THEMA: Uganda 2022 - Ohne Gorillas aber mit Chamäleons
18 Sep 2022 21:46 #651505
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  • tina76 am 18 Sep 2022 21:46
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sphinx schrieb:
Hallo Tina,
als Du den Bericht gestartet hast, wusste ich nicht, wie sehr er mir helfen würde, als wir Mitte Juli einen Plan B benötigten und ich hatte nicht gedacht so schnell nach Uganda zu reisen. Manchmal kommt es halt anders als geplant.
Kidepo, schon lange auf unserer wishlist, hat uns trotz versumpften Straßen sehr gut gefallen. Übrigens ich hätte die Wahl zwischen "mit Gorillas und mit Chamäleons" Reise 2012 oder "ohne Gorillas und ohne Chamäleons" in 2022 :lol:
Gerne begleite ich Dich weiterhin auf Eurer Reise.
Viele Grüße
Elisabeth

Hallo Elisabeth,

es freut mich wirklich sehr, wenn mein Bericht Dir helfen konnte, einen Plan B zu finden! :) Dann habe ich also genug Werbung für den Kidepo gemacht. ;) Hattet Ihr denn dort das Glück die Löwen auf den Felsen entdecken zu können, die wir so vermisst haben?
Witzig ansonsten, dass mein Titel so vielfältig veränderbar ist und dass das jeder so anders erlebt. :lol:
Ich hoffe, Du schreibst noch einen Bericht von der letzten Uganda-Reise. Der würde mich auch ohne Chamäleons und Gorillas sehr interessieren!

Liebe Grüße
Tina
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25 Sep 2022 20:01 #651869
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  • sphinx am 25 Sep 2022 20:01
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Hallo Tina,
mehr als 2 Paar Ohren und etwas Fell dazu haben wir leider in Kidepo von den Löwen nicht gesehen. Ich hatte mir da auch so Löwen malerisch im Sonnenauf- oder - untergang auf den Granitfelsen vorgestellt :laugh: Aber Löwen auf Granitfelsen werden sowieso überbewertet, oder?
Mir gefällt der Titel von diesem Bericht auch sehr, weil er eben so vielfältig verwendet werden kann. Aber Deinen köstlich eindeutig zweideutigen Titel von Tansania fand ich noch besser.
Viele Grüße
Elisabeth
Letzte Änderung: 25 Sep 2022 20:01 von sphinx.
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19 Nov 2022 21:20 #655831
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  • tina76 am 18 Sep 2022 21:46
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So, nun geht es hier nach monatelanger Pause endlich weiter mit dem Abschluss der Reise…Meiner derzeitigen Corona-Erkrankung sein Dank, die mir viel Zeit zu Hause gibt. ;)

Die letzten Tage in Uganda – Teil 1 - The Haven Ecolodge

Von der Sipi Falls Lodge fährt uns Charles heute nach dem Frühstück in knapp 3,5 Stunden zu unserer nächsten Destination. Die The Haven Ecolodge liegt ca. 20 Kilometer entfernt von der Stadt Jinja, direkt am Nil. Hier wollen wir uns zwei Tage lang mal nur erholen und die vielen Eindrücke der bisherigen, schönen Reise sacken lassen. Leider müssen wir uns mit Ankunft in der Lodge auch von Charles verabschieden. Wir hatten auf der Reise so viel gelacht zusammen und erzählt, dass man wirklich das Gefühl hat, ein Freund verabschiedet sich, als er fährt. (Whatsapp sei Dank, sind wir jedoch tatsächlich noch in regelmäßigen Kontakt mit ihm geblieben.)

Von der Lodge-Anlage aus hat man eine wunderbare Aussicht auf den breiten Fluss und die Stromschnellen.





Und die Mahlzeiten sind hier - im Gegensatz zur vorherigen Unterkunft - alle ganz vorzüglich und lecker. Auch viele Auswärtige nutzen dies und kommen zum Essen ins Restaurant. Es ist dort zu den Essenszeiten immer etwas los.
Nur die Zimmer selbst sind nichts Besonderes, etwas in die Jahre gekommen und eher dunkel. Aber immerhin mit schöner Terrasse zum Nil und es gibt einen kleinen Pool und die ganze Anlage ist sehr grün und weitläufig,





Den Pool können wir leider nur am ersten Tag nutzen. Denn am zweiten Tag ist es grau und regnet ab und zu etwas. Dazu kühlt es sich auf nur noch 23/24 Grad ab. Das fühlt sich nach der Wärme der letzten Tage richtig frisch und auf jeden Fall nicht mehr nach Badewetter an. Wir beobachten stattdessen von der Terrasse des Bungalows auf das rege Treiben am Fluss. Kleine Pirogen kommen und gehen und die Leute waschen Wäsche direkt am Fluss.







Man kann von hier auch Rafting oder eine Bootstour buchen. Aber aufgrund des Wetters verzichten wir. Einfach mal relaxen und lesen ist zur Abwechslung auch sehr angenehm.

Wir haben vereinbart, dass wir am nächsten Tag von einem Fahrer abgeholt werden. Gebucht haben wir das über das Pineapple Guesthouse in Entebbe, wo wir die letzten 3 Nächte schlafen werden. Wir werden auch abgeholt, aber deutlich später als geplant erst gegen Mittag. Grund ist, dass der ursprünglich gebuchte externe Fahrer einfach kurzfristig abgesagt hat. Es springt Derrick, der „Nachtmanager“ des Pineapple Guesthouse ein. Der Arme hat schon eine Nachtschicht hinter sich und sieht entsprechend müde aus. Wir spendieren ihm erstmal eine Cola auf der Lodge-Terrasse. Ich kenne Derrick schon von meinen letzten Uganda-Urlaub, wo er für mich auf dem Markt netterweise Souvenirs gehandelt und mich zum Covid-Test in Kampala gefahren hat. Entebbe selbst liegt etwa 2,5 Stunden Autofahrt entfernt von unserer Lodge. Auf dem Weg zum Pineapple Guesthouse werden wir unseren Charles dann doch sehr vermissen. Er fuhr eher langsam und bedächtig. Derrick ist das genaue Gegenteil. Sicher weil er einfach müde ist und ankommen möchte. Es wird gerast, in Kurven überholt und gehupt, was das Zeug hält. Wir sind froh, als die Kamikaze-Fahrt beendet ist und wir lebend im Pineapple-Guesthouse angekommen sind. :S
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19 Nov 2022 21:54 #655835
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Die letzten Tage in Uganda – Teil 2 – Pineapple Guesthouse und Tour nach Kampala

Das Pineapple Guesthouse in Entebbe mit nur wenigen Zimmern fand ich im letzten Jahr schon sehr gemütlich. Die Zimmer selbst sind eher klein, aber sehr sauber und die Betten bequem. Und nicht zuletzt wegen dem wunderbaren Pool und der traumhaften, parkähnlichen Gartenanlage, bin ich wieder gekommen. Dort entspannen wir uns den Rest des Tages und essen die gute Hausmannskost vor Ort.





Am nächsten Morgen steht eine geführte Halbtages-Tour nach Kampala auf dem Programm. Wir haben dies – wie auch die Schuhschnabeltour - vorher gebucht über Uli von Big 5 Africatours, die uns hier im Forum empfohlen wurde. Der Kontakt war total nett und es hat alles problemlos geklappt. Wir konnten dabei aus einer Auswahl von Vorschlägen selbst entscheiden, was wir mit einem einheimischen Guide in Kampala sehen möchten. Als erstes geht es zur Uganda National Moschee, der größten Moschee in Ostafrika. Gestiftet tatsächlich von Muammar Gaddafi für die muslimische Bevölkerung Ugandas. Nach der Bezahlung werden wir erstmal in einer Art Kleiderkammer entsprechend ausgestattet für den Besuch. Mit diesem topschicken Ergebnis. ;)



Die Moschee ist von innen und von außen beeindruckend und es geht auch auf den hohen Turm der Moschee. Aufgrund des diesigen, trüben Wetters ist die Aussicht jedoch ziemlich eingeschränkt und wenig fotofreundlich.











Danach fahren wir am unspektakulären Independence Monument vorbei zu einem größeren Souvenir-Markt. Sehr praktisch, einen Guide dabei zu haben, der einem beim Handeln hilft. Und besonders auch weil der Markt heute Vormittag so gut wie leer ist und sich alle auf uns stürzen. Mit allerdings nur geringer Ausbeute, da wir nur Kleinigkeiten als Geschenke für die Lieben zu Hause kaufen.





Ich möchte meine letzten Uganda Schilling lieber für ein Buch ausgeben. Daher werden wir zu einer größeren Buchhandlung in einer Shopping- Mall gefahren, wo ich mein Lieblingssouvenir, das Buch „Birds of Uganda“ erstehe.
Danach ist schon Mittagszeit und wir lassen uns in einer ruhigen Gegend nahe einer anderen Shopping-Mall bei der ugandischen Kette Endiro Coffee absetzen. Das bestellte Essen ist köstlich und das Restaurant voller Einheimischer, die hier meist mit Laptop sitzen und nebenher arbeiten.

Auf der Rückfahrt möchte ich noch ein paar Fotos von den vielen Marabus machen, die es in Kampala gibt. Was wäre da besser geeignet als die Gegend um einen Fischmarkt. Es ist eine etwas schmuddelige, stinkende Ecke direkt an einer Schnellstraße. Bernd steigt lieber gar nicht erst aus, aber ich bin begeistert und fotografiere drauf los. So etwas gehört eben auch zu Uganda und nicht nur die schönen Bilder.







Den Besuch von Kampala kann man bei viel Zeit, wie wir sie hatten machen. Die hektische, laute Stadt ist aber sicher kein Muss bei einem Uganda-Besuch.

Der Rest des Nachmittags wird wieder dem schönen Pool gewidmet. Gegen späten Nachmittag kommt ein Mitarbeiter eines Testlabors ins Guesthouse und macht den Covid-Test mit uns. Danach gehen wir zu Fuß ins Restaurant /Café „Muti“, wo man gemütlich und lecker im großen Garten essen kann. Ein klein wenig mulmig ist es uns schon so im Halbdunklen durch den Ort zum Restaurant zu laufen. Wir sind die einzigen Weißen, die wir auf dem Weg sehen und fallen dementsprechend auf. Zurück nehmen wir sicherheitshalber ein Taxi. Das Essen (Brot mit verschiedenen Dips und Oliven als Vorspeise, danach Rinderfilet) war auf jeden Fall ganz vorzüglich und empfehlenswert.
Letzte Änderung: 19 Nov 2022 22:03 von tina76.
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19 Nov 2022 22:17 #655836
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  • ANNICK am 19 Nov 2022 22:17
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Hallo Tina,

Schön dass es weiter geht! :)

Schade dass du keine Rafting Tour unternommen hast, habe nämlich vor eine zu machen. Ein Feedback wäre tip top gewesen.

Danke noch für die tollen Bilder, eine Vorfreude für den kommenden Urlaub. B)

Es grüsst
Annick
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19 Nov 2022 22:32 #655838
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  • tina76 am 18 Sep 2022 21:46
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Die letzten Tage in Uganda – Teil 3 – Die Schuhschnabeltour

Am nächsten Morgen folgt das letzte Highlight dieser Reise. Die Schuhschnabeltour in den Mabamba Swamps!
Ich bin schon sehr gespannt, ob wir den Star unter den Vögeln in Uganda heute erleben dürfen. Wir werden im Pineapple Guesthouse abgeholt und direkt in Entebbe geht es frühmorgens mit diesem Boot los über den Victoria-See. Für Schwimmwesten ist auch gesorgt.








Die Fahrt über den See dauert ca. eine Dreiviertelstunde. Es sind schon einige Fischer unterwegs und etwas entfernt auf einem hohen Baum sitzt einen Seeadler.





Wir tuckern schließlich auf ein Ufer zu, wo dicht an dicht Papyrus wächst. Dort kann man einige Vögel entdecken. Öfter sieht man die leuchtend gelben Northern Brown-Throated Weaver und auch Pied Kingfisher







In den Mabamba Swamps angekommen müssen wir in eine kleinere, etwas wackelige Holz-Piroge umsteigen. Von hier geht die Suche auf den Schuhschnabel los. Wir sehen alle möglichen Vögel (u.a. einen Purple Heron, Kormorane, African Jacanas) sowie schöne Landschaften mit Seerosen, aber der Schuhschnabel will sich einfach nicht zeigen.









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