THEMA: Mit dem Fahrrad unterwegs in Rwanda ...
15 Feb 2014 09:27 #326746
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  • kalachee am 15 Feb 2014 09:27
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Lieber Wolfgang

Vielen herzlichen Dank für diesen schönen Bericht! Diese Art zu Reisen ist schon sehr beeindruckend, mir gefällt das sehr. Irgendwann möchte ich auch mal etwas langsamer werden und mit dem Rad oder auch zu Fuss afrikanische Länder bereisen.

Mir gefällt auch dein Blick für das Detail (Fahrräder, Schubkarren, Giebel-Belüftungen, etc.) und natürlich auch dein offenbar unkomplizierter Zugang zu den Einheimischen.

Schade, bin ich in Kronau nicht dabei. Das wird bestimmt super interessant.

Nochmals vielen Dank!

Liebe Grüsse
Samuel
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15 Feb 2014 11:31 #326764
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  • BikeAfrica am 15 Feb 2014 11:31
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Hallo Samuel,
kalachee schrieb:
Irgendwann möchte ich auch mal etwas langsamer werden und mit dem Rad oder auch zu Fuss afrikanische Länder bereisen.
ich kann das nur empfehlen, auch wenn manchmal der Hintern schmerzt oder es Tage gibt, an denen man sich die Frage stellt, warum man das eigentlich macht, wenn es doch auch weniger anstrengend ginge. Wichtig sind hier für mich immer wasser- und staubdichte Packtaschen. So ein Gefrickel mit Regenüberzug und in den Taschen nochmal alles in Plastiktüten verpacken finde ich umständlich.
Mir gefällt auch dein Blick für das Detail (Fahrräder, Schubkarren, Giebel-Belüftungen, etc.) und natürlich auch dein offenbar unkomplizierter Zugang zu den Einheimischen.
Das passiert ja in Afrika fast automatisch, wenn man es nicht aktiv abblockt. Der Kontakt zu den Einheimischen geht fast immer von ihnen aus. Und mit dem Fahrrad ist man so langsam, dass sich ständig solche Situationen ergeben.

Manche sind natürlich auch lästig. Manchmal laufen ganze Schulklassen kilometerweit neben einem her, wenn es den Berg hoch geht. Fährt man dann gerade auf Piste und muss Schlaglöchern oder größeren Steinen ausweichen, wird jeder Schlenker zu einer Beinahe-Kollision mit einem der Kinder.
Oder das Flicken eines Platten. Ich habe schon bis zu 50 Kinder gezählt, die dann neugierig drum herum stehen, jeden Handgriff beobachten und sich freuen, dass in ihrem Dorf seit Wochen mal wieder etwas Ungewöhnliches passiert.
Oder man macht 'ne kurze Pause in einer Dorfkneipe und will 'ne Cola oder 'n Bier trinken und vor der Kneipe läuft das halbe Dorf zusammen.
Manchmal wird man auch ausgelacht. Ein Weißer, der sich offenbar kein Auto und scheinbar nicht einmal ein Busticket leisten kann, muss ja wohl der absolute Turnbeutelvergesser sein. So etwas kommt gelegentlich auch vor, wenn auch selten. In Rwanda etwa 5-6 mal.

Das sind alles neue Erfahrungen, wenn man zum ersten Mal mit dem Rad in Afrika unterwegs ist und an manche davon muss man sich bei jeder Reise wieder neu gewöhnen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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15 Feb 2014 21:23 #326849
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  • Nunanani am 15 Feb 2014 21:23
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Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die Fotos und Deine Texte dazu. Das macht sehr neugierig auf Ruanda.
Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, uns an Deinen Erlebnissen teilhaben zu lassen.

Ich freue mich schon auf Deine nächste Reise!

Gruß,
Nunanani
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15 Feb 2014 22:08 #326853
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Nunanani schrieb:
Ich freue mich schon auf Deine nächste Reise!
... ich auch ... :-)

Gruß
Wolfgang
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16 Feb 2014 12:45 #326907
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  • bayern schorsch am 16 Feb 2014 12:45
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Hallo Wolfgang,

nochmals vielen Dank für diesen sehr interessanten Bericht und die schönen Bilder.
Ruanda mit dem Rad´l wär zwar jetzt nichts für uns, denn dazu sind wir wahrscheinlich schon zu alt. Aber "bitzeln" würd mich so was sehr wohl. ;)

Bis zum nächsten mal,

der bayern schorsch
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16 Feb 2014 19:18 #326992
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  • lilytrotter am 16 Feb 2014 19:18
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Hallo BikeAfrica,
vielen Dank für deinen anderen Blickwinkel beim Reisen, den du hier gut rüberbringst.
Ja, viele "Afrikaner" können es nicht verstehen, dass ein Reicher/Weißer mit dem Fahrrad fährt und auch wir haben uns immer die komischsten Fragen anhören müssen, wenn wir unsere Fahrräder genutzt haben. Das kurioseste geschah in Khartoum, als ein Sedan neben uns bremste und der Fahrer gleichzeitig zu seiner fragenden Handbewegung quer über die Straße rief: "Khowadscha! Why you don't go by car?" - dazu muss man sagen, dass man vor 30 Jahren die Zahl der Fahrradfahrer in Khartoum an einer Hand abzählen konnte und die Sudnesen sich eigentlich immer sehr zurückhaltend benahmen, aber: - Man war schockiert! Niemals wäre damals ein Arab auf einen Drahtesel gestiegen, wenn er sich ein Auto leisten konnte - dann ging man eher zu Fuß! Allemal als Frau...
Andererseits wurden wir in anderen Ländern von vielen Leuten, die mit den selbstgebastelten Rädern ihre Wege zurücklegen mussten gefragt, ob wir ihnen unsere Räder verkaufen würden.
Mittlerweile hat das Fahrrad in Afrika ja einen enormen Zuwachs zu verzeichnen, darüber freuen wir uns bei Reisen immer wieder.

Grüße lilytrotter


PS: Ich kann die Fotos nicht mehr sehn... - überall nur noch blöde ? Fragezeichen
Letzte Änderung: 16 Feb 2014 19:22 von lilytrotter.
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