THEMA: Reisebericht Selbstfahrer Uganda & Ruanda Jan 2018
21 Jan 2018 14:55 #506486
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Tag 5
Auf zum Nyunge Forest!

Wir verlassen Kigali und fahren auf kurvigen Landstraßen immer höher in Richtung Nyunge Forest.









Es zieht sich, da unsere durchschnittliche Geschwindigkeit aufgrund der Kurven, Steigungen und Beschränkungen bei nur 40 km/h liegt. Landschaftlich sehr schön.

Die Polizei steht weiterhin alle paar km am Straßenrand. Teilweise mit Lasermessgerät.

Im Nyunge Forest angekommen wollen wir ein Permit für Schimpansen-Trekking kaufen (da gab es hier im Forum ja die Diskussion Tracking vs. Trekking, auf dem Receipt steht jedenfalls Trekking).



Bezahlung eigentlich in USD. Ich frage, ob EUR gehen, und man bietet Kreditkartenzahlung an.

Das Trekking beginnt am nächsten morgen um 5 Uhr. Na prima.

Wir fahren in das Top View Hotel. Der Architekt des Eingangsbereiches hat nicht berücksichtigt, dass es in 1800m Höhe nicht so super warm ist und die etwas offene Konstruktion weder zu Gemütlichkeit noch zu Wärme führt. Wir sitzen im dicken Fleece beim Abendessen. Weinflaschen kosten pauschal 40 USD (EK: 10 USD), aber wir sind ja nicht zum Wein trinken hier.

Dafür wird abends in unserem Zimmer ein Kamin entfacht :)

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21 Jan 2018 16:57 #506513
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Tag 6
04:15 Uhr: Der Wecker macht Geräusche. Es ist kalt und dunkel.
04:35 Uhr: Wir schleichen in das Hauptgebäude. Man hat uns frischen Kaffee zubereitet und wir erhalten ein Frühstückspaket zum mitnehmen :)
04:45 Uhr: Wir starten die Fahrt zum Infozentrum (Treffpunkt). Auf der Landstraße laufen am Rand viele Personen zielgerichtet herum.
04:55 Uhr: Wir treffen am stockdunklen Infozentrum ein. Das Tor ist geschlossen. Aber nun bewegt es sich. Der mit einem Gewehr (so wie alle Wachleute in Uganda) ausgerüstete Wachmann öffnet uns das Tor. Der Guide ist auch da, und ein weiteres Fahrzeug trifft ein.
05:00 Uhr: Der Guide fährt mit uns mit, und wir fahren los. Nach ca. 10 km geht es auf eine Nebenstraße (nicht ashpaltiert) und wir fahren noch ca. 45 min durch verschiedene Dörfer, langsam wird es hell.

An einem Infozentrum parken wir und nach kurzem Briefing geht der Guide mit unserer aus 5 Personen bestehenden Gruppe los.

Warum stecken sich die Anderen denn die Hose in die Socken? Sieht ja voll dämlich aus :dry:
Antwort: Weil dann diese riesigen Ameisen nicht in die Schuhe und an die Beine kommen :huh:

Nach ca. 30 min finden wir Schimpansen in einem Baum.









Sehr eindrucksvoll, hat sich gelohnt!

Zurück am Parkplatz fehlt der Fahrer eines anderen Teilnehmers - er musste ins Krankenhaus :ohmy:
Wir nehmen ihn und den Guide mit. Leider macht unser Auto: Nichts.

Kurzer Check mit einem anderen Fahrer: Batterieklemme war locker, Schraube+Mutter am + Pol fehlen. Kurz gewackelt (nicht so schön wenn Masse anliegt) und es ging wieder. An der Lodge habe ich das dann mit Kabelbinder fixiert, hat auch den Rest des Urlaubs problemlos gehalten.

Nachmittags sind wir dann zum Canopy-Walk gefahren. Geht nur mit Guide, ist aber auch sehr hilfreich gewesen, weil viel erklärt wurde.



Dabei gab es noch ein paar Affen zu sehen.



Zum Abendessen waren wir dann die wirklich einzigen Gäste, und man hat uns ein sehr gutes Menü gekocht.
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21 Jan 2018 17:15 #506521
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Tag 7
Es geht zum Lake Kivu. Nur eine kurze Strecke von ca. 90km, auf den kurvigen Straßen zieht es sich aber. Und nachdem ich am Vortag von der Polizei gestoppt wurde ("You drove too fast", wir sind dann aber nur ermahnt worden, dummerweise hatte ich auch nicht mal die Versicherungsbestätigung dabei) halte ich die Limits nun etwas präziser ein.

Frühe Ankunft am Lake Kivu, die Cormoran Lodge ist sehr schön gelegen. Wir entspannen uns auf dem Balkon und machen von der Lodge aus einen Spaziergang durch den Ort Kibuye (ca. 2,5 h). Auf dem Weg sprechen uns drei Leute an und offerieren uns eine Bootstour zu der vorgelagerten Insel (Napoleon Island). Preis 30.000 RWF, ca. 30 € für uns beide. Wir notieren die Telefonnummern der Drei (in Kigali haben wir für 3,5€ eine SIM Karte inkl. 500 MB Datenvolumen und ein bisschen Telefonie erworben).



Der Reiseführer berichtet von unterschiedlichen Restaurants in Kibuye. Toll aussehen tut nichts.
Wir entscheiden uns für ein Restaurant im dritten Stock eines Hauses, in dem gut gekleidete Einheimische essen. Das Buffet kostet 1 € ohne Fleisch und 1,30 € mit Fleisch. Ich wähle mit Fleisch und bestelle ein Bier. Am Buffet, das die Teilnehmer vor mir mir üppig beladenen Tellern (die sie dann nicht leer essen) verlassen ist der Fleischtopf dann leider leer. OK, dann vegetarisch, gibt ja abends was feines :) Mein Bier kommt und unvorsichtigerweise frage ich nach einem Glas. Mir wird das dreckigste Glas, welches ich jemals in einem Restaurant gesehen habe, gereicht. Sehr freundlich zumindest ist man dort.
Ein Mann in Bauarbeiterkleidung kommt die Treppe hoch, stellt sich ca 1m hinter meine Frau an die Brüstung und spuckt mehrmals lautstark in die Tiefe :dry:

Abends Essen in der Lodge: Sehr gut!
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21 Jan 2018 17:22 #506524
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Tag 8
Herrliches Wetter, gutes Frühstück auf dem Balkon des Restaurants.

Wir fragen nach, was eine Bootstour nach Napoleon Island kostet. 60.000 RWF, alles genau das doppelte vom Preis im Ort. Wir kontaktieren Andre



Andre sagt, er hole uns in 30 Min direkt am Anleger der Lodge ab. Wunderbar!
5 Min vor der vereinbarten Zeit ruft er an (wir sind als deutsche natürlich schon unten am Anleger) und sagt, er sei in 5 Min da, wir könnten runter kommen. Das nenne ich Service.

Und dann geht es zur Insel.



Er erklärt viel und steigt mit uns bis auf die Spitze der Insel hoch.



Auf dem Weg gibt es auch etwas zu sehen:







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21 Jan 2018 17:33 #506526
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Tag 9
Es regnet in Strömen, aber wir müssen ja sowieso weiter fahren, insofern also nicht so schlimm.

Etwas unsicher waren wir wegen der Straße von Kibuye nach Norden, im Reiseführer wurde diese als sehr schlecht beschrieben. Aber Andre meinte, diese sei gut. In der Tat: Komplett asphaltiert, absolut perfekt.

Wir fahren bei Cyanika über die Grenze, hier ist weniger los und es ist auch niemand da, der helfen möchte. Da wir das Prozedere kennen, bekommen wir das auch hin. Leider müssen wir dann doch für unsere persönliche Ausreise aus Ruanda fast 45 min in der Sonne anstehen. Leicht ungewohnt ist für uns, dass man in der Schlange immer Körperkontakt zum Vordermann und Hintermann hält :dry:

Dann geht es zur Chameleon Hill Lodge. Das letztes Stück der Straße (ca. 15 km) ist recht holprig, bei Regen bestimmt nicht so ganz trivial fahrbar. In der Lodge ein sehr netter Empfang durch Spenser und Agnes, die Aktivitäten werden erklärt, und wir buchen für den nächsten morgen eine Mountainbiketour (das war lange von uns so geplant, wir haben auch Bikeklamotten dabei).

Es ist total schön, alles super eingerichtet mit vielen Details.







Das Essen abends ist fantastisch, die Weinpreise sind fair, die Terasse ein Traum.
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21 Jan 2018 17:39 #506528
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Tag 10
Wir sind gespannt, wer mit uns mit was für Rädern die Tour macht.
Die Erwartungshaltung geht so in die Richtung, dass wir irgendwelche alten Hardtails bekommen an denen Antrieb und Bremse hoffentlich noch ok sind.

Und wir sind total überrascht. Unser Guide kommt aus dem Dorf mit modernen 29" Fullys! Das ist doch was :)

Wir fahren ein paar Stunden und er erklärt viel, zeigt uns die Dörfer (die Leute finden uns sehr interessant, besonders die Kinder) und fährt ein paar technische Trails (auf unseren Wunsch). Und er ist fit.

Sehr schön und absolut zu Empfehlen, die Tour wird komplett nach den Wünschen der Teilnehmer angepasst.
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