THEMA: 'grosse' Tieren - laufen oder bleiben?
03 Apr 2006 08:40 #14335
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  • lale am 03 Apr 2006 08:40
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hallo allerseits!
ich habe mich mal mit einem einheimischen über das richtige verhalten bei so einem fall unterhalten und kam dann auch promt in die situation, zu fuss einen elefanten zu treffen - er war SEHR nah.
also hab ich getan, was mir geraten wurde. ich habe mich umgedreht und bin in gemütlichem gehtempo (keine panik zeigen) weggegangen. dieses eine mal hat sich das zumindest bewährt.

zum auto: ich habe mal gelesen, elefanten hätten angst vor dem geräusch der klimaanlagen, das würde sie aggressiv machen... also sollte man wohl die klima ausschalten??? ob das stimmt, keine ahnung!
im auto hatte ich bisher - glücklicherweise - noch nie dieses problem.


viele grüße :)
lale
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03 Apr 2006 09:17 #14339
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ch habe mich umgedreht und bin in gemütlichem gehtempo (keine panik zeigen) weggegangen. dieses eine mal hat sich das zumindest bewährt.

Hier munkelt man aber, dass man einer Gefahr NIE den Rücken kehren sollte ! Andere schwören auch auf Stehenbleiben und Ignorieren des Imponiergehabes des Elefanten.
Naja. Ich bin noch die in diese Situation gekommen. Grzimek hat hier meines Wissens auch noch einige Tips auf Lager ! :whistle:
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03 Apr 2006 11:39 #14358
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hallo konno,
aber könnte es nicht sein, dass sich der elefant durch das weggehen - nicht laufen - ignoriert fühlt? :)
ignorieren klingt für mich auf jeden fall auch sehr gut.

mfg
lale
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03 Apr 2006 12:45 #14364
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hallo zusammen

spannend zu lesen, diese erlebnisse mit den ellies. :)

hatten auf unserer letztjährigen tour auch einige tolle begegnungen mit den grauen riesen.

der adrenalin-spiegel ist vor allem im liwonde national park in malawi rasant gestiegen. wir befanden uns auf pirsch in dichtem bush, eigentlich schon fast ein wald, als wir durch das gebüsch hindurch eine elefanten kuh entdeckten. als wir bemerkten, dass sie sich auf direktem weg zu unserem auto befand, setzten wir langsam zurück und beobachteten das geschehen aus rund 30m entfernung. sie blieb auf der fahrspur stehen und wartete, bis die drei jungtiere den weg passiert haben, die mit ihr unterwegs waren und die wir zuvor noch nicht bemerkt hatten. plötzlich fing sie an, mit den ohren zu wackeln, den schädel hin und her zu schwingen und laut zu trompeten. wir fanden, dass das kein besonders gutes zeichen ist und als sie dann anfing, in unsere richtung zu rennen, war der rückwärtsgang schnell eingelegt und wir haben schleunigst das weite gesucht.

es war die erste begegnung dieser art mit elefanten und deshalb haben wir wohl etwas überreagiert. war für uns aber ziemlich schwierig einzuschätzen, ob es sich nun um einen scheinangriff handelt oder nicht. bei einer ähnlichen begegnung mit einem bullen im south luangwa n.p. in sambia haben wir dann schon ein bisschen souveräner reagiert.

die eindrücklichste und unvergesslichste begegnung war dann aber im chobe auf der ihaha campsite. die ranger waren sehr gütig und haben uns erlaubt, uns neben den eigentlichen stellplätzen, die allesamt ausgebucht waren, hinzustellen. wir waren noch mit dem aufbau des camps beschäftigt, als mein bruder in den bush hinter uns deutete. ein paar dickhäuter waren in 50 - 80 m entfernung gemütlich am fressen und bewegten sich gemählich in unserer richtung. als sie für unseren geschmack zu nah waren, hielten wir es für eine gescheite idee, uns in unsere karre zu setzen und der dinge zu harren, die da kommen. fenster raufgekurbelt, damit sie unseren geruch nicht so gut wahrnehmen können und dann kamen sie auch schon. liefen direkt durch unser camp und teilweise keine zwei meter neben unserem auto vorbei hinunter zum fluss, um ihren sundowner zu geniessen. es war eine herde von mehr als 30 tieren. ein wirklich überaus unvergessliches erlebnis! in dieser situation hatten wir keinerlei angst um uns und unser auto, denn es war den tieren deutlich anzumerken, dass sie völlig ruhig waren und sich durch uns offensichtlich in keiner weise gestört gefühlt haben.

so, das reicht mal für's erste. :)

grüsse aus dem verregneten zürich,
samuel.
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03 Apr 2006 21:01 #14403
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Hallo zusammen,

na, dann will ich auch noch unser beeindruckendstes Elefanten-Erlebnis zum Besten geben. Wir waren im Addo-Elephant-Park in Südafrika mit einem aus meiner Sicht ziemlich unerfahrenen Führer im offenen Geländewagen zu einem Night-Game-Drive unterwegs. Ich hatte als \"jüngster\" Fahrtteilnehmer die Aufgabe, mit dem Suchscheinwerfer die Umgebung abzuleuchten. Nach Eintritt der völligen Dunkelheit stand hinter einer Kurve auf der einspurigen Piste durch den Busch eine Elefantenkuh mit einem Kalb. Wir blieben stehen und ich leuchtete die Tiere indirekt an (man soll Elefanten wohl nie in die Augen leuchten).

Plötzlich hörten wir rings um uns herum ein Krachen und Grollen. Wir standen mitten in einer friedlichen Elefantenherde, die inzwischen auch hinter uns \"dicht\" gemacht hatte und genüsslich am Futtern war. Das war schon ein recht mulmiges Gefühl, vor allem, weil man nur in eine Richtung leuchten konnte, die Geräusche (und der Geruch!) aber von allen Seiten kamen. Nach einer Zeit, die ich aufgrund der ungewöhnlichen Situation nicht im Entferntesten einschätzen konnte, machten Mutter und Kind vor uns die Piste frei und wir setzten unsere Fahrt fort.

Nach diesem alles in allem sehr positiven und beeindruckenden Erlebnis meinte meine Frau, das sei ihr schönstes Muttertagserlebnis gewesen, denn wir hatten an diesem Tag Muttertag.

Gruß
Armin

P. S.: Was mich aber interessieren würde, ist unter den Forumsteilnehmern denn eigentlich schon mal jemand durch einen Elefantenangriff zu Schaden gekommen? Bisher ist in den Berichten trotz prekärerer Situationen wie bei uns, ja letztendlich immer nichts passiert - weder bei Flucht, noch beim Stehenbleiben.
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03 Apr 2006 21:21 #14405
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  • Catbird am 03 Apr 2006 21:21
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Nabend!!
Nun muss ich auch noch meinen Sermon hierzu schreiben. Eigentlich fand ich die Elefanten in Botswana recht friedlich und freundlich, denn als der Haus- und Hof-Elefant in Savuti fast an unserem Campingtisch neugierig schnüffelte, beschlich mich keine Panik.
Nicht so die Wüstenellis in Purros. Dort hielten uns zwei Elefantenbullen einmal über Stunden im Campsite in Schach. Jede Bewegung unsererseits wurde mit aufgestellten Ohren und lautem Knurren - und ich bilde mir heute noch ein - mit echt bösartigen Augen quittiert. Erst nach Stunden durften wir uns rühren, als die beiden Herren abzogen.
Im Khowarib gerieten wir einmal unbemerkt zwischen eine fressende Herde und als ein Elli mit lautem Trompeten auf uns zustürmte, war mir nicht wirklich nach Stehenbleiben und Ruhe bewahren. Ich denke, es kommt sehr darauf an, welcher Art von Ellis man begegnet. Die Wüstenelefanten scheinen mir agressiver zu sein (vielleicht öfter geärgert?), wohingegen die Elefanten in Botswana eher neugierig und lieb sind.
Viele nette Elefantenbegegnungen wünscht euch
Catbird B)
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