THEMA: ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr
20 Sep 2014 11:28 #354552
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Den Nachmittag verbringen wir mit relaxen. Wir begutachten unsere Fotoausbeute, schreiben Tagebuch und geniessen die Geräusche im afrikanischen Busch. Es ist so sagenhaft ruhig hier; keine Zivilisationsgeräusche, nur Natur.

Jo fotografiert 2 Grey Go-away-Bird (Graulärmvogel), die, wie der Name es sagt, nicht zu überhören sind.





Neben dem Zelt grasen 2 Buschböcke.











Zum High Tea werden leckere Snacks und Kuchen serviert und nach einer halbe Stunde brechen wir zum Game Drive auf.

Gleich zu Beginn sehen wir eine Tüpfelhyäne.





Sie schleicht langsam durchs hohe Gras und sieht sehr müde aus. Shaku geht davon aus dass sie krank oder verletzt ist und von daher lassen wir sie in Ruhe.

Wir fahren weiter und entdecken ein ausgebleichtes Giraffen-Skelett,



einen misstrauischen Büffel



und Marabus.





Anschliessend warten wir längere Zeit an diesem Wasserloch dass die Hippos das Wasser verlassen. Leider vergeblich :dry: . Bis jetzt hatten wir in unserem Urlaub tolle Sichtungen, aber Flusspferde an Land fehlen noch in meiner Fotosammlung :dry: :dry: :dry: .





Red Lechwe Antilope



Gnus



Dann entdeckt Shaku eine Löwin im hohen Gras.





Fotogen zeigt sie uns ihre Zähne.



Nur ein paar Meter weiter liegt eine weitere Löwin mit ihrem Nachwuchs.











Das Jungtier kuschelt zärtlich mit seiner Mama und unsere "Knipsen" laufen auf Hochtouren.



Was für eine Tiersichtung :silly: :silly: :silly: .







Wir sind begeistert doch dieser Enthusiasmus bekommt noch eine gewaltige Steigerung ...

... Löwin Nr. 1 scheint genug von uns Touris zu haben und verschwindet gemächlich im Dickicht.



Wir denken uns nichts dabei und beobachten weiterhin die Kuscheleinheiten von der Löwenmama und ihrem Kind.



Doch ein paar Minuten später dieses einmalige Szenario : Löwin Nr.1, im Dickicht verschwunden, taucht wieder auf und hat ... in ihrem Maul eine Beute ??? Nein, oh nein ... ein 5 Tages alte Baby :woohoo: :woohoo: :woohoo: . Wir trauen unseren Augen nicht und glauben an eine Fata Morgana :woohoo: :woohoo: :woohoo: .



Wir sind absolut sprachlos und ich vergesse sogar einen Moment meine Kamera und alles um mich herum.

Voller Stolz spaziert die Löwenmama am Wagen vorbei und gesellt sich mit dem Baby zu ihren Gefährten.



Mein Herz macht Freudensprünge und mein Puls geht auf gefühlte 300 :woohoo: :woohoo: :woohoo: .









Nun schaut euch diese grossen Krallen von dem kleinen Kerlchen mal an !



Schmusekatzen.



Das Tierkino läuft jetzt auf Hochtouren. Das andere Jungtier tollt verspielt herum und die leisen Laute, die die Raubkatzen von sich geben, sind unbeschreiblich.













Wir haben pure Gänsehaut und können nicht fassen, was wir in diesem Moment erleben :woohoo: :woohoo: :woohoo: .

Shaku funkt noch schnell das Manager-Ehepaar an und kurze Zeit später sind auch sie zur Stelle. Wir geniessen gemeinsam den unvergesslichen Augenblick, machen viele Fotos und wissen jetzt schon dass diese Sichtung das absolute Highlight unserer Reise sein wird.



Wenn man sich unser Video genau anschaut, hat man den Eindruck dass die Mama uns Touris voller Stolz ihren Nachwuchs präsentieren möchte. Man beachte ihren Blick in unsere Richtung, als sie am Wagen vorbeispaziert ! Schliesslich hätte sie ihr Kleines ja auch vor uns versteckt halten können.

Mit mega strahlenden Gesichtern trennen wir uns irgendwann von den Katzen und begegnen kurz darauf einer Gruppe "Löwenfutter".







"Liebe Impalas, passt heute Abend gut auf euch auf."

Ein paar Meter weiter wechselt ein Kudu die Strassenseite.



Die Sonne steht schon sehr tief und die Natur zeigt sich in ihren schönsten Farben.





Gabelracke





Für unseren Sundowner hat sich Shaku heute Abend ein besonders schönes Plätzchen ausgesucht. Der Himmel hat sich rotgold verfärbt und vor uns stehen einige abgestorbene Bäume.











Glücklich stossen wir auf das Highlight unseres Urlaubes an, das noch lange, ja fast surreal auf uns wirkt.



Auf dem Rückweg entdeckt unser Tracker einen Leoparden, dessen verletztes Auge wahrscheinlich von einem Kampf her stammt.





WOW, heute ist doch tatsächlich Rautkatzentag angesagt :woohoo: :woohoo: :woohoo: .





Kaum im Camp angekommen, wird auch schon fürs Abendessen getrommelt und aufgetragen : einem herrlichen Käse im Teig folgen Chicken Coconut oder Warzenschwein mit Gemüsebeilagen. Zum Nachtisch gibt es Surprise Pom Pom. Alles sehr lecker !



Und "Surprise Pom Pom" bedeutet, dass wir ein Geburtstagskind am Tisch haben. Die Küche überrascht mit einem Kuchen und einem Ständchen.

Anschliessend setzen wir uns alle zusammen ans Lagerfeuer und lassen den schönen Tag mit interessanten Diskussionen ausklingen. Gesprächsstoff lieferte der Tag schliesslich mehr als genug.

Gute Nacht Pom Pom ! Ein unglaublicher und fantastischer Tag in Afrika geht zu Ende !
Letzte Änderung: 20 Sep 2014 13:28 von Lil.
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21 Sep 2014 11:05 #354654
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11. Mai 2014

Zu den glockenartigen Geräuschen der unzähligen Frösche während der Nacht, gesellt sich heute Morgen noch vor dem Weckruf Löwengebrüll dazu. Beim Frühstück bestätigt man uns dann, dass in der Nähe vom Camp tatsächlich Spuren gesichtet worden sind.

Die Managerin drückt und busselt heute Morgen vor allem die weiblichen Gäste ?!?
Und wünscht dann allen ein "Happy Mother Day" ;) .

Nach einem leckeren Frühstück (ich glaube ich kann nie genug von den leckeren Muffins hier in Botswana bekommen :woohoo: ) machen wir uns auf die Suche nach den Raubkatzen.

Zuerst über die Brücke



dann durchs Wasser.



Stopp für einen Hamerkop (Hammerkopf).





An jeder Ecke grasen Impalas, Red Lechwe- und Tsessebe-Antilopen.





















Wir geniessen die Fahrt durch die traumhafte Natur







(Amarula-Baum, dessen Früchte uns Abends so gut schmecken ;) ).



und machen Kaffeepause unter einem Baobab.



Wir erfreuen uns an den Giraffen, haben wir doch seit dem Chobe keine mehr gesehen







und entdecken dann die Löwenfamilie von gestern, die langsam und elegant an uns vorbeispaziert und sich in keiner Weise von uns gestört fühlt.









Schliesslich legen sie sich ins Gras und wir können in aller Ruhe Fotos machen und einfach nur den Moment geniessen.



Der putzmuntere Wonneproppen tollt umher und Mama und Tante räkeln sich gemütlich im Gras.







Wenn das Junge sich zu weit von der Löwenmama entfernt, ruft sie es mit leisen Lauten wieder zurück. Es ist faszinierend zu sehen und zu hören wie zärtlich die Raubkatze mit ihrem Kleinen umgeht.

Bin ich kein Süsser ?





Vom 5 Tage alten Baby allerdings fehlt jede Spur ...

Da Shaku frische Spuren von 2 männlichen Löwen entdeckt hat,



verabschieden wir uns von der Löwenfamilie und fahren weiter.

Kurze Zeit später stehen wir vor dem stolzen Lion King hier auf seinem Thron.



Und das Ganze im schönsten Morgenlicht; die Fotoapparate rattern wie eine Nähmaschine.





Ich hab die Haare schön.



Als würde er für uns posieren reisst er sein Maul auf und zeigt uns seine scharfen Zähne.







Schon wieder sind wir den Königen der Tiere so nah um sie zu beobachten. Ein unbeschreiblich tolles Gefühl !

Mann bin ich müde !



Was für ein langweiliger Tag : kein Impala rechts



und kein Pumba links.



Hinter einem Busch liegt ein zweiter Löwe auf der faulen Haut und döst im Schatten vor sich hin.





Nach einer Weile erhebt er sich und trottet gemächlich an die flache Wasserstelle.





Die zweite Raubkatze macht es ihm nach und gemeinsam stillen beide ihren Durst.









Wir können unser Glück kaum glauben und schiessen was die Kamera hergibt. Was für ein Fotoshooting !

Anschliessend spazieren die beiden, völlig unbeeindruckt von unserer Präsenz, gemütlich auf uns zu und legen sich, nur eine Armlänge entfernt, in den Schatten unseres Wagens.







WOW ! Uns stockt der Atem; mucksmäuschenstill und gebannt beobachten wir die Raubkatzen.





Leider müssen wir uns aber irgendwann von dem Schauspiel loseisen



um den Rückweg anzutreten; die Löwen ihrerseits verziehen sich nun auch in den Schatten.







Was für ein toller Morgen :woohoo: :silly: :woohoo: !

Und hier die Löwen noch mal auf Video ;) (für beste Qualität auf HD einstellen).

Letzte Änderung: 21 Sep 2014 13:14 von Lil.
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21 Sep 2014 18:29 #354720
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Nach einem reichhaltigen Mittagessen verbringen wir den Rest des Nachmittags auf unserer schönen Terrasse.

Wir geniessen den schönen Ausblick aufs Delta, lauschen den vielfältigen Geräuschen im Busch und versuchen die Unruhestifter zu vertreiben, die unser Zeltdach als Trampolin benutzen. Die Meerkatzen machen sich einen Spass daraus von den Bäumen aufs Zeltdach zu springen um sich dann hier auszutoben und gegenseitig zu jagen.



Im Wasser entdecken wir einen Waran, den wir im ersten Moment mit einem Krokodil verwechseln.



Nach der Siesta gibt es Kaffee und Kuchen und kurze Zeit später brechen wir zum nachmittäglichen Game Drive auf.



Shaku macht sich auf die Suche nach Elefanten und wir werden schnell fündig.









Anschliessend halten wir bei den Gnus,





einem Marabu, der seinem Platz unter den Ugly Five wirklich alle Ehre macht





Little Egret (Seidenreiher)





Red Lechwe



und zum Schluss noch für unsere Löwin mit Nachwuchs (und weil ich euch schon das ganze Wochenende über mit Löwenfotos gequält habe, gibt's jetzt nur noch ganz wenige :whistle: ).













Der Himmel hat sich mittlerweile rosarot gefärbt und die Sonne versinkt langsam hinter den Bäumen.





Nach dem üblichen Sundowner geht's zurück wo uns wiederum ein leckeres Abendessen erwartet. Vor allem das Dessert ist allererste Sahne : Coconut-Amarula Cream.



Wie gewohnt setzen wir uns danach ans Lagerfeuer und geniessen ein letztes Mal die besondere Atmosphäre des Okavango Delta.

Morgen heisst es Abschied nehmen vom Pom Pom Camp und den lieben Menschen, die unseren Aufenthalt so angenehm gemacht haben.
Letzte Änderung: 21 Sep 2014 18:58 von Lil.
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23 Sep 2014 19:18 #354945
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12. Mai 2014

Weckruf heute um 6.30 Uhr, kurzes Frühstück mit Muffins und Kaffee, danach Abfahrt zum Gamedrive. Unser Flieger geht erst kurz nach 12.00 Uhr und wir können noch ohne Hektik am Morning Game Drive und am Mittagessen teilnehmen.

Wir geniessen ein letztes Mal die unbeschreiblich schöne Natur im Delta









und stoppen für Impalas.



Ich liebe diese schönen Tiere mit ihren grossen Ohren und den braunen Augen, die immer wachsam in die Runde blicken.



Der Beweis dass hier in der Gegend nicht gewildert wird ;) . Fürs Elfenbein würde es auf dem Schwarzmarkt viel Geld geben.



Ein paar Vögel sehen wir auch.











Und auch heute hat Afrika mal wieder eine Überraschung für uns auf Lager :silly: :silly: :silly: .

Wie jeden Morgen halten wir Ausschau nach unseren Löwen und entdecken auf einmal das ... 5-Tage alte Baby (jetzt 7 Tage alt) ganz alleine und hilflos mitten im Busch :ohmy: :silly: :ohmy: .







Von der Mama oder Tante keine Spur ...

Ich bin überglücklich über diese Sichtung, sprachlos und gleichzeitig entsetzt wenn ich mir jetzt vorstelle, dass sich auch Hyänen hier in der Gegend aufhalten. Der Kleine wäre eine sehr leichte Beute.





Es fällt uns allen sehr schwer zu glauben dass die Mama den Kleinen einfach so im Gras, ohne jeglichen Schutz alleine lässt, und gehen davon aus dass er sich irgendwie von selbst aus seinem Versteck entfernt hat.







Wir können uns nicht satt sehen an dem winzigen Kerlchen und Shaku lässt uns alle Zeit der Welt.



Der Anblick dieser kleinen hilflosen Raubkatze lässt sich nicht in Worte fassen und wird für Jo und mich einmalig und unvergesslich bleiben.







Nach einer Stunde und ganz vielen Fotos im Gepäck trennen wir uns schweren Herzen von dem niedlichen Löwenbaby. Von der Mama zu dem Zeitpunkt noch immer nichts zu sehen, hoffen wir inständig dass es überleben wird :huh: .

Strelitzie, ich wünsche mir sehnlichst dass du uns nach dem Urlaub positives hierzu berichten kannst B) .

Anschliessend sucht Shaku uns ein malerisches Plätzchen für die Kaffeepause an einer riesigen Wasserstelle und ein letztes Mal geniessen wir die interessanten Gespräche mit dem netten, lustigen und sehr naturverbundenen Ranger. Bei ihm haben wir uns auf Anhieb wohl und immer sicher gefühlt.





Traumhafte Landschaft im Okavango-Delta.









Anschliessend machen wir uns langsam auf den Rückweg und Jo und ich meinen dass der Game Drive heute Morgen ein krönender Abschluss unseres Aufenthaltes im Pom Pom Camp war.
Letzte Änderung: 23 Sep 2014 20:16 von Lil.
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23 Sep 2014 20:43 #354958
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Und hier das kleine Kerlchen in Aktion (für beste Qualität auf HD umschalten) :

Letzte Änderung: 23 Sep 2014 20:45 von Lil.
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26 Sep 2014 20:38 #355287
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Im Camp geniessen wir ein letztes Mal das leckere Mittagessen, packen unsere Sachen zusammen und dann wird es leider Zeit sich von Dineo, Andy und dem restlichen Pom Pom-Team zu verabschieden :dry: .

Nach einer herzlichen Umarmung vom Manager-Ehepaar werden wir von Shaku zum Airstrip gebracht.

Doch nach nur 5 Minuten hören wir die Managerin durchfunken, dass sich die Zeit unseres Fluges geändert hat und wir erst um 12.50 Uhr fliegen. Wir wenden und fahren zurück. Eine halbe Stunde später nehmen wir wieder im Landy Platz um definitiv das Camp zu verlassen. Wir kommen am Airstrip an, sehen aber weit und breit keinen Flieger :huh: . Ein erneuter Funkspruch : neue Zeit 13.40 Uhr. Was jetzt ?

Shaku disponiert um und macht einen allerletzten Mini-Game Drive mit uns :lol: .

Die letzte Brückenüberfahrt in unserem Urlaub.



Um halb zwei landet dann schlussendlich unser Flieger (oder das was so aussieht) :ohmy: .



Oje ! Ein Zweisitzer und der Pilot ??! sieht aus als käme er gerade von der Schulbank :whistle: :ohmy: :unsure: .
(Ich muss sogleich an Bele's Bericht denken, in dem auch "ein Pilot mit Flaum auf der Oberlippe" vorkam). Sehr viel Erfahrung kann der junge Mann noch nicht haben :ohmy: .

Er entschuldigt sich für die Verspätung und erzählt uns, dass unser ursprünglicher Flieger einen Platten hatte :ohmy: . Uns ist etwas mulmig zumute :ohmy: . Das Gepäck wird hinter unseren Sitzen verstaut und nach einem herzlichen und zugleich traurigen Abschied von Shaku quetschen wir uns in die kleine Propellermaschine.

Holprig kurven wir auf die Fahrbahn zu, ehe wir mit einer famosen Beschleunigung unseres Jungpiloten dem Himmel entgegen schwirren.





Ich schaue nach unten, entdecke Shaku der uns fröhlich zuwinkt und bin sehr traurig dieses Paradies mit seiner traumhaften Umgebung hier verlassen zu müssen :dry: :dry: :dry: . Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und wären gerne länger geblieben. 3 Nächte waren definitiv zu kurz !

Je weiter wir uns von dem Okavango Delta entfernen



umso karger wird die Landschaft unter uns. Ab Maun ist fast keine Wasserfläche mehr zu sehen und Graslandschaft und Trockensavanne wechseln sich ab. Schon von weitem können wir den Boteti River, Westgrenze des Makgadikgadi Pans National Parks, erkennen.





Der Flug ist "a little bit sehr bumpy" und nach 50 langen und bangen Spass- :lol: Minuten haben wir endlich wieder Boden unter den Füssen.



Am Airstrip werden wir von Slade, unserem Guide für die nächsten beiden Tage, erwartet. Das Gepäck wird ausgeladen und keine 5 Minuten später macht sich die kleine Propellermaschine schon wieder aus dem Staub.



Auf dem Weg zu unserer Unterkunft können wir uns einen ersten Eindruck von der Landschaft machen. Die Gegend hier ist geprägt von Steppengebiete und Dornbüschen und alles ist sehr sehr trocken. Das genaue Gegenteil von dem wo wir herkommen.

Nach nur 20 Minuten sind wir am Ziel



und werden herzlich mit einem kalten Getränk und Erfrischungstüchern empfangen. Nach kurzen Erklärungen gibt es für Jo und mich eine schöne Trinkflasche als Geschenk und wir dürfen dann unsere Chalets beziehen, die malerisch am Ufer des Boteti Flusses liegen.





Die Managerin schliesst auf und unser erster Blick gilt den "oh schreck" unzähligen kleinen Käfern, die sich überall befinden. Im Bett, am Moskitonetz, auf den Möbel, einfach überall :pinch: :S :side: .

Die Frau sieht unseren entsetzten Blick, beruhigt uns und erklärt die Käfer würden weder stechen noch seien sie giftig. Ausserdem würden die Zimmermädchen vor dem Zubettgehen noch mal mit der Chemiekeule vorbeikommen.

Ok, wir sind hier mitten im Busch, die Viecher sind nicht gefährlich, trotzdem finden wir es nicht wirklich prickelnd !

Aber abgesehen von den vielen Krabbel-Tierchen ist der Bungalow ein wahrer Traum.

Von der schattigen Terrasse können wir den Boteti überblicken, der aufgrund starker Regenfälle seit 2009 wieder fliesst.



Es ist so sagenhaft ruhig hier; man hört nur Vogelgezwitscher und das Rauschen der Bäume im Wind.

Die Betten sind liebevoll dekoriert





Schönes helles Bad.



Wegen der unzähligen Käfer packen wir nur das notwendigste aus und dann warten auch schon Kaffee und Kuchen auf uns.



Eine halbe Stunde später steigen wir am hauseigenen Anlegeplatz ins Boot, verlassen das Ufer und schippern auf dem Boteti Richtung Norden. Der Wind weht uns leicht um die Ohren und wir geniessen die traumhafte Landschaft um uns herum.



Nach einem knapp 10-minütigen Bootstrip erreichen wir das gegenüberliegende Ufer und steigen in den Geländewagen um.

Wir fahren am Ufer entlang





und begegnen schon nach kurzer Zeit einer Giraffe, die sich genüsslich an den leckeren Zweigen bedient.







Impala von hinten



und von vorne.



Krokodil



Und dann sehen wir sie :





die scheuen, schönen Tiere, deren Laute an Hundegebell erinnern.





Von Mai bis September kann man am Boteti River eine der beeindruckendsten Tierwanderungen von Gnus und Zebras in Botswana erleben. Und wir sind mittendrin - in der Zebrawanderung (Gnus sind im Moment noch Mangelware).



Schwarz/weiße Streifen wo man auch hinschaut.











Nach den vielen Zebras stoppen wir kurze Zeit später auch für das liebe Federvieh.



Marabu



Gelbschnabeltoko



Weißrückengeier - danke Bele :)



African Jacana (Blaustirnblatthühnchen)





Und noch eine Herde Zebras.





Auch ganz junge sind mit dabei.







Morgen ist Vollmond angesagt.



Schakal



Die untergehende Sonne taucht die Landschaft in ein rot-goldenes Licht und wir geniessen auf einer Anhöhe des Flusses unseren Sundowner.





Immer wieder kreuzen Mengen von Zebras unseren Rückweg. Die Abendstimmung am Boteti mit den vielen Tieren ist atemberaubend.





Nach einem weiteren Apero an der Bar ertönen dann schliesslich Trommeln, die das Abendessen einleiten. Kurz nachdem wir am schön gedeckten Tisch Platz genommen haben,





erscheint plötzlich das gesamte Team aus Küche, Service und Ranger und überrascht uns mit einer afrikanischen Gesangseinlage. Die hellen Stimmen und das Klatschen lösen wieder Gänsehaut pur bei uns aus. Ein unvergesslicher Moment !









Nachdem Köchin und Koch das Menü verkündet haben, stürmen wir das reichhaltige Buffet.



Heute Abend stehen Beef in Senfsauce, Bohnen, Reis und Kartoffelpüree auf dem Programm und das ganze wird mit einem Cheese Cake abgerundet. Mmmh wieder sehr lecker !

Das Publikum ist mal wieder bunt gemischt und auch hier sitzen die Manager und Ranger mit am Tisch, um geduldig alle Fragen zu Land, Landschaft und den Tieren zu beantworten.

Nach dem schmackhaften Essen setzen wir uns mit einem Amarula ans Feuer und lassen den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen.



Anschliessend werden wir vom Ranger zu unserem Bungalow gebracht, da man auch hier nachts nicht alleine wegen der wilden Tiere umher laufen darf. Die Betten sind aufgedeckt, man hat das Moskitonetz heruntergelassen und Käfer sind so gut wie keine mehr darunter zu sehen. Gottseidank, die Managerin hat Wort gehalten :whistle: !
Letzte Änderung: 26 Sep 2014 22:16 von Lil.
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