THEMA: Bilder einer Äthiopienreise
16 Mai 2018 11:28 #521522
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  • Gu-ko am 16 Mai 2018 11:28
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lilytrotter schrieb:
... und beim genauen Hinsehen, hält der eine sein Mobile querab, - ...etwa auf der Suche nach Empfang?? Ein Selfie? Wir sind amüsiert, egal, was er tut, mit der typischen Armhaltung hätten wir dort nicht gerechnet. :)
Grüßle

Ich glaube der hat uns fotografiert. ;)
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16 Mai 2018 11:30 #521523
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  • Gu-ko am 16 Mai 2018 11:28
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sphinx schrieb:
Bei mir sind es sicherlich inzwischen 10 Jahre, dass ich Fotos sah und ich dorthin will. Und nach Botswanadreams, Annicks und nun Deinem Bericht wird der Wunsch nicht kleiner und so bastelt ich auch schon ein Weilchen an der Umsetzung. Danke für die tollen Fotos, die mich bestärken diese Reise endlich anzugehen.
LG Elisabeth
Danke :)
Ich bin sicher, du wirst diese Reise nicht bereuen.
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18 Mai 2018 11:02 #521709
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  • FranzX am 18 Mai 2018 11:02
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Absolut faszinierende Bilder von Äthiopien. Ich war schon ein paar mal in Addis Abeba, bin aber noch nie im Land herumgekommen. Das muss ich mal ändern. :)
lg Franz
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25 Mai 2018 11:06 #522144
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  • Gu-ko am 16 Mai 2018 11:28
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3. - 4. Tag

Abala (Aba'ala) - Erta Ale Vulkan

Die Nacht verbrachten wir in Abala, einer staubigen Kleinstadt am Rande der Afar Region. Wir quartierten in einem geräumigen Afar-Haus, diesmal aus Ziegelstein gebaut und mit schattigem Innenhof. Über mehrere Zimmer verteilt lagen Matratzen auf dem Fußboden. Immerhin gab es eine Dusche, wenn auch nur in Gestalt eines mit kaltem Wasser gefüllten Eimers. Richtig gut war das Essen, das uns die Leute kochten. So gut habe ich nie wieder in Äthiopien gegessen.

Wir nutzten den freien Nachmittag um ein wenig durch die staubigen Strassen von Abala zu schlendern. Abseits der Hauptstrasse waren die Strassen ungeteert, die Häuser meist einstöckig, der Boden von Plastikabfällen übersät. Kinder liefen hinter uns her und riefen mit ihren Vogelstimmen: „China, China“ und „China, give me sweets“

Impressionen aus Abala:
















„China, give me sweets“ ;-)


Muh

Am nächsten Vormittag brachen wir Richtung Erta Ale auf. Unser Ziel war das Erta Ale Basislager, Ausgangspunkt für unsere Vulkanbesteigung.

Zunächst führte eine gut asphaltierte Strasse von Abala hinunter in die Tiefebene von Danakil. Waren die Temperaturen in der Höhe noch angenehm, stiegen sie beständig, während wir langsam an Höhe verloren. Gleichzeitig wurde die ohnehin karge Landschaft noch karger, noch steiniger, noch trockene und schließlich zur Lavawüste.





Nach ein paar Stunden Fahrt verließen wir die gute Strasse zugunsten einer staubiger Wüstenpiste. Zwischen einsamen Trockenbüschen standen einsame Kamele, die uns ausdruckslos hinterherstarrten. Am Horizont zeichneten sich die ersten Vulkanberge ab.













In einer kleinen Afar-Siedlung, die mitten im Nichts zu liegen schien, machten wir Halt. Unsere Guides mussten die Permits für die Weiterfahrt bestätigen lassen. Ohne die Erlaubnis der Afar dürfen Fremde das Gebiet nicht betreten. Natürlich ist diese Erlaubnis mit Kosten verbunden, wieviel wir genau bezahlen mussten, wollte uns aber niemand verraten. Während wir warteten, bestaunte uns eine Gruppe salz- und staubverkrusteter Kinder. Sie bettelten nicht, wirkten eher schüchtern und neugierig.


Erstaunlich, dass Menschen in dieser lebensfeindlichen Umwelt eine Grundlage zum Leben finden.







Die letzten Kilometer vor dem Basislager machte Lavageröll und Felsgestein das Fahren zur Kunst. Wir kamen nur im Schritttempo voran, es gab ein paar wirklich schwierige Passagen, die unser Fahrer jedoch gekonnt meisterte.













Das Basislager erreichten wir am späten Nachmittag. Verschwitzt, durchgeschüttelt und müde, doch voller Spannung auf das, was uns auf dem Gipfel des Vulkans erwarten wird.
Letzte Änderung: 28 Mai 2018 13:26 von Gu-ko.
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25 Mai 2018 11:32 #522150
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  • toumtoum am 25 Mai 2018 11:32
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Interessanter Bericht. Hatte bei meiner Radtour durch Eritrea auch überlegt in die Danakilsenke einen Abstecher zu machen, aber die eritreische Seite soll nicht so toll sein. Und ob ich auf die andere Seite gekommen wäre, wäre fraglich gewesen, da ja die Beziehungen zwischen Eritrea und Äthopien gespannt sind - damals noch mehr.
Aber in der Danakilwüste bin ich dann bei einer medizinischen Station hängengeblieben und war dort mit dem Helfer ein paar Tage unterwegs. Wir haben Afar damals Impfungen verabreicht - die Begegnungen werde ich nie vergessen - faszinierend die Menschen. Mit dem eritreischen Helfer bin ich immer noch in sehr intensiven Kontakt.
Plastikmüll ist überall ein Problem. War Anfang des Jahres in der Elfenbeinküste unterwegs - da war es dann schon fast grenzwertig. Siehe hier:

Und so sah es fast in jedem Dorf aus.
Bin auf den Vulkan gespannt.
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25 Mai 2018 12:37 #522156
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  • Schneewie am 25 Mai 2018 12:37
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Ich bin jedesmal geflasht, wenn ich die Landschaftsbilder sehe.


Die Kinder haben sicherlich keine große Zukunft, in der kargen Landschaft. :(
Gruß Gabriele
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