Hoi Betti und Thomas
Beatnick schrieb:
Das Fazit:
Ha! Jetzt gehts los!
Beatnick schrieb:
Es war aus meiner Sicht richtig, sich in dieser damals sehr besonderen Situation nach den tödlichen Attacken intensiv mit der Sicherheitslage zu beschäftigen und die Route entsprechend anzupassen.
Definitiv!
Es ist immerhin der immer wieder aufschwellende Bürgerkrieg im Osten der DR Congo, der direkt an den QENP anschliesst. Und auf der Seite der Kivu-Region, die an Uganda anschliesst sind seit Jahren die Rebellen der diversen Gruppierungen unterwegs, die sich in Einzelfällen nicht an die Grenzziehung halten.
Beatnick schrieb:
Als wir dann schließlich im Land unterwegs waren, fühlten wir uns nicht zuletzt dank Peter sicher und gut aufgehoben.
In den meisten Teilen Ugandas kann man sich auch relativ sicher fühlen, die Grenzregionen zum Südsudan und zur DR Congo sowie die Grosstadt Kampala mal ausgenommen. Wobei Kampala nicht wirklich zu den gefährlichen Städten Afrikas gehört.
Beatnick schrieb:
Mittlerweile hat sich die Lage anscheinend entspannt, zumindest für den Moment.
Die Lage in der DRC kann sich jederzeit ändern, aber aktuell sind die Rebellen eher in der Nähe der von ihnen eingekesselten Stadt Goma, das dürfte der Grund für die aktuelle Ruhe an der Grenze zu Uganda sein.
Beatnick schrieb:
Diese Routenänderung war für uns notwendig und hat uns leider um den Besuch des Queen Elizabeth Nationalparks gebracht...
Wobei Ihr da meiner Meinung nach nicht viel Verpasst habt. Klar ist eine Bootstour auf dem Kazinga Channel wirklich lohnenswert, und auch in Ishasha hatten wir tolle Sichtungen, aber den Rest kann man meiner Meinung nach vergessen. Nicht mal die Kraterseen haben mich beeindruckt, erst recht nicht im Wissen dass es mit den Virungas noch ganz andere, wesentlich eindrucksvollere Krater und Vulkane im Umfeld hat. Und da es auch Dörfer im QENP hat fehlt für mich auch der Wildnisseffekt.
Beatnick schrieb:
Wie ein Mahnmal erhebt sich der Bohrturm inmitten des Murchison-Falls-Nationalpark. Was wird nach Beginn der Ölförderung aus dem größten Schutzgebiet Ugandas? Die Lkw scheinen mittlerweile zu rollen und schränken die Natur sowie das Naturerlebnis ein.
Ja, das traurige Thema Ölförderung ist seit meinem ersten Besuch im MFNP offensichtlich. Damals stand schon ein Turm, aber die Pisten waren noch nicht wirklich für LKWs geeignet. Das ist nun 'dank' der neuen Brücke und der Asphaltstrasse anders...hoffen wir trotzdem das Beste!!!
Beatnick schrieb:
Und dann ist da noch das international zu Recht massiv kritisiertes Anti-LGBTQ-Gesetz. Es ist und bleibt uns ein riesiger Dorn im Auge.
Auch mich hat das schon zu Gedanken bewogen darum nicht mehr nach Uganda zu gehen, denn Ungerechtigkeit im allgemeinen ist mir schon seit ich denken kann ein Dorn im Auge.
Aber mit dem Wegbleiben die Tiere, die Landschaften, die Pflanzen und nicht zuletzt die Tourismusangestellten (egal ob Guide, Putzfrau, Koch oder Träger) sich selbst überlassen? Das ist ja auch nicht der bessere Weg...
Beatnick schrieb:
Aber werden Dinge besser, wenn wir wegbleiben?
Wohl eher nicht...
Beatnick schrieb:
Last, but never least ist noch einmal Peter zu erwähnen. Mit ihm hatten wir das Glück einen Menschen zu treffen, der sein Land liebt wie wahrscheinlich kein Zweiter - und die Dinge dennoch differenziert betrachtet. Es hat uns als Guide wie als Soziologe Einblicke beschert, für die wir dankbar sind. Der Kontakt hält...
So ging es uns auch mit unserem Guide Paul Kaggwa Kibirango, dem Chef von Terrain Safaris. Sabine hat sich dank ihm und seiner ruhigen, besonnenen Art deutlich wohler gefühlt als wenn sie nur mit mir und meiner nicht ganz so besonnenen Art unterwegs gewesen wäre.

Und so ein Guide kann ja auch viel dazu beitragen dass man etwas übers Land erfährt, dass man mehr mit Einheimischen in Kontakt kommt usw. Ich kanns jedem nur empfehlen einen Guide zu nehmen!
Und nun zum Reisebericht: Da gibts nichts zu zerreissen, der war schlicht wunderprächtigster Lese- und Bilderschaustoff!
Gerne mehr davon, drum haut endlich wieder ab nach Afrika, damit wir weiterhin so traumhafte Reiseberichte lesen und bestaunen dürfen!

Ein grosses, fettes '
Danke' für diesen hier!