THEMA: Offroad Fahrzeug für Botswana
06 Apr 2012 18:55 #230864
  • muelli
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  • muelli am 06 Apr 2012 18:55
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Liebe Forum Mitglieder
Nachdem wir vor einem Jahr mit unseren 3 Kindern ( damals 2,4 und 6 Jahre alt ) 3 Monate in Namibia und Südafrika unterwegs waren und die beste Zeit unseres Lebens dort verbracht haben, zieht es uns wieder nach Afrika. Diesmal soll es von Namibia nach Botswana gehen. Das ganze wird erst im Juli 2013 für 5 Wochen stattfinden, aber mit 3 kleinen Kindern muss man halt schon früh genug anfangen zu planen. Die grobe Route wird von Windhoek ziemlich direkt nach Maun gehen und von dort über Moremi, Savute, Chobe zu den Victoria Falls dann über Nxai Pan und Makgadikgadi NP Richtung Central Kalahari und wieder zurück nach Windhoek. Das ganze natürlich als Selbstfahrer mit Dachzelten. Meine grosse Frage im Moment ist, ob wir das mit einem " normalen" Toyota Hillux double cab schaffen oder ob es einen speziellen Wagen, sprich mit Rüsselauspuff, Winde, Sandblechen etc. evt. ein Landrover braucht. Wir sind im Juli, August unterwegs, also sollte es nicht viel Wasser haben, also keine nervenaufreibenden Wasserdurchfahrten? oder liege ich da falsch? Die Preise für einen Landrover sind halt wirklich sehr hoch und ich frage mich ob das wirklich nötig ist. ( Mal abgesehen von dem Photo und Feeling Faktor mit einem Landi )
Ganz herzlichen Dank für Eure Meinungen
Gruss aus der Schweiz
Thomas
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06 Apr 2012 19:38 #230867
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  • jaw am 06 Apr 2012 19:38
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Hallo Thomas,
also der Hilux ist ein sehr geländegängiges Fahrzeug. Einen Snorgel würde ich immer empfehlen, da bei zu flotter Fahrweise eben doch Wasser über die Motorhaube und dann in den Motor kommen kann. Das hat aber mit Auspuff nichts zu tun sondern dient der Luftansaugung des Motors.
Im Wasser musst du nur genügend Drehzahl behalten, dann kommen die Abgase immer hinten raus. Solltes du im Wasser anhalten müssen, dann unbedingt weiter genügend Standgas geben und den Motor nicht ausmachen. Du riskierst sonst, dass Wasser in den Auspufftopf läuft und du den Motor nicht mehr starten kannst. Im Notfall musst du den Auspuff mit einem Propfen abdichten (Stoff in einer Plastiktüte ist gut geeignet). Der Motor nimmt aber dadurch noch keinen Schaden, es ist wie die Kartoffel die wir als böse Buben früher auch schon mal in Lehrerautos gesteckt haben.
Nicht so einverstanden bin ich mit deinen Wassererwartungen. Du musst dich kurzfrisitg informieren. Gerade im Moremi und Bereich Northgate kannst du immer wieder Wasserdurchfahrten haben.Die Höchststände sind meiner Erfahrung in den letzten Jahren nach hinten gewandert, d.h. Ende Juni bis Anfang Juli zu erwarten. Danach muss das Wasser aber erst wieder ablaufen / versickern, Die Höchststände im Norden sind viel früher, die wirst du nicht mehr haben.
Von einem Landrover halte ich persönlich nicht so viel. Aber das ist Geschmackssache.
Bedenken solltest du bei deinen Planungen aber das Malariarisiko in Botswana. Du kannst für die kleineren Kinder kaum eine Prophylaxe bekommen, das würde ich als ein Hauotproblem bei deiner Planung ansehen. Informiere dich rechtzeitig bei einem kompetenten Arzt. Ich bin mit meinen Kindern in diesem Alter nicht in Malariagebiete gefahren und kann es auch keinem raten.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
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07 Apr 2012 05:39 #230887
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  • Burschi am 07 Apr 2012 05:39
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Hallo Thomas,
kann jaw nur in allen Punkten Recht geben, sowohl was das Fahrzeug betrifft, als auch die Gesundheitsprobleme bei den Kindern. Es wird hier sicher auch einige Forums-Mitglieder geben, die stolz berichten, das sie das alles schon gemacht haben und es ein Heidenspaß war. Aber mit drei Kindern in diesem Alter kann bei schwierigen Situationen (Steckenbleiben im Wasser) der Spaß sehr schnell zu Ende sein.
Trotz allem viel Spaß bei der Planung!
Burschi
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07 Apr 2012 13:28 #230922
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  • KarstenB am 07 Apr 2012 13:28
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Hallo Thomas,

zum Malariarisiko bei Kindern kann ich nichts sagen, fragt am besten einen kompetenten Arzt Eures Vertrauens.
Aber vor den Wasserdurchfahrten musst Du keine Angst haben, denn es zwingt Dich ja niemand dazu. Erkundigt Euch bei der Einfahrt in den Park bei den Rangern. Die werden Euch aktuelle Infos geben können, welche Strecken machbar sind und welche nicht. Und wenn dann Wasserdurchfahrten anstehen: Wenn man an den Spuren sieht, dass andere vor kurzem durchgefahren sind - 4x4 einschalten und mit Schwung hindurch. Wenn keine Spuren da sind und man optisch nicht abschätzen kann, wie tief die Furt ist - tja, da gehen die Meinungen auseinander, Furt ablaufen oder nicht (Stichwort: Croc).

LG aus dem sonnigen, aber saukalten Hamburg,

Karsten

Ach ja: Linyanti bei der Planung nicht auslassen!
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07 Apr 2012 16:00 #230936
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  • deemha am 07 Apr 2012 16:00
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KarstenB schrieb:
4x4 einschalten und mit Schwung hindurch.
Naja, das kann aber auch deutlich in die Hosen gehn, ist mir letzten Oktober im Moremi passiert. Zum Glück erreichte ich noch das andere Ufer bevor der Motor den Geist aufgab. Anschliessend war 1 1/2 Stunden basteln angesagt, bis ich im wieder Leben eingehaucht hatte. Nochmal Glück gehabt, denn noch ein Schluck mehr und das Ding wäre wohl für ewig in den unendlichen Jagdgründen gelandet. Und auf 2x Glück haben würde ich mich nicht verlassen.

Gruss Dieter
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07 Apr 2012 17:55 #230947
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  • Reinhard am 07 Apr 2012 17:55
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Hallo Thomas,
zunächst: es gilt das, was jaw sagte. Moremi gehört zum Okavango-Delta. Dort steigen die Wasserstände in aller Regel im Juli auch lange nach Ende der Regenzeit noch an. Das wird auf dem Weg zur 3rd Bridge und Xakanaxa und von dort zum North Gate und von dort nach Norden Richtung Savuti zu Problemen führen, denen man nicht ausweichen kann, wenn man nach Savuti will.

Von "mit Schwung durch" würde ich dringend abraten. Grundsatz: Ein Auto ist kein Schiff (und hat keinen richtigen Bug). Stattdessen reißt sich das Auto die Bugschürze ab, die dem Wasserdruck nicht im geringsten standhalten kann. Auch wenn man in You Tube laufend solche Filme sehen kann, wo Leute mit Gekreische und meterhohen Fontänen durch Wasserdurchfahrten brettern: so was Hirnloses muss man nicht nachmachen. Also: langsam, ohne anzuhalten durchfahren.
Gruß
Reinhard
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