THEMA: Tötungstourismus
28 Jul 2019 09:35 #563053
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  • Flowerrunner am 28 Jul 2019 09:35
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Das ist wirklich einer der Letzen seiner Art: Der Berber Löwe
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28 Jul 2019 12:07 #563062
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  • loser am 28 Jul 2019 12:07
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In den Aufzählungen von Ausbeutung von Tieren in und durch unsere Lebensweise und Verhaltensmuster durch Flowerrunner u. a. und den Gegenargumenten geht mE etwas unter, obwohl natürlich zwischen den Zeilen immer vorhanden.
EINE NACH SERIÖSEN REGELN DURCHGEFÜHRTE UND KONTROLLIERTE (TROPHÄEN)JAGD WIRD DEN BESTAND NICHT GEFÄHRDEN.
Sie richtet keinen Schaden an und hat Potenzial für positive Nebeneffekte, z. B. Fleisch und Erlöse und auch Erfolge. Auch wenn man die Jäger nicht verstehen kann, profitiert man doch von ihnen. Das wollte ich eigentlich weiter oben sagen, ist aber wohl nicht geglückt.
Gegenargumente ergeben sich nur aus grundsätzlicher Ablehnung der Jagd oder des Tötens von Tieren schlechthin oder aus Beispielen des (mE auch unvermeidlichen) Bruches der Regeln, wobei diese gleich als Beweis für totales Systemversagen angesehen werden. Ersteres ist mE legitim, oft fehlt aber die Konsequenz in der Umsetzung in der eigenen Lebensführung, von der Anmaßung, diese Vorstellung zur Norm für das schwierige Leben der Afrikaner zu erheben, gar nicht zu reden.
PS1 @ Töten auf der Weide durch einen Gewehrschuss auf der Jagdfarm vs. den Schlachthof. In RSA wird das auch mit Ochsen für das geliebte Braai gemacht und wegen der offensichtlichen Vorteile für die Fleischqualität auch beworben. Auch in Europa gibt es Bestrebungen für „Tötung auf der Weide“, aber die Gesetzesbarriere dagegen ist hoch.
PS2 @ canned hunt auf Löwen in RSA hat zwar Parallelen zu unserer Gatterjagd, die SEDIERUNG von Löwen ist aber mE eine Sauerei.
Letzte Änderung: 28 Jul 2019 12:20 von loser.
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28 Jul 2019 18:40 #563098
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  • Mzeekenya am 28 Jul 2019 18:40
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Flowerrunner schrieb:
Mal einige Fakts und Statements, weil doch - und das meine ich sehr sachlich - bei etlichen hier eine totale Unkenntnis der Situation herrscht:

Und: Es gibt kein anderes afr. Land das ein Jagdverbot hat, wie in Kenia. Das kam dort in den 1970er Jahren, nachdem Tier"schutz"organisationen dort mit Millionen bestochen haben. Die Berufsjäger zogen dann ab, die Ranger stellten die Arbeit ein, danach begann in den 1980er Jahren ein umfangreiches wildern (fast ausschließlich von Einheimischen) zum Zwecke des Verkaufs von Bushmeat, Elfenbein, Leder, pp.
Kenia wurde außerhalb der Nationalparks bis Mitte der 1980 Jahre leergeschossen. Es gibt da kaum noch freilebende Tiere, man glaubt es nicht, es ist aber so.


Erzähl mal schön, welchen Jagdtourismus es in Kenia gibt. Da weisst du offenbar mehr als ich...
Den gibt es auf privaten (nicht staatlichen) Farmen mit allen Arten von Plains Game und im Bereich der Vögel offen in Kenia.
Sowie für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen. In etwa das selbe, wenn sie denn schießen können.

1.) "Die Unkenntnis der Situation" wie du schreibst, scheint zumindest was Kenia betrifft, auch bei dir vorzuherrschen.
Anders kann ich mir deine "Ausführungen" bezüglich Jagd und Wildbestände ausserhalb der Parks nicht erklären.
Du schreibst "Es gibt da kaum noch freilebende Tiere, man glaubt es nicht, es ist aber so". Woher hast du denn diese Weisheit(en)?. Aus dem linken oder rechten Daumen?
Die East African Wildlife Society und die Mara Conservancy haben vor rund zwei Jahren eine Forschungsarbeit über die Bestände der wichtigsten Wildarten, vom Elefant über den Büffel, das Nashorn, den Löwen und Leoparden, sowie über alle grossen Huftiere veröffentlicht. Danach leben rund zwei Drittel dieser
Arten ausserhalb der Parks und Wildreservate. Zum einen in den Savannen der Kapiti, Athi Plains und Laikipias, zum anderen in den Gebieten nördlich von Nyandarua, Nanyuki, Isiolo und Meru. Zudem im Gebiet zwischen dem Amboseli Park und dem Kilimandscharo sowie zwischen dem Amboseli und dem Tsavo West Nationalpark. In der feuchteren Jahreszeit ziehen die meisten Grosswildarten vom Samburu-Gebiet bis nach Maralal und weiter nördlich. Zu diesen Arten zählen u.a. Elefanten, Netzgiraffen, Grevyzebras, Gerenuks, Beisa Oryx und Grantgazellen, um nur einige zu nennen.

2.) "Erzähl mal schön, welchen Jagdtourismus es in Kenia gibt. Da weisst du offenbar mehr als ich...
Den gibt es auf privaten (nicht staatlichen) Farmen mit allen Arten von Plains Game und im Bereich der Vögel offen in Kenia.
Sowie für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen. In etwa das selbe, wenn sie denn schießen können"..

Das seit 1977 vollständige Jagdverbot in Kenia für Haarwild (Säugetiere) gilt für sämtliches Wild, also auch jenes auf Privatfarmen und in Conservancies. Deine Behauptung (Jagd: "... für Botschaftsangehörige und Politiker, pp. die dann mit den Ranger fahren und deren Abschüsse machen" ist barer Unsinn! Lediglich auf Federvieh darf noch immer geschossen werden. In ganz Kenia ist kein Wildfleisch zu bekommen - sieht man von Krokodilen und Straussen ab, die des Leders wegen in Farmen gezüchtet werden.
Wo informierst du dich? Im Darknet?

Mzeekenya

PS. Mit grösster Wahrscheinlichkeit gibt es auch in Gefangenschaft keine reinrassigen Berberlöwen mehr.
Der letzte dürfte 1920 im Atlas erlegt worden sein. Möglicherweise hat die eine oder andere Zoopopulation
noch etwas Berberlöwenblut. Das gleiche gilt für den Kaplöwen, der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet wurde und von dem geringe Mengen Blut in Zoolöwen vorhanden sind.
Letzte Änderung: 15 Aug 2019 09:06 von Mzeekenya.
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29 Jul 2019 01:29 #563147
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Die East African Wildlife Society und die Mara Conservancy ...
a.)
Die Zahlen sind so nicht korrekt (von der Aufteilung her)
b.)
Ich schrieb ja nicht, es gibt gar keine mehr, nur halt "kaum".
Wenn man das "kaum" in Beziehung zu Kenia der 50er, 60 und frühen 70er Jahren setzt, ist es ersichtlich, wohin "der Schutz" den Tierbestand gebracht hat. Nach unten, "nach der Jagd", ging es mit den Zahlen rapide nach unten. Kenia ist im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas - außerhalb seiner NPs - quasi "leergeschossen" und das nicht "von den bösen weißen Jägern".


...barer Unsinn!....
Na, wenn Du meinst.
Das werden wir hier nicht klären können.



In ganz Kenia ist kein Wildfleisch zu bekommen - sieht man von Krokodilen und Straussen ab, die des Leders wegen in Farmen gezüchtet werden.

Na dann besuch doch mal einen Markt der Locals, da wirst Du aber viel Croco bekommen, in allen Formen und sogar mit Hörnern dran, pp.



Im Darknet?

In der Matrix.
:-)


Mit grösster Wahrscheinlichkeit gibt es auch in Gefangenschaft keine reinrassigen Berberlöwen mehr.
Alleine in Nordafrika mehrere... (Ja, ich weis, in Wikipedia steht was anderes.)
Ich war selber da. (Nein, keine Bilder.)
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29 Jul 2019 07:21 #563149
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  • maggus am 29 Jul 2019 07:21
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Hallo zusammen,

Hier mal ein Artikel zur ja so positiven Entwicklung der Wildbestände in Kenya und nein, dieser Artikel ist nicht aus dem Darknet!

www.google.com/amp/s...k-numbers-grow-66643

In Namibia hat sich dagegen im gleichen Zeitabschnitt der Bestand von Wildtieren auf privaten Land deutlich erhöht, früher war es sogar der Fall, dass beim Verkauf einer Farm mehr erzielt wurde, wenn diese Game free ( also leer geschossen) verkauft wurde, weil es keine Nutzung für das Wild gab und das Wild rein als Nahrungskonkurrenz für die Farmtiere betrachtet wurde.

Seid man jedoch mit dem Wild gut Geld verdienen kann z. B durch die Trophäenjagd, ist dies umgekehrt und das Wild ist auf dem Farmland wieder willkommen und die Bestände wachsen,...., trotz Jagd.

Viele Grüße

Markus
Letzte Änderung: 29 Jul 2019 10:03 von maggus.
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29 Jul 2019 12:37 #563181
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  • Mzeekenya am 28 Jul 2019 18:40
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maggus schrieb:
Hallo zusammen,

Hier mal ein Artikel zur ja so positiven Entwicklung der Wildbestände in Kenya und nein, dieser Artikel ist nicht aus dem Darknet!

www.google.com/amp/s...k-numbers-grow-66643

Hi Markus,
wenn ich mich nicht täusche, wurde im Verlauf der bisherigen Posts mit keinem einzigen Wort behauptet, dass
die Wildtierbestände in Kenia zunehmen würden. Ich weiss selbst am besten, dass die Populationen der 15 wichtigsten/bekanntesten Arten in den vergangenen 40 Jahren zwischen 60 und 95 Prozent zurück gegangen sind. Diese Rückgänge betreffen sowohl die Bestände in den Parks - besonders auch der Massai Mara - wie ausserhalb der Schutzgebiete. Sie haben allerdings, anders als Flowerrunner behauptet, nicht das geringeste mit der Jagd zu tun ("...Kenia ist im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas - außerhalb seiner NPs - quasi "leergeschossen" und das nicht "von den bösen weißen Jägern".). Die Bestandeseinbussen haben verschiedene Ursachen, u.a. die Besiedelung selbst lebensfeindlicher Regionen (Viehhaltung, Agrarwirtschaft), aber auch die Klimaänderung mit ausgedehnten Dürreperioden und nicht zuletzt Wilderei. Eine Rolle spielen zudem gewisse Krankheiten, z.B. Milzbrand, Tollwut und Staupe.
Wer sich für die Bestandesänderungen der kenianischen Tierarten interessiert, findet unter den beiden folgenden Links interessante Fakten und Untersuchungsergebnisse.

www.jawina.de/artens...sch-zurueckgegangen/

www.scinexx.de/news/...wund-im-safari-land/
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