THEMA: M@rie's on the road again - Reisebericht
21 Okt 2012 13:40 #259009
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Hallo Zusammen

da diese Reise hier im Forum ihren Ursprung hatte und mir hier auch gut weitergeholfen wurde, wollte ich euch meinen RB nicht vorenthalten ... wirklich angekommen bin ich zwar immer noch nicht, aber es nutzt ja nix, irgendwann muss der Alltag ja einziehen - bevor ich jedoch mit dem Reisebericht anfange, will ich etwas zur Vorgeschichte erzählen und vorallem mit dem Fazit beginnen

Schon 2008 war ich mit meiner Freundin in SA unterwegs, für sie war es der erste SA-Aufenthalt, wir haben damals den Kruger sehr genüsslich von Nord nach Süd bereist, zwischendrin etwas Dekadenz (Elephant Plains und Rhino Post Safari Lodge) gepflegt. Schon der Start war holprig, durch einen tech. Defekt haben wir unseren SAA-Flug in FRA verpasst und sind nur mit Glück auf Ethiopian Airways umgebucht worden (einmal und nie wieder diese Airline, aber immerhin haben wir den Kili gesehen ) und kamen mit insgesamt rd 7h Verspätung in Nelspruit an, dann muckte im Kruger noch unser Auto (Nissan XTrail). Ursprünglich war für dieses Jahr eine Wiederholung des Krugers angedacht, ich wollte meiner Freundin "beweisen", dass eine SA-Reise auch reibungslos ablaufen kann . Die Tour war ausgetüftelt (Flug bis Nelspruit, Übernachtungen in Hazyview, Pezulu Tree House Lodge, KaiTani GH in Phalaborwa, Punda Maria, Shimuwini, Satara, Lower Sabie) und stand kurz vor der Buchung, bis ich dann im letzten Jahr den Reisebericht von Annick *wink* las, ich klebte an diesem Bericht mit der Absicht, diese Tour vllt 2014 alleine in Angriff zu nehmen. Dann beging ich einen entscheidenden "Fehler" - ich zeigte meiner Freundin diesen Reisebericht . Noch am selben Tag klingelte das Telefon und sie fragte mich, was eigentlich dagegen spräche, diese Tour anstatt der Kruger-Tour zu machen - meine Antwort: Nada - Niente - Nichts . Ich selber wollte wenige Tage später nach Südafrika aufbrechen und wusste, dass es gerade in der Etosha schnell knapp mit Unterkünften werden kann, also setzte ich mich hin, tüftelte an der Tour, suchte Unterkünfte, telefonierte mit 2-3 Veranstaltern und fühlte mich letztlich bei Abendsonne Afrika am besten (und vorallem kompetentesten) aufgehoben. ASA machte gute Vorschläge, ging aber auch auf meine Wünsche zu 100% ein, schnürte ein Botswana-FlyIn-Päckchen und innerhalb weniger Tage gab es ein komplettes Angebot der Rundreise incl. Buchungsoptionen. Ein kurzer Rückschnack am Telefon mit meiner Freundin und noch bevor ich 2011 nach Südafrika aufbrach, war die Namibia - Botswana - Tour für 2012 gebucht (bis auf Flug und Auto) . Die Tour sah wie folgt aus:

Ankunft in Windhoek und 1 Nacht im Londiningi Guesthouse inkl F
2 N Okaukuejo/Etosha im Waterhole Chalet (DB&B )
2 N Onguma Bush Camp (B&B )
2 N Nunda River Lodge, Caprivi, Popa Falls (DB&B )
2 N Camp Kwando, Caprivi, Mudumu NP (DB&B )
2 N Chobe Safari Lodge, Chobe Riverfront (Fullboard, 2 Game Drives, 1 Sunset Cruise)
1 N Nata Lodge (B&B )
2 N Pom Pom Camp im Okavango Delta (all incl: Fullboard, Aktivitäten, Getränke, Wäscheservice, Flug)
1 N Sedia Riverside Hotel in Maun (B&B )
3 N Zelda Guestfarm, Gobabis, Namibia (B&B )

hier mit google maps

die Chobe Safari Lodge, Nata Lodge und das Pom Pom Camp firmieren unter einem Dach, daher gab es ein sehr gutes Package incl Flug ins Delta - gebucht vor Ort wurde jeweils über Wilderness Safaris, so dass wir sowohl in DLand, als auch in Namibia/Botswana jederzeit kompetente Ansprechpartner hatten - an jeder Unterkunft war sowohl der Vor- als auch der Weiterlauf unserer Tour bekannt, was sich ebenfalls als recht hilfreich erwies.

Mit dem Flug haben wir lange gehadert - die Berichte über Air Namibia und der Ausstieg von Air Berlin auf der Windhoek-Route machten die Entscheidung nicht leichter, nur eins war klar - nicht Air Namibia und so entschieden wir uns für einen Flub mit British Airways über LHR und JNB, wir zahlten pP 1090 EU (ebenfalls über ASA gebucht), mit SAA wäre der Flug rd 200 EU teurer gewesen. Als Mietwagen entschieden wir uns für die Nissan XTrail-Kategorie (gebucht über DerTour), denn einen "richtigen" 4x4 brauchten wir nicht auf dieser Route, aber ein Kleinwagen musste es nun auch nicht unbedingt sein und so ein SUV macht auch schon "Africa-Feelings"

Kostenaufstellung pro Person:
Flug mit BA DLand - LHR - JNB - WDH und zurück: 1090 EU
Mietwagen DerTour: Kategorie SFAR (XTrail): 684 EU
Unterkunftspackage (inkl. Leistungen oben aufgeführt) 3035 EU

Praktische Anmerkungen:
Bezahlen an Tankstellen mit Kreditkarte (Visa und Master) in Katima Mulilo (Namibia), Nata und Ghanzi (Botswana) möglich, ansonsten Cash, Pula waren nicht nötig, Road Tax Zahlung Ngoma Bridge in ZAR, NAM$ oder Pula, Zahlungen bei Lodges in Botswana in ZAR, US$, EU und Pula oder KK (VISA) möglich, bei Lodges in Namibia in ZAR, NAM$ und KK (VISA und Master, stellenweise sogar Maestro)

Mein bzw unser Fazit:
Flug:
meine Bedenken bzgl British Airways waren unbegründet, Alles was auf den Flügen "passiert" ist, kann mit jeder anderen Airline auch "passieren, selbst meine Befürchtungen bzgl Terminal 5 in LHR lösten sich durch den "Service for Disabled People" in Luft auf. Auf der Strecke LHR-JNB bzw JNB - LHR hatten wir in der Boeing 747-400 die Plätze in Reihe 51, diese erwiesen sich als genial , das Personal an Bord war jeweils sehr aufmerksam, freundlich und hilfsbereit - insgesamt empfinde ich BA als empfehlenwert.

Unterkünfte:
Londiningi Guesthouse in Windhoek: für eine Nacht okay, halt "nix besonderes", Manager sehr hilfsbreit, Frühstück 1A (insbs. die Pancakes )

Okaukuejo Waterhole Chalet: einfach genial alleine schon wegen des Wasserlochs, die Unterkunft ist mit den staatl. SAN Parks Unterkünften nicht vergleichbar, vielmehr haben sie Lodge-Charakter, Frühstück und Dinner waren bei uns inkludiert (Frühstück ist bei den Chalets immer inkludiert), beides in Buffet-Form und sehr schmackhaft. Ich hatte im Vorfeld recht negatives über das Restaurant gelesen, muss aber sagen, wer bei der Gesamtauswahl nicht für sich am Buffet findet *schulterzuck* - zum Abend gab es immer ein grosses Salat-Buffet, dazu als Hauptgericht immer 2 Fleischsorten zur Auswahl (eins davon immer Game), dazu die obligatorischen Beilagen (Reis, Kartoffeln, 2 Gemüse etc) und ein Nachspeisen-Buffet. Zum Frühstück das obligatorische, wie in SA auch, das Cooked Breakfast wurde immer frisch nach eigenem Wunsch hergestellt, Kaffee gabs bis zum Abwinken und selbst die eigene Thermoskanne wurde auf Anfrage aufgefüllt - die zuvor gelesene Kritik kann ich nicht wirklich nachvollziehen, die Küche war weit besser als in den Kruger-Restaurants

Onguma Bush Camp - privates GR am Rande der Etosha am Anderson Gate, eine der preiswerteren Unterkünfte der Onguma Unterkünfte, ebenfalls mit Wasserloch, aber bei weitem nicht so spektakulär wie Okaukuejo, wir hatten ebenfalls ein Waterhole Chalet. Das Personal war äusserst freundlich und aufmerksam, dabei aber nie aufdringlich. Das Chalet war zweckmässig, nicht übermässig gross, aber ausreichend für 2 Personen. Frühstück ist obligatorisch inkludiert, SA-typisch. Das Dinner als 3gängiges Menue mit Wahl der Hauptspeise aus 2 Gerichten sehr lecker. Wir können das Onguma Bush Camp als Alternative bspw für Namutoni sehr empfehlen.

Nunda River Lodge - die Lodge liegt direkt am (O)Kavango, wir hatten ein Chalet direkt am Fluss, es war eine der schönsten Unterkünfte, alleine schon vom Platzangebot, dazu die Terrasse direkt zum Fluss mit "Kitsch-Sonnenuntergang". Die Lodge wird von 3 Leuten gemanaged - einem Ehepaar und einem "Rhodesischen Schotten", der hervorragendes Deutsch sprach , sowohl die Ehefrau, als auch der "Schotte" waren äusserst hilfsbereit, den Ehemann erlebten wir als etwas "unfreundlich". Auch hier wurde das Dinner als 3gängiges Menue serviert, mit Auswahl aus 2 Hauptspeisen - am ersten Abend gab es u.a. Kassler mit Rotkraut, das durch viel Zimt sehr weihnachtlich schmeckte - wir empfanden es als etwas "unpassend" . Wir unternahmen eine Sunset Boat Cruise, jedoch gefiel uns Beiden nicht, dass der Führer des Bootes doch sehr den Hippos nachstellte, stellenweise sogar Kollisionen provozierte

Camp Kwando - direkt am Kwando River gelegen, wir hatten ein Insel Chalet, der Kwando in Spuckweite *gg* - insgesamt eines der (sehr positiv gemeint) urigsten Unterkünfte unserer Tour. Die Chalets waren recht klein, wurden per Solar beleuchtet (also kein Strom). Das Camp wird von einem recht jungen und sehr ambitionierten Team geführt, das Personal ist sehr aufmerksam und hilfsbereit. "Kurios" empfanden wir das Dinner - traditionelle afrikanische Küche auf 5* "getrimmt", sprich Bobotie mit Balsamico Reduktion-Deko oder "Biltong Salat" als Vorspeise ... das muss man gesehen haben, ist kaum zu beschreiben - wir haben die Zeit dort sehr genossen! Wir unternahmen euch eine geführte Game Drive in den Mudumu NP, doch es war auffällig, dass die Tiere sehr scheu sind und sofort auf Distanz flüchten, wenn sich ein Auto nähert. Es gibt im Camp Kwando auch sogen. Hochbungalows, die sind luxoriöser ausgetattet und mit (zeitweise) Strom, aber wir würden jederzeit die Inselchalets vorziehen. Es gibt auch eine Campsite, die ebenfalls zu empfehlen ist (soweit ich das beurteilen kann)

Chobe Safari Lodge - obwohl eine recht grosse Anlage, die auch von (grösseren) Reisegruppen angesteuert wird - unser Fazit: jeder Zeit wieder! das mag aber auch an unserem gebuchten Botswana-Package liegen, denn wir 2 wurden sehr zuvorkommend und vorallem persönlich durch eine "Guest-Managerin" betreut. So wurden wir am frühen Nachmittag direkt durch Selelo mit feuchten Tüchern und Willkommensdrink begrüsst, unser Gepäck sofort aufs Zimmer gebracht und nach einer kurzen Rast durch Selelo gebrieft. Wir hatten ein "Rund-um-Sorglos-Paket" mit Vollpension, 2 Game Drives und einer Sunset Cruise gebucht, Selelo führte uns auch gleich zum "Activity-Büro", um alle Termine abzustimmen und so gerieten wir direkt "in Stress", da uns nur kurze Zeit bis zur Game Drive blieb . Unser Zimmer war ein sogen. Safari Room mit 2 Queensize-Lümmelwiesen mit Blick auf den Chobe, alle Mahlzeiten (okay, vom Lunch kann ich es nicht sagen) wurden als Buffet serviert und das war jeweils sehr, sehr umfangreich. Da uns Selelo bei unserem Power-Nap zwischen Game Drive und Sunset Cruise nicht stören wollte, schrieb sie uns einen lieben Brief, wie der weitere Verlauf der Tour ist und das wir bei der nächsten Unterkunft (Nata) erfahren, wann unser Flieger ins Delta geht.

Nata Lodge - vom "Zimmer" her mit einer der besten Unterkünfte, wir bezogen ein "Tatched Chalet" - riesengross und einfach urig (sehr positiv gemeint), einzig das Personal liess mehr als zu wünschen übrig - vllt. waren wir aber auch durch die sehr persönliche Betreuung in der Chobe Safari Lodge "verwöhnt" - nein, das war es nicht ... das Personal war in erster Linie ganz viel "un" - unmotiviert, uninteressiert, teilweise unfreundlich. Meinte Selelo noch, wir würden hier erfahren, wann am nächsten Tag unser Flieger ins Delta ging, so stellten wir fest, dass in der Nata Lodge das Personal schlecht davon zu überzeugen war, dieses für uns in Erfahrung zu bringen, auch sonst war es nicht wirklich hilfsbereit. Bezeichnend fand ich die Situation in der Bar... es war auch eine kleinere Gruppe Südafrikaner angekommen und am Nachmittag wurde das Rugby Championship-Spiel Südafrika-New Zealand live im Fernsehen übertragen.... tschä... hätten die 6 Damen nicht so gelangweilt an der Bar gestanden, sondern die Gäste bedient, hätte sich die Lodge wirklich eine "goldene Nase" verdienen können. Das Dinner war a la Carte, das Steak wirklich fantastisch, das Frühstück halt "business as usual" - leider gibt es in Nata selbst keine wirklichen Alternativen, weiter auf dem Weg (100 km von Nata) nach Maun gäbe es noch das Planet Baobab bei Gweta, m.E. aber für die Tagesetappe von Kasane aus zu weit.

Pom Pom Camp - tschä .... rundherum das Highlight der Reise, hier stimmte einfach Alles und ich will sofort wieder hin , schon der Anflug war ein Event, die Landung erst Recht. Wir wurden am "Pom Pom International" von Rams, unserem Ranger empfangen und zum Camp gebracht, kurz vorher ein Funkspruch und dann begann auch schon die Dekadenz - wir wurden vom Manager Balou und dem Housekeeping mit feuchten Tüchern, einem Willkommensdrink und vorallem einem herzlich geträllerten Dumela begrüsst. Unser Gepäck direkt zum Zelt gebracht, zu dem wir nach einem kurzen Briefing durch Balou ebenfalls hingebracht wurden. Einfach nur *wow* ein Zelt, so gross wie meine halbe Wohnung mit einem Vorraum mit Sitzgarnitur und Schreibtisch, dann das Schlafteil mit anschliessendem Badezimmerbereich und Outdoor-Dusche. Die Mahlzeiten folgten dem Aktivitäten-Zeitplan und waren durchweg fantastisch, die Bar lief nach dem Motto "SOS - service our self" - hier war alles inklusive. Besonders bemerkenswert fanden wir, dass wir bei der Ankunft direkt eine Trinkflasche überreicht bekamen, die konnte jeweils zu den Aktivitäten mit allen Getränken, insbs. Wasser aufgefüllt und mitgenommen werden - das Management hat es dadurch geschafft, den Wasserflaschen-Müll um 90% zu reduzieren

Sedia Riverside Hotel - eigentlich "nur" als Zwischenübernachtung gedacht, können wir dieses Hotel einfach nur empfehlen, insbs. die MA an der Rezeption und der Manager seien besonders "hervorgehoben". Die Zimmer waren praktisch und einfach, die Klimaanlage kurioserweise in Kopfhöhe angebracht, das Frühstück das Schlechteste auf der Tour, dennoch ... wer eine Unterkunft in Maun braucht ist hier bestens aufgehoben

Zelda Guestfarm - diese Unterkunft hatte ich uns zum "runterkommen" und erholen rausgesucht, die liegt nur wenige Kilometer hinter der Grenze und nur rd 250km vom Flughafen entfernt, also recht ideal als "letzter Stopp" vor der Heimreise. Die Zimmer sind recht kurios eingerichtet, aber zweckmässig ... wie soll ich sagen ... "Gelsenkirchner Barock meets Africa" , wir waren stellenweise die einzigen Gäste, dadurch war der Aufenthalt stellenweise eigenartig, letztlich für uns aber genau richtig, denn dadurch konnten wir uns langsam wieder an die Zivilisation gewöhnen und bekamen genau das, was wir suchten - Ruhe!

Fazit der Gesamt-Tour:
Die Tour war einfach klasse, die Route goldrichtig, leider bekam meine Freundin nicht mehr Urlaub, denn mit den jeweils 2 Übernachtungen vor Ort war diese Tour "recht ambinioniert", jeweils um eine Nacht verlängert wäre es die ideale Tour für Namibia-Botswana-Einsteiger. Die Strecken liessen sich jeweils hervorragend fahren, 4x4-Erfahrungen waren nicht unbedingt nötig, auch wenn die Zufahrt zu einigen Lodges/Camps recht "abenteuerlich" waren. Die Betreuung durch ASA bzw WIldernes Safaris war durchweg klasse, würde also jederzeit wieder so eine Tour über Abendsonne buchen. Und wenn euch einige Passagen in meinem/unseren Fazit "nebulös" vorkommen *gg* ... nun, dann hab' ich es ja vllt geschafft und den Spannungsbogen zum folgenden Reisebericht richtig gespannt .... mit dem geht es in den nächsten Tagen los....
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012

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Welcome on Board with M@rie Airline! Bevor unser Flug startet noch ein wichtiger Sicherheitshinweis: Lesen auf eigene Gefahr! Die Notausgänge kann sich Jeder selber suchen, schnallen Sie sich bitte an und los gehts ...

wie war das? ich wollte meiner Freundin "beweisen", dass eine Anreise ins Südliche Afrika auch reibungslos klappt , irgendwie ist bei uns Zweien der Wurm drin, 3x waren wir bisher gemeinsam mit dem Flugzeug unterwegs und bisher gab es bei keiner Anreise keine Komplikationen und so auch diesmal ... der Zubringer nach LHR hatte Verspätung , mit 40minütiger Verspätung landeten wir am Terminal 5 in LHR, aber dank des "Service for Disabled People" wurden wir bereits am Gate erwartet, im Schnellschritt durch die Security geschleust, mit dem Skytrain von A nach C gebracht, so dass wir dennoch pünktlich unseren Zubringer nach JNB bekamen , dort richteten wir uns in der 51. Reihe ein, stiessen mit GT an und warteten auf die Dinge, die da kommen sollten ... doch es kam nichts weiter, denn der Flug verlief gefühlt ratzfatz und schon landeten wir in JNB. Dort wurden wir wieder vom "Meet & Assist" erwartet und da wir noch Zeit bis zum Weiterflug hatten, beschlossen wir im Transitbereich den ersten Südafrikanischen Kaffee und Sandwiches zu geniessen. O.R. Tambo ist mein Lieblingsflughafen, ich fühl' mich dort einfach "zu Hause" - jedenfalls auf der Hinreise *gg* und so fühlte ich mich schon wie "angekommen". Doch es sollte ja weitergehen und so machten wir uns auf zum Gate, bestiegen die SAA-Maschine nach Windhoek und .... sassen fest - ein zunächst nicht definierbarer technischer Defekt - meine Freundin und ich gucketen uns an ... wieder ein Déjà-vu. Doch nach kurzer Zeit meldete sich der Pilot, eine falsche Fehlermeldung, die sich durch ein Systemreset beheben liesse, zwar mit Verspätung, aber immerhin hoben wir Richtung Windhoek ab. Auch wenn es der letzte Flug auf dem Hinweg war, meine Freundin und ich atmeten erleichtert durch ... wir kamen mit insgesamt nur einer Stunde Verspätung in Windhoek an . Doch wer meint, damit wären alle möglichen Pannen "abgehakt" - weit gefehlt

Wieder wurden wir am Flieger vom "Meet&Assist" erwartet und nahezu im Stechschritt zum Terminal gebracht, meine Freundin kam kaum hinterher, aber es hatte den Vorteil, dass wir schnell durch die Immigration waren und auf unser Gepäck warten konnten ... und warten konnten .... und warten konnten .... Ich hatte bisher schon viel über verspätetes Gepäck auf dem Flug über JNB (nach WDH) gehört, doch bisher war ich noch nie selber betroffen, also rein statistisch hätte es mich schon längst "erwischen" können, aber ausgerechnet auf dieser Reise? während die Reisetasche meiner Freundin wohlbehalten in Windhoek ankam, blieb meine zunächst verschollen , also ging es erst einmal zum "Lost&Found-Schalter", dort bekam ich eine Telefonnummer, bei der ich mich wieder melden sollte (mein Gepäck wurde mir für den nächsten SAA-Flug in Aussicht gestellt, aber wer weiss, ob das wirklich klappt) und so ging es erst einmal unvollständig zum Hertz-Schalter, um nun den Mietwagen entgegen zu nehmen. Doch auch das erwies sich als schwierig, denn da ich offiziell als Mieter eingetragen war, musste ich natürlich auch meine Kreditkarte zur Kaution hinterlegen ... nur ... der KK-Automat wollte keiner meiner 3 Kreditkarten - ich bekam einen mittleren Herzstillstand, weil ich mir das partout nicht erklären konnte, in meinem Kopf gab es Steven King vom Feinsten und ich sah mich, bis auf wenige ZAR, bargeldlos auf dieser Reise, mein innerer Steven King bekam auch noch Futter, als die KK meiner Freundin anstandslos vom Automaten angenommen wurde aber nun gut, wir bekamen unseren Nissan XTrail und machten uns auf zum Londiningi Guesthouse.

Meine Freundin hatte sich für das IPhone eine Navi-App runtergeladen, bereits zu Hause mit den entsprechenden Daten gefüttert und so führen wir los. Die Fahrt verlief recht kurz, nur war an dem von der Navi-App angegebenen Adresse das Guesthouse nicht zu finden, wir fuhren dreimal um den Pudding, Strassennamen waren natürlich nicht zu finden und landeten immer wieder vor dem gleichen Haus - eben nur nicht dem Guesthouse. Beim 4. Mal Puddingfahren landeten wir wieder an bekannter Stelle und ... siehe da ... dort war auch das Guesthouse, nur stand vorher immer ein Wagen mit Trailer genau vor dem Schild, welches das Guesthouse kennzeichnet . Wir checkten ein, stellten unser Gepäck ab, sprachen den GH-Manager an, ob/das er sich doch bitte um mein Gepäck kümmern könnte/würde und machten uns auf zum nächsten Pick'n Pay in Laufnähe zum GH. Dort versorgten wir uns mit Cooler Box, Getränken, Rusks, Obst und diversen Drogerieartikeln und fuhren zurück zum GH, natürlich in der Hoffnung, dass meine Reisetasche mittlerweile angekommen ist, doch der GH-Manager begrüsste uns mit einem Kopfschütteln. Für mich war der Tag irgendwie gelaufen, hundemüde, geschafft, irgendwie mit den Nerven am Ende ... naja ... nach Müde kommt doof , mir war nur noch nach einem guten Steak und 1-2 Windhoek Draught und so machten wir uns mit dem Taxi auf zu Joe's Beerhouse.

Joe's Beerhouse - eine Institution in Windhoek, wir waren gespannt und überrascht, wie gross und umfangreich diese Lokalität ist und wir stellten fest - man muss es gesehen haben, aber einmal reicht. Nach gutem Essen und frisch gezapften Windhoek fuhren wir wieder zurück ins Guesthouse, wo wir wieder mit einem Kopfschütteln begrüsst wurden... ich schwankte zwischen heulen und schallend lachen und so machten wir uns bettfertig, nicht ohne noch darüber zu reden, was ich morgen noch einkaufen musste, wenn die Reisetasche erst am nächsten Tag nach Okaukuejo gebracht wird. Etwas gefrustet schlüpfte ich unter die Bettdecke, als es gegen 21:30 Uhr an der Zimmertür klopfte - meine Reisetasche hatte den Weg zu mir gefunden und so kroch ich wieder unter der Bettdecke hervor, liebkoste meine Reisetasche, schnappte mir meine Kosmetiktasche und Schlafanzug und schlüpfte wieder seelig lächelnd unter die Bettdecke.... die erste Nacht in Afrika konnte kommen....
lG und bleibt gesund! M@rie
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Welcome on Board with M@ries Chauffeurservice, bitte machen Sie es sich im Fond bequem, leider können wir keine Beinfreiheit garantieren, denn Cooler Box und "Daily Needs" finden leider im Fussraum Platz und wirklich bequem ist es im Fond sicher auch nicht, aber Fotorucksäcke im Kofferraum machen wenig Sinn, wie dem auch sei... wir hoffen, Sie können die Fahrt trotzdem geniessen

die erste Afrikanische Nacht ... auch nicht mehr das, was sie mal waren... ich merke schon in der Nacht, dass die Kombination aus "kaltes Flugzeug", "heisses Namibia" und "Klimaanlage im Auto" nicht unbedingt gesundheitsförderlich ist und so wache ich immer mal wieder mit Schniefnase und Krächzhals auf, am Morgen dann die Gewissheit - es hat mich erwischt , aber auch mit Erkältung lässt sich das fantastische Frühstück im Guesthouse geniessen. Jedoch verzögert sich dadurch unser Zeitplan, denn wegen einer chronischen Grunderkrankung sollte ich für den Notfall Antibiotika mitnehmen und die habe ich natürlich nicht im Gepäck, also ist erst einmal ein Arztbesuch angesagt - das Medical Centre ist ja direkt um die Ecke leider hätte ich dort unbestimmte Zeit warten müssen und wir wollen ja noch in die Etosha, also beschliesse ich, einem Apotheker mein Leid zu klagen, der hat auch ein Einsehen und gibt mir sowohl "normale Erkältungsmedizin" als auch ein Antibiotikum mit, doch damit beginnt das nächste Zittern, wird der Automat meine Kreditkarte akzeptieren? - *strike* sie wird akzeptiert, jeglicher Herzkasper und Steven King war also unnötig *juchhu* meine Laune bessert sich spürbar und so können wir uns auf die B 1 machen . Die eintönige Fahrt wird durch einen kurzen Zwischenstop in Outjo (Tanken und Geld ziehen) unterbrochen, ausserdem sind wir zu Zweit und können uns ablösen, denn das schnöde "immer geradeaus" macht schnell müde. Bald stehen wir vor dem Anderson Gate und ich bin überrascht, dass es hier gänzlich anders abgeht als an den Kruger Gates. Kurz hinter dem Gate werden die Sicherheitsgurte abgelegt und die Kameras startklar gemacht ... frau kann ja nie wissen *gg*

Aber die Fahrt nach Okaukuejo blieb recht ereignislos ... naja ... wir verhielten uns schon wie "Park-Frischlinge" - inkl. Stopp bei den ersten Springböcken und so konnten wir schon bald einchecken, unseren Schlüssel für das Waterhole Chalet in Empfang nehmen und in Chalet Nr 2 einziehen. Als Restcamp kenne ich bisher nur die in SA (Kruger, Ithala, Hluhluwe iMfolozi, Hlane), nun konnte ich mir auch den höheren Preis für die Unterkunft erklären - einfach *wow* und natürlich lockte das Wasserloch, es war schon schwer, sich vom bunten Treiben dort loszureissen. Wir hatten aber recht früh unser Dinner angekündigt (dafür muss/sollte man sich in einer Liste eintragen und eines sei gesagt... Afrikaner lieben Listen, wie sich später noch zeigen sollte ) und so machten wir uns auf zum Restaurant. Sehr freundlich wurden wir dort begrüsst und zu "unserem Tisch" gebracht, die Getränkebestellung entgegen genommen und uns das Buffet erklärt ... und dieses galt es nun zu stürmen . Nach dem leckeren Dinner ging es zurück zum Wasserloch und unsere Rechnung ging auf... wir konnten uns noch sehr gute Plätze aussuchen, denn als wir das Restaurant verliessen, kamen die meisten Gäste erst zum Dinner. Und was uns dort am Wasserloch geboten wurde... einfach nur *wow* ... erst gab es 4 Elibullen und 2 Spitzmaul-Nashörner, auch ein Löwenrudel machte es sich am Wasserloch bequem, als jedoch 2 grosse Eli-Breeding-Herds kamen, sind diese lieber verschwunden , dann gesellten sich noch 2 weitere Spitzmäuler und 2 Breitmaul-Nashörner dazu, von den Schakelen ganz zu schweigen - in der Ferne waren noch Giraffen, aber die trauten sich nicht näher ran. Es fiel uns schwer von der Szenerie zu verabschieden, aber mittlerweile war es schon knapp 23:00 Uhr ... wir hätten die ganze Nacht dort sitzen können

Da das Gate erst um 6:45 öffnete konnten wir um kurz nach 6:00 schon genüsslich frühstücken gehen und eine gute Stärkung war angesagt, denn immerhin wollten wir den ganzen Tag den westlichen Teil der Etosha erkunden. Ich kenne ja eine ganze Reihe von Landschaften, aber Etosha ... das ist noch einmal eine ganz andere "Hausnummer"

weitläufig, platt ... oder wie man in einem Uralt-Ostfriesenwitz sagt: "man kann heute schon sehen, wer übermorgen zu Besuch kommt" ... die Landschaft ist faszinierend, aber ich bin mir nicht wirklich sicher, ob die mir gefällt wir fahren über über die Wasserlöcher/stellen Wolfsues, Okondeka, Adamax, Natco, Sprokieswood (Strecke nach Grünewald haben wir abgebrochen, da Tiefsandpiste) und entdecken dabei sogar Löwen

unter einem Baum, im hohen Gras können wir sogar noch eine Löwin und einen Lionking entdecken, aber das hohe Gras ist im Weg ... später können wir sogar eine Afrikanische Wildkatze im hohen Gras aufspüren .... leider ist auch hier das Gras zu hoch, um ein gutes Foto zu schiessen. Beeindruckend sind aber auch die Oryx-Antilopen, die mittags gerne unter Bäumen stehen oder auch liegen

Und dann sehen wir eine grosse, weisse Staubwolke ... wir denken Wunder, was los ist, aber es ist "nur" ein Gnu, dass sich im Staub wälzt

Insgesamt fahren wir (im Verhältnis zu anderen Strecken) nur wenige Kilometer, sind aber den ganzen Tag unterwegs und so kommen wir kurz vor Toresschluss wieder in Okaukuejo an und stürmen direkt zum Wasserloch ... apropos "stürmen" ... es war sehr windig geworden, nahezu stürmig und neben uns sortierten sich eine Gruppe ein ... abgesehen davon, dass sie recht laut waren, sie wollten ein Picknick am Wasserloch veranstalten ... sie holten Plastikteller aus einer Tüte und *schwups* waren sie weggeweht ... dann holten sie Chips raus ... ich muss gestehen, wir warteten eigentlich darauf, dass sie die Chips auf einen Plastikteller füllen Wir machten uns dann auf zum Dinner, dort mussten wir aufpassen, dass uns das Impalla nicht vom Tisch geweht wurde ... es war ungemütlich, aber auch irgendwie spannend *gg* Zurück am Wasserloch hofften wir auf ein ähnliches Spektakel wie am Vorabend, aber *göttinseidank* war heute nichts weiter los, bis auf eine Stipvisite einer Löwin und da der Wind empfindlich kalt und wir am nächsten Tag weiter nach Onguma wollten, waren wir ganz froh, dass auch die Tiere bei diesem Wetter nicht vor die Tür gingen, denn so konnten wir schon gegen 21:30 unter die Bettdecke krabbeln
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26 Okt 2012 17:53 #259935
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sooo... und weiter geht's ... auf nach Onguma, bitte anschnallen ...

Die Umstellung auf den "Africa - Mode" hat hervorragend geklappt und so werden wir schon vor dem Weckerklingeln wach, noch ein Blick aufs Wasserloch (tote Hose, worüber wir nicht ganz so traurig sind), Taschen ins Auto packen, frühstücken gehen, auschecken und los. Insgesamt sind es bis zum Lindequist Gate "nur" rd 180 km, aber wer weiss, was uns so vor die Augen kommt und so "klappern" wir die Wasserlöcher auf dieser Route ab - Gemsbokvlakte - Olifantsbad - Aus - Ondongab - Rietfonein - Etosha Lookout - Springbokfontein und Chudop.

Ich bin immer noch hin- und hergerissen, ob mir die Landschaften der Etosha gefallen oder nicht, ja, sie sind einerseits sehr faszinierend, aber auch so trocken, stellenweise eintönig ... oftmals einfach nur weiss , selbst an den Wasserlöchern ... aber da bringen dann Tiere die Farbe ins Spiel - wie Kudu - Mädchen, Schwarznasen-Impallas, die nur in der Etosha vorkommen und Red Hartebeest (Kuhantilopen)

oder plantschende Eli-Kinder und Springböcke

selbst die Elefanten sind irgendwie weiss

und dann stossen wir auf den Anfang des Etosha Lookouts - eine Pad mitten in die eigentliche Pfanne, nun gut, nicht wirklich mittenrein in die Pfanne, aber immerhin rd 3 km rein und es wird noch unwirklicher. Die Pad ist rechts und links begrenzt und stellenweise ist auch zu erkennen warum ... einige haben wohl versucht auf der eigentlichen Pfanne zu fahren und sind sichtlich steckengeblieben. Die Pad sieht intakt aus, doch das täuscht, stellenweise gibt es diese unsichtbaren, tiefen Schlaglöcher . Am Horizont läuft ein Strauss über Wasser, aber läuft da wirklich ein Strauss oder ist es eine Fata Morgana? Wir Zwei sind alleine am Lookout und so nutzen wir die Gelegenheit, um die Luftfeuchtigkeit marginal zu erhöhen

Wir fahren auch noch zum Chudop Wasserloch bevor wir am Lindequist Gate den Park verlassen und beinahe am Gate zum Onguma Reserve vorbeifahren. Im Onguma Bush Camp werden wir freundlich an der Rezeption mit feuchten Tüchern und Guave-Saft begrüsst und zu unserem Chalet gebracht. Es ist zwar klein, aber praktisch und ausreichend für 2 Personen und so richten wir uns erst einmal häuslich ein, bevor wir gegen 19:30 Uhr zum Dinner gehen. Heute gibt es kein Buffet, sondern ein 3 Gänge Menue mit Auswahl der Hauptspeise, Michael, unser Waiter ist sehr aufmerksam, ohne dabei aufdringlich zu sein.

Wir nehmen nach dem Essen noch ein Digestif am Wasserloch, es ist nicht so spektakulär wie Okaukuejo, auch nicht so gut besucht, aber auch das ist uns ganz recht, denn so können wir bald recht müde ins Bett fallen

Da wir am nächsten Tag einen langen Ritt nach Divundu vor uns hatten, wollten wir nur eine "kleine Runde" in der Etosha fahren und uns ab dem frühen Nachmittag einfach nur am Pool bzw Wasserloch von Onguma lümmeln, aber wie so oft ....

Zunächst fuhren wir nach Namutoni, denn das Daily Fee wird nicht am Gate, sondern in den Camps bezahlt, dann gönnten wir unserem XTrail noch eine Tankladung, um dann Richtung Andoni zu fahren ... kurz hinter Tsumcor machte ich schlapp - ich war einfach nur müde und während meine Freundin fuhr, schlief ich die meiste Zeit auf dem Beifahrersitz - nur kurzzeitig kam ich mal hoch, bspw um die Landschaft der Pfanne zu fotografieren


Bei der Fahrt um die Fischer's Pan war ich dann (endlich) wieder wach, insbesondere am Wasserloch Twee Palms ... warum dieses Wasserloch nur so heisst, wie es heisst


der Eli genoss das Bad sichtlich und bevor wir die Etosha endgültig verlassen, fahren wir noch den DikDik-Driveund. Aber wie war das mit "nur eine kleine Runde"? es waren zwar nur etwas an die 140 km, dennoch waren wir rd 8h unterwegs, bevor wir wieder im Onguma Bush Camp ankommen. Wir machen uns frisch, genehmigen uns einen Sundowner am Wasserloch, geniessen das Dinner und fallen früh ins Bett ...
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29 Okt 2012 19:41 #260506
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Alexa - wir Beide posten ja unsere RB kreuz und quer und "verteilen sie gleichmässig" ;) :laugh:

bitte anschnallen, es geht weiter ... auf zur Nunda River Lodge ...

Wir starten recht früh, denn vor uns liegen rd. 600 km, vieles davon Gravel Pad, da wir nicht den Umweg über Tsumeb und Grootfontein fahren wollen, die Gravel Querverbindung stellt zwar keine "zeitliche Abkürzung" dar, soll aber landschaftlich schöner und abwechslunsgreicher sein, als die B 1/B 8 , also biegen wir an der B 1 nicht nach rechts, sondern nach links ab, um schon bald auf die D3001 abzubiegen - Gravel Pad soweit der Horizont reicht und so fahren wir und fahren wir und fahren wir .... in 2 Stunden 2 Autos und dann passiert es ... knapp 10 km vor der B 8 ... ein grosser, scharfkantiger Stein liegt im Weg und vorne links macht es *flöpflöpflöp* - ein platter Reifen und das Ganze bei 32°C ohne Schatten Rein technisch weiss ich natürlich, wie ein Reifenwechsel geht, aber körperlich bin ich dazu nicht mehr in der Lage, doch *göttinseidank* bei meiner Freundin springt der Autopilot an und auch dabei stellt sich raus - wir sind ein sehr gutes Team - schnell wurde das Gepäck in den Riesen-Müllbeuteln aus dem Kofferraum "geschmissen" (und das ohne dreckig zu werden - *müllbeutelseidank* ), Wagenheber, Radkreuz und Ersatzrad rausgeholt, die Schrauben vorne links gelöst und dann der Wagen angehievt. Einen praktischen Tipp gibt es auch noch - wenn ihr den Mietwagen übernimmt, schaut euch auf jeden Fall den Wagenheber an und guckt, ob der zum Auto grössenmässig passt! Wir hatten zwar den Original-Wagenheber, aber er war schlichtweg ein Witz - für einen XTrail gab es einen "Baby-Wagenheber", ein vernünftig grosser und wir wären schneller fertig gewesen! Aber auch so waren wir Furmula One - tauglich - naja - vornehmlich meine Freundin - nach einer Viertelstunde war das Rad gewechselt und natürlich ... wir waren gerade fertig, da hielt ein Auto - das 3. in 4 Stunden. Es waren sehr nette Belgier, die neben Englisch und Niederländisch auch Deutsch sprachen. Der Mann war so nett noch einmal die Radmuttern nachzuziehen - wir sollten sie noch wiedertreffen

Nun hatten wir nur ein Problem ... mit dem Ersatzrad (halt Ersatzrad, andere Felge, andere Grösse) konnten wir nur noch 80 km/h fahren und so zog sich der Weg bis Rundu/Divundu sehr hin. In Rundu steuerten wir die erste Tankstelle an, vllt gab es dort einen "Reifenservice", aber nein, heute war Sonntag und so tankten wir nur und machten uns auf den restlichen Weg nach Divundu und so brauchten wir für die rd 600 km insgesamt nicht wie ursprünglich geplant 7 Stunden, sondern 10 1/2. Mit der Dämmerung kamen wir an der Nunda River Lodge an und das wohl so leise, dass uns eine der Managerinnen erst gar nicht hörte. Ein Angestellter fuhr mit uns zu unserem Chalet, denn da es "das Letzte" war, war der Weg dahin recht verschlungen und vorallem war es schon dunkel. Voller Stolz zeigte er uns unser Domizil für die nächsten 2 Nächte, riesengross mit 3. Bett und einem grossen Outdoor-Bad-Bereich - einfach klasse. Wir machten uns kurz frisch, fuhren wieder zum Hauptgebäude, genossen das Dinner und einen dicken Gin Tonic, den hatte sich meine Freundin redlich verdient!

Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Divundu - zur Reifenwerkstatt

etwas abenteuerlich mutete das Ganze schon an, aber unser "Retter in der Not" arbeitete flott und gewissenhaft und so war unser XTrail nach kurzer Zeit wieder "richtig bereift" - wir hatten es geschafft, insgesamt 3 Löcher in den Reifen zu zwirbeln ... für die Reparatur zahlten wir umgerechnet 8 EU. Wieder zurück in der Lodge buchten wir für den Nachmittag eine Sunset Cruise und genehmigten uns dann einen Power Nap

Auf der Sunset Cruise waren wir 6 Personen, leider war der Schiffsführer kein "Vorzeige-Guide", denn er stellte den zahlreichen Hippos ziemlich nach, kam ihnen sehr nahe, bedrängte sie sogar, riskierte sogar Kollisionen , trotzdem genossen wir die Aussicht auf "unser Chalet" und "den Waschtag im Dorf"

auch der Sonnenuntergang war einfach *soifz* ... so wie sie halt sind in Afrika

wieder in der Lodge geniessen wir vor dem Dinner noch einen Gin Tonic und treffen die Belgier wieder, die am Vortag angehalten hatten - sie hatten eine Zwischenübernachtung in Rundu eingelegt ... es war nicht das letzte Mal, dass wir uns trafen
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02 Nov 2012 14:03 #261072
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es freut mich, dass euch der RB und die Bilder gefallen ... in diesem Jahr habe ich gar nicht so viel fotografiert, einerseits weil mir durch die Erkältung irgendwie die Lust zu fehlte, andererseits aber auch, weil mir von Tag zu Tag deutlicher wurde, dass ich so eine Tour vermutlich nicht noch einmal machen kann (gesundheitlich) und ich "einfach nur den Augenblick genossen habe" ;)

@ Annick - eigentlich müssen dir zwischendrin ziemlich die Ohren geklingelt haben, denn ich habe oft an dich gedacht, gerade auf der Fahrt zum Camp Kwando ;)

und weiter geht's ... bitte anschnallen... das heutige Ziel ... das Camp Kwando.

Nach dem Frühstück in der Nunda River Lodge, einem Blick auf den Fluss (den wir im weiteren Verlauf ja noch einmal erleben) geht es gegen halb zehn auf die Piste, noch ein kurzer Stopp an der Tankstelle ... wir wollen den Reifendruck noch einmal prüfen lassen, doch daraus wird nix, der Kompressor ist kaputt. Also hoffen wir darauf, dass der gefixte Reifen hält und fahren auf die B 8. Mich nimmt die Erkältung, bzw die Nächte mit eben dieser ziemlich mit, abgesehen davon, dass ich schlecht Luft bekomme, werde ich gerade nachts von Hustenattacken heimgesucht. Auch das viele Trinken über Tags nutzt nicht wirklich was, denn das wird eher umgehend ausgeschwitzt ... den fehlenden Schlaf hole ich dann schon mal als Beifahrer nach

Auf der B 8 sind im Caprivi durchgehend nur 80 km/h erlaubt, da man immer mit kreuzenden Elefanten rechnen muss, dennoch geht die Fahrt nach Kongola recht schnell, dort steuern wir erst einmal eine Tankstelle an, zwecks Reifendruckkontrolle. Der junge Mann checkte den Luftdruck vorne „100“ war seine Antwort, wie hoch er sein müsse, wusste er nicht. Ich habe ihn dann gebeten einen andere Reifen zu prüfen und den gleichen Luftdruck dann auch vorne drauf zu machen. Das war dann 1.9. Bis jetzt scheint der Reifen den Druck zu halten, war wahrscheinlich nach der Reparatur nicht richtig aufgepumpt. Die Fahrt von Kongola zum Camp Kwando war recht abenteuerlich, denn die C 49 wird neu gebaut - offensichtlich federführend durch Chinesen . In der Lodge weren wir freundlich mit einem Saft begrüsst, für den Ablauf in der Lodge gebrieft und dann zu unserem Zeltchalet gebracht. Es ist das erste Chalet direkt am Fluss, wir können quasi vom Deck direkt ins Wasser spucken. Erstmal ausgeruht, dann den Straßenstaub abgeduscht, kurz den Sonnenuntergang genossen und ab zum Dinner. Traditionell Afrikanische Küche meets Avantgarde - einfach kurios, aber saumässig lecker und ... wen treffen wir am Nachbartisch? richtig, die Belgier ... wir halten noch einen Smalltalk, erzählen über die nächsten Tourabschnitte, trinken noch ein Draught und fallen dann müde ins Bett.

Am nächten Tag machen wir eine Game Drive in den nahegelegenden Mudumu NP, überwiegend Tiefsand und wir 2 sind froh, nicht alleine gefahren zu sein. Es fällt nur auf, dass die Tiere sehr schnell auf Distanz gehen und das, obwohl der Park bereits seit 1990 Naturschutzgebiet (vorher Wilderer-Revier) ist.

Neben Elefanten und lilac breated Roller sehen wir auch Kudus, Tokkos, African Fisheagles, Mangusten und vieles mehr, aber leider keine Katzen. Dennoch ist der Park gerade landschaftlich sehr schön, denn sie ist geprägt durch trockene Buschsavanne im Nordosten mit einigen Mopane-Bäumen und der Sumpflandschaft im Südwesten, also recht abwechlungsreich. Der Rückweg führt uns noch durch das Dorf des Rangers und nach rd 4h Durchschütteln sind wir ganz froh, wieder im Camp zu sein . Wir geniessen unser Chalet - ich per Power Nap, meine Freundin die Terrasse - genehmigen uns einen Sundowner in der Bar und das fantastische Essen und fallen früh ins Bett, denn morgen steht die Fahrt nach Kasane an .... das nächste Abenteuer
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