THEMA: Kurzbericht Uganda Dez 2012
20 Feb 2013 08:47 #277097
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  • lionfight am 20 Feb 2013 08:47
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chrissie schrieb:
picco schrieb:
Hoi zämä

Dem was La Leona geschrieben hat kann ich zu 100% zustimmen!
Ein wunderschönes Land, einfach und problemlos zu bereisen wenn man sich dem Land und den Bedingungen entsprechend anpasst.

Mehr davon B)
Uganda reizt mich, aber momentan fehlt mir noch ein bisschen der "Mumm", denn eine Tour mit Fahrer möchten wir nicht, aber selbst zu fahren scheint doch nicht ganz so problemlos zu sein wie in SA oder Nam.

Geht mir wie Dir.
Ist einfach toll davon zu lesen.

Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela

10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
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20 Feb 2013 10:33 #277126
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chrissie schrieb:
Uganda reizt mich, aber momentan fehlt mir noch ein bisschen der "Mumm", denn eine Tour mit Fahrer möchten wir nicht, aber selbst zu fahren scheint doch nicht ganz so problemlos zu sein wie in SA oder Nam.

Hallo Chrissie,

ich bin mir jetzt nicht so ganz sicher, wie Du in Botswana unterwegs warst, aber Uganda ist definitiv ein oder besser mehrere Reisen wert. Und wenn Du als Selbstfahrer Botswana überstanden hast, wirst Du auch in Uganda zurecht kommen. Aber im Vergleich sind die Strassenverhältnisse definitiv schlechter als auf den meisten Strecken in Namibia, Südafrika und Botswana, die wir gefahren sind. Aber mit einigen 4x4 Kenntnissen, technischem Verständnis und Flexibilität ist es einfach ein traumhaftes Land.

Ich möchte nur anregen, dass man seine Fähigkeiten realistisch einschätzt. Die Regenzeit ist definitiv eine sehr schwer zu bereisende Zeit, aber auch außerhalb der Regenzeit sind die Strassen manchmal nicht einfach zu befahren. Und daher bin ich der Meinung (im Gegensatz zu anderen hier im Forum ;) ), dass Uganda nicht für jeden als Selbstfahrer zu bereisen ist. Hat man Afrika-Erfahrung ist es definitiv gut machbar, ist man eher ängstlich und unerfahren, ist vielleicht ein Guide eine gute Überlegung wert (und es sind definitiv nicht alle so wie "Willi" ;) ).

Die Strecke vom Murchison Richtung Süden und Fort Portal war aufgrund des Gerüttels einfach nur nervig, aber ansonsten recht problemlos zu fahren (außerhalb der Regenzeit). Spannend wird es nach meiner Meinung südlich vom Ishasha auf dem Weg nach Nkuringo. Hier sind die Strassen zum Teil eine absolute Katastrophe und es bleibt einem so manches Mal das Herz stehen. Aber der Weg dorthin ist definitiv jede Mühe wert und es ist einfach traumhaft dort unten.

Zelten wäre mir zu nass in diesem Land, das ist definitiv nicht mein Ding, aber das ist bestimmt Ansichtssache. Wir hatten z.T. dieselbe Strecke, wie eine größere Reisegruppe und haben sie zwischenzeitlich immer wieder mal mit ihren Zelten getroffen (z.B. Lake Mburo). Sie hatten absolute Probleme, ihre Matratzen und Schlafsachen trocken zu bekommen und das außerhalb der Regenzeit.

Ich fand die Parks sehr schön und wir haben auch sehr viele Tiere gesehen, und das trotz der schon von La Leona dargestellten schwierigen Vergangenheit der Parks. Natürlich ist es nicht mit Kenia oder Tansania vergleichbar, aber schon auf dem Weg dorthin, wenn man noch ein paar Jahre abwartet. Dies kann aber nur geschehen, wenn auch die finanziellen Mittel vorhanden sind, die ja nun auch mit den Parkgebühren erreicht werden sollen. Solange sich aber leider Touristen darum drücken und z.B. Bootsfahrten ohne Permit machen, weil sie nicht noch einmal für 24 Stunden bezahlen möchten, funktioniert das leider nicht.
Ich finde auch nicht, dass die Parkgebühren übertrieben teuer sind, vor allem wenn man an Tansania oder Kenia denkt, die mit ihren Parkgebühren zum Teil doppelt bis dreifach so teuer sind. Wir haben fast in jedem Park einen Ranger mitgenommen, der uns durch den Park geführt hat. Bis auf einen waren sie immer super, mit sehr viel Enthusiasmus und Kenntnis und den Preis von 20 USD (plus Trinkgeld) für 3 oder 4 Stunden finde ich eher günstig.

Also, schätzt Eure Fähigkeiten realistisch ein und wählt danach die Art zu reisen. Die "Perle Afrikas" ist definitiv jede Reise wert, denn Uganda hat soooooo viel zu bieten, wenn man offen und mit realistischen Erwartungen dorthin fährt.

Schöne Grüße,

Nicole
Letzte Änderung: 20 Feb 2013 11:08 von AfricaDirect.
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Hoi lionfight und chrissie und alle anderen Uganda-Interessierten

Ich hab geschrieben dass Uganda problemlos zu bereisen ist wenn man sich vorab informiert und sich dem Land anpasst...ich kenn nun aber Euren Background nicht!
Natürlich erwarte ich von jemandem der in Afrika selbst fahren will dass er das Fahren beherscht, nicht nur das Asphalt- und Kieswegfahren, sondern schon auch etwas Offroad-Fahren!
Das Auto allein kanns nicht richten, ein Offroad-Fahrtraining aber schon...
Uganda ist meines Erachtens das am einfachsten zu befahrende afrikanische Land das ich kenne (Uganda, Tansania und Kenya), aber es ist Afrika und nicht mit Europa zu vergleichen.
Man muss aber bereit sein mit der örtlichen Bevölkerung in Kontakt zu treten um nach dem Weg zu fragen, Schilder hats nicht viele und das Navi alleine kanns auch nicht richten, sondern nur helfen den Weg zu finden.
Ich bemerke immer wieder dass Leute die das südliche Afrika kennen von der Wildheit und den Zuständen in Ostafrika überrascht, teilweise auch überfordert sind.
Ich bin momentan am Zusammenstellen unserer Tour für den Herbst 2013, ich rechne da mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h, mehr nicht!
Und ich rechne mit einem Driver-Guide, ich sehe keinen Vorteil im Selbstfahren, aber das muss jeder selbst wissen...
Wenn Ihr Euch um eine gute Reisezeit bemüht (Nicht in der Regenzeit, Uganda ist auch sonst schon recht nass) und mit einem Auto auch im Gelände umgehen könnt und keine Probleme damit habt dass es wenig Infrastruktur hat (halt eben Ostafrika) und Ihr klar kommt damit dass Uganda Jahrzehnte lang schrecklichste Zustände hatte (Idi Amin, Bürgerkriege, Krieg mit Tansania und damit zusammenhängende Dinge wie die beinahe vollständige Ausrottung der Tiere in jenen Zeiten) und Ihr Euch über Ebola, Marburg usw informiert habt dann kann ich Euch Uganda wirklich empfehlen!
Zumindest die Strecken und Gegenden, die wir gefahren sind, siehe meinen Reisebericht.
Wenn Ihr aber denkt 'fahren wir mal da hin, das wird schon klappen' und Ihr nicht Afrika-Erfahren seid dann lasst es bitte besser bleiben...;)
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picco schrieb:
Hoi lionfight und chrissie und alle anderen Uganda-Interessierten

Ich hab geschrieben dass Uganda problemlos zu bereisen ist wenn man sich vorab informiert und sich dem Land anpasst...ich kenn nun aber Euren Background nicht!
Natürlich erwarte ich von jemandem der in Afrika selbst fahren will dass er das Fahren beherscht, nicht nur das Asphalt- und Kieswegfahren, sondern schon auch etwas Offroad-Fahren!
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Uganda ist meines Erachtens das am einfachsten zu befahrende afrikanische Land das ich kenne (Uganda, Tansania und Kenya), aber es ist Afrika und nicht mit Europa zu vergleichen.
Man muss aber bereit sein mit der örtlichen Bevölkerung in Kontakt zu treten um nach dem Weg zu fragen, Schilder hats nicht viele und das Navi alleine kanns auch nicht richten, sondern nur helfen den Weg zu finden.
Ich bemerke immer wieder dass Leute die das südliche Afrika kennen von der Wildheit und den Zuständen in Ostafrika überrascht, teilweise auch überfordert sind.
Ich bin momentan am Zusammenstellen unserer Tour für den Herbst 2013, ich rechne da mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35km/h, mehr nicht!
Und ich rechne mit einem Driver-Guide, ich sehe keinen Vorteil im Selbstfahren, aber das muss jeder selbst wissen...
Wenn Ihr Euch um eine gute Reisezeit bemüht (Nicht in der Regenzeit, Uganda ist auch sonst schon recht nass) und mit einem Auto auch im Gelände umgehen könnt und keine Probleme damit habt dass es wenig Infrastruktur hat (halt eben Ostafrika) und Ihr klar kommt damit dass Uganda Jahrzehnte lang schrecklichste Zustände hatte (Idi Amin, Bürgerkriege, Krieg mit Tansania und damit zusammenhängende Dinge wie die beinahe vollständige Ausrottung der Tiere in jenen Zeiten) und Ihr Euch über Ebola, Marburg usw informiert habt dann kann ich Euch Uganda wirklich empfehlen!
Zumindest die Strecken und Gegenden, die wir gefahren sind, siehe meinen Reisebericht.
Wenn Ihr aber denkt 'fahren wir mal da hin, das wird schon klappen' und Ihr nicht Afrika-Erfahren seid dann lasst es bitte besser bleiben...;)

Besser kann man es nicht zusammenfassten!!!!

DANKE

Gruß,

Nicole
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25 Feb 2013 08:07 #277959
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Hallo tlkiel,
danke für die Informationen.
Wir werden im July/August ebenfalls mit dem ( Boden ) Zelt unterwegs sein und mich interessieren daher speziell Eure Campingerfahrungen.
Habt Ihr denn die Camps anhand von Wegweisern o.ä. gefunden oder hattet Ihr auch GPS dabei ?
So wie Du schreibst, habt Ihr häufiger in den Camps gegessen. Wie sieht es denn mit den Möglichkeiten zur Selbstversorgung ausserhalb von Kampala aus ?

Danke und Gruss
Christian
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25 Feb 2013 09:01 #277974
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Wenn Du Vegetarier bist, ist Uganda ein Traum. Überall findest Du am Sraßenrand große Obst & Gemüse Stände mit vielfältiger Auswahl in bester Qualität. Willst Du unbedingt Fleisch essen, musst Du mutig sein. Zumindest mutiger als wir, den bei den Straßenschlachtereien ohne Kühlung haben wir uns nicht getraut einzukaufen.
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