THEMA: Bushlore
16 Mai 2016 14:25 #431152
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  • Katiafrica am 16 Mai 2016 14:25
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Hallo liebe Forenmitglieder,
wir sind nun schon 3 Wochen zurück vom diesjährigen Bostwana/Namibia Urlaub und ich möchte jetzt noch die Gelegenheit nutzen, eine kleine Episode zu erzählen.
Erstmals hatten wir in diesem Jahr ein Auto von Bushlore gemietet, einen Toyota Hilux Bushcamper.
Die ersten Tage verbrachten wir in der CKGR, danach sind wir zur Third Bridge und weiter nach Linyanti.
Das Auto lief wunderbar und wir hatten keinerlei Schwierigkeiten. Zwischen Savuti und Linyanti , bei einer kurzen Pause stellten wir zufällig fest, dass ein Dichtungsgummi zwischen dem Alurahmen der Kabine und dem Auto verdächtig weit rausschaute. Jetzt betrachteten wir das Auto genauer und wir stellten fest, dass der Rahmen der Kabine an einigen Stellen, da wo die Schraubverbindungen zum Auto sind, angebrochen und auch bereits durchgebrochen war. Die hinterste Schraube fehlte bereits ganz. Uns war klar, dass wir die Kabine verlieren, früher oder später. Aber bei den Tiefsandstrecken vor Linyanti - mit entsprechenden Schaukelbewegungen - war früher angesagt. Die Kabine war zwar noch auf dem Auto, aber total verschoben. Notdürftig haben wir ein Abschleppseil so befestigt (durch die hinteren Fenster), dass sie zumindest nicht weiter abrutschen konnten. So fuhren wir die letzten 20 km bis Linyanti mit 5 km/h. Dort angekommen verständigten wir sofort Bushlore (unseren Mann, der uns in Maun das Auto übergeben hatte - Amos ist sein Name). Er wollte gar nicht so richtig glauben, was passiert war. Wir machten ihm aber schon klar, dass wir mit dem Auto so auf keinen Fall weiterfahren können und ein anderes benötigten. Er teilte uns mit, dass er am nächsten Tag gegen Mittag zu uns kommt. Pünktlich war er da und stellte nun auch fest, dass wir ein anderes Auto brauchen. Er telefoniert mit Johannesburg, ich telefoniere mit seinem Chef usw. Nach fast 3 Stunden waren wir dann endlich soweit, dass wir eine Lösung hatten. Die dann so aussah: Unser Auto wurde mit Seilen und Strips total verschnürt und somit reisefertig gemacht. Das Auto mit dem Amos kam, ein Landcruiser sollte in Kasane noch ein Dachzelt bekommen und wir hätten sofort mit diesem weiterfahren können. Aber ich konnte nicht so richtig daran glauben .... Aber dennoch fuhren wir noch am Nachmittag los und waren gg. 19.00 Uhr in Kasane. Unterwegs sagte uns Amos noch, dass ein Auto von Johannesburg kommt. Aber ehrlich gesagt, habe ich nicht richtig hingehört,
Wir übernachteten in der Thebe Safari Lodge und vereinbarten, dass Amos am nächsten Morgen gg. 8.00 Uhr kommen sollte.
Und ihr werdet es nicht glauben, er kam mit einem neuen Toyota Hilux Bushcamper, sauber alles eingeräumt. Fantastisch . Und tatsächlich hatte Bushlore einen Fahrer von Johannesburg geschickt, der die ganze Nacht gefahren ist.
Also ich fand das schon eine großartige Leistung.
Und so konnten wir unseren Urlaub wir geplant fortsetzen.
Zum Auto noch so viel: Wir haben im Nachhinein erfahren, dass das Auto bereits am Alurahmen repariert worden war. Aber leider sehr schlampig. Man hat einfach in den ohnehin schon dünnen Alurahmen noch eine paar Löcher mehr reingebohrt und mit Schrauben versehen und das ganze einfach zugekleistert.
Nachdem wir vor 2 Jahren schon mal eine Panne hatten (ich glaube die haben es auf uns abgesehen :)), da aber 30 Stunden im Busch standen bis uns jemand abgeschleppt hat und dann noch 3 Tage in Kasane warten mussten ( der restlich Urlaub musste neu geplant werden) - hatten allerdings über einen deutschen Anbieter das Auto von Britz - war diesmal der Ausgang eine positive Überraschung.

Liebe Grüße
Kati
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16 Mai 2016 14:43 #431154
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  • BikeAfrica am 16 Mai 2016 14:43
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... freut mich immer, wenn ich mal Berichte zufriedener Reisender lese. Meist liest man ja nur Beschwerden, wenn mal etwas nicht klappt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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16 Mai 2016 14:58 #431158
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Hi BikeAfrica, OT hängt das vielleicht damit zusammen, dass die Erwartungshaltung von Kunden an ein vernünftiges Engineering und eine gute Verarbeitung schon eher bescheiden geworden ist, so freut man sich dann eben im Pannenfall, dass wenigstens der Kundendienst funktioniert.
Grüße
...alleine auf dem begrenzten Bildausschnitt sieht man 3 Bruchstellen des Seitenrahmens....zum Kxxxxxx.
Letzte Änderung: 16 Mai 2016 14:59 von leser.
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16 Mai 2016 15:09 #431161
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  • BikeAfrica am 16 Mai 2016 14:43
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leser schrieb:
...alleine auf dem begrenzten Bildausschnitt sieht man 3 Bruchstellen des Seitenrahmens....zum Kxxxxxx.

... die Frage ist, ob man diese Stellen auch bereits zu Beginn der Reise sehen konnte. Ich vermute mal, dass es nicht so war.

Und wenn ich mir überlegen, welche Erfahrungen ich in deutschen Werkstätten schon machen durfte, dann würde ich in Afrika nicht mehr als hierzulande erwarten. Um so besser, dass dann im Pannenfall alles geklappt hat.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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16 Mai 2016 15:15 #431162
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  • leser am 16 Mai 2016 14:58
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......ich unterstelle ja gar nicht, dass das vorher sichtbar war. Ich meine nur, dass ein derart massiver Schaden, die Tauglichkeit des Konzepts anzweifeln lässt.....die Frage ist m. E. ob und wie der hintere Überstand abgestützt ist...
Grüße
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16 Mai 2016 15:21 #431164
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  • Katiafrica am 16 Mai 2016 14:25
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Hallo Leser, Hallo Wolfgang,

also die Stellen waren zu Beginn der Reise für uns nicht ersichtlich. Es waren wohl einige Stellen mit sowas wie Silikon abgedichtet. Aber da haben wir uns wirklich nichts dabei gedacht. Es sah alles ganz normal aus.
Sicherlich ist es ärgerlich, wenn so etwas passiert und man wirklich nichts dafür kann.
Und ich gebe Wolfgang recht, in deutschen Werkstätten passieren noch andere Sachen.
Mir war es wirklich wichtig einfach mal zu sagen, dass Bushlore es in dieser kurzen Zeit (also von nachmittags 3 bis zum nächsten Morgen 8 Uhr ) möglich gemacht hat, dass wir unseren Urlaub wie geplant fortsetzen konnten.
Wie schon geschrieben, haben wir ja vor 2 Jahren ganz andere Erfahrungen gemacht. Und das war ärgerlich und hat uns viele Nerven gekostet. Damals hatten wir extra einen deutschen Anbieter für den Fall der Fälle genommen (auch wenn das Auto dann auch nur von Britz war). Aber das hat uns überhaupt nichts genutzt. Wir hatten damals einen guten Geist in der Thebe Lodge, der uns dann zu einem anderen Auto verholfen hat.
LG
Kati
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