Ich spaziere zum Haupthaus, ich will eigentlich in meinem Zimmer den Laptop holen und mal schauen, was mein Flug macht. Doch da hält mich eine Familie Tantalus Meerkatzen kurz auf. Leider sind sie ziemlich im Schatten.
Mein Laptop spaziert mit mir ins Haupthaus, wo es WIFI hat. Meine Kamerabatterie blinkt rot, aber ich denke, na ja, hält schon noch. Und da höre ich etwas in den Bäumen und sehe ein Rotbeiniges Sonnenhörchen auf den Ästen rennen. In dem Moment fliegt ein Gabar Habicht rein, erwischt es nicht. Was sagt meine Kamera – bitte Batterie wechseln und somit verpasse ich die Szene… GRR. Faulheit muss gestraft werden.
Nun mein Flug ist noch hinten verschoben…. Wie ich erwartet habe.
Der sitzt zu schön - Scalloped Castor - Ariadne pagenstecheri, Edelfalter
Noch ein Grauwangennashornvogel Männchen macht mir die Ehre
Elaine, die Managerin von der Nkima Forest Lodge sagt, ich soll doch mal zum Aussichtspunkt, es sei nur 5 Minuten. Mache ich dann auch, doch ich brauche viel länger, denn es gibt so viel zu sehen und zu fotografieren!
Die niedliche Blüte gehört in die Malvenfamilie – Pavonia urens
Large Fairy Hairstreak - Hypolycaena antifaunus in der Familie der Bläulinge - wie viele hier neue Arten fuer mich
Die Aussicht über den Sumpf ist echt toll und siehe da, es gibt auch Vögel – Madaskar Bienenfresser / Madagascar Bee-eater.
Als ich so da sitze, höre ich immer den Ruf eines Greifs, aber sehen tue ich keinen. Ein Weissbrauenspornkuckuck springt vor mir über einen kleinen Pfad, aber der tönt ganz anders. Beim langsamen zurück spazieren, sichte ich den kleinen Greif – Kuckuckshabicht / Lizard Buzzard / Kaupifalco m. monogrammicus
Mit den Besitzer darf ich zu Mittag essen und es ist schön, deren Geschichte zu hören.
Oh – die Riesenturakos zeigen sich noch mal und diesmal mit mehr Licht drauf
Ich muss packen, schade. Auf dem Weg zum Zimmer finde ich den hier neben dem Weg im Wald – Common Forester – Euphaedra medon. Hier ein Männchen, das Weibchen ist bräunlich.
Gepackt und wieder zum Haupthaus. Da kommt der schöne Herr aus seinem Versteck. Uganda Blaukopfagame ein Männchen in Brutfarben – toll! Acanthocercus ugandaensis
Man denkt, wenn Häuser ohne Nischen gebaut werden, sieht das besser aus. Tut es, aber genau diese Nischen sind Unterschlupf für Kleintiere. Speckle-lipped Skink - Trachylepis maculilabris
Der Grund übrigens warum ich auch die wissenschaftlichen Namen angebe, falls jemand den Deutschen Namen sucht oder mehr wissen will, bekommt man genauere Angaben wie mit Deutschen oder Englischen Namen
So nun muss ich wirklich los. Gepäck ins Auto und der Lodgefahrer bringt mich die Holperpiste zum “Hafen”. Hier übergibt er mich einem Bootsfahrer und ich kracksle ins Boot mit allen 4 verfügbaren Gliedmassen. Mein Gepäck ist sicher vorne verstaut. Die Fähre begegnet uns und schon sehe ich auch den Flughafen, wo ich hin muss.
Der Bootsführer und andere helfen mir aus dem Boot zu krabbeln. Da ich den Taxifahrer nicht kenne, sagt der Bootsführer ich komme mit Dir, ihn suchen, so dass Du sicher bist. Wir fanden ihn auch ganz schnell. Das fand ich so lieb und ein Trinkgeld war wohl verdient. Schlaglöcher hatte es auf der Strasse zum Flughafen genug. Bevor ich ins Terminal ging, rauchte ich noch gemütlich eine Zigarette. Es ist ja nun 18.00 Uhr und ich meine ich habe genug Zeit. Als ich zum Einchecken kam, meinte der Typ ich sei zu spät. Na komm schon, Ihr verschiebt und verschiebt und dann wollt Ihr uns noch Ärger machen? Mein Gepäck wird angenommen und ich kann durch die Passkontrolle. Noch etwas warten und dann einsteigen.
Ans Four Points hatte ich eine Mail geschickt und als ich aus dem Terminal raus kam, stand auch jemand, aber die warteten nicht auf mich. Er bringt mich aber sofort zum Hotel. Eine Dame vor dem Eingang sagt, sie seien voll, ich soll aber zum Empfang. Kein Problem, sie haben ein Zimmer aber die Empfänger der Buchung hatten die Mails noch nicht gelesen. Einchecken und nun Ruhe – es war wieder ein ereignisreicher Tag. Noch Hause wollte ich um die Zeit echt nicht mehr.
Am 4.7. holt mich der Taxi Joseph um 09.30 ab. Davor hatte ich mein Lieblingsfrühstücksbuffet total genossen. So viele freundliche Menschen – schön, dass Du wieder da bist! Auch den GM – Generalmanager treffe ich kurz und habe ein Wort mit ihm.
Einkaufen und nach Hause – die Strassen waren ruhig – etwas auf das wir nun leider immer schauen müssen.
Meine nächste Tour führt mich zur Gnuwanderung. Ich bin gespannt, welche geschriebenen Regeln nun auch wirklich gelten. Privatfahrzeuge sollen ja wieder erlaubt sein… mal sehen, wir fallen sowieso nicht unter die Kategorie. Wie es mit dem offroad sein wird – ich hoffe, strikt verboten.
Liebe Grüsse
Elvira