THEMA: Feedback Omo Valley, Harar und Djibouti
15 Apr 2019 07:57 #554017
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Fortsetzung

Manche Häuser sind echt sehenswert.





Wir dürfen sogar einen Blick hineinwerfen





wollen aber nicht stören.





Die Ruhestätte von Sheikh Abadir, der als Gründer von Harar gilt, ist von weitreichender Bedeutung. Muslimische Gläubige besuchen immer noch die Grabstätte, um zu betzen und um Rat zu bitten. Sie bringen Opfergaben um ihre Hingabe zu zeigen. Frauen sind leider da nicht erlaubt....






Andere wichtige Emire wie Emir Nur haben auch unweit ihren Ruheplatz bekommen.









Die Stadt ist einfach ein Geschenk für die Augen In jeder Gasse gibt es Leben.

















Aber alles sieht nicht immer rosig aus. Manchmal stinkt es fürchterlich. Oefters findet man Rohrbrüche





und manchmal sogar Tierkadaver (Katzen und Hunde). Auf einmal werden wir auf einen Souvenir Shop aufmerksam.





Da werden wir von George begrüsst. Er bittet uns hinein und fängt über sich und seine verstorbene Mutter zu erzählen.





Wir hören sehr interessiert zu. Sein kleines Geschäft erinnert ein wenig an Ali Babas Höhle. Seine Schwester gegenüber zaubert uns einen guten starken Café. Es macht Spass ihr zuzusehen.













Fortsetzung folgt
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17 Apr 2019 08:02 #554238
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Fortsetzung

Natürlich hofft George dass wir etwas bei ihm kaufen. Leider sind seine Preise echt gesponnen!

Danach marschieren wir weiter durch die Gassen.

















Niemals werden wir böse angeschaut. Wir fühlen uns echt sehr wohl hier.













Wir passieren das ERER Gate





und da sieht es auf einmal sehr dreckig aus.





Ueberall Müll und Plastik.





Die Esel versuchen da drin noch etwas Essbares zu finden.





Gegen 15 Uhr beschliesse ich mit dem Franzosen ins Hotel zurückzukehren. Ich bin sehr hungrig und seit 2 Tagen habe ich auch einen starken Durchfall. Die Imodium Tabletten scheinen da nicht zu wirken....
Wir nehmen uns ein Tuk Tuk und Daniel freut sich uns zu sehen. Im Nu organisiert er uns Spaguettis mit frischem Gemüse. Sie werden al dente serviert. Miam miam.
Danach lege ich mich hin. Gegen 19 Uhr klopft Daniel an meine Tür. Mit Daniela und dem Franzosen haben wir die Hyena Feeding Tour gebucht. Daniel hat alles organisiert. Kosten: 200ETB für das Tuk Tuk (es wartet die ganze Zeit) und 100 ETB pro Person für die Show.

Gegenüber vom Hotel gibt es einen Friseur und ich habe einen direkten Blick darauf!






Der Tuk Tuk Fahrer fährt nach dem Erer Tor weiter ins Nomansland. Der Ort wurde vor 2 Jahren geändert weil immer mehr Touristen die Show auf eigene Faust erkundeten. Zum Kassieren gab es Probleme! :P
Jede Nacht durchstreifen Hyänen dies Strassen der alten Stadt und suchen Futter dass sie zu den nahgelegenen Höhlen bringen können.
Endlich kommen wir an der Stelle an. Viele Farenjis warten schon. Unser Driver erklärt uns Einiges. Yusuf, bekannt als Hyena Man, lernte die Hyänen von seinem Vater zu füttern. Er fütterte sie 45 Jahre lang und verstarb vor 13 Jahren. Da übernahm Yusuf den Job.





Auf einmal erscheinen sie im Dunkel.





Hunger kennen sie warscheinlich nicht denn sie sind absolut nicht mager. Sie essen ohne Gier ihre Fleischstücke.
Alles vergeht ganz friedlich.









Für Leute die nie Hyänen gesehen haben lohnt sich vieilleicht die Tour. Ich selber fand sie enttäuschend. Eine Stunde später kehren wir ins Hotel zurück. Da treffen wir auch wieder unsere 2 deutsche Damen. Wir essen zusammen und beschliessen am nächsten Morgen gemeinsam nach Babille zum Kamelmarkt zu fahren. Daniel erklärt uns wo wir den Minibus finden usw...
Letzte Änderung: 17 Apr 2019 08:15 von ANNICK.
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25 Apr 2019 08:19 #554650
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07.01.2019

Heute ist in Aethiopien Weihnachten! Mit dem von Daniel reservierten Bajaj (Tuk Tuk) fahren wir um 6.30 bis zum örtlichen Busbahnhof. Der Driver setzt uns genau vor dem Minibus nach Babille ab.





Die 40 Kilomerfahrt kostet 15 ETB pro Person und dauert eine Stunde. Sie ist echt angenehm. Unser Matatu schlängelt sich durch Bergstrassen und man blickt auf schöne Täler und hohe Berge.
In einem abgelegenen Teil von Ostäthiopien, an der Strasse nach Somalia (2 Autostunden entfernt) liegt die Stadt Babille. Endstation ist auch hier der Busbahnhof. Wir marschieren die Hauptstrasse entlang und die Einheimischen glotzen uns kommisch an. Kinder bringen uns durch einen staubigen Weg bis zum Kamelmarkt.






Der Markt ist ein geschäftiges Handelszentrum. Die Besitzer bringen Vieh aus Hunderten Kilometern, einschliesslich aus Aethiopien, Djibouti und Somalia, um mit potentiellen Käufern Handel zu treiben.









Da machen wir auch mit 2 Spaniern Bekanntschaft. Sie Studieren "The Behaviour of Camels" und reisen durch ganz Aethiopien. Durch die Beiden erfahre ich Vieles über diese Tiere.
Ata Allah, Geschenk Gottes, das ist der Name der Beduinen für das Dromedar mit einem Höcker. Auch bekannt als arabisches Kamel. Die Augen eines Kamels sind gross mit einem weichen und verständnissvollen Ausdruck.





Sie sind mit einer doppelten Reihe von gekräuselten Wimpern geschützt. Diese helfen auch dass Sand und Staub nicht in die Augen eindringen.





Die langen schlanken Beine eines Kamels verfügen über starke Muskeln die ihm erlauben über lange Wegstrecken schwere Lasten zu tragen. Ich wusste nicht dass ein Kamel bis zu 450 Kilos tragen kann.





Die Kamele haben breite flache Füsse, die Sohle wie Leder und zwei Zehen an jedem Fuss. Die Zehen sind durch Polster, die das Gewicht auf dem lossen Untergrund verteilen, miteinander verbunden. Das verhindert ein Einsinken der Tiere im weichen Sand.





Im Gegensatz zu dem was allgemein angenommen wird, bewahrt das Kamel kein Wasser in seinem Höcker auf. Es ist ein Fettberg woraus das Kamel seine Energie bezieht wenn es schwierig wird Futter zu finden. Wenn ein Kamel seinen Fetthöcker für seinen Fortbestand nutzt wird derselbe schlaff und erscheint angegriffen. Wenn ein Kamel zuviel Fett aufnimmt, verschiebt sich der kleine Rest des Höckers aus seiner vertikalen Position zu einer Seitenlage. Durch Fressen und einigen Tagen ausruhen, rückt der Höcker in seine aufrechte Stellung.
Zum ersten Mal beobachte ich auch wie Kamele um die Führerschaft kämpfen können.

















Hinter dem Kamelmarkt fällt die Marktgrenze stark in ein weitläufiges Tal hinab, der Beginn eines Gebietes namens Dakhata Valley. Auch als Tal der Wunder bekannt. Daniel hatte uns erklärt ja nicht dort herumzuspazieren. Die vielen Verstecke und die Nähe zu Somalia sorgen ab und zu zu Unruhen und Matata.....













Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 25 Apr 2019 08:33 von ANNICK.
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26 Apr 2019 23:28 #554776
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Das Ambiente auf dem Markt ist schon beeindruckend.









Immer mehr Händler erscheinen.









Viele Kamele zeigen alte Gesichtsverletzungen.









Richtung Somalia ist kein Mensch zu sehen.









Von hier oben schaut man sich, wenn Interesse besteht, die Kamele an.





Dann wird viel gepalabert und verhandelt.





Es kann Stunden dauern.









Nach einer Weile beschliessen wir den Markt zu verlassen. Wir begeben uns ins Zentrum und nehmen in einem Café Platz. Ich kämpfe immer noch mit meinem Durchfall und besuche gleich das Klo. Zu meinem Erstaunen ist es sehr sauber. Fieber habe ich leider auch. Alle bestellen einen frischausgepressten Avocadosaft. Ich trinke einfach Wasser aus der Flasche und esse Bananen.... :pinch:
Die 2 Spanier überreden uns mit ihnen in das Tal der Wunder mit einem Tuk Tuk zu fahren. Daniel hatte uns davon abgeraten aber was soll's.
Wir laufen bis zur Hauptstrasse rüber





und fangen an mit den Bajajfahrern zu verhandeln. 10 Minuten später sitzen wir zu 6 + Driver in einem Tuk Tuk.









Für 300 ETB können wir das Tuk Tuk für 2 Stunden behalten. Das Abenteuer kann losgehen!





Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 26 Apr 2019 23:42 von ANNICK.
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27 Apr 2019 08:51 #554781
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ANNICK schrieb:
Viele Kamele zeigen alte Gesichtsverletzungen.




Hallo Annick

Leider fehlt mir im Moment die Zeit, alles zu lesen. Es wird aber nachgeholt. Du weist ja, zu viele Bilder vom Tschad.
Ich denke auf Deinen beiden Bildern sind die Brandzeichen zu sehen, damit die Besitzer ihre Tiere auseinander halten können.

LG
Christa
www.botswanadreams.de

"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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30 Apr 2019 08:03 #555075
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@Christa: da muss ich dir Recht geben. Dies dachte ich auch als ich sie sah. Unsere 2 Spanier behaupteten aber das Gegenteil. Leider habe ich keine andere Bilder mehr. Danke für's Mitreisen.

Fortsetzung

Die Strasse führt Richtung Jijiga. Das Dakhata Tal (Tal der Wunder) erstreckt sich auf ca 13 Kilometer und ist für seine besonderen Felsformationen bekannt.





Nach etwa 5 Kilometer halten wir am Strassenrand an.





Inzwischen ist es sehr heiss geworden. Wir wollen zu einem bestimmten Felsen klettern.





In Aethiopien gibt es eine Wasserfabrik namens Babile auf deren Logo ein Bild von einem der Felsen abgebildet ist. Dieser Felsen ist etwas penisförmig und beeindruckend da der obere Felsen aussieht als ob er auf der Basis balanciert.

Auf der Hauptstrasse herrscht reger Verkehr.





Es dauert nicht lange bis wir alle ins Schwitzen kommen und voller Kaktusdornen sind. Wir folgen einen Weg und begegnen Kamele. Sie kommen vom Babille Markt.













Ein Kamel hält ein Stück Karton in seinem Maul.





Weiss der Teufel wieso......





In der Nähe stossen wir später auch auf den Babille Gap bekannte Pass. Er wurde mindestens zweimal als Stützpunkt gegen Eindringlinge genutzt. Das erste Mal im Jahr 1941 während des zweiten Weltkrieges von den Italienern und später von der äthiopischen Armee im Ogaden-Krieg gegen die somalische Armee.
Kamele kommen uns auch noch entgegen.













Die Natur hier gefällt uns.









Ab und zu erinnert sie mich an das Erongo Gebirge in Namibia.













Danach geht es mit dem Bajaj wieder zurück in die Stadt. Am Busbahnhof steigen wir in ein Matatu ein und gegen 15 Uhr erreichen wir Harar. Mir ist echt nicht wohl. Daniel serviert uns ein Omelette mit einem frischausgepressten Papayasaft. Ich zwinge mich um etwas in mir zu nehmen und verschwinde danach schnell in mein Bett. Um 19 Uhr treffe ich die ganze Truppe im Restaurant. Daniel hat für mich eine gute warme Gemüsesuppe organisiert. Die 2 deutschen Mädchen sowie der Franzose nehmen morgen sehr früh den Bus nach Addis Abeba. Ich fliege mit Daniela nach Djibouti.
Letzte Änderung: 30 Apr 2019 08:23 von ANNICK.
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