THEMA: wie alles begann...Nam/Bot April 2011
21 Jul 2011 17:26 #196768
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  • Fleur-de-Cap am 21 Jul 2011 17:26
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tja, dann leg ich gleich mal nach:

24.04. Camp Kwando, Kongola – Zambesi River Lodge, Katima Mulio

Um 05:30 Uhr stehen wir auf und gehen erst mal schön duschen. Überall ist auch schon etwas los. Manche frühstücken schon, andere liegen noch in der Koje. Nach einem leckeren Omelette packen wir zusammen und sind eine der Ersten, die den Platz verlassen. Auf geht es zum Mudumu GR und zur 1. Safari 2011!! B)

Nach 2maligem Anlauf an der Ranger Station wissen wir auch, wo es die Permits gibt. Fleur hat dabei eine nette Begegnung mit ein paar süßen Kiddies und ist hin und weg. :kiss: Der Weg zur Station ist lang und ab vom Schuss. Auf der Zufahrt kommen uns schon 2 Autos entgegen, also sind wir wieder nicht die Ersten, das muß sich ändern! ::evil:





Der Ranger erklärt uns, wo wir fahren dürfen, inklusive einer 4x4 Strecke, die wir später sogar 2x fahren. Auf einer netten Strecke sehen wir die ersten Gemsböcke und Warthogs, halten nach Hippos an den verschiedenen Wasserstellen Ausschau und sehen in der Ferne einen ersten Elefanten. Dann wird der Sand immer tiefer und das erste Mal schalten wir den Allradantrieb ein. Bis jetzt alles easy, doch es wird immer tiefer und immer langsamer. :S Neben mir wird’s immer ruhiger und ich glaube, Fleur sieht sich in Gedanken schon Sand schippen. :pinch: Auf einer etwas festeren Stelle lassen wir Luft aus den Reifen und schon geht es weiter, z.T. mit gemischten Gefühlen. Aber wir kommen durch und das Vertrauen wächst zunehmend. Nach einer ergebnislosen Fahrt auf der anderen Seite des Parks fahren wir selbstbewußt die 4x4 Strecke, dieses Mal in die andere Richtung. Auch nun keine Probleme und wir halten weiter Ausschau nach Tieren.





Nach der Ranger Station steht plötzlich ein Eli im Weg und versperrt unsere Fahrstrecke. Er sieht das etwas anders und zeigt das durch Stampfen und Ohrenwackeln deutlich. :ohmy: Als er in unsere Richtung marschiert, fahren wir Meter für Meter rückwärts, bis er zufrieden ist und in die Büsche verschwindet. Für Fotos blieb keine Zeit aber Fleur hat tapfer gefilmt. B) Wir folgen der kleinen Gruppe dann etwas, es gab sowieso keine Alternativroute, halten aber respektvoll Abstand. Gut gelaunt geht es weiter auf netten Wegen bis zu den Hippo Pools. Doch auch hier nur Spuren der Hippos, keiner der Brummer ist zu sehen. :angry:









Zurück an der Ranger Station ist es dann aber soweit: mitten in der Station grast ein Hippo. Wir beobachten den Koloss eine Weile. Als wir dann aber weiter wollen, bremst er uns aus und zeigt uns an, daß er bestimmt, wann wir weiter dürfen. :blink: Also heißt es warten und zuschauen, bis er sich langsam seitwärts der Fahrstrecke entfernt. Dann geht es los, immer das Hippo im Blick und dann muß der 3 l Diesel volle Leistung bringen. Freund Hippo will sich mit uns anlegen und rennt mit offenem Maul recht flott auf seinen kurzen dicken Beinen in unsere Richtung. :blink: Dann aber gibt er auf und wir sind um eine Erfahrung reicher. :woohoo:





Nach diesem Erlebnis verlassen wir den Park in Richtung Katima Mulilo. Wir nehmen die Route über Linyanti, eine Gravelpiste wie viele andere auch. Wir beschliessen, zur Kalizo Lodge zu fahren, kaufen vorher noch Holz für ein Feuerchen und freuen uns auf einen schönen Abend.
Die Fahrt geht durch die Wetlands (ca 20 km), wo viele Dörfer unter Wasser stehen. Viele Zelte sind als Notunterkünfte aufgebaut und viele Leute sind mit dem Fischfang beschäftigt. Links und rechts der Strasse ist nur noch Wasser zu sehen, zum Teil sieht man Büsche und Bäume aus dem Wasser herausragen. Dann der Abzweig zur Lodge, der geradewegs im Wasser endet. :dry: Also wieder zurück und nach Katima zur Zambesi River Lodge. Hoffentlich gibt es dort nicht auch zu viel Wasser. So langsam wird es dunkel und die Strecke zieht sich doch ganz schön!

Endlich erreichen wir die CampSite und treffen dort das Pärchen von der Kwando CampSite wieder. Leider müssen wir uns mit einem Stellplatz in der 2. Reihe zufrieden geben, die Anderen haben die Pole-Position direkt am Fluß mit einem überdachten Sitzbereich. :angry: Zu allem Übel fängt es dann auch noch an zu regenen und wir haben keinen Unterschlupf ausser unserem Zeltaufbau. :blush: Nachdem wir uns darauf geeinigt hatten, gab es das letzte Rindfleisch mit Gemüse (isch gsond!) und wir rutschten zusammen, um nicht all zu naß zu werden. Wieder nichts mit Lagerfeuer, hatten wir doch auch noch extra dünnes Holz + dazugehörige Ameisen unterwegs mitgenommen. Merde! :angry:

Wenigstens die Toiletten sind sauber und bis auf das lästige Hupen der Autos am Gate ist es auch ruhig. Wir konnten beruhigt schlafen, der Security Service kontrolliert regelmäßig.

LG
Fleur
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21 Jul 2011 18:21 #196780
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Juhu, Fleur,
Dann wird der Sand immer tiefer und das erste Mal schalten wir den Allradantrieb ein. Bis jetzt alles easy, doch es wird immer tiefer und immer langsamer. Neben mir wird’s immer ruhiger und ich glaube, Fleur sieht sich in Gedanken schon Sand schippen

Ich gestehe: Die Türgriffe an meiner Seite wurden arg strapaziert.
Der war echt eklig, der Sand. Da hat Jochen dann auch mal in die Allradtrickkiste gegriffen. Vor allem wenn man von Elis umzingelt ist... Irgendwie war das ganz anderer Sand wie in Makgadikadi und Nxai Pan. So´n bisschen fließsandiger eben...

Vielen Dank dass ich noch mal mitfahren darf.
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit

www.butterblume-in-afrika.de
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22 Jul 2011 10:00 #196889
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Hallo Marina,

das mit dem Türgriff kann ich ebenfalls bestätigen :silly: ...und es war erst der Anfang...:pinch:

Die Fahrt geht bald weiter!

Schönen Nachmittag
Fleur
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22 Jul 2011 12:43 #196940
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25.04. Katima Mulilo, Zambesi River Lodge – Kasane, Thebe River Lodge

Wir lassen es gemütlich angehen, der nächste Stop ist Kasane in Bots, nur 110 km entfernt. Mit Grenzübergang sollten wir vor 12 Uhr in Kasane sein. 1x Tanken + Geld holen und evtl, Einkaufen (falls geöffnet, da Ostermontag).
Kurz vor der Grenze (zwischen Nam + Bots) treffen wir auf die erste ausführliche VetControl. Wir müssen sämtliche Schuhe auspacken und desinfizieren sowie mit dem Auto durch eine gefüllte Mulde durchfahren. Innerlich verabschieden wir uns von eingen unserer Lebensmittel. :blush: Trotz Inspektion des Kühlschranks dürfen wir unbehelligt weiter fahren. Juhu! :woohoo: Dank der gründlichen Kontrolleurin haben wir auch wieder die richtigen Schuhe an. Fleur hatte einen von mir und ich entspr. einen Crocs von ihr an. Wir haben es nicht einmal gemerkt. :silly:

Überhaupt wachsen wir so langsam mit unseren Crocs zusammen :P , andere Schuhe waren bisher nicht notwendig. So erreichen wir dann wieder ordentlich angezogen Kasane, lassen am Parkgate zum Chobe einen unserer Stifte zurück (der Erste!) und können uns mit Geld, Sprit und ein paar Lebensmittel versorgen. Dummerweise haben die Bottlestores geschlossen und wir sitzen auf dem Trockenen....:angry:

Dann machen wir uns auf den Weg zur Chobe River Lodge und gucken dumm aus der Wäsche, als es heißt: fully booked. :huh:
Also etwas verspannt zur nächsten CampSite, immer die anderen Autos im Rückspiegel, damit uns nicht einer überholt und den letzten Campingplatz wegnimmt :laugh:

Wir haben Glück, es gab noch ausreichend CampSites, wenngleich ohne festen Unterstellbereich, jedoch Strom. Wir haben gleich noch die Bootsfahrt auf dem Chobe gebucht und für den nächsten Tag die VicFalls. Wir haben in Ruhe das Zelt aufgebaut und uns eingerichtet, bevor es zur Bootsfahrt ging.
Der Kühlschrank lief jedoch nicht auf Strom, zum probieren blieb jetzt aber keine Zeit - wir mussten pünktlich zur Bootstour:

































Inzwischen ist noch ein älteres Ehepaar mit Reisebus (CH-Kennung) angekommen, das sich darum kümmern wollte, dass es Strom gibt. Wir haben unsere Bootsfahrt genossen, hatten die besten Plätze und nur Heinz-Rüdigers haben durch ihre Kommentar etwas gestört :huh: - die Geräuschkulisse war z.T. einfach nervig. :angry: Zuerst Vögel, dann ein Kroko, Elis, Hippos, noch mehr Krokos und Elis und zum Abschluß 2 Giraffen und ein Büffel rundeten dieses schöne Erlebnis ab. Die Sonne ist dann auch noch aus den Wolken hervorgekommen und wir konnten einen schönen Sonnenuntergang geniessen. B)


Zum Abendessen zauberten wir dann Hühnerbrust in Kokossauce mit Süßkartoffeln (not bad!).
Dann kümmerte ich mich um den Strom, der inzwischen zumindest an der Steckdose ankam. Unsere neuen Nachbarn waren nette Australier, die 3 Monate on Tour durch Afrika waren und Dank dem Voltmesser und dem praktischen Händchen war der Fehler bald behoben. Mit defektem Kabel kann der Kühlschrank ja nicht funktionieren. Wein + 2 Gläser haben wir für 85 Pula dann an der Bar bezogen, für einen Nedernburg ganz ok. So war der Tag sehr schön, kein Regen, dafür Wein, satt waren wir auch und mein Schatz war wie immer wieder bald in der Heia.
:laugh:
Letzte Änderung: 22 Jul 2011 12:49 von Fleur-de-Cap. Begründung: .
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22 Jul 2011 17:19 #196997
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  • casimodo am 22 Jul 2011 17:19
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Hallo Fleur,

echt schöner Bericht, bin schon auf die Fortsetzung gespannt !
Mal schauen, wo es Euch so überall hinverschlagen hat.

Sind in 2008 auch durch den Caprivi gefahren. Mudumu hat uns gar nicht so schlecht gefallen, wir waren aber mit einem Guide unterwegs. Und auf Deinem Foto vom Camp Kwando ist glaube ich "unser" Zelt mit drauf.

Viele Grüße
Carsten
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23 Jul 2011 10:53 #197061
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Hallo Carsten,

vielen Dank - bald geht es auch weiter;)

Mudumu hat uns sehr gut gefallen. Waren doch positiv überrascht, was wir alles an Tieren sehen durften. Aber mein Favoriten-NP kommt erst noch...B)

Vorher geht es aber erst nach ZIM zu den Vicfalls..

Schönes Wochenende
Fleur
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