Hallo Christian,
Usakos ist sicher kein Zentrum der Kinderhilfe in Namibia. Alleine in der Siedlung Hakhaseb (richtig geschrieben?) gibt es sehr viel Not und Elend und das Sterben dort hat sicher noch nicht den Höhepunkt erreicht. Die zurückgebliebenen Kinder dort sind teilweise auf sich selbst gestellt (sog. Child-headed households). Der Austausch von körperlicher Nähe gegen Geschenke ist oft das einzige Mittel um für die kleineren Geschwister ein Überleben zu sichern. Die Not ist groß und die Aktivitäten zur Selbsthilfe vor Ort (z.B. die Sauberkeit in der Siedlung sehr typisch. Da es kaum Arbeitsplätze gibt, müssen viele auswärts arbeiten. Ob und was an Geld bei den Familien ankommt ist dann das nächste Problem.
Dort haben früher auch die Namibia-Kids mit UNSCO eng zusammen gearbeitet. Warum auch immer die Wege sicht trennten( darüber sollten ggf. Insider was schreiben) hat jedenfalls dazu geführt dass UNSCO jetzt nördlich der einen Grundschule und Namibiakids südlich davon Kinder mit Essen und Betreuung versorgen. Dass die Leiterinnen fast gleiche Namen haben ist ein weiterer Umstand, dies zu verwechseln.
Ich kenne beide Projekte, d.h. nach der Trennung habe ich beide jährlich besucht und kann sagen, dass von beiden gute Arbeit geleistet wird. Anmerkungen über Art und Umsetzung vor Ort ist natürlich immer möglich. Wer dort hin will, sollte wissen und bedenken, dass die kleineren Kinder fast keine Englischkenntnisse haben. Afrikaans geht meist besser, aber für die Kinder ist auch das bereits eine Fremdsprache.
Aber für die Verhältnisse in Namibia sind das sicher interessante Praktikumsmöglichkeiten und die Kooperation / Betreuung mit der Grundschule macht es möglich, formal eine Anleitung durch ausgebildetes pädagogisches Fachpersonal nachzuweisen.
Viele Grüße
jaw