15.06.2025: Chillen in Entebbe
Weniger als zwei Stunden später werde ich von einem furchtbaren Krach schon wieder aufgeweckt und wähne mich zurück zuhause, wo auf der Baustelle die Ramme und der Presslufthammer dröhnen. Aber es sind die Bässe von lauter Musik - wo zur Hölle sind wir denn hier gelandet?! Und wie kann Lars bei dem Krach einfach weiterschlafen?!
Dank Noice Canceling Kopfhörern mit beruhigenden Naturgeräuschen im Ohr gelingt es mir zum Glück wieder einzuschlafen, bis ich um zehn ins Bad muss. Die laut knarzende Badezimmertür übertönt sogar noch die wummernden Bässe, sodass Lars dann praktischerweise auch gleich wach ist.
Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns auf den Weg zur Rezeption, um einzuchecken und mehr trinkbares Wasser aufzutreiben. Dort erfahren wir auch, dass die laute Musik von der Kirche nebenan kommt. Das geht hier anscheinend jeden Sonntag von morgens bis abends so!
Anschließend gehen wir ins Restaurant und sofort verstehen wir, warum dieses Hotel so beliebt ist: das Restaurant liegt in einem herrlichen Garten mit einem kleinen See, an dem Klaffschnäbel, Ibisse und Hammerköpfe stehen.
Während wir auf unser Mittagessen warten, kommt ein Pärchen Grauwangen-Hornvögel geflogen - eine Erstsichtung! Lars geht schnell die Kameras holen. Leider erwischen wir sie erstmal nur ganz unfotogen auf einem Balkongeländer.
Wir essen lecker Tilapia aus dem Victoria-See und unterhalten uns noch mal nett mit den Niederländern, die früher in Uganda selber eine Lodge hatten und morgen als angestellte Lodge-Manager einen Neuanfang machen. Sie bestätigen uns, dass wir sehr gute Unterkünfte ausgewählt haben und wir uns wegen des Essens oder Eiswürfeln in den Getränken überhaupt keine Sorgen machen müssen. Sie versichern uns außerdem, dass das Land sehr sicher ist und die Ugander sehr freundlich sind.
Der Garten bietet viele Vögel, z.B. diesen Riesenturako. Es sind noch mehrere Birder mit Kameras im Garten unterwegs und wir kommen mit einem Südafrikaner ins Gespräch, der Reisen in Botswana organisiert - da lassen wir uns doch gleich mal seine Visitenkarte geben…
Nach dem Mittagessen räumen wir unsere Taschen aus und machen ein paar Fotos unserer Unterkunft. Dabei wummern uns weiterhin die Bässe um die Ohren. Also verziehen wir uns schnell wieder zurück in den ruhigen Garten.
Um 14.00 Uhr sind wir mit Peter im Restaurant verabredet, weil er unsere Tour besprechen und wissen möchte, was uns besonders interessiert. Dabei macht Peter schon gleich einen genauso super netten und kompetenten Eindruck, wie von Betti beschrieben und wir fühlen uns bei ihm schon jetzt bestens aufgehoben.
Danach erholen wir uns weiter durch lockeres Chillen im Garten - wobei es bei so vielen tierischen Motiven natürlich nicht nur beim Chillen bleibt:
Zum Dinner gibt es für uns heute nur Kleinigkeiten: Lars nimmt Veggy Samosas und ich Chapati (Brot) mit Hummus und Guacamole - beides sehr lecker! Nach der viel zu kurzen Nacht zuvor, liegen wir früh in der Falle und schlummern voller Vorfreude ein, dass unser Uganda-Abenteuer morgen richtig losgeht!