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- Im Land der Gorillas - Auf neuen Pfaden in Uganda
31 Okt 2024 08:19
#696360
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Hoi zämä
Meine Huldigung (Oder doch mein Zerriss??? FotoGnu schrieb: Mich würde zusätzlich interessieren, wie Ihr mit dem Thema Malaria-Prophylaxe umgegangen seid. Ich weiß natürlich, dass ein Reisebericht keine Konsultation beim Reisemediziner ersetzt, aber mich würde trotzdem Deine persönliche Einschätzung von vor Ort interessieren. In anderen Risiko-Gebieten haben wir uns bislang auf Repellents und Malerone als Stand by verlassen, weil wir die Prophylaxe leider gar nicht vertragen. In Uganda erscheint uns das Risiko nach ausgiebiger Recherche allerdings höher. Die Moskitos kommen ja in höheren Lagen weniger vor, das könnten Ihr natürlich ausnutzen indem Ihr in Kigali startet und von dort über den Lake KIvu (Chimps am südlichen Ende im Parc national Nyungwe) und/oder den Besuch bei der ehemaligen Forschungsstation von Diane Fossey nach Uganda wechseln, wo Ihr die Golden Monkeys und die Gorillas besuchen könnt. Dabei bleibt Ihr immer im Bereich 1500müM oder höher. Danach in Richtung Entebbe, wo Ihr wieder tiefer runter kommt, aber Euch auch schon dem Ende der Reise nähert, so dass Ihr 'dank' der Inkubationszeit bei einem allfälligen Krankheitsausbruch wohl wieder zuhause wärd.Aber natürlich mit dem Tropenmediziner besprechen, ich übernehm keine Haftung. Brussels Airlines und KLM fliegen ein Dreieck mit den beiden Halteorten Kigali und Entebbe, ich weiss nur nicht mehr wer erst in Entebbe und wer erst in Kigali landet... Bis Ihr reist dürfte auch der aktuelle Marburg-Ausbruch beendet sein... |
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Letzte Änderung: 31 Okt 2024 08:21 von picco.
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31 Okt 2024 10:44
#696369
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Guten Morgen ihr Lieben,
auch die wunderbarsten Reisen gehen leider einmal zuende. Ich möchte mich sehr bedanken, dass wir an euren Eindrücken teilhaben und diese mit unseren eigenen Erfahrungen abgleichen und ergänzen konnten. Eigentlich war bei uns Uganda wegen der Gorillas als einmalige Reise geplant, aber das Land hat einfach soviel mehr zu bieten. Bei einer erneuten Reise stünde nicht nur der Norden, sondern definitiv weitere Shoebill Safaris und ja, eurem Bericht geschuldet, auch ein Schimpansen Trekking auf dem Programm. Wir sind schließlich offen und lernfähig Herzliche Grüße Kordula |
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02 Nov 2024 10:10
#696507
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Hallo ihr Lieben,
vielen lieben Dank für eure tollen Reaktionen, wir sind einigermaßen überrascht und freuen uns total darüber. Das Fazit folgt morgen, leider war es eine sehr bewegte Woche. Daxiang schrieb: Neben den Begegnungen mit den Gorillas und Schimpansen hat mich besonders euer Vogelfeuerwerk, mit dem Schuhschnabel als Hauptdarsteller begeistert. Welcome back, liebe Konni! Für uns waren die Vögel auch ein echtes Highlight, das wir so im Vorfeld gar nicht auf dem Zettel hatten. CuF schrieb: wie immer bin ich hellauf begeistert von Bild und Ton - ähm: Schrift! CuF schrieb: Ganz besonders sentimental wurde ich beim Anblick der Rossturakos, den Vögeln, „die beim Fliegen immer so rot werden“ (Zitat 1987 Kivu-See)…. Ich hab sie direkt vor Augen im Flug, das sieht wirklich toll aus... tiggi schrieb: Ich bin noch ganz begeistert von unserer 3. Ugandareise. Vielen Dank fürs Mitfahren und das Lob, Biggi - und dafür, dass du auch einen RB angefangen hast. Enilorac65 schrieb: Ich werde wohl nie nach Uganda reisen, deshalb habe ich die virtuelle Reise besonders genossen. Wer weiß, wer weiß... KarstenB schrieb: Gut, dass dieser nicht weg geflogen ist, sonst gäbe es jetzt einen Guide weniger in Uganda. KarstenB schrieb: Vielen Dank für diesen - wieder mal - tollen Bericht mit unübertroffenen Fotos! Ach Karsten, so schön, dass du auch diesmal wieder an Bord warst. Du bist eine treue Seele, vielen Dank! bayern schorsch schrieb: auch wenn ich mich kaum zu Wort gemeldet habe - das war wieder mal ein Reisebericht der EXTRAKLASSE! bayern schorsch schrieb: Bei uns liegt ein fertiger Uganda-Touren-Plan schon seit Jahren in der Schublade - geschafft haben wir es bis heute nicht. Wahrscheinlich wird das auch nichts mehr, irgendwie fühlen wir (speziell ich) uns nicht mehr sooooo fit, um solch eine strapaziöse Reise auf uns zu nehmen. Hmhm, wir fanden es vor allem als geführte Tour wirklich überhaupt nicht strapaziös. Und der Standard von Essen und Unterkünften z.B. ist hoch. bayern schorsch schrieb: Stellt Euch vor, wir waren im August / September auf den Lofoten. Genial, einfach nur traumhaft! Super! Das steht bei mir auch sehr weit oben auf der Liste. Schön, dass ihr da wart (die Casimodos doch auch?)! bayern schorsch schrieb: Liebe Grüße zu Euch Beiden. Wir haben Euch in Büsnau letztes Jahr kennengelernt und Ihr seid zwei gaaaaanz gaaaanz Nette! Mannati schrieb: Ein herzliches Danke und ein elefantendickes Kompliment von mir für diesen tollen Bericht aus dem zentralen Afrika. Elefantendick ist natürlich schon eine Hausnummer! 1000 Dank, Manfred yp-travel-photography schrieb: durch deinen Bericht habe auch ich den Mut gefasst und werde im nächsten Jahr eine sehr ähnliche Tour mit dem gleichen Anbieter fahren. Sicher werde ich hier im Laufe der Zeit immer wieder nochmal nachlesen wie es sein wird und die Details planen. Ich bin gespannt! Wenn du noch Fragen hast, immer gern. fiedlix schrieb: Nicht eine Sekunde habe ich Löwen und Co vermisst! Das ging uns tatsächlich auch so. fiedlix schrieb: Da wir ja nicht so lange unterwegs sein werden ist bis jetzt nur ein Gorilla Trekking geplant (Bwindi), aber nach deinem Bericht schwanke ich schon sehr ob wir nicht doch versuchen sollten noch ein zweites zu buchen. Das könnt ihr ja vielleicht sogar noch vor Ort entscheiden, in Mgahinga war zumindest das Gorilla-Trekking nicht ausgebucht. Und bei den Unterkünften scheint man auch einigermaßen flexibel zu sein. Ich wünsche euch eine ganz tolle Tour und bin gespannt auf eure Erfahrungen! Sadie schrieb: Wieder mal ein 1A Bericht von euch und langsam gehen mir die Superlative aus. Man fühlt sich einfach wie mit dabei… Dankeschön, liebe Katrin! Das ist ein großartiges Kompliment und freut mich sehr. Kenia-RB wird lange erst mal nichts, leider muss ich auch den Indien-RB weiter verschieben, immer was los hier (auch viel Gutes). Liebe Grüße nach Florida. FotoGnu schrieb: Mich würde zusätzlich interessieren, wie Ihr mit dem Thema Malaria-Prophylaxe umgegangen seid. Ich weiß natürlich, dass ein Reisebericht keine Konsultation beim Reisemediziner ersetzt, aber mich würde trotzdem Deine persönliche Einschätzung von vor Ort interessieren. Hallo Elke, wir haben beide Prophylaxe genommen, wir hatten uns mit unserem Hausarzt (=Tropenmediziner) abgesprochen. Ich vertrage Malarone sehr gut, Thomas nicht, er nimmt Doxycyclin, da müssen wir nur wegen der Lichtempfindlichkeit gut aufpassen. H.Badger schrieb: Und der hier festgehaltene Vogelreichtum ist wirklich enorm! Damals haben wir uns noch gar nicht wirklich für Vögel interessiert. Das ist heute bekanntlich anders und der Bericht macht allein aus Birder-Sicht Lust auf eine Rückkehr nach Uganda. Hi Sascha, vielen Dank fürs lesen und das Lob! Vogeltechnisch hätte man sicher noch viel mehr unternehmen können, z.B. eine Birding-Tour in Bwindi. Das ist sicher was für euch - und auch vielleicht für uns nochmal. H.Badger schrieb: Schade, aber verständlich, dass ihr den Queen Elizabeth NP streichen musstet. Irgendwann könnte dieser schöne Nationalpark ein Motiv für eine Rückkehr sein... Und noch ein guter Grund... tina76 schrieb: Das macht wirklich Lust, Uganda noch ein drittes Mal zu bereisen. Die Gorillas fehlen mir ja noch und die putzigen Golden Monkeys. Aber auch der Vogelreichtum, den ihr so schön eingefangen habt, wäre ein weiterer Grund. Dann mal los, Tina. Sanne schrieb: Während des Lesens habe ich die Daumen gedrückt, dass es am Ende die Waschmaschine wird und es hat mich sehr berührt, dass persönliche Kontakte vor Ort so sein können wie Eure. Ach Sanne, das ist aber sehr, sehr schön! Grundsätzlich ist es ja nicht immer leicht, mit Einheimischen wirklich in Kontakt zu kommen. Zumal wir touristische "Inszenierungen" wie organisierte Dorfbesuche mit Shows etc. eher meiden. In Uganda waren die Menschen uns gegenüber in aller Regel sehr offen, das war schon augenfällig. Es dürfte auch daran liegen, dass der Massentourismus (noch) keinen Einzug gehalten hat. picco schrieb: Meine Huldigung (Oder doch mein Zerriss??? Oha! picco schrieb: Brussels Airlines und KLM fliegen ein Dreieck mit den beiden Halteorten Kigali und Entebbe, ich weiss nur nicht mehr wer erst in Entebbe und wer erst in Kigali landet Wir sind mit Brussels geflogen (nicht so toll, was Service angeht und zum wiederholten Mal Flugverschiebungen), da ging es zuerst nach Kigali auf dem Hinweg. Dandelion schrieb: Eigentlich war bei uns Uganda wegen der Gorillas als einmalige Reise geplant, aber das Land hat einfach soviel mehr zu bieten. Da sagst du was... Dandelion schrieb: Bei einer erneuten Reise stünde nicht nur der Norden, sondern definitiv weitere Shoebill Safaris und ja, eurem Bericht geschuldet, auch ein Schimpansen Trekking auf dem Programm. Wir sind schließlich offen und lernfähig. Sehr gut, Kordula Ich schreibe dann jetzt mal das Fazit zusammen, kommt dann gleich. Ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Betti |
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Letzte Änderung: 02 Nov 2024 17:46 von Beatnick.
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02 Nov 2024 18:04
#696525
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Das Fazit: Die Perle Afrikas?
Winston Churchill hatte das Gebiet des heutigen Uganda einst als "Perle Afrikas" bezeichnet. Fruchtbare Böden, eine abwechslungsreiche Landschaft, viel Wasser durch zahlreiche Seen, ein angenehmes Klima und eine reiche Tierwelt dürften sein Bild geprägt haben, und all das trifft auch heute noch zu. Uganda hat seinen Besuchern viel zu bieten. Einiges ist gemeinhin bekannt und fast immer Teil des Programms, wie Trekkings zu den Berggorillas und den Schimpansen. Anderes hatten zumindest wir gar nicht oder wenigstens nicht so eindrucksvoll erwartet, wie zum Beispiel den Vogelreichtum oder auch die vielen Gesichter der wunderschönen Landschaft. Berge, üppige Regenwälder, der Nil, der Viktoriasee als größter See des Kontinents, die Sümpfe und natürlich Savanne, all das gibt es in diesem Land im Herzen Afrikas auf relativ kleinem Raum und auf einer Rundreise gut erreichbar. Wir sind sehr froh, dass wir diese Reise gemacht haben, trotz aller Bedenken im Vorfeld, die ich auch im Nachhinein nicht für übertrieben halte. Es war aus meiner Sicht richtig, sich in dieser damals sehr besonderen Situation nach den tödlichen Attacken intensiv mit der Sicherheitslage zu beschäftigen und die Route entsprechend anzupassen. Als wir dann schließlich im Land unterwegs waren, fühlten wir uns nicht zuletzt dank Peter sicher und gut aufgehoben. Mittlerweile hat sich die Lage anscheinend entspannt, zumindest für den Moment. Diese Routenänderung war für uns notwendig und hat uns leider um den Besuch des Queen Elizabeth Nationalparks gebracht, aber dafür Ersatzaktivitäten beschert, die wir nicht missen möchten. Wie beispielsweise das Golden Monkey Trekking im Mgahina Gorilla NP. Oder die zahlreichen Besuche bei den Shoebills. Sie zählten sicherlich zu den Höhepunkten - wie natürlich auch die beiden Gorilla-Trekkings. Beide Besuche waren sehr unterschiedlich, Mgahinga liegt aber nicht so sehr auf der Hauptroute der Touristen und weckt daher eher ein "Entdeckergefühl" in mir als Bwindi. Deutlich mehr Tiere und Gorilla-Familien gibt es aber in Bwindi. Das Trekking selbst war wiederum in Mgahinga leichter, es hat eben alles etwas für sich und wie immer in der Wildnis auch ein bisschen mit Glück zu tun. Unter den damaligen Umständen war die Route genau richtig für uns. Keine Station auf dieser Reise war überflüssig oder unattraktiv, nichts hat uns enttäuscht, vieles positiv überrascht. Drei Wochen waren eine gute Zeitdauer, mehr geht immer und lässt sich problemlos füllen. Was hätte ich noch besser planen können? Ich denke, nur Kleinigkeiten. Wie eine dritte Nacht in der Turaco Treetops Lodge. Dort hätten wir wohl eine weitere Birding-Tour am Morgen unternommen und vielleicht auch einfach nur Zeit auf unserer Terrasse mitten im Regenwald verbracht. Turaco Treetops und die Mihingo Lodge mit dem phantastischen Essen waren die beiden überragenden Unterkünfte auf dieser Reise, insgesamt waren alle gut bis sehr gut. Zum absoluten Luxus-Segment, das es natürlich auch in Uganda gibt, kann ich nichts sagen. Das Land ist dichter besiedelt als wir es erwartet hatten, das Straßennetz gut ausgebaut. Mit Guide war das Reisen im Land absolut keine Herausforderung. Die Einheimischen sind freundlich und in aller Regel mangels Massentourismus weder genervt von den Besuchern, noch versuchen sie aus jeder sich bietenden Gelegenheit Profit zu schlagen. Insgesamt kam uns das Land vielerorts noch touristisch "unverdorben" vor, und das ist ein sehr großes Plus. Kein Massenandrang, keine gestressten und bedrängten Tiere in den Nationalparks, keine Abzocke, große Flexibilität auch bei kurzfristigen Umbuchungen sogar noch während der Tour, das hat uns an Uganda extrem gut gefallen. Wir waren im Januar unterwegs und damit in der Trockenzeit, doch es war ein ungewöhnliches Jahr für Uganda. Es kann dort jederzeit regnen, aber seit August 2023 hatte es täglich teilweise starke Niederschläge gegeben. Immerhin brauchten wir keine Regenklamotten, denn wenn es regnete, dann fast immer nachts. Doch morgens und abends war oft viel Feuchtigkeit in der Luft, dass der Dunst das Fotografieren erschwerte. Sollten wir noch einmal nach Uganda reisen, dann würden wir wohl Juni/Juli als Reisezeit wählen. Dann sollen die Tage klarer sein. Wie großartig muss dann der Blick hinunter auf den Bunyonyi-See sein? Oder auf die Krater-Seen, die wir diesmal aus Sicherheitsgründen ausgelassen hatten. Oder auf die umliegenden Hügel bei der Nil-Bootsfahrt zum Delta, ein weiterer Höhepunkt auf unserer Reise mit grandiosen Vogelbeobachtungen. Ihr ahnt es sicher schon: Sehr gern möchten wir Uganda noch einmal bereisen. Einige Dinge wiederholen, weil sie so schön waren. Zudem eine Schimpansen-Habituierung mitmachen. Vielleicht in den Norden bis zum Kidepo fahren. Den QENP einbauen. Mehr Zeit im Murchison-Falls-Nationalpark verbringen. Eine Birding-Tour in Bwindi unternehmen. Es fällt mir eine Menge ein, auch ohne groß zu überlegen. Nur die Gorillas, die würden wir beim zweiten Mal wohl außen vor lassen. Weil unsere Erlebnisse so eindrücklich waren, dass sie für uns kaum zu steigern sind. Die Erinnerungen bleiben. Und weil die Trekkings überdies kostspielig sind - Tendenz steigend. Ohne Gorilla-Trekking - dazu noch zwei - fällt der Gesamt-Reisepreis rapide. Ob wir die zweite Tour tatsächlich anpacken? Gute Frage. Wir sind hin- und hergerissen. Viel hängt von der Entwicklung des Landes ab. Die Korruption und ihre Folgen sind offensichtlich. Trotz seiner offenkundigen Vorzüge gehört Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Nationalparks schrumpfen, weil sich Politiker nehmen, was sie eigentlich bewahren sollten. Immerhin, bei den Gorillas funktioniert der Schutz, die Population wächst. Anders als die der Löwen, ihre Anzahl schrumpft zusehends im Zuge der Mensch-Tier-Konflikte. Die Menschen sind arm, und sie werden wie überall mehr. Es braucht Programme, Ideen und Bildung, um ihnen die Bedeutung des Artenschutzes nahe zu bringen und sie wirtschaftlich am Gewinn durch den Tourismus zu beteiligen. Artikel: Rückgang der Löwenpopulation bedroht die Vielfalt der Tierwelt in Uganda Einige Bedrohungen sind auch für Touristen auf den ersten Blick erkennbar. Wie ein Mahnmal erhebt sich der Bohrturm inmitten des Murchison-Falls-Nationalpark. Was wird nach Beginn der Ölförderung aus dem größten Schutzgebiet Ugandas? Die Lkw scheinen mittlerweile zu rollen und schränken die Natur sowie das Naturerlebnis ein. Kommt es vielleicht noch schlimmer? Und wer und was kommt nach Präsident Museveni? Etwas Besseres, wie es sich die Jugend wünscht? Ich bin skeptisch. Und dann ist da noch das international zu Recht massiv kritisiertes Anti-LGBTQ-Gesetz. Es ist und bleibt uns ein riesiger Dorn im Auge. Aber werden Dinge besser, wenn wir wegbleiben? Die Touristen kein Geld ins Land bringen, keine eigenen Erfahrungen und kein Wissen, das sie mit der Bevölkerung teilen können? Haben Tiere und Nationalparks überhaupt noch eine Chance, wenn die Besucher ausbleiben? Uganda ist trotz allem eine Perle, wenn auch nicht auf Hochglanz poliert. Mit landschaftlichen Möglichkeiten und Variablen, die vielleicht auf dem amerikanischen Kontinent mit denen von Costa Rica vergleichbar sind. Nur wer vor allem Savanne sucht, ist in anderen Regionen Afrikas wohl besser aufgehoben als in Uganda. Last, but never least ist noch einmal Peter zu erwähnen. Mit ihm hatten wir das Glück einen Menschen zu treffen, der sein Land liebt wie wahrscheinlich kein Zweiter - und die Dinge dennoch differenziert betrachtet. Er hat uns als Guide wie als Soziologe Einblicke beschert, für die wir dankbar sind. Der Kontakt hält - und bislang auch die Waschmaschine. Ich danke euch sehr für eure tolle Begleitung, es hat mir riesig Spaß gemacht. Bleibt gesund und munter, genießt das Reisen und unser geliebtes Afrika. Ganz egal, wohin es euch dort verschlägt. Liebe Grüße, Betti |
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Letzte Änderung: 03 Nov 2024 10:07 von Beatnick.
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02 Nov 2024 18:24
#696527
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02 Nov 2024 19:12
#696531
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Liebe Betti,
ich überlege schon geraume Zeit, wie ich angemessen auf deinen/euren genialen Bericht antworten könnte. Zum Einen sind da die vielen exotischen Vögel, die mich natürlich sofort gepackt haben. Dann aber auch eine sehr stark zersiedelte Landschaft mit einer beständig wachsenden Bevölkerung, du hast das sehr gut im Fazit aufgelistet. Ich finde es sehr gut, dass so aufgeschlossene und auch sehr gut vorbereitete Leute wie ihr dieses Land bereisen und mit den Einnahmen, die damit generiert werden können, hoffentlich die Lebensräume der immer mehr bedrängten Wildnis wenigstens noch eine gewisse Zeit hinüber gerettet werden kann. Aber ich bin doch zu sehr Team Kalahari, ich werde es wohl in diese Ecke Afrikas nicht schaffen. Jedenfalls herzlichen Dank für die Mühe, die so ein Bericht nun mal kostet. Viele Grüße, Matthias |
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