THEMA: Im Land der Gorillas - Auf neuen Pfaden in Uganda
13 Aug 2024 23:32 #692132
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  • Daxiang am 13 Aug 2024 23:32
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Hallo liebe Betti,

einen Reisebericht von dir lass ich mir auf keinen Fall entgehen! Nachdem bei uns in der nächsten Zeit keine Wiederholungstour nach Uganda geplant ist, freue ich mich ganz besonders auf eure Erlebnisse und Bilder!

Liebe Grüße
Konni
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14 Aug 2024 08:07 #692142
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  • picco am 14 Aug 2024 08:07
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Hoi Betti und Thomas

Ein Uganda-Bericht, da bin ich doch sofort dabei!!! :-D
Beatnick schrieb:
Das erste Mal gerieten unsere Pläne ins Wanken, als es Mitte Juni 2023 im Westen von Uganda im Bezirk Kasese ein entsetzliches Massaker an einer Schule gab.
Da dürfte man so einige Länder nicht mehr besuchen...leider gibts so was immer wieder, vor allem in den USA...
Beatnick schrieb:
Danach erst erfuhr ich von der Verschärfung eines Anti-LGBT-Gesetzes, das homosexuelle Handlungen sogar ggf. unter Todesstrafe stellt.
Ja, da war meine erste Reaktion auch dass wir nicht mehr nach Uganda reisen...auch wenns uns nicht betrifft, so ist so eine Unterdrückung doch unter aller Sau!
Beatnick schrieb:
Die Meinungen gingen sehr auseinander, ob es nun okay sei, dieses Land dennoch zu besuchen. Am Ende entschieden wir uns dafür, denn nicht miteinander reden und Ab- oder gar Ausgrenzung haben in unseren Augen noch nie geholfen.
Hmm...interessanter Gedanke, da werd ich wohl meine Gehirnwindungen wieder mal anwerfen müssen...hmmm...
Beatnick schrieb:
Die Vorzeichen standen aber schon längst nicht mehr gut, und dann folgte auch noch Mitte Oktober die Nachricht von einem tödlichen Anschlag auf ein britisch-südafrikanisches Paar und ihren Guide im Queen-Elizabeth-Nationalpark. In einer Gegend also nah der Grenze zum Kongo, aber eben in einer touristisch geprägten Zone.
Ja, da war ich auch etwas schockiert!
Vorher gabs nur wenige Probleme, und wenn dann auf dem Campingplatz direkt am Ishasha-River, also an der Grenze, die problemlos zu Fuss überquert werden kann...
Beatnick schrieb:
Die mutmaßlichen Attentäter waren mittlerweile bei einem weiteren Versuch, nachts den Lake Edward per Boot zu überqueren, zur - so drastisch muss man es wohl sagen - Strecke gebracht worden.
Einen 'schönen Tod' hatten die wohl eher nicht...hoffentlich waren es wirklich die Attentäter oder solche, die es noch werden wollten...
Beatnick schrieb:
...es flogen aber erst der Ishasha-Sektor und dann in einem weiteren Schritt der gesamte QENP aus der Planung.
Ausser dem Kazinga-Channel habt Ihr da nicht viel verpasst...

Und jetzt: Hau in die Tasten, Mädel! :-D
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14 Aug 2024 09:52 #692157
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  • yp-travel-photography am 14 Aug 2024 09:52
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Hach endlich! Dein Bericht ist schon heiß ersehnt :)
Die Fotos sind einfach weltklasse und von einer unglaublichen Qualität.
Dickes Lob an Thomas!
Danke für die bereits gesendeten Infos. Sehr Sehr hilfreich alles.

LG yvy
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14 Aug 2024 15:52 #692183
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Hallo ihr Lieben,

da ist doch schon eine tolle Reisegruppe zusammengekommen mit vielen bekannten Gesichtern und Namen. Ich freue mich sehr!

FotoGnu schrieb:
Mit Uganda geht es meinem Mann und mir wie Euch vorher: wir sind sehr unschlüssig. Ich hoffe, Dein Bericht hilft uns bei der Entscheidung. Vorher freue ich mich aber, mit Euch zu reisen!

Nachvollziehbar! Ich hoffe, ich kann ein bisschen helfen!

Tinochika schrieb:
auf deinen Reisebericht haben wir schon gewartet und freuen uns auf eure Erlebnisse.

Hallo ihr beiden, super, Schnappes eingepackt und los! B) Es gab übrigens auch immer mal ordentliche Regenschauer, also genau unser Ding... #bushaltestelle...
tigris schrieb:
da beneide ich Euch doch sehr für die starken Nerven im Vorfeld…. Ich glaube, ich hätte das Storno belassen

Hello dear, schön, dass du dabei bist! Es war jedenfalls nah dran...

fiedlix schrieb:
Einige eurer Unterkünfte sind ja auch in unserer Planung zu finden, umso gespannter bin ich.

Willkommen, liebe Elke, ich glaube, du kannst dich wirklich auf was freuen in Uganda. :)

Old Women schrieb:
Afrika steht bei uns leider momentan gar nicht auf der Buchungsliste, Reinhard hat beschlossen, erst einmal alle Länder zu bereisen, für die man mindestens 24 Std. Flugzeit oder mehr benötigt, bevor er dazu körperlich nicht mehr in der Lage sein wird. Anzeichen für letzteres sind zwar noch nicht zu erkennen, aber ich beuge mich seinen Wünschen, mein Schaden ist es ja nicht B) .

Hello treue Beate, toll, dass du mitreist. Ich kann Reinhard gut verstehen, wir haben ähnliche Überlegungen. Australien kennen wir noch nicht, aber Neuseeland schreit nach einer Wiederholung.

Daxiang schrieb:
einen Reisebericht von dir lass ich mir auf keinen Fall entgehen! Nachdem bei uns in der nächsten Zeit keine Wiederholungstour nach Uganda geplant ist, freue ich mich ganz besonders auf eure Erlebnisse und Bilder!

Liebe Konni, alles wie immer: Ohne dich fahre ich gar nicht erst los. :)

picco schrieb:
Da dürfte man so einige Länder nicht mehr besuchen...leider gibts so was immer wieder, vor allem in den USA...

Hi picco, das war auch unsere Überlegung, zumindest eine von vielen.
Schön, dass du mitfährst, du kannst sicher an vielen Stellen unterstützen.

yp-travel-photography schrieb:
Hach endlich! Dein Bericht ist schon heiß ersehnt.
Danke für die bereits gesendeten Infos. Sehr Sehr hilfreich alles.

:) Das ist doch toll, freut mich. Vielleicht kommen noch ein paar Anregungen dazu.

Vielen Dank noch einmal für euer Interesse und das Fotolob!
Heute oder spätestens morgen fliegen wir dann mal zum Äquator.

Liebe Grüße,
Betti
Letzte Änderung: 14 Aug 2024 15:56 von Beatnick.
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14 Aug 2024 18:55 #692191
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30./31.12.23: Ein etwas zäher Beginn

Am vorletzten Tag des Jahres ging es noch vor dem Morgengrauen los. Um 4 Uhr morgens war ich viel zu müde, um mir noch weitere Gedanken über Sinn und Unsinn dieser Reise zu machen. Wir flogen mit Sonnenaufgang von Hamburg nach Brüssel ...



... und dann zunächst weiter nach Kigali. Von dort war es nach einer Zwischenlandung nur noch ein letzter Hüpfer nach Uganda.

Schon lange waren wir nicht mehr am Tag Langstrecke geflogen, doch das hatte durchaus was für sich, fasziniert blickte ich hinunter auf die schneebeckten Alpen und schließlich auf die bizarren Sandverwehungen der Sahara.





Von hier oben sahen sie fast aus wie ein Gemälde, ein surreales Kunstwerk der Natur.

Beim Zwischenstopp in Ruanda leerte sich der Flieger fast gänzlich, vielleicht noch zehn bis zwölf Touristen blieben sitzen. Thomas schaute mich vielsagend an. Waren wir etwa Gefahrensucher?



Immerhin lief an Flughafen alles glatt, unser Gepäck kam schnell, und Peter, unser Guide für die nächsten drei Wochen, empfing uns mit einem strahlenden Lächeln. Er war uns auf Anhieb sympathisch.

Mit Peter im Murchison Falls National Park


Durchs nächtliche Kampala fuhr er uns zum Boma Guest House, unserer Unterkunft für die nächsten drei Tage, wo wir in unserem schönen Zimmer direkt ins Bett kippten. Ursprünglich wollten wir nur zwei Nächte bleiben, doch der Flug am 31. Dezember war gestrichen worden. Wir waren daher schon einen Tag früher unterwegs. Das kam uns durchaus gelegen, denn Urlaub hatten wir ohnehin schon.

Die Nacht war ziemlich kurz, denn schon am Morgen wollten wir in den Mabamba Swamp, um unter anderem nach dem Shoebill zu suchen.



Mit dem Auto fuhren wir zum Ufer des riesigen Lake Victoria und bestiegen ein langes Holzboot, das eindeutig schon besser Tage gesehen hatte. Es war tatsächlich auch außergewöhnlich langsam, wie uns erst am nächsten Tag klar wurde, und in den fast 90 Minuten, in denen wir behäbig quer durch die Bucht zum Feuchtgebiet tuckerten, schöpften wir nicht nur immer wieder Wasser aus dem Boot, sondern bekamen auch einige Tropfen von oben ab.

In Uganda hatte es seit August fast täglich geregnet, das Wasser im See stand hoch und der Himmel war grau verhangen.

Im Swamp angekommen, stiegen wir von dem einen Holzboot in ein viel kleineres um. Schon unterwegs hatten wir Schreiseeadler, Kormorane, Enten und unzählige Pied Kingfisher beim Fischen beobachtet, aber die Sümpfe mit ihrer dichten Farn- und Papyrusvegetation begeisterten mich sofort. Ein schwimmendes kleines Ökosystem, eine eigene Welt, leider in schlechtem Licht an diesem ersten Tag.

Pied Kingfisher


Rallenreiher


Malachite


Wir waren zu Sechst im Boot, Peter und sein Kumpel Herbert, der Guide und der Bootsführer sowie Thomas und ich. Am besten gefiel mir, als wir den knatternden Motor ausstellten und wir mithilfe eines langen Holzstabes durch die schmalen Kanäle glitten.

An jedem anderen Ort der Welt würde die Vielzahl seiner Bewohner locker ausreichen, um den Sumpf zu einem hochattraktiven Ausflugsziel zu machen.

Purple Swamphen


Yellow-billed Duck


Lapwing


In Mabamba geht es aber natürlich vor allem um den Shoebill, von dem es in der Gegend maximal 20 geben soll. Ich war einigermaßen erschüttert, viele sind das ja nicht, und mir wurde schlagartig klar, wie gefährdet dieser Vogel tatsächlich ist - und auch sein Habitat.

In den zwei Stunden im Sumpf sahen wir allerlei unterschiedliche Bewohner, aber leider keinen Schuhschnabel.





African Jacana




Der junge Guide war bekümmert, das komme nun sehr selten vor und das Wetter sei vielleicht auch zu schlecht. Beides trug nicht unbedingt zur Aufheiterung bei und als wir auf dem Rückweg mit dem größeren Boot auch noch ohne Treibstoff mitten auf dem See liegenblieben, war die Situation so absurd, dass wir schon wieder lachen mussten. Ein anderes Boot brachte schließlich Diesel und Rettung, alles in allem war es ein überschaubarer Auftakt gewesen mit Luft nach oben.

Den Nachmittag verbrachten wir vom Morgen und noch vom langen Flug gerädert im Garten am Pool, mittlerweile war es warm und sonnig geworden und die Vögel genossen das Bad in den noch üppig gefüllten Regenrinnen.





Plantain-Eater




Im Garten des Boma lassen sich wunderbar Vögel beobachten, vor allem Sunbirds, und so waren wir am Ende ganz zufrieden mit dem Tag.

Scarlet-Chested Sunbird




Blue-headed sunbird


Peter hatte sich nicht mehr gemeldet, was a) bedeutete, dass kein Shoebill mehr in den Sümpfen gesichtet worden war - sonst wären wir noch einmal spontan losgefahren. Und b), dass wir am nächsten Morgen einen weiteren Versuch starten würden, sobald ihm die Guides in den Sümpfen eine Sichtung meldeten.

Wie unkompliziert und unbürokratisch in Uganda zuweilen Dinge geregelt werden können und die damit verbundene Spontaneität erinnerte mich an längst vergangene Zeiten, als das auch an mittlerweile oft heillos überlaufenen Orten der Welt noch möglich gewesen war. Wir erlebten diese Flexibilität immer wieder auf dieser Tour und genossen sie in vollen Zügen.

Am Abend aßen wir gut im Guesthouse und gingen früh ins Bett, es war herrlich friedlich, bis plötzlich die Wände wackelten. Mitternacht, Silvester. Ich hatte es ganz vergessen. Happy new year, dachte ich und freute mich auf den nächsten Tag, Thomas war gar nicht erst richtig aufgewacht. Nach fünf Minuten war der Spuk vorbei und wieder Ruhe eingekehrt, länger ist in Uganda nicht erlaubt. Ganz schön streng, dachte ich. Und war auch schon wieder eingeschlafen.
Letzte Änderung: 14 Aug 2024 22:11 von Beatnick.
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14 Aug 2024 19:51 #692194
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  • Guggu am 14 Aug 2024 19:51
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Mein Berti,

Ist das ein Gedränge hier, aber ich quetsche mich auch noch dazu. Habe ich doch seit vor Corona ein Angebot von Pirani in der Schublade schlummern.
Wie immer wird der Bericht sehr informativ mit grandiosen Fotos sein- was will man mehr.
Ich bin auf jeden Fall dabei :)
Ich freue mich sehr auf alles weitere
Eure Guggufoss
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