreiber in Griffnähe hat.
Nach getaner Arbeit packe ich mich warm ein und spaziere ein bisschen in der herrlichen Morgensonne herum.








Dies ist das „Löwenohr“ von Lil in trockendem Zustand! Wir haben schon gestern die ganze Fahrt über welche gesehen – nur kam ich nie zum Fotografieren. Und hier gibt’s leider keine so tollen Exemplare.




Auf die heutige Fahrt bin ich gespannt – es geht nach Savuti! Das kenne ich noch nicht – und letztes Jahr waren wir vom Sango Camp aus fast bis an die Grenze des Chobe NP’s gefahren, entlang des Khwai Rivers....das war sooo schön gewesen.

Dumm gelaufen :S – wie gesagt ist die Strecke gar nicht befahrbar und so kommt ein ätzender Fahrtag auf uns zu. Zum Glück wissen wir das noch nicht, als wir um 7.30 Uhr am North Gate stehen. Neben uns ein Kindertransport – wir werden solche noch öfters sehen und Spencer erklärt uns, dass noch Schulferien sind und den Kindern im Rahmen von Ferienlagern auf Ausflügen die NP’s Botswanas gezeigt werden!



Nach dem Brauchwasserfassen fahren wir ins Sango Camp, um unsere beiden Spezialisten abzuholen. Jo. berichtet auf der Weiterfahrt, dass ich Recht hätte, es gäbe keine Bucket Shower mehr (achnee.... :whistle: ). Und jetzt kommts – aufgepasst :woohoo: : Aber wenn man Lust hätte könne man natürlich zum Ausprobieren mal einen bestellen!!! Häääääää???? :blink: Ich versteh die Welt nicht mehr – was soll denn das nun? Wer hat ihm diesen Bären aufgebunden? Denn worin liegt denn der Unterschied, ob man von Hand oder von Leitung das heiße Wasser einfüllt, dass dann doch nur über den Eimer in eine Leitung zum Mischen geführt wird??? Hiiilfe!!! :woohoo: Das Besondere früher war doch nicht, sich unter einen Eimer zu stellen – das war damals schon nicht möglich (siehe Foto – so ist das Funktionsprinzip, Wasser fließt durch den natürlich Druck aus dem Eimer schräg nach unten in die Duschkabine und kann dort mittels Armatur gemischt werden....wie schon mal erklärt),





sondern die Tatsache, dass heißes Wasser etwas Besonderes war und vor allem diese Funksprüche „Sango – Sango.....“ (Und das hab ich schon – ohne irgendwas von der Entwicklung zu wissen, damals in meinem 2012er Bericht geschrieben).

Ooh Mann - "Herr schmeiß Hirn ra" – ich bin sprachlos (und das will was heißen B) !). Das Beste was ich machen kann ist meine Klappe halten – mit Jo. über Sango zu reden kann nicht gut enden..... :P

An dieser Stelle kommt nun endlich mein abschließendes Statement, nachdem ich jetzt so oft darauf angeschrieben wurde, öffentlich und per PM: Nein, ich trauere Sango nicht mehr nach – und auf dieser Reise war das Problem nicht eigentlich Sango, sondern Jo., der so viel Mist zu diesem Thema verzapft hat! Ich denke, Sango ist nicht schlechter geworden, sondern einfach anders. Das was mir damals so gefallen hat – das hat andere vielleicht sogar gestört. Und diese anderen sind jetzt froh über Strom, warmes Wasser, ein tolles Sonnendach, Liegestühle, einen Pool...

Und ich bin mir sicher dass jemand, der nie zu der guten alten Zeit (haha, ich wird schon wieder sentimental.... :silly: ) dort war, gar nicht verstehen kann, was ich meine und denkt vermutlich, dass ich einen an der Waffel habe (aber gerne...). Klar war das damals mein erstes Tented Camp in Botswana und schon von daher etwas Besonderes – aber ich weiß inzwischen, dass es etwas Einmaliges war (und es gibt tatsächlich doch ein paar Leute, die beide "Zustände" kennen und mich verstehen, das beruhigt...).

Genau diese wunderschönen Erinnerungen an diese Einmaligkeit und auch das Glücksgefühl, dass ich Sango als echtes Camp der Sangofamilie erleben durfte, mit Guides, die ihr „Baby“ und die Region lieben und sich dort auskennen wie in ihrer Westentasche, bewahre ich tief in meinem Herzen auf. Das kann mir niemand mehr nehmen! :kiss:

Guggu schrieb:
Ich hoffe du kannst dein „Sangotrauma“ irgendwie überwinden. Es macht mich ganz traurig wie du deine Empfindungen beschreibst. Wir haben es nur in der jetzigen Form, allerdings ohne Pool (den brauch i ach ned), kennen gelernt und wurden jederzeit wieder hingehen.

Das ist – wie oben schon geschrieben - der zentrale Punkt: wer es anders nicht kennen gelernt hat wird auch nichts vermissen und sich – neben den Annehmlichkeiten des Camps selber - an der wirklich traumhaften Gegend und den unglaublichen Tiersichtungen dort erfreuen.

Und so soll es ja auch sein – ich will das Camp ganz bestimmt nicht schlecht reden, dazu besteht keinerlei Anlass!!!

So, ich habe fertig - und ich habe auch kein Trauma - versprochen :) !!!


Nun sind wir also auf der Strecke nach Savuti und dürfen die öde Piste noch einmal fahren. Wie schön, dass wir erfahren, dass Jo. und Je. auf ihrem „Premium“-Game-Drive gestern noch weniger Glück hatten als wir. Erstens gabs ebenfalls kaum Tiere (aber die wenigstens an einer etwas hübscheren Landschaft) und dann hatten sie einen frisch eingetroffenen Hobbyfotografen mit im Wagen, der jeden, aber auch jeden Vogel mit seiner Riesenkanone knipsen wollte. Was wohl gar nicht so leicht war, weil er das Ding kaum halten konnte. Zu guter Letzt waren sie auch bei den Hyänen, aber da war es schon dunkel – und eine Frau im Auto war wohl ziemlich hysterisch, weil sie immer dachte, dass der Guide die reifenleckenden Kinder überfahren würde. Was wiederum den Guide (und den Rest der Truppe) ziemlich genervt hat :unsure: Oooookay, das Leben ist eben manchmal doch fair B) !

Bei der Wasserdurchfahrt kurz nach Khwai haben wir noch ein lustiges Erlebnis – zwei Selbstfahrer (!!! wer sonst.... ;) ) waten höchst unentschlossen im Wasser rum und blockieren die Durchfahrt.



Spencer wird sehr schnell sehr ungehalten und meint, sie sollen mal ihre Fahrzeuge aus dem Wasser holen, er hätte keine Zeit, hier ewig rumzustehen. Ungeduldig weist er sie beim Rückwärtsfahren ein – ich warte ehrlich gesagt nur darauf, dass er den Fahrer aus dem Auto zerrt und sich selbst ans Steuer setzt.

Schnell sind wir am anderen Ufer und werfen noch einen Blick zurück - hier herrscht leichte Unentschlossenheit ;)



Zu der Strecke nach Savuti gibt es generell nicht viel zu sagen außer dass es stinklangweilig und zäh ist und der Wind leider nicht einschlafen will. Von daher ist es höchst ungemütlich im Fahrzeug, ich sitze dick vermummt mit gesenktem Kopf da und hoffe, dass das Ganze irgendwann vorbei ist. Sand wird über die Straße getrieben und alles wirkt feindlich und leblos. Davon gibts aber keine Fotos, weil ich meine Kamera nicht schrotten wollte.

Ganz am Anfang gibt es wenigstens noch ein paar (lebendige) Elefanten ganz nahe an unserem Wohnzimmer










und einen Steenbock zu sehen.




Um 8.30 Uhr sind wir dann zwar noch nicht wie auf Grund des Schildes erhofft am Gate, aber ja "nur" noch 18 km entfernt :woohoo:




Wir freuen uns, wenigstens ein paar Giraffen im Wind zu sehen (ich finde, die kucken auch ein bisschen kariert aus der Wäsche....)




und um 9 Uhr sind wir tatsächlich am Gate




Im Anschluss fahren wir 1,5 Stunden mehr oder weniger immer gerade aus. Am Anfang ist die Weite noch faszinierend, aber dann irgendwann ziemlich eintönig, zumal ich mich ja alles andere als fit fühle. An diesem idyllischen Plätzchen machen wir Fruit Break und ich denke: ja, genau – wenn ich noch ein paar Tage weiter huste, dann liege ich auch so da..... :woohoo: :evil: :lol:




Spencer ärgert sich übrigens sehr, dass inzwischen einige Knochen fehlen – dreimal dürft Ihr raten, wer diese seiner Meinung nach mitgenommen hat......(fängt mit "S" an) B) :P


Fortsetzung folgt.....
Letzte Änderung: 15 Sep 2014 20:50 von Champagner.
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15 Sep 2014 21:46 #354029
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Fortsetzung von.....

Von North Gate nach Savuti – ein katzenloser Tag - Freitag, 29.8.14

Eine knappe Stunde später kommt links endlich die Sandridge in Sicht und wir sind alle froh über die optische Abwechslung. Leider gibt’s kein Foto, da es im Auto zu sehr gewackelt hat.

Von weitem kann man auch schon die Gubatsa Hills erkennen, nach dem ganzen flachen Busch ist die Landschaft bei Savuti wirklich ein absolutes Highlight. Hier ein paar Steine aus dem Fahrzeug geknipst.....



Langsam kommt Leben in mich – die geologische Geschichte dieser Gegend fasziniert und interessiert mich! Kaum vorstellbar, dass der Makgadikgadi-See mal bis hierher gereicht hat! Rund eine Stunde nach der kurzen Pause tauchen auch wieder Tiere auf – nach dieser langen Fahrt nimmt man dann auch gerne Schabrackenschakale....



Ja, und da kommt der Savuti-Channel und damit diese wunderschön blühenden Bäume in Sicht – es sind Kalahari Apple-Leaf Trees!








Wir fahren noch ein gutes Stück bis zu unserer Campsite, die wieder völlig abgeschieden liegt. Spencer hatte uns unterwegs gesagt, dass sie schön, aber sehr sandig sei und ich denke noch: oh-oh Wind und Sand – eine fatale Kombination. Aber es ist gar nicht so schlimm – an diesem Platz fühle ich mich sofort wohl und wir bauen bei moderaten Temperaturen das Camp auf.




Dusche gibt’s allerdings heute keine, weil wir nur eine Nacht hier sein werden und die Zeit dafür zu schade ist. Passt mir prima ins Konzept – bei dem Wind und eher lauen, statt warmen Temperaturen wäre das vermutlich nichts für meinen Husten. Also mache ich eine ausgedehnte Mittagspause und schlafe in meinem Kuschelzelt tief und fest ein. Als ich aufwache heißt es kurz darauf: fertig machen zur Abfahrt! :woohoo: Huch, da wurde das Programm wohl kurzfristig geändert – eigentlich wäre noch eine halbe Stunde Zeit. Aber egal – Savuti ruft! Und irgendwie.....ja irgendwie fühle ich mich plötzlich schon wieder halbwegs fit! :) Kennt Ihr das? Das richtig Fiese an einer Erkältung ist die Zeit, in der sie kommt, man ist schlapp, hat bisschen Fieber, Halsweh, Kopfweh, schmerzenden Husten. Dann irgendwann kippt das Ganze und man ist nur noch „verrotzelt“. Das ist zwar lästig - aber auch nicht mehr! Hmmm, vielleicht habe ich also tatsächlich Glück und bin bald wieder die Alte. B)

Wir brechen also um 15 Uhr auf – und dann kommt wieder so ein „Jo“....! An der Brücke (wo übrigens ziemlich viele Game-Drive-Autos zu sehen sind) fragt irgend jemand von uns so halb rethorisch, eigentlich ist es mehr eine Aussage: „Und jetzt fahren wir also in die Savuti Marsh?“ Da antwortet Jo. in bester Kaffeefahrt-Reiseleiter-Manier leicht entschuldigend: „Nein, das können wir heute leider nicht machen – das sind 100km bis dahin!“ Ich bin nahe dran, vor Verzweiflung aus dem Landy zu springen :woohoo: (nicht wegen der Enttäuschung, nicht in die Marsh zu kommen, sondern über den Schwachsinn, der mal wieder verzapft wird - keine Ahnung übrigens, wie er auf die 100 km gekommen ist). Zum Glück bin ich ja aber noch viel zu schwach dazu ;) – in der Rekonvaleszenz sollte man mit seinen Kräften haushalten. Ich sage einfach nichts – und eigentlich ist das für mich fast genau so anstrengend wie aus dem Landy zu springen..... :silly: :whistle:

Unterwegs sehen wir Frau Steenbock





eine Riesentrappe (die hatten wir noch nicht in diesem Urlaub, zumindest nicht fotogen), dazu wieder die tollen Steinformationen (ich spare mir hier den geologischen Vortrag – das kann ja jeder nachlesen).







Bei dieser Gabelracke (sagte ich es nicht – die sitzen immer auf irgendwelchen dürren Ästen rum –nur fliegt diese nicht gleich weg!) sieht man sehr schön, dass der Wind immer noch kräftig bläst.



Hier schauen wir uns schnell den Channel an der Stelle der „Presidents Campsite“ an ( da hat wohl mal der Präsident gezeltet - so hab ich’s verstanden...).



Herr und Frau Double-Banded Sand-Grouse





Endlich sehen wir die Savuti Marsh in all ihrer Vielfalt vor uns liegen (ups, wie hat das jetzt geklappt? :whistle: B) :P ). Der Channel und große Ebenen, soweit das Auge reicht.






Spencer macht den anderen mal wieder vor, wie man hier durchfährt – aber auch wir haben danach Wasser im Fußraum.







Die Tierausbeute an diesem Nachmittag ist eher minimal – es sei denn, man zählt hier jeden Büffel einzeln. Diese riesige Herde ist schon beeindruckend (und es sind nur Ausschnitte - die ziehen in einer endlosen Linie über die Ebene hinweg).







Wenigstens sitzen die Tawny Eagles mal still





Und diese Strauße finde ich insofern ganz interessant, als ihre Hälse und Beine sich kaum von den Ästen unterscheiden



Viel Landschaft mit bissle Gnu




und ganz ohne Tiere gibt es auch





Der hier lässt auch schon den Kopf hängen.....




Wo die enormen Elefantenherden sein sollen, weiß ich nicht – ich glaube weder diese



noch diese




sind damit gemeint.

Das sind auch nur zwei – aber dafür ganz nah und ganz niedlich beim Trinken



.









Das Highlight des heutigen Tage ist definitiv der Sonnenuntergang – erst noch von unterwegs





und dann fährt Spencer uns dafür an einen besonderen Platz, genau neben dem großen Baobab (für den sich momentan aber niemand interessiert)




und weil’s ja sonst nicht so viel zu fotografieren gab, müsste Ihr Euch jetzt die ganze Serie anschauen - innerhalb von 3 Minuten war alles vorbei....Ihr könnt das kürzer haben ;) !! Nein, jetzt mal ernsthaft - das war schon sehr beeindruckend!!












Gute Nacht!!!
Letzte Änderung: 16 Sep 2014 06:11 von Champagner.
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18 Sep 2014 20:07 #354359
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Der perfekte Tag - von Savuti nach Chobe Riverfront – Samstag 30.8.14

Teil 1: Vom Aufstehen bis 8 Uhr


Beim Aufwachen werden mir schlagartig zwei Dinge klar: erstens ist es ar..g kalt :woohoo: und zweitens geht es mir viiiel besser :) ! Ich scheine die richtigen Worte gefunden zu haben - das Antibiotikum bleibt also unangetastet! Um 6.15 Uhr haben wir schon einiges zusammen gepackt – nebenher gibt es ein schnelles Frühstück.




Kurz vor halb sieben dann der Beweis: es fühlt sich heute nicht nur kalt an – es IST kalt!





Erfreulicherweise macht mir die Kälte nichts aus – ein gutes Zeichen! Trotzdem werfe ich an Kleidungsstücken ( :whistle: B) :lol: ) über, was die Reisetasche hergibt.

Während auch die letzten noch ihre Siebensachen packen beobachte ich die Gelbschnabeltokos, die sehr neugierig um uns herumhopsen.




Spencer straft sie ja meistens mit Missachtung, aber ich finde die Kerle einfach witzig. Außerdem habe ich eine ganz besondere Bindung zu ihnen – eine Phase der Kindheit meiner Söhne war von dem Film „König der Löwen“ geprägt und ich weiß nicht, wie oft wir das Video zuhause angeschaut haben. Die Stimme von Zazu, dem Nashornvogel und Aufpasser von Simba und Nala, habe ich noch heute im Ohr ;-)







Als ich kurz vor Sieben wieder an unseren Landy zurückkomme, hat Spencer auf einer Seite die Plexiglasscheiben eingesetzt – der Wunsch kam wohl von einigen, ich hatte das gar nicht mitbekommen.




Hmmmm, glücklich sieht Spencer nicht aus :dry: und wir besprechen das Ganze im Plenum. Angeblich würden die Scheiben eh nicht viel nützen gegen die Kälte....sie wären vor allem gegen Regen. Außerdem hätten wir ein massives Problem bei einer plötzlich auftauchenden Sichtung – denn Aussteigen und Abmontieren wäre dann keine Option. Und Fotografieren durch verkratztes Plastik schon gleich gar nicht.
Nach kurzem Überlegen wird mehrheitlich beschlossen: die Dinger kommen wieder raus.....
Morgendliche ABM-Maßnahme im Busch.... B)

Irgendwann so gegen 7.20 Uhr sind wir dann wohl unterwegs - let’s go for the never seen Cheetah :silly: .

Wir fahren über die Brücke und dann an Pump Pan vorbei Richtung Ghoha Gate – wir haben heute übrigens mal wieder einen Auftrag, und zwar Jo. und Je. für eine Nacht am Chobe Elephant Camp abzusetzen. Spencer erklärt uns ein bisschen was über die Wasserlöcher, die angelegt wurden, als der Savuti mal wieder trockengefallen war.

Plötzlich steigt er in die Eisen :woohoo: – macht die Türe auf und hängt den Kopf raus. Nein – nicht, was Ihr denkt :sick: – sondern er hat mal wieder (auf für mich – angesichts seiner gefahrenen Geschwindigkeit - völlig unerklärliche Weise) Spuren im Sand entdeckt.

Es sind recht frische Löwenspuren (Cheetah ade!) – und zwar nicht nur von einer Katze (sagt Spencer!). Entschlossen setzt er zum Wendemanöver an – kein so einfaches Vorhaben mit Überlänge und Trailer – aber es gelingt recht flott. Wir fahren also wieder eine gute Weile zurück Richtung Camp, Spencer öffnet immer mal wieder die Türe, schaut, überlegt, kommentiert - bis er irgendwann meint, die Löwen wären hier vom Weg abgewichen Richtung Osten. Hmmm, nur leider sehen wir (Unwissenden) keinen Weg und damit keine Chance sie zu verfolgen. Doch doch, meint Spencer, südlicher gebe es eine Möglichkeit.

Und jetzt muss ich einen Einschub machen: auf meinen bisherigen Reisen hieß es immer mal wieder bei Katzensichtungen: Kann sein, dass der Löwe/der Leopard jetzt zum Wasserloch geht. Nur war es leider nie so (außer endlich bei unserem Leopard auf dieser Reise kurz nachdem wir in den Moremi NP gefahren waren). Und immer habe ich gehofft und mir so sehr gewünscht, einmal einen Löwen beim Trinken zu beobachten und zu fotografieren..... Nie hätte ich aber zu träumen gewagt, dass es gleich so viele sein würden!!!!

Wir jagen also los - gar nicht sehr weit Richtung Osten (inzwischen habe ich es mir auf der Karte angeschaut – wir sind Richtung Harvey’s Pan gefahren), und sehen schnell zwei/drei andere Fahrzeuge stehen. Unser Guide fährt auf direktem Weg zum inzwischen sichtbaren Wasserloch und da sehen wir sie – 7 Löwen beim Trinken!!!




Falsch – es sind sogar 8 Stück!!!





Da das Licht sehr ungünstig ist, parkt uns Spencer um. Dort stehen wir dann ca. 20 Minuten und beobachten diese herrlichen Tiere. Es sind 3 Löwinnen und 5 Löwen verschiedenen Alters. In der Gruppe ist ständig Bewegung – nach und nach verlassen sie das Wasserloch und ich muss an das Kinderlied von den 10 kleinen Äpfelchen denken (welches vermutlich das umgedichtete alte, politisch völlig unkorrekte Lied von den 10 kleinen N.....lein ist, die Melodie ist die selbe).

Sobald eine der Katzen sich in Bewegung setzt kann man sehen, dass das Rudel vermutlich am Morgen fette Beute gemacht hat – die Bäuche sind kugelrund.




Es folgen nun viele Fotos (in chronologischer Reihenfolge)..... diese Stimmung mit den vielen Löwen, ständig in Bewegung und kaum zu überschauen, ist einfach unbeschreiblich – glücklich und ehrfurchtsvoll sitze ich da und bestaune meinen wahr gewordenen Traum!




















Sorry, ich merke beim Hochladen dass es wirklich viele Fotos sind - aber bei 8 Löwen kommt eben auch ein bisschen was zusammen - und ich kann mich nur von den ganz schlechten trennen :dry:


















Es ist witzig zu beobachten wie sich die Zahl der Trinker nach und nach reduziert!
















Da keine(r ) von den Acht sich nach dem Trinken wirklich zur Ruhe begibt vermutet Spencer, dass sie in naher Zukunft wieder zu Jagd aufbrechen werden.



























Aber nur keine Hektik – erst muss sich wieder einer erleichtern.



Dann machen sich aber nach und nach alle in Richtung Gebüsch davon.



Auch wir machen uns nun erneut auf den Weg zum Ghoha Gate – es ist genau 8 Uhr. Und ich kann mein Glück kaum fassen...... (erst recht wenn ich an die Geschichte mit den Plexiglasscheiben denke...man stelle sich nur vor, die wären noch drin :ohmy: )
Letzte Änderung: 12 Okt 2014 19:06 von Champagner.
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Der perfekte Tag - von Savuti nach Chobe Riverfront – Samstag 30.8.14

Teil 2: 8 Uhr bis 17 Uhr



Alexa schrieb:
Ich wollte, der Bericht ginge ewig so weiter
Ich wollte auch, das wäre so....! Als ich das nämlich las, Alexa, habe ich mich erinnert, dass wir morgens beim Zusammenpacken sagten: Jetzt nur noch einmal Zelt aufbauen :( Denn es liegen ja nur noch die beiden Nächte im Chobe an der Riverfront vor uns. Ich find’s schade, es gibt aber auch Stimmen die meinen, das würde nun auch reichen mit Camping....

Nenette schrieb:
dir ist ja klar, dass dein nächster Besuch in Savuti mit einer Löwenjagd auf Elefanten abgerundet werden muss, denn mit viel mehr kannst du deine 8 Löwen nicht mehr toppen.
Ja, das Toppen!!! Eigentlich habe ich gar nicht das Verlangen danach. Jede Sichtung ist doch irgendwie ein Highlight! Und ich weiß nicht einmal, ob ich diese 8 Löwen ganz on top einer fiktiven Rangliste (nach der mir wie gesagt eh nicht ist) stellen würde. Am nächsten Tag werde ich zum Beispiel eine kleine Elefanten-Beobachtung machen, die eigentlich völlig belanglos ist, mir aber total gut gefällt.

Weil viele von Glück bei dieser Sichtung sprechen – klar hatten wir Glück, dass wir zum richtigen Zeitpunkt vom Camp abgefahren sind und die richtige Entscheidung in Sachen Plexiglasscheiben getroffen hatten. Aber ich muss und möchte an dieser Stelle auch noch mal auf die Tracking-Skills von Spencer eingehen – das war schon irre, wie er in diesem Fall erneut zuerst die Spuren entdeckt und dann so perfekt gedeutet hat :ohmy: !

Daxiang schrieb:
bin gespannt was für dich noch zu einem perfekten Tag gehört.
Tja, was gehört zu einem perfekten Tag :dry: ? Nun, es war zwar – was den Bericht betrifft - aus dramaturgischen Gründen eher ungünstig, dass ein solchen Highlight gleich am frühen Morgen passiert. Für mich aber ist es perfekt – denn nun kann ich in dem Bewusstsein, schon etwas Tolles erlebt zu haben, die Weiterfahrt in Ruhe genießen und habe nicht mehr dieses Bedürfnis, etwas Sensationelles entdecken zu müssen – alles was noch kommt ist schön, aber nicht mehr zwanghaft herbeigesehnt ;) . Dieser mittlere Teil des Tagesberichts wird zum Beispiel ohne irgendwelche Sensationen auskommen müssen – aber wir hatten eine sehr schöne Zeit :) !! Ich meine sogar, dass auch unsere Guide eine solche Zufriedenheit empfindet – frei nach dem Motto „der Rest ist Zugabe“ - er muss heute nicht mehr verzweifelt durch die Gegend heizen, um uns irgend etwas Vorzeigbares präsentieren zu können!

So tuckern wir nach unserer wahnsinnigen Löwensichtung in guter Stimmung (und auch das gehört zu einem perfekten Tag) also Richtung Gate – vorbei an diesen bizarren Gestalten!





Es ist recht ruhig im Fahrzeug, denn jeder hat sich in seine Decke vermummt – brrr, es ist immer noch sehr kalt. Nur Jo jammert ein bisschen, er friert und hat Rückenschmerzen. Aber er darf ja heute Nacht wieder in einem richtigen Bett schlafen B) .

Vorher gibt es aber noch Arbeit – nach dem Gate biegen wir erst links ab Richtung Linyanti, später denn rechts Richtung Kachikau und fahren auf einer breiten Schneise durch den Wald.




Irgendwann hält Spencer an und sucht den perfekten Baum (des perfekten Tages... ;) ) – wir haben nämlich kein Feuerholz mehr.




Ich frage ihn, ob das okay ist, wenn ich von dieser Aktion berichte – sprich: ob das erlaubt ist. Ja, sagt er, wir sind in einem Forest Reserve, da darf man das, aber nicht im NP.

Der Baum seiner Wahl hält ziemlich dagegen – Mopaneholz ist der Hammer :huh: !! Sehr schwer und entsprechend hart – ich habe das Gefühl, dass die Axt keinen Millimeter ins Holz eindringt. Und wenn doch mal – dann steckt sie meistens fest! Von beiden Seiten her wird der Stamm bearbeitet. Das hier ist wirklich ein Knochenjob und eines ist klar: Spencer und auch DT, der ihn immer mal wieder ablöst, frieren nicht mehr :woohoo: !






Wir anderen essen solange unsere tägliche Obst-Ration und schauen uns um – der Sand ist fast weiß, der Himmel tiefblau und das Leben ist schön! :) :kiss:





Beim Abtransport des Holzes helfen alle zusammen - und irgendwann ist unser Transportkorb hinten am Trailer dann bis oben hin mit den braunroten Scheiten gefüllt!




Und weiter geht’s..... Nach langweiligen 1,5 Stunden sehen wir links endlich den Chobe-River liegen.




Vorher haben wir in Kachikau kurz angehalten, um wieder Luft in die Reifen zu pumpen, denn jetzt werden wir eine Weile auf Teer unterwegs sein. Einige flitzen schnell in den Shop nebenan, um sich Softdrinks zu besorgen - es fühlt sich komisch an, wieder in der Zivilisation gelandet zu sein.....Ich nutze die Pause, um kurz daheim anzurufen - hier gibt es nämlich guten Empfang. Als ich die Gewissheit habe, dass Sohn 2 + Freundin heil in Portugal angekommen ist und Haus und Katzen die Pflege von Sohn 1 bisher überlebt haben, kann ich noch entspannter weiterreisen.

Diesen Blick auf den Chobe kenne ich noch nicht, denn die letzten beiden Male bin ich ja immer nur von Kasane aus in den Park gefahren – und das auch nicht sonderlich weit.



Und bei diesem Anblick wird mir klar, was ich schon immer in meinem Unterbewusstsein gespürt habe :blink: : es gibt da irgend eine Verbindung von mir nach Botswana :whistle: . Wie schön, dass ein afrikanischer Ort (und das hier ansässige Unternehmen) meinen Spitznamen in sich trägt.....



Um 11.40 Uhr liefern wir Jo. und Je. im Chobe Elephant Camp ab.




Es wurde von Bushways neu erbaut und letztes Jahr nach langem Hin und Her wegen der Lizenz eröffnet – ich hatte dieses Warten damals bei meinem Sango - Aufenthalt mitbekommen. Da das Camp zwar heute von der Zufahrt abgesehen einigermaßen auf unserer Strecke liegt, aber morgen ganz und gar nicht, beteuern die Beiden beim Verabschieden, dass wir sie selbstverständlich nicht abholen müssen, sondern sie natürlich zu uns gebracht werden :unsure: . Na ja, das hoffen wir doch auch sehr...... (wer stirbt gleich noch mal zuletzt????? :evil: )

Nun also nichts wie wieder rein in den Chobe NP. Links geht es über die Ngoma-Bridge direkt nach Namibia, wir fahren durchs Ngoma Gate.




Wieder sehen wir Schulkinder (bzw. hier Jugendliche) auf Klassenfahrt – und es (was?) blüht auch hier.




Die Strecke ist ganz schön holprig, aber auch ganz schön interessant.








Recht schnell sehen wir ganz nahe am Wasser in ein paar größere Büsche und kleinere Bäume versteckt Zelte, die wie unsere aussehen. Es ist tatsächlich ein Bushways Camp auf HATAP 10 – und wir sind ein bisschen neidisch, weil es so schön liegt mit Blick übers Wasser. Später stellen wir aber fest, dass die Lage ganz am westlichen Punkt der Riverfront vielleicht doch nicht optimal ist, weil man zum Teil doch sehr weit fahren muss. Interessant sind die Unmengen von Zebras hier – leider dank der Tatsache, dass in Afrika die Sonne mittags im Norden steht, wie so vieles am Chobe im Gegenlicht. Dazu noch der leichte Rauch in der Luft, der von den vielen kleinen Feuern auf namibischer Seite stammt – keine perfekten Bedingungen zum Fotografieren. :(











Egal – wir erfreuen uns an dem prallen Leben – dieses Arche-Noah-Feeling in diesem Teil des Landes ist unschlagbar. Es wurden einfach beinahe alle Tiere, die es in Botswana gibt, am Fluss ausgekippt und erfreuen sich nun hier ihres Lebens.








Ein paar Kühe sind auch darunter – sie stammen aus Namibia. Übrigens werden wir kein einziges Zebra mehr während unseres Aufenthaltes im Chobe sehen – sie scheinen sich (während dieser Jahreszeit oder immer – das weiß ich nicht) eher im westlichen Teil aufzuhalten – und jetzt verstehe ich auch, warum 2012 unser Guide so erstaunt war, als wir sie bei einem Game Drive von Sedudu Gate aus startend dort irgendwo vor Serondela am Wasser stehend gesehen haben.

12.25 Uhr – höchste Zeit zum Lunch. Wir halten an einem Stretch Point und genießen unseren Salat (warum nur muss ich beim Schreiben plötzlich an Salatschleudern denken :sick: :woohoo: ???) mit Blick auf den Chobe, bzw. auf die alles, was es sonst noch zu sehen gibt:





Ein Guineafowl-Butterfly (so heißt er laut Spencer- bei Claxens im Bericht hatte ich auch so einen gesehen) schaut sich meine Kamera genau an.



Es blüht in den Büschen – den Namen derselben habe ich aber auch vergessen. Vielleicht weiß einer von Euch Bescheid?




Über diesen Ausflugstransport muss ich schmunzeln, weil ich mir dabei überlege, was man wohl in Deutschland dazu sagen würde.




Erst letzte Woche hatten wir es in der Schule davon, wie man die willigen Eltern findet und welche Formulare wann auszufüllen sind, wenn man mit Schülern und Privat-PKWs zu einem mit Öffis nur schlecht erreichbaren Ziel fahren möchte und wie welches Fahrzeug und die Insassen dann versichert sind :blush: . Dies hier würde alle unsere Probleme (zumindest kurzfristig) lösen :whistle: ! Kinder und Fahrer winken uns fröhlich zu und auch wir machen uns gutgelaunt in unserer kleinen Truppe auf die Weiterfahrt – jetzt sind wir langsam doch sehr gespannt auf unsere letzte Campsite!

Zuerst amüsieren wir uns aber über diesen Tarn-Kudu – der Rest der Familie sieht etwas ernster aus.








In der Luft sind riesige Schwärme von Pelikanen zu erkennen – ich bin ein bisschen traurig, weil sie sich nur sehr weit entfernt ab und zu im Gras niederlassen.









Der Namensgeber unserer Tour ist auch vertreten




und natürlich Elefanten! Wir werden heute und morgen noch viele sehen – aber ich freue mich jedes Mal über die grauen Kerle, die uns hier im Chobe eigentlich immer freundlich-neugierig begegnen.





An der Serondela-Picnic-Site fassen wir Wasser, ich entdecke noch niedliche kleine Velvet Monkeys




und endlich fahren wir kurz vor 15 Uhr durch schönen rotbraunen Sand ein Stück weit den Hang hinauf.




Der Rest der Strecke geht durch Tiefsand in einigen kleinen Kurven westlich bergaufwärts – unser Landy mit Trailer schlingert kräftig. Auf HATAB Nr.1 angekommen heißt es erst mal den richtigen Platz für unser Camp auszusuchen. Die Site ist sehr groß und Spencer schlägt uns die rechte Hälfte vor. Wir entdecken aber, dass hier offensichtlich kurz vorher eine Fully-Sevice-Tour genächtigt hat – diese haben hinter ihren Zelten jeweils eine eigene Sanitäreinheit. Man kann die Abdrücke der Bodenplanen und die zugeschaufelten Toiletten noch gut erkennen und wir haben keine Lust, unser Zelt bewusst auf einer noch recht frischen Jauchegrube aufzuschlagen :sick: .

Also parkt Spencer den Landy inklusive Trailer, der zum Glück noch nicht abgehängt ist, um auf die andere Seite und hier gefällt es uns – knorrige Baumstämme liegen auf dem Boden am Rande des Platzes und auch sonst passt alles. Ich stelle mal wieder die übliche Frage an Spencer, ob der von mir gewählte Platz für mein Zelt in Ordnung ist :blush: und er antwortet wie üblich mit "NO"! :woohoo: ! Mist, wann werde ich es endlich kapieren, dass die Sonne sich hier nicht an die Regeln der nördlichen Hemisphäre hält, sondern falsch herum wandert und mein Zelt somit bald in der prallen Sonne stehen wird :S ? Vermutlich sollte ich einfach mal ein paar Monate im südlichen Afrika verbringen, bis ich das verinnerlicht habe :whistle: !

Schnell bauen Guide und DT die Sanitäranlagen auf (hier wirft gerade Spencer das Seil des Duscheimers über einen Ast), das Campfire brennt auch schon und jeder duscht sich den Staub von zwei Tagen ab.






Es ist 17 Uhr, die Sonne steht schon tief und ich bin zuerst ein kleines bisschen traurig, dass wir hier so vermeintlich ab vom Schuss sind und nicht wie auf HATAB 1 Blick auf Zebras und Wasservögel haben. Aber dann bemerke ich, dass wir Gäste haben.
Falsch – es ist ja anders herum: wir sind die Gäste und die Anwohner schauen mal, wer da zu Besuch gekommen ist. Wer gute Augen hat, erkennt zwischen Toilette (rechts) und Dusche (links) ein graubraunes Etwas hinten im Gebüsch (und wer Adleraugen hat, hat ihn auch schon oben hinterm Campfire erkannt :P ).




Erst denke ich, es ist nur einer, aber dann wird schnell klar, dass eine ganze Herde in aller Ruhe unsere Campsite umrundet und ab und zu ein paar Blicke auf uns wirft. Ich folge ihnen zu Fuß in gebührendem Abstand – das ist schon ein tolles Gefühl. :)






















Irgendwann verschwinden sie hinter meinem Zelt und auch wir beschließen nun noch zu einem kurzen Game-Drive aufzubrechen, bevor es zu dunkel wird.

Fortsetzung folgt.....
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21 Sep 2014 18:17 #354717
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Der perfekte Tag - von Savuti nach Chobe Riverfront – Samstag 30.8.14

Teil 3: der Nachmittag und Abend im Chobe Riverfront NP


Nun machen wir uns also auf den Weg zu unserem gemütlichen Sunset-Game-Drive – werden aber nach zwei Minuten schon wieder gestoppt: eine große „breeding herd“ also Muttertiere mit Kleinen und Jungbullen, die noch bei Mama bleiben dürfen, aber sicher kurz vor dem Rausschmiss stehen, kommt im Abendlicht anmarschiert. Ich hoffe, ich nerve euch nicht mit den vielen Elefantenfotos (am 31.8. wird’s nicht besser....) – aber auf der anderen Seite gilt natürlich: wer einen Chobe-Reisebericht liest, muss mit Elefanten rechnen.... B)

Da sie unseren Weg queren wollen, warten wir einfach ab und schauen (und fotografieren). Ein Halbstarker begutachtet uns erst mal genau und macht dann ein bisschen (Staub)Wirbel!



Unter den vielen großen Tieren ist auch ein Elefantenwinzling – tapfer marschiert er mit, auch wenn die Spurrillen sich für das Kerlchen sicher wie Berge anfühlen.











Wir fahren langsam weiter - und zwei Minuten später das gleiche Bild – Elefanten diesmal von rechts (es können auch die selben gewesen sein....).
Einer schaut uns prüfend an, schüttelt sich und trollt sich dann.








In der vorbeiziehenden Herde wedeln die Jungbullen drohend mit den Ohren, der Rest ignoriert uns.



Ganz hinten stapft ein kleiner Elefant (vielleicht der von vorhin....ich habe den Überblick verloren) – der Stock, den er sich unter den Rüssel geklemmt hat, ist ziemlich groß im Vergleich zu dem kleinen Kerlchen :) !



Süß, oder???



Mit viel Staubentwicklung überquert die Truppe unseren Weg – und der Kleine zeigt, dass er auch schon mit Sand pusten kann!!



Schlussendlich haben alle die Pad geräumt und wir können weiter fahren den Berg hinunter Richtung Fluss.





Er mal wieder....



Unten angekommen empfängt uns eine wunderbare Abendstimmung.....und ich merke, wie sich meine Meinung über den Chobe NP (Riverfront) immer mehr ändert. Bei meinen beiden Besuchen 2012 und 2013 war ich ja in der Kubu Lodge untergebracht und machte die entsprechenden Game-Drives zu den jeweiligen festen Zeiten mit. Vor allem 2013 hat mich der Trubel im Park sehr gestört – und spätestens nach dem Erlebnis, als damals ein Guide (ja Spencer – lies genau mit: ein professioneller Lodge-Guide, kein Selfdriver :P ) – off-road auf eine Gruppe schlafender Löwinnen zufuhr :woohoo: , damit diese sich mal bewegen oder zumindest ihre Schlafposition fotogener einnehmen hatte ich irgendwie mit dem Park abgeschlossen :angry: .

Aber bereits die Tatsache dass wir im Park, und dann noch im Zelt schlafen, verändert mein Verhältnis zu ihm schon grundlegend. Zudem habe ich das Gefühl, dass Spencer bewusst gegen die „Ströme“, die wir aber gar nicht sehen, fährt – alles verläuft viel privater und ruhiger als ich es kenne! Und der heutige Abenddrive in unserer kleinen Besetzung macht richtig Laune!



Die Elefanten scheinen genau so gut aufgelegt zu sein und wälzen sich – leider wieder in schwachem Licht – frischgebadet begeistert im Staub.
Ich würd’s ja in der umgekehrten Reihenfolge machen B) – aber Spencer erklärt uns natürlich ausführlich, warum und weshalb sie das tun (trotzdem sieht es auch nach Spaß aus....).







Der hier erinnert ein bisschen an mich, wenn ich mich mal wieder daheim unüberlegter Weise und wider besseren Wissens auf den harten Fußboden gelegt habe :blink: :blush: :evil: .



HOPPALA :laugh:


Die Büffel stehen in schönerem Licht




aber Spencer fährt einfach ein Stückchen weiter und so können wir die nun auch gut beleuchteten Elefanten noch ein bisschen genießen.









Aber dann ist Schluss mit lustig – Daphne fährt mal eben unseren Adrenalinspiegel hoch!
Wir sind gerade 4 Minuten am Wasser entlang weitergetuckert, es ist 17.40 Uhr, als sie halblaut „Stop – something on the left hand side“ ruft! Menschenskinder – die Frau hat Adleraugen !!!



Eine wunderschöne Leopardin sitzt auf einem Termitenhügel in der Böschung!







Auch wenn sie hier kurz mal einen etwas dämlichen Blick auflegt



– ansonsten ist sie hellwach und aufmerksam.





Nach ca. 5 Minuten beginnt sie rückwärts in geduckter Haltung von ihrem Hügel herunterzuschleichen – gar nicht so einfach. Ihr Blick ist dabei immer voller Konzentration auf einen Punkt außerhalb unseres Blickfeldes gerichtet, (Spencer vermutet ein Impala). Alles geschieht in Zeitlupentempo, damit sie ja nicht von ihrer potentiellen Beute bemerkt wird :blink: !







So hingekauert (und das sieht ziemlich unbequem aus....) bleibt sie 6 Minuten hocken. Als ich mir eben die Fotodaten angeschaut habe bin ich sehr überrascht – das kam mir alles viel kürzer vor!!!
Endlich erhebt sie sich und schleicht dann ganz langsam ( für ein sehr kurzes Stück - eigentlich nur mehr oder weniger an unserem Fahrzeug vorbei – benötigt sie zwei Minuten) zu einem Busch.








Dabei können wir sie ausgiebig bewundern - sie hat einen ganz anderer Körperbau als der große Kater anfangs im Moremi....














Hinter dem Busch verschwindet sie – und der erwartetet Angriff bleibt aus (was für mich mehr als okay ist...).




Wir schauen uns ein bisschen den Sonnenuntergang an – ganz weit hinten kann man noch schemenhaft durch den Staub rennende Elefanten erkennen.



Nach zwei Minuten taucht die Leopardin oberhalb des Busches wieder auf, bewegt sich in die Richtung ihres Ausgangspunktes und verschwindet in der hereinbrechenden Dämmerung....





Huii, das war mal ein tolles Betthupferl!! So ein schönes Tier – und am Anfang hatten wir sie ganz für uns alleine, erst später kam ein zweites Fahrzeug hinzu!

Immer noch aufgeregt freuen wir uns über den Sonnenuntergang und denken, das war’s, lasst uns zurück fahren Richtung Camp.






Da haben wir aber die Rechnung ohne Daphne gemacht! Heute ist ihr Tag – kaum 4 Minuten später zeigt sie mit einem trockenen „Lion“ auf einen Hügelkamm und tatsächlich: dort liegt eine Löwin gähnend im letzten Tageslicht, scharfe Fotos bekommt man so nicht hin. Aber trotzdem....Löwe bleibt Löwe.





Auf der Rückfahrt ziehen wir Löwenbilanz: erst 4 im Moremi (3 aktive und ein schlafender), dann 2 (ziemlich träge), dann noch mal 4 aktive, aber im schlechten Licht, 8 trinkende Löwen und diese hier – macht 19 Löwen! Und es sollten noch welche dazu kommen..... Auch mit unseren Leopardensichtungen sind wir natürlich mehr als zufrieden! B)

DT erwartet uns wie immer mit einem tollen Abendessen und später am Abend lassen wir uns von ihm genau erklären und demonstrieren, wie er unser Frühstücksbrot backt.








Der Teig wird in einer Plastikbox angesetzt und muss dann im gusseisernen Topf ca. 15 Minuten neben der Feuerstelle gehen.



DT macht das alles in seiner unaufgeregten, freundlichen Art – und ein bisschen stolz ist er dazu angesichts unserer Bewunderung! Anschließend packt unser Camp-Assistant –– (die Hand nur mit einem dünnen Grillhandschuh bekleidet) ins Feuer und befördert die glühenden Kohlen zwecks Oberhitze auf den Topfdeckel.







Der Mond schaut – bereits halb schlafend – dabei zu...




DT sucht eine Weile nach der perfekten Stelle in der Glut, schiebt den Topf hin und her, bis er zufrieden ist. Dort backt das Brot dann ca. 30 Minuten.

TATA – das Frühstück für morgen ist gesichert – sieht wie immer perfekt gebräunt und knusprig-lecker aus!!





Mit dem Gedanken an frisch gebackenes Brot, das wir morgen früh überm Campfire toasten werden, und vor allem mit vielen traumhaften Bildern und unendlich vielen Eindrücken des heutigen, so schönen Tages im Kopf krieche ich in mein Zelt – es ist wesentlich wärmer als gestern und ich fühle mich pudelwohl :) :kiss: .

Gute Nacht!
Letzte Änderung: 22 Sep 2014 14:50 von Champagner.
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Ein Tag mit Höhen und Tiefen - Chobe Riverfront – Sonntag, 31.8.14

Teil 1: Ruhige Stunden am frühen Vormittag


Unser letzter Tag der Campingreise bricht an. Schon vor 7 Uhr sind wir unterwegs - außer uns vier Gästen fährt auch DT mit auf den Game-Drive.




Während der ganzen Reise war mir schon aufgefallen, dass Guide und Camp-Assistant sich ständig beim Fahren unterhalten. Auf Nachfrage bestätigt mir Spencer, dass er DT dabei viel über Tiere, Landschaft, Streckenführung usw. erklärt - er möchte ihm so viel wie möglich beibringen. Denn wenn ich es richtig verstanden habe lernt DT momentan auf seine Guide-Lizenz. Spencer hat uns ausführlich erklärt, welche verschiedene Lizenzen und welche Prüfungen es zu den verschiedenen Ausbildungsstufen gibt – er arbeitet oder arbeitete ja als Guide-Ausbilder und in einer fast schon väterlichen Art nimmt er DT, der wohl noch ganz am Anfang seiner Ausbildung steht, unter seine Fittiche. Die Beiden haben auch etwa gleichzeitig bei BW angefangen und DT wurde von Spencer extra für die Tour als Koch angefragt (was wir alle gut verstehen können :) ).

Zurück zum Game-Drive (das Guide-Thema kommt abends noch mal zur Sprache B) ): heute lassen wir es ruhig angehen, wir haben viel Zeit und es ist erfreulicherweise auch längst nicht mehr so kalt wie die letzten Tage. Der erste Teil des Vormittages beschäftigt sich ganz passend mit eher ruhigen und ausgedehnten Beobachtungen – und ich möchte diese Gelegenheit zu der einen oder anderen „Hommage“ nutzen . Allerdings lassen wir diese Büffel erst mal schnell hinter uns, das Licht ist noch zu schwach und wir werden kurze Zeit später sowieso noch genügend ihrer Art treffen und uns genauer ansehen!





Wir fahren am Wasser entlang Richtung Westen, wo der Chobe eine große Schleife macht und so eine Landzunge bildet. Im schönsten Morgenlicht beobachten wir dort auf der einen Seite eine riesige Impala-Herde, die sich ihres Lebens freut. Meistens fährt man mehr oder weniger achtlos an ihnen vorbei...."Schon wiiieder Impaaaaalas.....*gähn*". Oder sie müssen als letzter Rettungsanker dienen, weil man den ganzen Tag über keine andere Sichtung hatte :whistle: . Heute aber beginnen wir mit ihnen und sie springen einem sogar richtig ins Auge – und zwar beinahe im wahrsten Sinne des Wortes: voller Übermut rennen und hüpfen immer wieder kleinere Gruppen und auch Einzeltiere umher – man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Ich bin hin und weg von dieser Lebensfreude - so habe ich das noch nie erlebt!

Inzwischen ist mir klar, dass rennende Impalas nicht gerade geeignet sind, um zum ersten Mal voller Absicht Tiere zu filmen und dann auch noch zu versuchen, dieses schlechte Material zu schneiden und zu bearbeiten :blush: . Ich habe lange überlegt, ob ich das Filmchen überhaupt hochlade, aber der Anblick dieser sonst eher ruhigen Antilopen in Aktion möchte ich dann doch nicht unter den Tisch fallen lassen. An dieser Stelle übrigens meine Hochachtung an alle, die hier so perfekt filmen und schneiden - da liegt noch ein weiter Weg vor mir....aber ich freu mich drauf und glaube, ein neues Hobby gefunden zu haben (mal schaun, wie weit meine Geduld reicht :unsure: )! Wer leicht seekrank wird, sollte es – auch wenn gar kein Wasser mitspielt - besser gar nicht erst starten, denn es ist ein Gewackel und Hin und Her von Anfang bis Ende..... :sick:




Hier noch drei Fotos für diejenigen, die sich das Video erspart haben :whistle: ....








Die Baboon-Familie schaut sich das Treiben mehr oder weniger interessiert an.







Direkt daneben treffen wir auf eine riesengroße Büffelherde – zuerst im Gegenlicht, aber bald parkt uns Spencer so, dass wir den Tieren ausgiebig beim Wiederkäuen zuschauen können.






Ehrlich gesagt kann ich mir ein Grinsen angesichts dieser Köpfe nicht verkneifen.... :lol:













Sie hier sollte mal dringend über eine Wechsel ihres Frisörs nachdenken..... :blink:




Auf der anderen Seite gibt es Hühnersuppe





Während wir hier stehen und schauen, erklärt uns Spencer natürlich wieder einiges über die Büffel, Vögel und Landschaft. Von den Büffeln ist mir - außer der Tatsache, dass nur bei den Bullen die Hörner durch ein Knochenschild verbunden sind - noch hängen geblieben, dass sie mit vielen Haaren auf die Welt kommen und diese dann im Alter zunehmend verlieren. Okay, das kann ich mir merken – das kenn ich irgendwo her.... :whistle: B)





Kleine Büffelchen









Große Büffelchen



mit Deko







Große Herden







Ich gebe zu: bisher hab ich bei den Büffeln nie genau hingeschaut, sondern manchmal eher gelangweilt weggeblickt! Nachdem ich sie aber so ausgiebig und in Ruhe beobachten konnte, habe ich durchaus einige interessante Details entdeckt und begonnen mich für sie zu interessieren....

Dieses Jahr sind mir die schönen Bäume, die es in Botswana gibt, besonders aufgefallen. Ich habe längst nicht alle fotografiert oder hier erwähnt geschweige denn mir die Namen gemerkt – aber dieser hier, das weiß ich noch, ist ein African Mahogany Tree. (Und ja, das ist kein Buchstabendreher.....es heißt nicht Mahagony)




Wer sich für unsere gefiederten Freunde nicht interessiert liest jetzt besser nicht weiter, sondern wartete bis zum nächsten Kapitel, da gibt es wieder etwas größere Tiere zu sehen!

Beim Sichten der Fotos ist mir übrigens aufgefallen, dass wir an diesem Morgen eine Unmenge von verschiedenen Tieren gesehen haben – eigentlich könnte man ihn den perfekten Vormittag nennen (und dass es dann noch ganz anders kommen wird an diesem Tag wissen wir zum Glück noch nicht und ist ein anderes Kapitel.... :woohoo: :evil: ).

Aber jetzt geht’s erst mal mit den Bibberle weiter:

Der Reed Cormorant sitzt an einem großen See...so sieht es aus bei diesem Wellengang, aber es ist nur ein kleines Stückchen Chobe ;) .



Ein Glossy Ibis steht endlich mal still – meistens stochern diese ja schwer beschäftigt im Wasser herum.



Wir fahren langsam wieder zurück und ganz in der Nähe sitzt ein African Fisheagle. Und da er ja bekanntermaßen der Namensgeber unserer Campingreise ist möchte ich ihm eine kleine Fotostrecke widmen.




















Inzwischen sind wir wieder auf dem geraden Weg entlang des Wassers Richtung Osten.

Kuckuck – wo bist du?? :dry:



Ahh, daaaaa!!!! (White-browed Coucal)



Ja – und nun kommt meine Sichtung :) – das einzigste Mal, dass ich etwas entdeckt habe! Schon gestern dachte ich, ich hätte Carmine Bee-Eater fliegen sehen und hatte dies Spencer im Nachhinein erzählt (Stop-Rufen hatte ich mir nicht getraut.... :blush: ). Er meinte, er hätte im Delta auch einen gesehen und sich dort darüber gewundert, dass sie noch da wären, eigentlich sei dies keine Zeit für die Karminspinte in Botswana. Ob ich sicher sei....???? (Eigentlich schon - aber wenn er schon so komisch fragt??? :S )

Aus dem Augenwinkel sehe ich heute nun einige Vögel herumschwirrren und mir fällt der typische lange Schwanz in Verbindung mit der Farbe auf. Ich zögere kurz ( immer noch Spencers "are you sure??" im Ohr), nehme dann meinen ganzen Mut zusammen und rufe ein beherztes „Stop“ :woohoo: . Unser Guide reagiert sofort, ich sage was ich meine gesehen zu haben (bitte, bitte lass es kein Irrtum sein.... :huh: ) und er fährt ein paar Meter zurück.

Und siehe da - hier sitzt er: mein Carmine Bee-Eater!! :kiss: Es sind natürlich mehrere – aber wie das so ist mit denen: es sitzt immer nur höchstens einer still!








Ach, wie schön – eine Sichtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte – und dann auch noch meine eigene!! :) (Und einzigste..... :whistle: :lol: )





Der Vormittagsdrive ist aber noch lange nicht zu Ende – es ist nämlich noch nicht einmal 9 Uhr!!!


Fortsetzung folgt!
Letzte Änderung: 17 Jun 2016 21:01 von Champagner.
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