THEMA: Reisebericht: Picco in Uganda und Zanzibar
18 Jun 2018 18:04 #523976
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Oben: Unser Auto, ein Toyota Hiace 4x4 Super Custom, sehr bequem mit elend viel Beinfreiheit (wenn man den Bank nach hinten schiebt) und einer sehr kraftvollen Kliemaanlage sowie diversen elektrisch zu bedienenden Dachfenstern, das Mittlere ist gross genug um zu zweit drin zu stehen!



Oben: Schöner Sessel im Restaurant, da drauf fühlt man sich wie der König von Uganda! ;-)

Da wir sowieso mit Schwitzen und Überhitzen bei rund 40°C schon beinahe ausgelastet sind schmeissen wir uns ins Restaurant und trinken ein Nile Special und ein Nile Gold, was unsere Schweissdrüsen noch aktiver um sich spritzen lässt.
Und es schmeckt!
Und damit sich die Biere nicht ganz so einsam fühlen in ihrer neuen Heimat kippen wir noch je eines nach...
Da ja schon Abend ist genehmigen wir uns dazu passend auch ein Abendessen, welches aus je einem ohne Grillen gegrillten
Tilapia vom Grill und einigen Beilagen besteht. Und natürlich aus einem Rotwein!
Passend zur Hitze...
Leider sind wir aber beide Weintrinker und bemerken deshalb dass etliche Weinessige dieser Welt doch wesentlich besser schmecken...buäää...Sabine ist härter im Nehmen als ich, denn sie trinkt nicht nur ihr Glas sondern auch meines aus, von dem
ich lediglich ein 'Probiärärli' genippt habe...



Oben: Toller abendlicher Ausblick beim Biertrinken...schon schön hier!



Oben: Und unser Abendessen: Lecker!!!

Leider ist die Bar nicht so toll bestückt, denn nach dem schrecklichen Essig wäre ein Amarula doch was Tolles! Aber das wird
er auch bleiben, denn wir haben keinen zum Vernichten bekommen... :-(
Und so gehen wir so gegen 21:15 zum Zelt, auch um dort einen Frosch auf dem Balkontisch zu finden: Unser erstes selbst
getracktes Wildtier dieser Reise!!! :-D
Kaum sind wir im Bett werden wir freundlichst mit Discomusik vom anderen Ufer des Nils beschallt...auch schon ohne schlafen zu wollen eher von der unerfreulichen Sorte 'Musik'...
Da wir aber schlafen wollen ist es nicht nur unerfreulich sondern auch minim störend!
Irgendwann schlafen wir trotzdem ein, aber Sabine ist aber wohl etwas nervös da dies ihre erste afrikanische Nacht in einem
Zelt ist...gute Nacht!

Tag 3: Wiedersehen mit unserem Gepäck???

Da!
Ein Geräusch!
Sabine hört was und erschrickt in meinen Armen, was dann mich erschrecken lässt...was hat sie da nur gehört?
Da ist es wieder!
Und ich hör es auch!
Und es ist wirklich nah an Sabines Kopf dran, nicht draussen sondern drinnen, im Zelt!!!
Im Zelt?
Um 03:30 Uhr???
Was kann das sein?
Ein Leopard, ein Löwe, ein Krokodil???
Nix dergleichen, denn ich kenn das Geräusch!
Zwar nicht aus dem afrikanischen Busch aber immerhin aus meinem Elternhaus, einem über hundertjährigen Bauernhaus in Lüchingen bei Altstätten (SG).
Und da waren die Verursacher dieses Geräusches...
...Holzwürmer!!!
Aus mir unverständlichen Gründen kauft mir Sabine das nicht ab, obwohl es absolut ernst gemeint ist...aber irgendwann schläft sie wieder ein, danach schlafe ich wieder ein und das Geräusch geräuscht wieder vor sich hin! Sabine erschrickt wieder, ich erschrecke daran auch wieder, höre wieder den Holzwurm, beruhige sie wieder, sie glaubt mir wieder nicht, schläft wieder ein, ich schlafe wieder ein...und minütlich grüsst das Murmeltier während die Disco bis 05:00 weiterdröhnt!
Und da ich das so genau weiss kannst Du Dir sicher denken dass wir den Holzwurm noch zwei, drei mal zu hören bekommen haben...
Irgendwann schläft der Holzwurm offenbar ein, was in Folge auch Sabine und mich einschlafen lassen würde...aber den Muezzin nicht, denn der jodelt genau um diese Zeit los!
GRMPFL!!!
Kaum ist der fertig macht der Wecker um 06:30 Uhr genau das was wir ihm aufgetragen haben, das Scheissding!
Denn: Er weckt uns!
OK, auf, unter die Dusche, alles zusammenpacken und um 07:30 an einem bewölkten Tag frühstücken!
Wir bekommen wie bestellt viele Früchte, ich spanish- und Sabine ein plane Omelette, wir beide Pancakes sowie Tee ohne Milch und es schmeckt einfach fantastisch!
Um 08:10 ist Paul auch da und ich schmeisse noch 20$ in die Tippbox rein. Mein Arsch zittert vor Aufregung...oder eher weil das in der Hosentasche rumliegende Handy eine SMS von KLM bekommen hat! In der steht dass unser Gepäck nun in Entebbe rumliegt!
Jabadabaduuuuuu!!!
Es bestehen noch Chancen dass wir Sabines Zahnbürste und einiges an Wäsche usw. wieder mal zu Gesicht bekommen!
Um 08:30 fahren wir los, fahren zuerst auf der Strasse Jinja-Kampala, biegen dann rechts in die Pampa ab wo Paul bei einer Strassenverkäuferin zwar keine Strasse, dafür umso mehr Ananässer (heisst das so???) kauft. Wir düsen über schlechte staubige
Pisten, auf denen wir die für uns Passagiere auf der mit sehr viel Beinfreiheit ausgestatteten Rückbank (ich kann meine langen
Beine komplett ausstrecken!!!) separat einstellbare Klimaanlage zu schätzen lernen bis wir endlich auf den Kampala-Gulu-Highway treffen.



Oben: Nach etwa 20 Minuten Fahrt aus dem Fenster geknippst...



Oben: Nach etwa 35 Minuten Fahrt...



Oben: Nach 40 Minuten...



Oben: Nach beinahe einer Stunde...



Oben: Nach noch immer beinahe einer Stunde...



Oben: Nach einer Stunde und 12 Minuten...
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19 Jun 2018 17:49 #524053
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Oben: Nach 83 Minuten



Oben: Nach zwei Stunden und 16 Minuten...



Oben: Nach zwei Stunden und 22 Minuten...



Oben: Im Auto mit meinen langen, ausgestreckten Beinen...fürstlich Platz im gekühlten Raum! :-D



Oben: Nach drei Stunden und 37 Minuten entdecken wir dass die modernen Landmaschinen nun auch in Uganda angekommen sind,
nix Handarbeit auf diesen Feldern!


Auf der Strasse und am Strassenrand blüht immer wieder mal das Leben, es wird uns nie langweilig! Aber wir sind dann doch froh in Migera bei der Jyra-Petrol-Tankstelle mal anzuhalten und uns die Beine zu vertreten. Da ich dabei auch in den
Shop reinstolpere haben wir bald je eine Coke in der Hand.
Schon bald gehts weiter bis Paul plötzlich am Strassenrand anhält und was von Pelikanen erzählt!
Ich natürlich sofort das Fenster geöffnet und Kopf mitsamt Kamera rausgestreckt.
Und was seh ich da?
Ja, Pelikane!
Und erst noch im Flug!
Nur ist es kaum möglich die mit der eingeschränkten Beweglichkeit eines im Schiebefenster der hinteren Türe beinahe feststeckenden älteren Mannes zu erwischen!
Und so lass ich halt Sabine ihr Glück versuchen, ganz Gentleman. ;-)
Wie ich sie aber so sehe ganz problemlos nach vorne zu fotografieren und sich über die Fotos zu freuen schau ich auch mal dort hin...
...
...und sehe einem Baum voll mit Pelikanen!
Gott!
Manchmal bin ich schon minim blind!!!
;-)



Oben: Nicht fliegende Pelikane sind doch um einiges einfacher zu fotografieren als ihre fliegenden Kumpane... ;-)

Wieder mal: Weiter gehts!



Oben: Rinder am Strassenrand...wohl eine Kreuzung mit den extrem behornten Ankole-Rindern...



Oben und unten: Und immer wieder werden Früchte und Gemmüse akurat aufgebaut zum Verkauf präsentiert...





Oben: Und da ist der Abzweig zum Ziwa Rhino!

Eine Dreiviertelstunde später, um fünf vor ein Uhr, biegen wir bei den beiden Nashorn-Attrappen nach links ins Gebüsch.
Und schon nach wenigen Metern scheint unsere Reise zu Ende zu sein, denn unsere Piste ist von einem Jungen blockiert!
Was nun?
Wir werden mit einem Blick der uns 'Wenn jemand ausweicht dann Ihr und sicher nicht ich' sagt regelrecht abgestraft und er macht unmissverständlich klar dass er hier stehen bleiben wird indem er schlicht nichts macht ausser mit bösem Blick zu schauen!
Aber wir schauen zurück und auch wir machen das unerbittlich!
Sekunden zerrinnen wie Stunden während die Sonne unbarmherzig auf unser Auto brennt! :-O
Aber von ihm kommt keine Regung, keinerlei Anzeichen von Schwäche, nichts!!!
Es scheint fast so als würden wir den Rest des Urlaubes hier verbringen müssen, in der prallen Sonne auf der Zufahrt zum Ziwa Rhino!
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20 Jun 2018 13:17 #524102
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Doch da, er gibt sich offenbar einen Ruck...
...und tatsächlich gibt er den Weg frei!!!
Halleluja!!! :-D



Oben: African Roadblock der unnachgibigen Art! :-D

Mit grinsenden Gesichtern düsen wir endlich weiter und erreichen um 13:15 die Amuka Lodge.



Oben und unten: Im Ziwa Rhino muss mit allerlei Verkehr gerechnet werden...



Und wer empfängt uns da?
Nein, nicht Francis, der uns schon im Herbst 2012 empfing sondern Alex, den ich mit Francis verwechsle...
...und mich später wundern werde dass er sich an nichts mehr erinnert...
Zuerst gibts aber was zu trinken und zu futtern, es gibt Pasta mit einer Bolognese-ähnlichen Sauce und Salat, als Dessert wird dann ein Fruchtsalat kredenzt.
Nebst uns sind noch drei Reisegruppen da, mindestens eine aus Deutschland.
Grüssen können sie aber nicht wirklich...vielleicht sind sie auch mit der KLM geflogen, da kann es schon sein dass mal was nicht mitkommt, hier zum Beispiel der Anstand.
Nachdem wir fertig schnabulliert haben erklärt uns Alex dass man hier nicht nur auf Rhino-Walk gehen kann sondern auch auf einen Nature-Walk ab 16:00, einen Shoebill-Walk am Morgen früh und, ganz interessant, auf einen Night-Walk! Und der geht mir nicht mehr aus dem Kopf! Sollt ich so doch mal dazu kommen einen Pangolin zu sehen, wieder mal einen Leo zu Fuss zu treffen (Urg!!!) oder einem Erdferkel nahe zu kommen?
Es reizt mich enorm!!!
Um 14:50 beziehen wir unser Haus 'Bella'...leider stehen die Luxuszelte, welche wir im 2012 bewohnten, nicht mehr, schade!
Wir richten uns ein und entdecken dabei dass nicht nur Sabine und ich das Haus bewohnen sondern auch eine grosse Maus mit ellenlangem Schwanz, eine Fledermaus und etliche Geckos, es müssen so um die 15 gewesen sein...
Mit den Gekos könnten wir leben, aber eine Maus und erst recht eine Fledermaus brauchen wir nicht wirklich...eventuelle Tollwut ist einer der Gründe...braucht man nicht wirklich...



Oben: Meine 'Bella' Sabine vor unserem Hüttchen 'Bella'



Oben: Falls wir noch bis zu vier Besucher bekommen sollten, wir sind gerüstet...



Oben: ...denn unser Bett ist dieses hier!



Oben: Die Duschecke



Oben: Die Toilettenecke



Oben: Die Hausmaus...



Oben: ...einer der Hausgeckos...
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21 Jun 2018 15:14 #524165
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Oben: ...und last but not least unsere Hausfledermaus! :-)
Genauer eine Art der Freischwanzfledermäuse...


Natürlich reklamieren wir die weiteren Bewohner und machen klar dass wir das Haus exklusiv gebucht haben, was auch schon bald Enttierungsfachfrauen unser Haus von den Besetzern befreien lässt. Wir trinken währenddem ein Bier im Restaurant, denn es ist heiss, richtig heiss! So zwischen 38 und 40°C...phu! So heiss hatte ich Uganda gar nicht in Erinnerung...
Im Restaurant hängt ein Bild eines Mannes, der mir sehr bekannt vorkommt. Es ist ein Bild des Gründers der Amuka Safari Lodge, darüber steht sein Name Johan (GIN) Genade und sein Geburtstag sowie sein Todesdatum: 16.03.2016.



Oben: Offenbar am 16.03.2016 gestorben: Der Grunder der Amuka Lodge.

Und nun führen offenbar seine Witwe und die beiden Söhne die Lodge. Leider denkt zumindest der anwesende Sohn weder daran seinen Hund daran zu hindern im Pool baden zu gehen noch irgendjemanden zu grüssen...
...genauso schade wie daneben...
...dafür kommt seine Mutter beim Abendessen und entschuldigt sich wortreich dafür dass der Hund im Pool schwimmen gegangen ist...
...na ja...



Oben: Die Feuerstelle der Lodge und...



Oben: ...der Swimmingpool, der leider auch von den Hunden des Sohnemannes als Bad benutzt wird...find offenbar nicht nur ich eklig und unnötig!

Nach einem kurzen Gespräch mit Alex weiss ich dass er sich auch nach mehrmaligem Nachhaken meinerseits nicht mehr an mich erinnert, trotz echt schweizer Schokolade damals... ;-)
Kein Wunder, war er damals doch noch gar nicht da, denn das war ja Francis... ;-)
Ich Dummerchen merks erst beim Reisebericht schreiben dass ich die verwechselt habe.
Aber er gibt uns immerhin weitere Infos zu den diversen Walks, insbesondere zur Night-Walk.
Da dieser um 01:00 Uhr starten würde und wir am Morgen ja das Rhino-Tracking haben entscheiden wir uns schweren Herzens (zumindest ich) gegen den Night-Walk und gehen 'nur' auf den Nature-Walk, der offiziell um 16:00 beginnt und, wenn ich mich recht erinnere, 15$ pro Nase kostet.
Dafür sind nur wir zwei und ein Guide namens Martin unterwegs.
Martin stellt sich schon bald als sehr humorvoller Typ heraus, schön!
Und dass er auch von der Natur und deren Bewohnern eine Ahnung hat erfreut uns ebenfalls!
So solls sein!
Nebst einigen Vögeln sehen und hören wir mehrere Bushböcke und Buschbokösen mit ihrem heiseren Bellen.



Oben: Buschboköse noch ganz nah an der Lodge...



Oben: Ein Blaunacken-Mausvogel (Urocolius macrourus) will uns seinen blauen Nacken offenbar nicht zeigen...
...gar nicht Service-Orientiert, der Piepmatz!


Nach vielleicht einer Stunde erreichen wir einen Tümpel mit einigen Krokis drin und drum herum, von minim grösser als das Lacoste-Logo bis etwa 2,5m ist alles vertreten was als Krokodil durchgeht.
Und immer wieder getrauen sich Buschbocks und Kingfisher aus dem Gebüsch rauszukommen.
Eine wunderschöne Stelle um die Tiere zu beobachten, auch weil es hier etwas kühler ist als vorhin noch.



Oben: Keiner zu klein ein Nil-Krokodil zu sein...



Oben: Baden ist zwar nicht verboten, aber...ich hab zum Glück meine Badehose im noch nicht erhaltenen Gepäck!
So komm ich nicht auf dumme Ideen... ;-)




Oben: Hmmm...Webervogelnest?



Oben: Natürlich am anderen Tümpelufer: Graukopfliest (Halcyon leucocephala) (1 zu 1-Ausschnitt)
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22 Jun 2018 11:43 #524224
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Oben: Da schaut sogar Herr Bushbock dumm aus dem Fell...Wäsche hat er ja keine...



Oben: Auch kein Riese, aber doch schon gefährlich genug um nicht dort hinzugehen...



Oben: Graukopfliest (Halcyon leucocephala) mit braunem Kopf? (1 zu 1-Ausschnitt)
Wohl eher ein Braunkopfliest (Halcyon albiventris), vermute ich mal...




Oben: Schaut immer wieder mal aus dem Busch, getraut sich aber nicht ans Wasser...Bushbock Nr. 2...



Oben: Offenbar sind der braunköpfige und der grauköpfige Liest im selben Busch zuhause...den Unterschied konnte ich erst
zuhause am PC sehen...vor Ort hab ich gedacht es wäre nur ein Vogel statt zwei...




Oben: Wieder mal eine Bushbocköse im hohen Gras...leider zu vollschlank um sich hinter Grashalmen zu verstecken, sollte ihr
vieleicht mal einer sagen...




Oben: ...wobei auch dieses Bushbockmännchen mal dasselbe erfahren sollte!

Nach etwa einer halben Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg, als plötzlich Martins Telefon klingelt und er es mir nach dem Abnehmen in die Hand drückt.
Paul ist dran und frag wo wir sind, denn das Gepäck ist nun mit öffentlichem Verkehr an das Gate gebracht worden und müsste dort geholt werden. Da er noch in der Lodge ist und der Überbringer schnell wieder los möchte um heute noch in Entebbe anzukommen hat er gehofft dass wir nahe dem Gate sind, was aber nicht so ist, denn wir stehen mitten im Nirgendwo oder vieleicht sogar in der Pampa, man weiss es nicht so genau.
Und so machen sich Paul UND wir auf zum Gate.
Nach etwa 20 Minuten klingelts nochmals und Paul gibt Entwarnung, er hat das Gepäck ohne unsere Unterschrift entgegennehmen können, da ich ihn auf den am Flughafen ausgefüllten Formularen namentlich erwähnt habe. Und so gehen wir wieder weiter durch den Busch und sehen nebst weiteren Vögeln auch noch Antilopen, Warzenschweine und Mangusten.
Da es aber schon dämmert dämmerts mir dass es wohl nichts mehr wird mit brauchbaren Fotos...



Oben: Weit entfernt und gut im Geäst versteckt sowie nur nach langem muksmäuschenstillem Waarten zu sehen: Black-and-White Colobus Monkeys
bzw. Schwarz-weisse Stummelaffen (Colobus).




Oben: Trotz spätem Nachmittag noch nicht gekämmt: Doppelzahn-Bartvogel (Lybius bidentatus)



Oben: Herr Amethystglanzstar (Cinnyricinclus leucogaster) glänzt sich in der Sonne...
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23 Jun 2018 14:10 #524314
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Oben: Herr Amethystglanzstar (Cinnyricinclus leucogaster) glänzt sich in der Sonne...



Oben: Dank rotem Auge (Schlägerei???) und gegabeltem Schwanz gut als Trauerdrongo (Dicrurus adsimilis) zu erkennen...



Oben: Irgendwie erinnert die Zwergmanguste (Helogale) an die Silouette eines De Tomaso Mangusta...hmm...



Oben: Familie Schopffrankolin (Francolinus sephaena) versucht wohl den Busch zu verdecken...odrr so...

Kaum wieder in der Lodge angekommen geben wir Martin sein wohl verdientes Trinkgeld, verabschieden uns von dem sympathischen Kerl und schon treffen wir Paul, der unser heiss geliebtes Gepäck dabei hat!
Endlich!!!
Rein in die gute Stube damit und dann ab unter die hoffentlich kühle Dusche!
Danach wird genussvoll in die frische, seit dem Waschen ungebrauchte und ungetragene Unterwäsche gestiegen...welche Wohltat!!!
Auch der Rest der Kleidung ist nun frisch und so gehen wir erstmals unstinkend zum Abendessen!
Wohl als Dank dafür werden wir mit je einem riesigen Bier (Durst! Durst!! DURST!!!), gegrilltem Huhn, Reis, Salat und, man höre und staune, einem Stück Schwarzwäldertorte (!!!) beglückt!
Nicht schlecht, da fühlt sich Sabine als geborene Schwarzwälderin doch gleich wie zuhause! ;-)
Und erstaunlicherweise ist die Torte sogar ganz gut, hätt ich nicht gedacht!
Nach dem Bier genehmigen wir zwei und Paul eine Flasche Cabernet Sauvignon, der ebenfalls ganz brauchbar ist.
Selbst für einen Liebhaber italienischer Weine wie ich es bin.
Nachdem sich Paul in sein Zimmer zurückgezogen hat setzen wir uns noch ans Lagerfeuer und schlürfen genüsslich ein schönes Gläschen Amarulla um danach minim beschwipst durch die dunkle Nacht zu unserem Häuschen zu wanken.



Oben: Jaja, Handys und Nachtfotos, ich weiss...aber bei mir weckt das Bild Erinnerungen und darum gehts ja... ;-)

Nach erfolgloser Suche tierischer Bewohner werden noch die Zähne poliert und dann das Bett heimgesucht, gute Nacht!


Tag 4:Siehst Du das Nashorn? Ja, Du auch???

Kurz nach dem Schlafen erwach ich, es ist 06:30 Uhr und warm...was nach den kalten Tagen und Nächten in der Schweiz noch immer als angenehm empfunden wird.
Auch Sabine ist schon so munter wie man um die Zeit halt sein kann.
Heute gehts zu den Rhinos und direkt anschliessend düsen wir um den Murchison Falls Nationalpark rum zu seinem Tangi-Gate im tierreicheren Nord-Teil des Parks nahe Pakwach.
Also Augen zusammensetzen und Zähne putzen, Anziehen vergessen wir beide ebenfalls nicht, nur mit der Verdauung klappts noch nicht wies sollte.
Um 07:30 treffen wir Paul beim Frühstück.
Wir bestellen ein Plain Omelette, ein Spanish Omelette, ein Spiegelei und so weiter, alle etwas Anderes.
Bekommen tun wir alle dasselbe und keiner was er bestellt hat...
...Statt der bestellten Eier gibts halt Rührei für alle ;-)
Na ja, satt werden wir auch mit dem was kommt.
Aber es wäre schon schön wenn es wenigstens halbwegs dem Bestellten entsprechen würde.
Da sich das Ende des Frühstückes mit dem Beginn meiner Verdauungsaktivitäten trifft geh ich schon mal zurück in unsere Hütte während Sabine und Paul noch weiter frühstücken. Und während danach anstatt meiner Sabine das Klo besitzt geh ich unsere Getränke zahlen und mit Paul zusammen den Kofferraum mit unseren Taschen zu einem Taschenraum umzufunktionieren.
Zu guterletzt kommt auch Sabine zum Auto, während ich den Schlüssel zurück bringe und die Tippbox fülle.
Und dann: Abfahrt zum Ranger-Headquartier!
Und offenbar sind wir nicht die Einzigen die zu den Rhinos wollen!
Touristenmassen!!!
Hilfe!!!
Sicher 10 Personen!!!
Aber zum Glück auch genug Ranger dass Sabine und ich einen eigenen bekommen, den wir zum Schluss jedoch wieder abgeben müssen.
Nennen wir ihn John, denn seinen Namen hab ich vergessen aufzuschreiben...
...wobei Sabine ja der Meinung ist dass dieser Guide Martin heisst und sie sich nicht an den Namen des Guides gestern erinnert..
...vielleicht heissen ja beide Martin...
Während sich John noch vorbereitet knippsen wir den halbzahmen Buschbock der sich immer hier beim Hauptquartier aufhält.
Wobei man uns davor warnt ihm zu nahe zu kommen, denn er ist nicht nur halbzahm sondern auch halbwild...
...und so Buschbockhörner in die Gedärme gestossen bekommen gehört nicht zu den Erlebnissen die ich mir wünsche.



Oben: Der halbzahme Bushbock vom Ranger-Hauptquartier...



Oben: Schau mir in die Augen, Kleiner!

Da geh ich lieber etwas auf Abstand und platziere eine kleine Spende im Büro der Ranger, natürlich mit Quittung.
Ist ja doch ein unterstützungswürdiges Projekt hier!
Auch wenn es leider südliche Breitmaulnashörner sind statt der hier ehemals endemischen nördlichen Breitmaulnashörner, von denen ausserhalb Zoo's nur noch zwei Weibchen und kein einziges Männchen mehr leben.
Und nun gehts los, erst die Erklärungen, dann gehen wir zu Fuss los, denn drei Nashörner sind zufälligerweise in der Nähe.
John und ich nehmen Sabine in unsere Mitte und hüpfen auf die Nashörner los, knippsen, verfolgen, umrunden sie bis wir und auch die Nashörner direkt bei der Rangerstation sind.



Oben: Mutter ('Malaika') und Kind ('Noel')...und da wir auf derselben Seite des Maschendrahtzaunes sind sozusagen in der Widniss...



Oben: Dieselben einige Meter weiter vom Rangerhauptquartier entfernt.



Oben: Ein Männchen darf natürlich auch nicht fehlen...
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