THEMA: kurzes Resumee zu 4 Wochen Uganda
18 Jan 2016 22:10 #415489
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Liebe Fomis und Uganda-Interessierte!

Gerade von einer 4-wöchigen Selbstfahrer, Bodenzelt-Rundreise aus Uganda zurückgekehrt möchten wir allen, die auch überlegen dorthin zu fahren, ganz kurz unsere Eindrücke mitteilen.

Was uns gefallen hat:
- die Landschaft
- die Vegetation
- die Crater Lakes
- das wunderbare Obst und Gemüse
- Chapati Rolex (Fladen mit Ei-Omelette)
- die Gesellschaft der Gorillas, Schimpansen und anderer Primaten
- Mabamba Swamp Bootsfahrt bei Entebbe mit Schuhschnabel
- die freundlichen Menschen
- Weihnachten in Gulu (Holy Rosary Parish)
- die Strecke Jinja - Moroto - Kotido - Kidepo und die dort lebenden Karamojong.
Anhand der Beschreibungen und Berichte über den Kidepo Valley NP waren wir von diesem selbst eher enttäuscht, weil er bei weitem nicht so unberührt, abgelegen und untouristisch ist, wie das oft gerne gesagt wird.

Was uns nicht gefallen hat:
- der gefährliche Straßenverkehr
- die laute Bettelei von Kindern und die oft subtil bettelnden Erwachsenen in touristischen Gegenden (besonders in der Gegend Bwindi)
- das für uns oft unpassende Preis/Leistungs-Verhältnis
- die Tatsache, daß man Vieles nur guided unternehmen kann; leider waren manche unserer Guides recht unmotiviert, ganz besonders schlecht war der vom Gorilla Tracking
- der Queen Elizabeth NP (mehr Trucks, Trading Centers und Menschen als Tiere; außerdem nachts laute Musik aus den Staff Camps)
- viele Campsites haben uns weder von Lage noch Pflege überzeugt (positive Ausnahme: Top of the World, geht aber nicht mit Dachzelt).

Fazit für uns: Diese Reise war zwar interessant und oft auch schön, hat insgesamt unsere Reiselust auf das östliche Afrika aber nicht genährt.
Vielleicht helfen diese Hinweise ja bei der Reiseplanung.

Liebe Grüße,
Dietmar
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19 Jan 2016 09:41 #415536
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  • Anne_W am 19 Jan 2016 09:41
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Hallo Dietmar,

danke für Dein ehrliches feedback. :S

Da will ich meine Erwartungen mal etwas zurückschrauben und dann hoffentlich positiv überrascht werden.
Nächste Woche gehts los, allerdings "nur" gut 2 Wo Südwesten Ugandas.

schönen gruß,
anne
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19 Jan 2016 11:42 #415558
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  • NOGRILA am 19 Jan 2016 11:42
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Hallo Dietmar, danke für deine offenen Worte :) !

Wir werden uns dann einfach überraschen lassen bei unserer privat geführten Tour mit Speke im Sommer ;) .

Die Bettelei gibt mir schon ein wenig zu denken :( !

Ein kleiner Wiedersprich für mich ist, daß du bei Uganda von einem als Selbstfahrer gut zu bereisenden Land sprichst-siehe anderer Thread-und gleichzeitig den gefährlichen Straßenverkehr beschreibtst!

LG NOGRILA
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23 Jan 2016 13:48 #416196
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Hallo Anne, hallo Nogrila,

auf keinen Fall möchten wir Eure Vorfreude auf die Reise dämpfen, Uganda ist ein wunderschönes Land! Und jeder erlebt die Dinge ja ein wenig anders...
Jedenfalls dürft Ihr Euch sicherlich auf wunderbare Erlebnisse und schöne Reiseeindrücke freuen! :)

@Nogrila:
Was wir meinten unter geeignet für Selbstfahrer: Äußerst problemlose Autoanmietung, hervorragende Infrastruktur, gute Straßen, Treibstoff im ganzen Land.

Selbstfahren und Straßenverkehrssicherheit ist für uns in diesem Fall kein Widerspruch, im Gegenteil: Driverguides haben uns erzählt, daß sie zB Strecken wie Kidepo NP - Murchinson NP oder Murchinson NP - Kibale Forest NP an einem Tag fahren. Das ist sicherlich machbar, finden wir aber auch für erfahrene Fahrer zu weit und anstrengend. Überhaupt seitdem wir erlebt haben, daß die Driver oft um halb 4 nachts beginnen, die Autos für den Tag zu reinigen, reparieren und vorzubereiten! :S
Abgesehen davon lieben wir die zahlreichen kleinen Erlebnisse mit den Menschen unterwegs, für die dann keine Zeit bleibt.

Nichtsdestotrotz ist die Entscheidung für eine geführte Reise bestimmt auch sehr gut und legitim: Wir haben uns unterwegs mit einigen Driverguides unterhalten - übrigens auch von Speke - und sie haben alle auf uns einen äußerst positiv, gebildeten, seriösen, freundlichen, gut Englisch sprechenden, zuvorkommenden und gepflegten Eindruck gemacht!
Zudem ist die Bettelei deutlich weniger ausgeprägt, wenn Muzungus mit einheimischen Guides unterwegs sind! ;)

Neben unserem ansonsten trubeligen Alltag genießen wir es eben im Urlaub auch mal, "nur" als Paar und zu zweit unterwegs zu sein. Außerdem macht es uns Spaß, vieles selbst zu entdecken, zu finden und zu erleben, auch wenn das heißt, daß man auf manches erst später draufkommt und vieles natürlich auch Zeit kostet. Bestimmt haben beide Arten des Reisens ihre Vorteile.

Wir wünschen allen, die gerade an der Planung sind, viel Vorfreude auf die Reise und
grüßen Euch lieb!
Dietmar
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23 Jan 2016 14:42 #416210
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  • Botswanadreams am 23 Jan 2016 14:42
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Hallo KTM

Ein wenig muss ich Dir aber widersprechen.
Driverguides haben uns erzählt, daß sie zB Strecken wie Kidepo NP - Murchinson NP oder Murchinson NP - Kibale Forest NP an einem Tag fahren

Wir sind Kidepo - Murchison (Delta Campsite) an einem Tag gefahren. Bei trockenen Strassen problemlos inkl. Einkauf. Nie ist unser Guide vor uns aufgestanden, um am Auto etwas zu reparieren. Bei uns fängt der Tag immer gemeinsam an mit Frühstück und dann wird gepackt, bis wir alle startklar sind. Auch Murchison (Top of the Falls) - Kibale sind wir genauso problemlos an einem Tag mit kurzem Einkauf in Fort Portal gefahren und hatten noch Zeit, uns am Headquarter für den kommenden Tag zu erkundigen und die Zelte im Hellen aufzubauen.
Zudem ist die Bettelei deutlich weniger ausgeprägt, wenn Muzungus mit einheimischen Guides unterwegs sind!

Sie war bei uns in 30 Tagen im Land gleich "Null".

Und was den Kontakt mit Einheimischen angeht, der ist auf einer geführten Tour nicht anders als beim Selbstfahren. Man muss nur sagen "Stopp bitte", dann kann man über einen Markt schlendern oder mit den Fischern plaudern, eine Schule besuchen oder was immer das Herz begehrt.

@Nogrila

Mach Die bitte keine Sorgen. Du wirst Uganda genissen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de

"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
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15 Feb 2016 07:14 #419346
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Hallo Dietmar,

habe erst jetzt Deinen Bericht gelesen, ich war einige Zeit nicht im Forum unterwegs.

Wir werden vom 06.-31.07. eine Selbstfahrertour durch Uganda unternehmen, die Deiner Reise ziemlich entsprechen dürfte.
Du hast vermerkt, dass die Campsite Top of the World nicht für Dachzelt-FZ geeignet ist. Aus welchem Grund?
Auch würde es mich interessieren, wie es mit der von AlphaRental bereitgestellten Campingausrüstung aussieht.

Würde mich über Deine Rückmeldung freuen, gerne auch als private Nachricht.

Vielen Dank.
LG
Elsi
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